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Samstag, 31. Dezember 2016

Rezension ~ Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht
Autor: Claudia Ziegler
Taschenbuch: 576 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 24. Oktober 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453357434
ISBN-13: 978-3453357433
Genre: Historischer Roman



Über die Autorin

Claudia Ziegler wird 1968 in Berlin geboren, wo sie bis heute lebt. Im Anschluss an ihr Abitur absolviert sie ein Studium der Französischen Sprach- und Literaturwissenschaft, Germanistik und Publizistik. Nach ihrem Studienabschluss ist Claudia Ziegler als freie Journalistin und Drehbuchautorin fürs Fernsehen tätig. Nach ihren ersten Romanerfolgen mit "Die Favoritin des Königs" und "Die geheime Tochter" erschien im Oktober 2011 ihr Buch "Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht".


Inhaltsangabe/Klappentext

Claudia Ziegler zeichnet ein vielschichtiges Bild einer aufregenden Epoche und erzählt glaubhaft die Geschichte einer mutigen jungen Frau

Sie kann in die Zukunft sehen und droht als Hexe verraten zu werden: Als die 19-jährige Madeleine zwischen die Fronten der verfeindeten Katholiken und Protestanten gerät, schwebt sie in größter Gefahr. Doch dann überträgt Catherine de Medici ihr eine geheime Mission, und Madeleine kämpft nicht nur um ihr eigenes Leben, sondern auch um das Schicksal Frankreichs.
Ein mitreißendes Epos über die Bartholomäusnacht am 24. August 1572.


Rezension/Meinung

Die Bartholomäusnacht in Frankreich, in welcher der Konflikt zwischen den Katoliken und protestantischen Hugenotten zu einem seiner Höhepunkte entbrannte, war bisher ein Ereignis, von dem mir gar nichts weiter bekannt war. Wie ich jetzt durch dieses Buch erfahren habe, eigentlich ein sehr spannendes historisches Ereignis, bei dem es durchaus sehr schade ist, dass es mir bisher so unbekannt war.

Dabei ist Madeleine eine Protagonistin, die ich sehr sympathisch finde, auch wenn sie in den Wirren zwischen ihren Visionen, die sie aus ihrem normalen Leben herausreißen, ihrem Dasein als Katholikin, den Hugenotten, denen sie unbewusst hilft, dem Hass, der ihr von manchem auf katholischer Seite nun entgegen schlägt, so wie dem Interesse der Medici, Mutter des französischen Königs, manchmal auch zu Entscheidungen und Sichtweisen neigt, die ich nicht ganz verstehe. Vor allem Madeleines Visionen sind etwas, das ich sehr gut beschrieben finde, da sie sich sehr harmonisch in diesen Roman einfügen und nicht zu arg aufgesetzt wirken, ihn nicht zu arg in eine Fantasyschiene verschieben, in die er eigentlich nicht gehört. In einigen Situationen ist mir Madeleine manchmal ein wenig naiv, dafür aber mit der Zeit immer klüger wirkend, was sie mir wieder sympathisch macht. Vor allen Dingen merkt man, wie sie daran reift, was ihr so widerfährt.

Viele historische Romane neigen dazu, dass sie immer mal wieder Längen entwickeln, was häufig daran liegt, dass sie eine sehr lange Zeitperiode abdecken. In diesem Buch sind diese Längen, wenn man sie überhaupt vorhanden nennen will, sehr minimal. Und viele der Nebencharaktere sind auch so interessant, dass die Handlung auch dann Spaß macht, wenn man nicht direkt Madelein folgt. Obwohl gewisse Geheimnisse für mich vielleicht ein bisschen zu leicht zu durchschauen waren, auch wenn ich meine Bestätigung sehr spät erst im Roman erhalten habe.

Insgesamt aber ein sehr lesenswertes Buch, zu einem historischen Ereignis, das wirklich sehr schlimm, aber dennoch auch wieder sehr interessant zu betrachten ist.


Fazit


Ein Roman über ein historisches Ereignis, zu dem mir bisher gar nichts bekannt war, dass aber extrem interessant ist und sehr gut recherchiert wurde.

Rezension ~ Opferzeit

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Opferzeit
Autor: Paul Cleave
Taschenbuch: 672 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 14. Oktober 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453437497
ISBN-13: 978-3453437494
Originaltitel: Joe Victim
Genre: Thriller
Vorgängerband: Der siebte Tod


Über den Autor

Paul Cleave wurde am 10. Dezember 1974 in Christchurch, Neuseeland geboren – dem Ort, an dem auch seine Romane spielen. Er arbeitete sieben Jahre als Pfandleiher. Mit seinem Debütroman "Der siebte Tod" gelang ihm auf Anhieb ein internationaler Erfolg. Der Kriminalroman stand in Deutschland monatelang auf den ersten Plätzen der Bestsellerliste. Paul Cleave ist ein Fan von Stephen King und Lee Child.


Inhaltsangabe/Klappentext

Einer der perfidesten Serienkiller aller Zeiten kehrt zurück: Joe is back!

Die Einwohner der Neuseelandmetropole Christchurch sind aufgebracht. Ein Jahr nach der brutalen Mordserie, die ihre Stadt erschütterte, beginnt der Prozess um den berüchtigten Schlächter von Christchurch. Doch Joe, der scheinbar grenzenlos naive Serienmörder, beteuert nach wie vor seine Unschuld. Unterdessen zieht sich die psychopathische Melissa X einen neuen Killer heran, um Joe, mit dem sie einst eine unheilige Liaison einging, zu töten. Christchurch droht eine Apokalypse des Todes ...


Rezension/Meinung

Ich kannte Paul Cleaves »Der siebte Tod« den Vorgänger von »Opferzeit« nicht, bevor ich dieses Buch angefangen habe und begann mich nach den ersten 50 Seiten ehrlich zu fragen, ob ich mich mit dieser Unkenntnis irgendwann wirklich noch in das Buch einfinden würde.

Es hat sehr lange gedauert, denn zunächst hatte ich ehrlich arge Probleme die Rolle mancher Charaktere, wie auch ihre Intention zu verstehen. Das war leider vor allen Dingen bei den Protagonisten der Fall, wie Melissa X oder auch Joe. Selbst mit dem ehemaligen Detective Schroder hatte ich leichte Probleme, auch wenn er fast noch am leichtesten zu greifen ist.

Joe ist ein ganz spezieller Charakter, was man auch daran merkt, dass seine Kapitel aus der Ich-Perspektive erzählt werden, alle anderen aus der dritten Person heraus. Joes Gedankengänge sind schon sehr spezielle und ich musste mich an einigen Stellen fragen, wie weit diese wirklich planmäßig von ihm so eingesetzt werden und in welchen Fällen man wirklich davon sprechen kann, dass Joe einfach wirklich so naiv oder ähnliches ist. Ich denke bei ihm hätte es sehr geholfen, wenn man den ersten Band wirklich gekannt hätte.

Was mir nicht so gefallen hat, auch wenn das Buch irgendwann deutlich interessanter wurde, als ich mich langsam anfing mit den Charakteren etwas besser zurecht zu finden, ist die Tatsache, dass ich immer darauf gewartet habe, dass die Ereignisse aus dem Klappentext geschehen, aber wirklich locker 3/4 des Buches nur darauf hin gearbeitet wird. Solche Dinge finde ich immer sehr frustrierend, da man vom Buch eigentlich etwas anderes erwartet, als man am Ende bekommt, was so gar nicht mein Fall ist. Für mich wäre es deutlich spannender gewesen, wenn dem Aspekt mehr Aufmerksamkeit geschenkt worden wäre. Auch wenn ich trotzdem sagen muss, dass das Buch bei weitem nicht uninteressant ist. Vor allen Dingen, was man zu Joe bzw. auch manchem der anderen Charaktere so erfährt, ist schon interessant. Auch wenn cih beeindruckt bin, was es dort alles für Abgründe gibt.

Ein Buch, das sicher besser für mich gewesen wäre, hätte ich den ersten Teil gekannt und das vor allem dann noch besser hätte sein können, wenn der Klappentext nicht eine andere Handlung suggerieren würde. Grundsätzlich aber durchaus ein lesenswerter Thriller.


Fazit


Ich denke, dass dieses Buch mit Kenntnis des Vorgängers bei mir vielleicht ein bisschen besser abgeschnitten hätte, vor allen Dinge hatte ich aber anhand des Klappentextes eine andere Gewichtung der Handlung vermutet, was ich doch schade finde.

Freitag, 30. Dezember 2016

Challenge ~ ABC-Challenge der Protagonisten - Monatsaufgabe Dezember

Hallo zusammen,

wieder ist ein Jahr so gut wie vorbei und bei dieser Challenge hier, wurde uns die Aufgabe gestellt mit Hilfe von ein paar Fragen auf das letzte Lesejahr zurück zu blicken. 

Dies natürlich vor allen Dingen mit dem Fokus auf die Protagonisten, die einem über das Jahr in den Büchern begegnet sind. 

  • Welches war dein liebster Held, dein Lieblingsprotagonist 2016?
Mein liebster Protagonist in diesem Jahr. Oha, das ist wieder eine der fiesen Fragen und die kommt auch noch gleich zum Begin.
Ich glaube, da gewinnt u.a. richtig entscheiden wird da sicher schwer... Percy Jackson. Ich mag Percy einfach. Von daher hat er diesen Titel bei mir wohl verdient. Würde ich noch länger nachdenken, käme ich sicher noch auf einige andere oder andere Charaktere, die ich hier nicht nenne, weil sie bei anderen Fragen die Antwort sein werden!


  • Welches war deine liebste Heldin, deine Lieblingsprotagonistin 2016?
Auch wieder nicht so einfach, aber wenn ich mich entscheiden muss, sag ich einfach Pippa Bolle. Pippa ist eine Protagonistin, die ich irgendwie sehr symapthisch finde, von daher passt sie hier auch sehr gut. Eigentlich eine ganz normale Frau, naja bis auf manche lustige Eigenheit vielleicht, gerät sie ja immer wieder in irgendwelche Mordermittlungen hinein.


  • In welchen Charakter hast du dich in diesem Jahr sofort verliebt?
Ich bin ja nicht so der Typ, der sich in Charaktere verliebt. Ich mag manchen besonders gerne, aber verlieben, naja :D
Ich glaube, den gibt es einfach nicht, auch wenn es viele Charaktere gibt, die ich wirklich sehr mag, weil sie lustig, sympathisch oder ähnliches sind 


  • Mit wem aus der Buchwelt könntest du Pferde stehlen?
Oh, ich glaube, dass Volodi aus der Drachenelfen-Saga da ein super Charakter für wäre. Er trinkt zwar auch gerne ein wenig zu viel, ist mir aber irre sympatisch, sehr ehrlich, dabei aber kein Charakter, den man irgendwie nicht mögen kann, da er so extrem sympatisch bleibt. Und da er auch etwas verrückt ist manchmal von seinen Taten her, kann ich mit das mit ihm sehr gut vorstellen.


  • Welches war dein liebstes Paar?
Ziemlich eindeutig Isabelle und Jens aus »Glück ist, wenn man trotzdem liebt« sie ist so niedlich verballert, dass sie wirklich wieder sympatisch ist, auch wenn mir manche ihrer Macken in der Realität sicher auf die Nerven gehen würden. Jens hingegen ist so schön normal, bodenständig und wirkt auf mich einfach irre nett und die beiden passen trotzdem oder gerade weil sie sind, wie sie sind, einfach super zusammen :o)


  • Mit welchem Paar konntest du dich so gar nicht anfreunden?
Tja, da fällt es mir jetzt schon schwer, diese Frage vollständig zu beantworten, weil mir sein Name gar nicht mehr so richtig einfallen will... Aber es handelt sich unter anderem ziemlich eindeutig um Taryn aus »Spiel, Kuss und Sieg« und den dazugehörigen Kerl. Ich fand das Buch im allgemeinen einfach nur schlecht und Taryn selbst ging mir dermaßen auf den Sender, so dass er, weil er sie toll findet, nicht wirklich besser bei weggekommen ist.


  • Wer war dein liebster Nebencharakter?
Ich glaube, da Bolthörn kein richtiger Protagonist ist, kann ich da ihn durchaus nennen, den sprechenden Mops aus »Lennart Malmkvist und der ziemliche seltsame Mops des Buri Bolmen«. Er ist einfach nur genial lustig und das nicht nur, weil er ein Mops ist und zudem auch noch sprechen kann. Manche Kommentare von ihm waren einfach der Hammer.


  • Wen kürst du zum fiesesten Antagonisten 2016?
Die Devanthar aus der Drachenelfen-Saga. Vor allem Îsta, die wohl hinterhältigste der Truppe, aber das jetzt alles hier zu erläutern würde wohl ein bisschen zu weit führen. Ich kann nur sagen, dass ich diese Wesen, die sich als Götter aufführen ziemlich schlimm finde. Und von daher sind sie von ihrer Art her dieses Jahr eindeutig die fiesesten Antagonisten.


  • Wem würdest du gerne einmal gehörig deine Meinung sagen?
Ich glaube, da passt gut der eiserne Herzog aus »Die Eiserne See - Wilde Sehnsucht«. Bzw. am liebsten der Autorin oder Übersetzerin der Bücher, denn ehrlich, welche Frau findet es, wenn man sie erobern will wirklich toll, wenn einem der Mann ständig erzählt, dass er einen 'vögeln" würde und das in allen Konjugationen. Es wird von ihm nie ein anderes Wort dazu gebraucht, was ich ziemlich gruselig fand. Dabei fällt mir auf, er und Mina passen auch zur Frage mit dem Paar, mit dem man sich nicht gut anfreunden konnte. Ich glaube, da hätte ich so ein paar mehr :D


So, dass wäre mein Jahresrückblick. Ich kann zwar nicht bei allen Fragen eine klare Antwort geben, Spaß hat es aber trotzdem gemacht sie zu beantworten  ^^ und beim nächsten Jahr bin ich bei der Challenge wieder mit dabei!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Sonntag, 25. Dezember 2016

Rezension ~ Drachenelfen - Himmel in Flammen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Drachenelfen - Himmel in Flammen
Autor: Bernhard Hennen
Broschiert: 1103 Seiten
Verlag: Heyne
Erszerscheinung: 14. März 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345326889X
ISBN-13: 978-3453268890
Genre: Fantasy
Reihe: Drachenelfen
Band: V


Über den Autor

Bevor Bernhard Hennen sich ganz dem Schreiben von historischen Romanen und Fantasy widmete, bereitste er den Orient und Mittelamerika. Seine Elfen Romane stürmten sofort die spitzen der Charts und er zählt zu der Spitze der deutschen Fantasyautoren. Seine Fachkenntnis zu den historischen Themen stammen aus von seinem Fachwissen als Archäologe, Historiker und Germanist. Er studierte an der Uni Köln. Sein erstes Buch schrieb er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein. Für das fantasy Rollenspiel "Das schwarze Auge" verfasste er mehrere Storymodule. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er seit 2000 wieder in seiner Geburtsstadt Krefeld.


Inhaltsangabe/Klappentext

Intrigen, verzweifelte Liebe und die alles entscheidende Schlacht am Ende der Zeiten

Seit sieben Jahre tobt der Krieg um Nangog, und Drachen und Elfen stehen kurz vor der Niederlage. Eine letzte Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt soll die Wende bringen. Immer noch glaubt die Drachenelfe Nandalee, sich aus allem heraushalten zu können, doch dann zeigt sich, dass ihr Schicksal untrennbar mit dem Nachtatems verbunden ist. So werden sie und ihre Kinder zu Gejagten, die nirgends mehr auf Zuflucht hoffen dürfen. In der Stunde der Entscheidung aber geschieht das Unglaubliche: die legendären Alben treten aus den Schatten ...

Das atemberaubende Finale der Drachenelfen-Saga! Sieben Jahre währt der Kampf um Nangog, und immer deutlicher zeichnet sich ab, dass die Albenkinder unterliegen werden. Verzweifelt entscheiden die Himmelsschlangen, alles auf eine Karte zu setzen und eine letzte, alles entscheidende Schlacht am Himmel über der Goldenen Stadt zu erzwingen. Sie ahnen nicht, dass es Verräter in ihren Reihen gibt und drei Zwerge nur auf eine Gelegenheit warten, die alten Drachen stürzen zu sehen. Als der Kampf um Nangog ein überraschendes Ende nimmt, kommt der Tag, an dem die legendären Alben endlich aus dem Schatten treten, um Gerechtigkeit zu üben. Doch kommen sie noch rechtzeitig, um das Volk der Elfen und vor allem Nandalee zu retten? Denn die rebellische Drachenelfe und ihre Kinder sind zum Mittelpunkt einer mörderischen Intrige geworden ...


Rezension/Meinung

Sie ist zu Ende, die Drachenelfen-Sage von Bernhard Hennen und auch, wenn ich leider nicht bei jedem der Charaktere letztendlich herausgefunden habe, wie die Geschichte für denjenigen zu Ende gegangen ist, mit bei wenigen selbst eine Antwort geben muss, ist dieser Abschlussband einfach wieder nur genial geworden.

Mit seinen über 1.000 Seiten hat er extrem viel Inhalt, vor allem auch einen sehr getrennten, besteht das Buch aus zwei Abschnitten, die zeitlich einiges auseinander liegen, aber die natürlich sehr zusammen hängen. Es spitzt sich mit dem ersten Abschnitt, dem Kampf um Asugar so einiges immer mehr zu und ich muss ehrlich gestehen, es geschehen in diesem Abschnitt schon so viele Dinge, die ich nicht erwatrtet hätte, so dass es extrem spannend ist.
Vor allem, dass Volodi hier eine so entscheidende Rolle spielt, ebenso wie auch Quetzalli, damit hätte ich nicht unbedingt gerechnet, es hat mich aber ehrlich gesagt sehr erfreut. Man merkt auch einfach, dass alle wichtigen Charakter von Schauplatz, zu Schauplatz immer mehr zusammen rücken, Nandalee, Nodon, Aaron, Volodi, Galar, Nyr, Hornbori, die Drachen und die Devanthar. Alles spitzt sich zu, man kommt Geschehnissen näher, die auf die anderen Sagas, wie die Elfen-Saga ihre Auswirkungen haben und erkennt so einige Zusammenhänge. Es ist von Bernhard Hennen in meinen Augen einfach super gemacht, wie er es wirklich schafft am Ende wieder alles aufzulösen, vor allem auch, da es einfach so viele wichtige Charaktere gibt, um die es sich zu kümmern gilt.

Vor allem auch die abschließende Schlacht auf Nangog ist von ihm so grandios beschrieben, es bleibt im Buch immer spannend, ich selbst kann für mich keinerlei Längen feststellen und das bei der Dicke, dieses Buches. Und was ich Bernhard Hennen lassen muss, er hat mir nicht jeden meiner liebsten Charakter schon sehr früh im Buch genommen, was ich vor diesem Band und auch während des Lesens teilweise ein wenig befürchtet hatte.

Für mich ein ehrlich genialer Abschluss dieser Saga, der viele Fragen beantwortet und manche offen lässt, aber ich vermute, dass es auch auf diese noch Antworten geben könnte, erscheint 2017 ja ein weiterer Elfenroman, in welchem es zwar vorrangig um Emerelle und Meliander geht, aber bei dem ich mir gut vorstellen kann, dass man auch Charakteren begegnet, die einem in dem ein oder anderen Band über die Elfen schon über den Weg gelaufen ist. Ich freue mich auf jeden Fall schon riesig auf dieses nächste Buch.


Fazit


Das fulminante und richtig gelungene Ende einer Saga, bei der ich eigentlich nicht wollte, dass sie schon zu Ende geht, da sie mir einfach zu gut gefallen hat.

Freitag, 23. Dezember 2016

Rezension ~ Tabu

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Tabu
Autor: Casey Hill
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Rowohlt Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. November 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499256649
ISBN-13: 978-3499256646
Originaltitel: Taboo
Genre: Thriller


Über die Autorin

Casey Hill ist das Pseudonym eines Autorenpaars, dessen weiblicher Teil unter anderem Namen regelmäßig Platz eins der irischen Bestsellerlisten erreicht.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein unaussprechliches Verbrechen.

Ein unvorstellbares Motiv.

Ein unaufhaltsamer Killer.


Bei der Polizei in Kalifornien war sie eine erfolgreiche CSI-Spezialistin. Nun kehrt Reilly Steel zusammen mit ihrem Vater in dessen alte Heimat Irland zurück. In Dublin sind indes nicht alle neuen Kollegen bereit, Reillys ungewöhnliche Ermittlungsmethoden zu akzeptieren. Doch dann gelingt es ihr, mehrere ungeklärte Morde einem einzigen Täter zuzuordnen: Alle Taten waren extrem grausam, alle beziehen sich auf das Werk Sigmund Freuds – jedes Opfer wurde vor seinem Tod gezwungen, eines der größten Tabus zu verletzen, die die Gesellschaft kennt.

Reilly ermittelt weiter. Und ihr wird klar, dass der Killer ihre Vergangenheit sehr genau zu kennen scheint. Was sie nicht weiß: Das dunkelste aller Tabus ist für sie reserviert ...


Rezension/Meinung

Nach einem sehr interessanten und spannenden Beginn des Thrillers, beginnt man sich sehr schnell zu fragen, was der Prolog wohl genau aussagen soll, denn dass mit Jess, der jüngeren der beiden Schwestern, irgendetwas passiert sein muss, das ist einem schnell klar. Was aber genau wird sehr lange nicht erwähnt, einziges Indiz, die Szene aus dem Prolog.

Allgemein ist es ein wenig so, dass man sehr lange braucht, um gewisse Dinge rund um Reilly Steel, ihre Situation und alles wirklich zu verstehen und bei manchem dauert es auch wirklich bis zum Ende des Buches, da einem vorher doch Informationen fehlen. Und auch, wenn Reilly eine Protagonistin ist, bei der man immer noch Fragen offen hat, ist sie durchaus nicht langweilig und ich hatte auch ein Bild von ihr vor Augen, auch wenn es mir manchmal ein bisschen widersprüchlich vorkam. Die beiden Ermittler, allen voran Chris, finde ich auch sehr stimmig, insbesondere, da nicht alle mit den neuen Methoden, welche Reilly aus den USA mitgebracht hat klarkommen. Chris ist mir dabei der sympathischste der Ermittler, was aber glaube ich, auch genau so von der Autorin gewollt ist. Von den Charakteren her bin ich mit diesem Buch auf jeden Fall sehr zufrieden.

Die Tabu-Morde sind auch sehr interessant, teilweise auch ein wenig eklig, aber nie so tiefgeifend beschrieben, dass der Ekel beim Lesen wirklich hoch kommt, auch wenn manches Tabu, das für einen der Morde herangezogen wurde, schon ziemlich heftig ist. Dabei finde ich es sehr interessant, wie der Täter Zitate von Freud oder andere Dinge, die auf den Psychoanalytiker hinweisen am Tatort hinterlässt. Ebenso, wie noch ein wenig persönlichere Hinweise, die teilweise noch schwerer ins Auge fallen. Mir ging es ab einem gewissen Punkt zwar so, dass ich eine starke Vermutung hatte, auf was manche Aspekte an den Taten hinauslaufen würden, insbesondere, was die Identität des Täters anbelangt, jedoch hat es bei mir sehr lange gedauert, bis ich das Motiv richtig greifen konnte.

Alles in allem ein gelungener Thriller, der nicht zu heftig, aber ehrlich gut gemacht ist, auch wenn ich bei ein zwei Punkten gerne noch etwas mehr an Auflösung gehabt hätte, da mir da durchaus die Erklärungen etwas zu lasch bis gar nicht vorhanden waren.


Fazit


Ein gelungener Thriller, bei dem am Ende leider ein paar Fragen offen bleiben, bei denen ich die Antwort gern noch erfahren hätte.

Donnerstag, 22. Dezember 2016

Rezension ~ Drachenelfen - Die letzten Eiskrieger

Allgemeine Informationen zum Roman

Title: Drachenelfen - Die letzten Eiskrieger
Autor: Bernhard Hennen
Broschiert: 848 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 26. Januar 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453270010
ISBN-13: 978-3453270015
Genre: Fantasy
Reihe: Drachenelfen
Band: IV


Über den Autor

Bevor Bernhard Hennen sich ganz dem Schreiben von historischen Romanen und Fantasy widmete, bereitste er den Orient und Mittelamerika. Seine Elfen Romane stürmten sofort die spitzen der Charts und er zählt zu der Spitze der deutschen Fantasyautoren. Seine Fachkenntnis zu den historischen Themen stammen aus von seinem Fachwissen als Archäologe, Historiker und Germanist. Er studierte an der Uni Köln. Sein erstes Buch schrieb er gemeinsam mit Wolfgang Hohlbein. Für das fantasy Rollenspiel "Das schwarze Auge" verfasste er mehrere Storymodule. Gemeinsam mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er seit 2000 wieder in seiner Geburtsstadt Krefeld.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die heißersehnte Fortsetzung der Drachenelfen-Saga!


Im Feuer von Selinunt hat Nandalee ihren Geliebten und damit den Glauben an ihre Herren verloren. Während sich Elfen und Menschen zum ersten Mal in offener Schlacht am eisigen Himmel von Nangog begegnen, will sie nie wieder ihr Schwert für die Himmelsschlangen erheben. Doch dann mehren sich unheimliche Vorzeichen um die Geburt ihrer Kinder, und Nandalee muss begreifen, dass eine Drachenelfe niemals vor ihrer Vergangenheit fliehen kann.


Rezension/Meinung

Mittlerweile schon der vierte Band der Drachenelfen-Saga und es wird immer spannender. Nandalee, bisher immer einer der wichtigsten Charaktere in dieser Reihe spielt in diesem vierten Teil nun eher eine untergeordnete Rolle, muss sie genau wie ich als Leser, erstmal den Tod Gonvalons im letzten Band verkraften. Ich frage mich ja häufig, warum Bernahrd Hennen mir immer meine Lieblingscharakter kurz vor dem Ende entreißt. Dadurch erhalten aber einige andere Charaktere eine deutlich größere Rolle und das macht diesen Band, zusätzlich zu allem anderen noch interessanter.

Ich bin froh, dass die Rolle Volodis immer größer zu werden scheint, denn dieser Charakter ist mir enorm ans Herz gewachsen. Irgendwie mag ich seine so klar Art, denn mit Volodi hat man einfach einen Charakter vor sich, der genau das sagt und tut, was er denkt, nicht an Intrigen und anderen Dingen interessiert ist. Von daher finde ich es richtig spannend seinen Teil der Geschichte zu erfahren, auch wenn man sich um ihn doch auch immer wieder Sorgen machen muss. Artax, bzw. Aaron wird mir auch immer sympathischer, denn ganz zu Beginn der Reihe fand ich die Erzählungen rund um die Menschen nicht ganz so toll, hatte ich mir doch mehr von den Elfen erwartet, aber gerade, wie er Kriege füht, mit Verlusten umgeht etc. ist einfach interessant. Ebenso seine Beziehung zu Shaya. Vor allem auch bei den Zwergen tut sich so richtig viel. Gerade die Passagen rund um Galar, Nyr und Hornbori werden auch immer spannender und ich bin gespannt, was noch alles passieren wird, da sie ja gleichzeitig für Albenmark unter der Führung der Drachen kämpfen, aber ihren Kampf gegen die Drachen, trotzdem nicht aufgeben wollen. Hornbori ist dabei einer der Charaktere, der mich am meisten zum Schmunzeln bringt, denn der Kerl hat einfach so viel Schwein, obwohl er, wie Galar immer so schön sagt, wirklich ein 'Schisser' ist.

Insbesondere spannend, ist in diesem Teil zum einen die Entdeckung des Verstecks von Tarkon, dem Wolkenschiffpiraten, der eine eigene Kolonie, irgendwo versteckt in Nangog gegründet hat, auch wenn man über diese noch nicht so viel erfährt, wie ich gerne schon gewusst hätte und die Expedition Koljas auf der Suche nach dem Traumeis. Was dort mit Kolja, dem Wolkensammler 'Wind von regenschwerem Horizont' und Nabor samt Mannschaft passiert, das ist auch einfach nur zu genial beschrieben. Spannend, phantastisch und noch vieles mehr. Und dann als zweiten Höhepunkt die Schlacht der Menschen gegen die Bewohner Albenmarks auf der Eisebene, was man noch über die Devanthar, sowie den Goldenen erfährt.

Alles in allem wieder ein in gewohnt genialer Manier geschriebener Roman von Bernhard Hennen, der einfach nur gelungen ist. Ich bin so gespannt, wie sich am Ende alles auflösen wird. Vor allem, da man durch die anderen Elfen-Bände ja grob erahnen kann, was mit den Drachen und meisten Devanthar geschehen muss. Ich hoffe nur, dass im letzten Band nicht alle meine Lieblinge unter den Charakteren das zeitliche segnen.


Fazit

 

Ein genialer vierter Teil, der einfach Lust auf mehr macht und bei mir die Neugier weckt, was bloß noch alles im letzten Teil der Saga geschehen wird.

Rezension ~ Ulrike kommt ins Internat

Allgemeine Informationen zum Roman



Titel: Ulrike kommt ins Internat
Autor: Marie Louise Fischer
Verlag: Schneiderbuch
Ersterscheinung: 1963
Genre: Kinderbuch
Reihe: Ulrike
Band: I




Über die Autorin

Marie Louise Fischer wurde 1922 in Düsseldorf geboren und gehört heute zu den meistgelesenen Romanautoren Deutschlands. Sie ist auch unter ihren Pseudonymen A. G. Miller, Dr. Christoph Vollmer, Kirsten Lindstroem, Katja Holm bekannt. Nach dem Abitur in Düsseldorf studierte sie Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte in Prag, Köln und München, blieb dann einige Jahre in Prag, um als Dramaturgin zu arbeiten. Während des 2. Weltkriegs wurde sie anderthalb Jahre zwangsinterniert. 1953 erschien ihr erster Krimi "Zerfetzte Segel". Seitdem schrieb Fischer mehr als 100 Romane und Krimis sowie 75 Kinder- und Jugendbücher in einer Schaffensphase von über 50 Jahren. Marie Louise Fischer starb am 2. April 2005 in Prien am Chiemse.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ulrike Moeller lebt bei ihren Tanten, da die Eltern aus beruflichen Gründen in ein anderes Land gehen mussten. Bei einem Besuch in der Heimat müssen diese leider feststellen, dass ihre Urlike sich sehr verändert hat und sich nicht benimmt, wie eine Zwölfjährige, sondern angeberisch und überheblich ist, sich eher mit den Erwachsenen gleichgestellt sieht. Um dieser Entwicklung wird Ulrike nach Burg Hartenstein aufs Internat geschickt.


Rezenison/Meinung

Ein Buch, dem man deutlich anmerkt, dass es aus den 60er Jahren ist, das aber trotzdem total Spaß beim Lesen macht, auch wenn natürlich viele Dinge anders sind, als es heutzutage ist. Es ist schon durchaus ungewöhnlich, dass noch Briefe geschrieben werden und man deutlich merkt, dass fast jedwede moderne Technik fehlt. Ein Telefon ist noch das modernste, was im gesamten Buch auftaucht. Zu Beginn schreiben die Eltern sogar noch ein Telegramm aus der Schweiz, um ihre Ankunft zu Hause anzukündigen.

Ansonsten ist das Buch aber von seinem Thema her irgendwie immer noch sehr aktuell. Ulrike ist einfach ein eher sehr unsympathisches Mädchen, da sie durch das Zusammenleben mit ihren Tanten einfach zu erwachsen tut, obwohl sie erst zwölf ist und auch einfach sehr angeberisch, zickig und dergleichen ist. Eigentlich ist sie als Protagonistin kein Charakter, den man wirklich richtig gern hat, aber man merkt, dass hinter allem eigentlich doch ein guter Kern steckt, obwohl man sich die gesamte Geschichte hindurch nicht wundert, dass Ulrike bei andern so schlecht ankommt, denn durch ihr überhebliche Art und auch den Wunsch allein zu sein  und ihre Ruhe zu haben, da sie alles was mit anderen zusammenhängt irgendwie als nicht reif genug, kindisch etc. empfindet, kann sie auch einfach gar keine Freunde finden. Jedoch merkt man über den Verlauf des Buchs hinweg, dass es ihr sichtlich gut tut, dass sie mehr oder weniger dazu gezwungen ist, Zeit mit anderen zu verbringen. Vielleicht auch eine Sache, die sich heute mehr Kinder, aber auch Erwachsene zu Herzen nehmen sollten, mit anderen wirklich zu interagieren. Gaby, die zuammen mit Ulrike ins Internat muss, ist da das genaue Gegenteil und dabei so sympathisch, dass man sie einfach gern haben muss. Eine wie Gaby hätte ich in dem Alter auch gern zur Freundin gehabt.

Die Geschichte selbst ist einfach sehr schön und locker erzählt und es ist schon interessant, wie das Leben im Internat so geregelt ist, an was Ulrike sich alles anpassen muss und wie diese Dinge sie immer weiter verändern, auch wenn es noch lange nicht so weit ist, dass man wirklich sagen kann, dass Ulrike richtig anders geworden ist. Es kann in den weiteren Bänden der Reihe also noch so einiges kommen, aber es steht zu hoffen, dass Ulrike sich weiter zu ihrem positiven verändern wird.


Fazit

 

Eine ganz tolle Geschichte, bei der ich es sehr schade finde, dass es keine aktuelle Auflage gibt, denn auch wenn man merkt, dass sie in einer Zeit mit deutlich weniger Technik spielt, hat sie im zwischenmenschlichen Bereich nichts an Aktualität verloren.