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Samstag, 14. April 2012

Rezension ~ Die Muses des Mörders

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Die Muse des Mörder - Sarah Wedler, Nadine d Arachart
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: Labor; Auflage: 1., Aufl. (20. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3902800038
ISBN-13: 978-3902800039



 

Inhaltsangabe

Ein Serienmörder im Wien des Jahres 2011. Er tötet nachts mit einem Dolch und versetzt die Stadt in Angst und Schrecken. Chefinspektor Dominik Greve entdeckt, dass jedes Opfer ein wertvolles Schmuckstück aus der Fertigung eines Wiener Nobeljuweliers besaß. Da tritt die alternde Schriftstellerin Madeleine Scuderi auf den Plan. Durch eine missverständliche Aussage gegenüber einer Tageszeitung betrachtet sie der Täter fortan als seine Vertraute und Muse. Sie beschließt, die Morde auf eigene Faust zu klären, und setzt sich dabei einer schrecklichen Gefahr aus. Ein moderner Thriller, wie er spannender nicht sein könnte, mit der literarischen Tiefe E.T.A. Hoffmanns.


Rezension

"Das Fräulein von Scuderi" von E.T.A. Hoffmann zählt mit zu den bekanntesten klassischen Werken, die zudem gern beim Thema Novellen in der Schule behandelt wird und als einen der erste deutschen Krimis überhaupt.

Mit "Die Muse des Mörders" haben die beiden Autorinnen diese alte Geschichte wieder zum Leben erweckt und in ein modernes Gewand gekleidet. Es ist ihnen dadurch gelungen, dass die Geschichte in die heutige Zeit transferiert wurde und aus der alten Novelle eine sehr angenehme und leicht zu lesende Geschichte, der an Spannung nicht fehlt, geworden ist.

Jedoch ist es wohl leider auch der Vorlage geschuldet, an der sich vom Ablauf her stark orientiert wurde, dass man doch etwas zu schnell und zu leicht auf den Täter in diesem Fall schließen kann, da einfach zu viele Hinweise in einem sehr frühen Stadium des Romans schon bekannt werden, die auf einen ganz bestimmten Täter schließen lassen. Doch auch wenn man den Mörder sehr schnell enttarnt, wird dieser Fakt dadurch etwas abgemildert, dass die Charaktere des Romans sehr gut gezeichnet sind und zudem auch sehr eigene Aspekte in den Roman einbringen und ihn damit schon spannend machen.

Auf jeden Fall macht es jedoch auch Spaß die Geschichte in diesem Gewand zu lesen, da es vor allen Dingen gelungen ist, dass durch die kurzen Kapitel, die gut gestalteten Perspektiven und Perspektiven- sowie Szenenwechsel und den tollen Schreibstil es einfach Spaß macht die Geschichte zu lesen.

Leider werden auch manche Fragen, die der Roman aufwirft nicht vollständig geklärt, was jedoch ebenfalls der Vorlage geschuldet ist, jedoch trotzdem sehr Schade bleibt. Es wäre daher schöner gewesen, wäre auf diese Punkte ein wenig näher eingegangen worden.

Insgesamt handelt es sich jedoch um eine gute Geschichte, die durch ihre Vorlage leider einfach ein wenig geschwächt wird.


Fazit

 

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