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Donnerstag, 19. April 2012

Rezension ~ Flammenmond

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Flammenmond - Rebekka Pax
Taschenbuch: 464 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch (17. Februar 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548282490
ISBN-13: 978-3548282497





Inhaltsangabe

In einem Kino in Los Angeles lebt einer der letzten Vampirclans der Stadt. Als ein Mitglied auf einer Reise nach Arizona entführt wird, bricht Vampirjäger Julius Lawhead auf, den Freund zu retten. Doch der Entführer, der mächtige Vampirmeister Nathaniel Coe, fordert ein anderes Clanmitglied zum Tausch. Julius willigt ein und setzt mit seinem schrecklichen Versprechen alles aufs Spiel — sogar seine große Liebe ... 



Rezension

An diesen zweiten Band der Vampir-Reihe von Rebecca Pax bin ich mit sehr gemischten Gefühlen gegangen, dann den ersten Band fand ich zwar nicht vollkommen schlecht, jedoch hatte ich so meine Probleme mit dem Protagonisten Julius, da mir seine Mischung aus extrem hartem Getue und sein gleichzeitig extrem weinerlicher Charakter etwas störte. Und auch gleich zu Beginn dieses Romans wurde man sofort wieder damit konfrontiert, so dass ich für mich schon das Schlimmste befürchtete. Jedoch konnte ich schnell feststellen, dass meine Befürchtungen nicht eintrafen, dann zum einen wechselte die Perspektive zwischen den Erzählenden des Romans in diesem Band deutlich häufiger als im Vorgänger, so dass man auch einiges mehr aus der Perspektive und Sicht zum Beispiel des indianischstämmigen Vampirs Brandon erfährt.

Zum anderen ist Julius vom Charakter her in diesem Teil eindeutig etwas härter geworden und er wirkt weitaus weniger weinerlich. Statt Julius war es dann jedoch Amber, die ich während des Lesens gerne mit Freude an die Wand geklatscht hätte, da ihre Art, die einerseits von enormer Sturheit gekennzeichnet ist, sich andererseits aber auch noch mit einem großen Grad naiver Dummheit mischt, einfach immer unerträglicher wurde. Allein der Umgang mit fremden Kulturen, wie derjenigen der Vampire ist von ihr extrem negativ und engstirnig, bedenkt man, was sie alles kritisiert und wie abweisend sie so gut wie allem über gestimmt ist, was nicht mit ihrer Moral und kulturellen Vorstellung zu verbinden ist und auch, dass sie versucht ihnen ihre Kultur zu verbieten bzw. verbieten lassen will. Und das nicht nur bei derjenigen der Vampire.

Neben Amber, die das Buch in meinen Augen ehrlich etwas heruntergezogen hat, ging mir die Handlung einfach viel zu schnell auf den gefühlten Höhepunkt zu, so dass danach einfach noch viel zu viel Geschichte kam, obwohl die Spannung aus ihr eigentlich schon raus war. Es kam dann entweder so, dass das Folgende entweder nur Berieselung war oder man sicher wusste, was noch kommen wird. Ich musste jedoch auch sagen, dass dieser Teil insgesamt einem noch ein paar interessante Dinge beigebracht hat, nur hat es sich für meinen Teil einfach zu sehr nach dem gefühlten Ende des Romans gezogen. Auch der Ausflug in Brandons Kultur der Indianer ist mir ein wenig zu ausschweifend gewesen, als dass es dem Buch gut getan hätte.

Insgesamt hatte dieser Teil daher einige positive Veränderungen zu seinem Vorgänger, jedoch wurden leider auch manche Dinge in meinen Augen durchaus schlechter gemacht. Alles in allem kann ich zwar behaupten, dass ich diesen zweiten Band und das nicht allein wegen des ansprechenden Covers, schon besser fand als den Vorgänger, auch wenn ich gespannt bin, ob in einem weitern Roman dieser noch deutliche Verbesserungen aufzeigen könnte, da er leider immer noch nicht richtig gut war.


Fazit


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