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Montag, 7. Mai 2012

Rezension ~ Berlin Werwolf: Blutsbrüder

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Berlin Werwolf: Blutsbrüder - Rainer Stenzensberger
Broschiert: 256 Seiten
Verlag: Berlin Edition im Bebra Verlag; Auflage: 1., Aufl. (7. März 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3814801954
ISBN-13: 978-3814801957
Genre: Krimi/Thiller/Horro


Inhaltsangabe

Gero von Sarnau sammelt mehr Laster als andere Menschen Facebook-Kontakte. Zocken, schnelle Autos, der ständige Ritt auf der Klinge – das alles kostet eine Menge Geld. Aber ein Kerl, dem bei Vollmond Haare auf dem Handrücken wachsen und der anschließend auf blutige Jagd geht, ist für einen Nine-to-Five-Job nicht geeignet. Also plant Gero gemeinsam mit drei Freunden einen Überfall auf den berüchtigten Kreuzberger Wettpaten Yildiray. Dumm nur, dass ihn ausgerechnet mit dessen schöner Tochter eine heimliche Liaison verbindet …

Berlin Werwolf ist der Auftakt zu einer urbanen Werwolf-Reihe in Berlin.



Rezenison

Viele Fantasy-Kreaturen in modernen in jüngerer Zeit entstandenen Romanen sind dazu verdammt worden ihren altbekannten, natürlichen Charakter zu verleugnen und zum sympathischen mysteriösen, meist Teenager, oder ähnlichem zu werden, der der Menschheit nur Gutes will und in den sich das nette Mädchen von nebenan unsterblich verliebt.

Gero von Sarnau ist zwar ein Werwolf in einem Roman der jüngeren Zeit, trotzt aber diesem Klischee in so gut wie allen Punkten, denn er ist eine typischer Werwolf und darf in diesem Roman auch einfach blutrünstig und wie es einem Werwolf gebührt auch mal böse und animalisch sein. Zudem widerspricht er auch als Mann dem Kerl, der seinem Mädchen treu zur Seite steht.

Gerade die Werwolfdarstellung, bei der Gero nicht mehr wie eine Mensch denken kann, sich seine Wahrnehmung ins tierische verschiebt und eindeutig klar erkennbar ist, dass er als Werwolf in vielen Belangen unberechenbar ist, hat Rainer Stenzenberger enorm gut dargestellt. Vor allem, wenn der tierische Anteil so gereizt wird, dass Gero in einen Blutrausch verfällt.

Jedoch wird die Geschichte nicht unbedingt von Geros Dasein als Werwolf getragen, sondern vor allen Dingen von den einzelnen Charakteren, die neben Gero auftreten und zu ihm in einem nahen Verhältnis stehen, wie seine besten Freunde, auch mit ihm zusammen als das Kleeblatt zu bezeichnen. Denn das Kleeblatt um Gero und seine Freunde ist extrem gut charakterisiert, so dass man sich richtig gut vorstellen kann, dass die vier im realen Leben in Berlin ihr Unwesen treiben. Insbesondere auch, da jeder aus dem Kleeblatt einige Fehler, Makel und Macken hat, die realistisch wirken und nicht, wie in anderen Romanen abgehoben oder seltsam sind.

Die Spannung resultiert vor allen Dingen aus zwei Begebenheiten, denn zum einen sind die Freunde ziemlich pleite und planen einen großen Coup, um an Geld zu kommen und zum anderen taucht in Berlin der Werwolfjäger de Fortesquieue auf, der Gero das Leben schwer macht und zudem auch noch den Plan des Kleeblatts in Punkto Geld stark gefährdet.

Allgemein plätschert die Handlung gefühlt aber eher so dahin und die Beziehung der vier Freunde zueinander und auch, wie sie mit den Situationen, in die sie geraten, steht deutlich im Vordergrund. Jedoch macht das den Roman eindeutig nicht langweilig. Der Fokus dabei liegt natürlich auf Gero und seinen kleinen Eskapaden, vor allen Dingen die Frauenwelt betreffend, machen die ganze Geschichte noch ein ganzes Stück amüsanter, da Gero vor so gut wie keiner Frau halt macht, wobei auch aus der Kleeblattzusammensetzung ein ganz besonderer Humor resultiert.

Mit diesem Roman hat Rainer Stenzenberger ein Werk geschaffen, dass ganz anders ist, als viele Romane im Fantasy-Bereich, das aber auch gerade dadurch richtig gut und irgendwie was Besonderes geworden ist.



Fazit

Kommentare:

  1. Und zwar mit Büchern? :D Da wars aber schön voll, so dass es keinen Spaß gemacht hätte, nach Büchern zu stöbern ;)

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  2. Boah, mit dem Buch konnte ich mich nicht anfreunden und würde fast sagen, es war mein größter Flop 2012!

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    1. Ich fand es eigentlich noch ganz ok :D Wie man sieht, aber ich glaube auch, dass das Buch entweder gemocht wird vom Leser oder man es eher ziemlich seltsam findet ^^

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