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Donnerstag, 3. Mai 2012

Rezension ~ Namiko und das Flüstern

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Namiko und das Flüstern - Andreas Séché
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: ars vivendi verlag; Auflage: 2. Aufl. Juli 2011 (11. April 2011)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869130660
ISBN-13: 978-3869130668Genre: Gegenwartsliteratur





Inhaltsangabe

Dass diese Reise sein Leben so grundlegend verändern würde, damit rechnet der deutsche Reporter nicht, als er nach Japan fliegt, um über Gartenkunst zu schreiben. Doch in den Gärten Kyotos begegnet er der Studentin Namiko, einer Frau, die es liebt, dort verborgene Geschichten aufzuspüren, die zum Lesen kein Buch braucht, die am Stadtrand ihren eigenen Traktor geparkt hat - und deren Flüstern den Worten eine ungeahnte Intensität und Ausdruckskraft verleiht. Im Innersten berührt, spürt er, dass diese Frau und die Gärten ihm noch viel mehr zu sagen haben, als er anfangs ahnte. Und während er im "Garten der Mondseufzer" den berückenden Klängen einer Flöte lauscht, steht er vor der vielleicht wichtigsten Entscheidung seines Lebens, bei der ihm die Antworten seines Kopfes nicht weiterhelfen ...



Rezension

In vielen kleinen Dingen ist Japan ein Land, das sich ziemlich von den westlichen Ländern unterscheidet und trotzdem gibt es noch einige Gemeinsamkeiten zwischen den Japanern und uns und zudem können wir extrem viel von ihnen und ihren Einstellungen sowie ihrer Kultur lernen.

Namiko schafft es auf eine ganz wundervolle Weise einem Japan näher zu bringen, indem sie einem genau die ruhigen Aspekte der japanischen Kultur näher bringt, wie die der japanischen Gärten und der Aussagen, wie man in der Gartenkunst durch gestalterische Maßnahmen oder bestimmte Pflanzen erzeugen kann. Zudem auch die Entstehung und genaue Bedeutung der japanischen Schriftzeichen und durch welche kulturellen Aspekte sich jedes der Schriftzeichen so entwickelt hat, wie es heute ausschaut.

Durch diese vielen kleinen stillen Aspekte der japanischen Kultur zeigt Namiko einem direkt auf, wie intim diese sein können und wie besonders, denn nicht umsonst drücken Japaner durch vollkommene Stille die größte Begeisterung aus. Vor allen Dingen das Flüstern, welches zum einen leise und zum anderen meist eine sehr intime Handlung ist, hat  für Namiko eine besondere Bedeutung.

Zwischen dem Protagonisten und Namiko entwickelt sich eine immer inniger Beziehung, da Namiko ihn immer mehr fasziniert und ihm zeigt, dass sie etwas ganz besonderes ist, wie auch ihre Sicht auf die Welt und die Wesen in ihr.

Während man Namiko und dem Erzähler folgt, kann man nebenbei einiges über und für sein eigenes Leben lernen, denn Namiko kann einem mit ihrer Philosophie noch einiges beibringen und regt einem zum Nachdenken und Reflektieren an. Vor allen Dingen jedoch schafft es die Geschichte einen durch ihre Atmosphäre tief im Inneren zu bewegen, sowohl durch dei Freude, als auch durch die Ruhe und ab und an auch durch die Trauer, die sie ausstrahlt. So stark, wie dieser Effekt bei diesem Roman ausgeprägt ist, habe ich es für mich auch noch nie bei einem Roman empfunden, da er mich noch eine sehr lange Zeit stark bewegt hat und ich immer wieder an ihn und die Geschichte die er mir erzählt hat denken muss, so dass ich ihn immer noch sehr positiv in Gedanken habe.

Mir fällt es jedoch auch sehr schwer wirklich in Worte zu fassen, was diese Buch in mir an Gedanken und Empfindungen ausgelöst hat, da es doch sehr viele waren und ich immer wieder, auch im Nachhinein etwas neues in der Geschichte finden kann und sie immer wieder lesen würde, da es einfach so wundervoll ist und man ihm kaum in einer Beschreibung gerecht werden kann. Man muss es einfach selbst lesen und selbst empfinden, wie das Buch auf einen wirkt. 


Fazit


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