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Dienstag, 15. Mai 2012

Rezension ~ Zorn - Tod und Regen

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Zorn - Tod und Regen ~ Stephan Ludwig
Broschiert: 368 Seiten
Verlag: Fischer; Auflage: 1 (25. April 2012)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596193052
ISBN-13: 978-3596193059Genre: Krimi & Thriller





Über den Autor

Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Beim Schreiben arbeitet er genau wie im Tonstudio: aus dem Bauch heraus. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen.


Inhaltsangabe

Der packende Auftakt zur neuen Reihe mit Kommissar Claudius Zorn! Zwei Morde in einer Stadt, die seit Jahren nur natürliche Todesfälle kannte. Blutig, brutal, unerklärlich: Warum gibt ein Killer seinem Opfer Schmerzmittel, bevor er es quält? Hauptkommissar Claudius Zorn soll die Ermittlungen leiten: Er hat Kopfschmerzen, er hat keine Lust, er hat keine heiße Spur. Als er dann noch merkt, dass ihn bei den Ermittlungen irgendjemand austricksen will, bekommt Zorn richtig schlechte Laune. Und der Mörder hat noch nicht genug …



Rezension

Eine Stadt irgendwo in Deutschland. Ihre größten Probleme: Ein extrem brutaler und blutiger Mord und vor allen Dingen der Regen, der seit Tagen fällt.

Da man gegen den Regen nichts machen kann, soll das erste der beiden Probleme wenigstens gelöst werden, nämlich von Claudius Zorn, seines Zeichens gelangweilter, lustloser und grummeliger Hauptkommissar. Zusammen mit seinem Kollegen dem dicken Schröder, hinter dessen pummeliger Figur extrem viel mehr steckt, als je jemand vermuten würde.

Und gerade diese beiden Persönlichkeiten sind es, die die Geschichte besonders machen, denn beide sind extrem gut gestaltet und überraschen einen, haben realitätsnahe Macken und Fähigkeiten und vor allen Dingen merkt man ihnen an, wie sie sich im Laufe des Falls immer mehr entwickeln und sich auch verändern.

Zorn sticht dabei am deutlichsten heraus, da er zu Anfang eine extrem deutliche Leck-Mich-Am-Arsch-Haltung zeigt, die sich langsam aber sich in Wohlgefallen auflöst und etwas anderem, positivern, Platz macht. Zudem gibt er meist den harten Kerl, Schürzenjäger und einsamen Wolf, jedoch bemerkt man auch sensible Seiten an ihm, so kann er unter anderem keine Leichen sehen und es gibt auch manche Frau, bei der er plötzlich sehr ratlos wirkt.

Ohne Schröder jedoch wäre Zorn auch nicht der Charakter der er ist und Stephan Ludwig hat Zorn mit ihm einen sehr ergänzenden Charakter an die Seite gestellt, den ich beim Lesen immer lieber gewonnen habe, denn in meinen Augen ist Schröder der heimliche Held des Romans, der mich immer wieder überraschen konnte und für extrem viele amüsante Szenen sorgte.

Obwohl für mich die beiden Charaktere im Vordergrund standen, war bis auf manche Kleinigkeit auch die Handlung sehr gelungen. Besonders wie lange man beim Täter am Grübeln war und immer wieder neue Vermutungen, der aktuellen Faktenlage entsprechend, anstellen konnte.

Zudem gefielen mir viele der atmosphärischen Beschreibungen sehr gut, meist den Regen betreffend, der allgegenwärtig, dem Roman eine düstere und irgendwie leicht unangenehme Stimmung verpasste, denn wer möchte schon gerne ständig nass werden.

Insgesamt ein richtig guter Krimi, bei dem zwar die Charaktere im Zentrum standen, der aber trotzdem extrem spannend in der Handlung war und nach dem ich mich auch schon auf ein Wiedersehen mit Zorn und Schröder freue.



Fazit


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