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Freitag, 8. Juni 2012

Rezension ~ Die Geliebte des Meisterspions

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Die Geliebte des Meisterspions - Joanne Bourne
Broschiert: 453 Seiten
Verlag: Lyx
Ersterscheinung: 10. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 380258676X
ISBN-13: 978-3802586767
Originaltitel: The Spymaster's Lady
Genre: Gegenwartsliteratur (Romantic History)


Über den Autor

Joanna Bourne lebt mit ihrer Familie in den Blue Ridge Mountains. Ihre Begeisterung für die Zeit der Napoleonischen Kriege führte zur Entstehung ihrer ersten historischen Romane, mit denen sie sofort große Erfolge feierte. 


Inhaltsangabe

Der britische Meisterspion Robert Grey reist nach Frankreich, um die berüchtigte Spionin Annique Villiers aufzuspüren. Durch einen Zufall landen beide in derselben Gefängniszelle und müssen zusammenarbeiten, um sich zu befreien. Robert glaubt, dass Annique wertvolle Informationen über Napoleons geplanten Angriff auf England besitzt. Er will sie deshalb nach London bringen. Doch Annique gelingt es ein ums andere Mal, sich ihm zu entziehen. Und Robert muss schon bald feststellen, dass die schöne Französin tiefere Gefühle in ihm weckt.


Rezension

Es handelt sich bei diesem Roman um den ersten aus dem Genre »Romantic History«, den ich bisher gelesen habe. Was ich in Bezug aus das Genre eindeutig feststellen konnte, was, dass der Begriff »Romantic« ganz klar mehr im Vordergrund stand, als der Begriff »History«.

Der Roman nämlich spielt zwar in einem historischen Umfeld, was durch manche Kleinigkeiten, wie das Reisen per Kutsche oder ähnliches deutlich wird, aber damit war es das auch schon fast. Die Zeit Napoleons spürt man hingegen kaum und man müsste nur geringfügige Änderungen vornehmen, um die Geschichte in jede beliebige Zeit zu transferieren. Eigentlich sehr schade, denn ich hätte jetzt nicht vollkommen fundiertes Wissen über die historischen Begebenheiten erwartet, jedoch noch ein bisschen mehr vom Zeitgeist und der Atmosphäre der Herrschaftszeit Napoleons.

Hingegen diesem Punkt sind die Spione und der allgemeine Spionageanteil des Romans doch recht gelungen, da man sich in diese Situationen gut einfinden kann und an einigen Stellen richtig mitfiebert, auch wenn der Roman in meinen Augen eher nur von einer seichten Spannung geprägt ist.

Vor allem jedoch prägen die Charaktere und deren oftmals starken Persönlichkeiten den Roman, denn auf diese Darstellung, scheint mir, hat die Autorin doch recht viel Wert gelegt. Besonders bei Annique bemerkt man im Lauf der Geschichte viele Facetten in ihrer Persönlichkeit, die sie sehr menschlich wirken lassen und vor allen Dingen auch sehr weiblich. Obwohl mir Annique nur in Maßen sympathisch war, da sie doch manchmal eigenartige Ansichten hatte, selbst für ihre Zeit. Gray gefällt mir auch sehr gut, da er einfach auch perfekt in seine Rolle passt, sowohl als Spion, wie auch in Bezug auf seine Beziehung zu Annique. Mein Lieblingscharakter gehört aber eindeutig eher zu den Nebencharakteren, denn ich mochte den britischen Spion Adrian richtig gern, da er irgendwie so was Sympathisches hatte.

Insgesamt ist es aber ein eindeutig eher leichter und seichterer Roman, der unterhalten will, bei dem aber die Handlung nicht besonders herausragend ist ist. Man kann ihn aber sehr gut lesen, wenn man nicht zu viel nachdenken und sich berieseln lassen will, denn Spaß macht er schon, da er sich angenehm leicht lesen lässt.



Fazit

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