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Donnerstag, 14. Juni 2012

Rezension ~ Bullen und Schweine

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Bullen und Schweine - Josef Kelnberger
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Kindler
Ersterscheinung: 9. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3463406152
ISBN-13: 978-3463406152
Genre: Krimi/Thiller/Horror



Über den Autor

Josef Kelnberger, geboren 1961 in Straubing, ist als Redakteur bei der Süddeutschen Zeitung angestellt. «Bullen und Schweine» ist sein erster Roman. Er lebt mit seiner Familie in München.


Inhaltsangabe

Der Münchner Kommissar Konrad Wolf ist zwar ein Eigenbrötler und wird von diversen Neurosen gequält, aber er hat so etwas wie einen siebten Sinn für Menschen. Vielleicht traut er sich deshalb zu, einen Mord aufzuklären, der überhaupt nicht in seine Zuständigkeit fällt. Als er in der Zeitung liest, dass der Mann seiner Exfreundin Klara ermordet worden ist, nimmt er Urlaub und fährt zurück in seine Heimat Niederbayern. Entschlossen, sich seinen Schuldgefühlen gegenüber Klara zu stellen, nimmt er Kontakt mit dem zuständigen Ermittler Hubert Hartmann auf. Zusammen wollen sie herausfinden, wer für Richard Plochingers Hinscheiden verantwortlich ist. Doch die Chemie stimmt nicht zwischen den beiden Kommissaren, die alte Heimat setzt Wolf zu, und auf einmal gibt es eine weitere Leiche, die es ohne sein Eingreifen vielleicht nicht gegeben hätte. Bald ist klar, dass er es mit einem skrupellosen Mörder zu tun hat, der gegen die niederbayerische Provinz und die Menschen darin mindestens genauso große Vorbehalte hat wie Wolf selbst. Er dringt tief in die Psyche dieses unheimlichen Landstrichs ein – tiefer, als ihm lieb sein kann.


Rezension

Nach diesem Roman bin ich in vielen Belangen verwirrt und unbefriedigt vom Autor zurückgelassen worden. Insgesamt ging es mir das gesamte Buch hindurch so, dass ich mir die Frage gestellt habe, was der Autor von einem wohl wollen könnte und in manchen Szenen, die vollkommen aus jedem Zusammenhang gerissen wirkten, wuchs diese Frage ins Unermessliche.

Aber ich will mal am Anfang des ganzen beginnen, denn schon auf den ersten Seiten werden sehr viele Charaktere eingeführt, was bedingt durch manches stilistische Mittel, das einem wohl den Charakter und die Persönlichkeit des Protagonisten Konrad Wolf näher bringen soll, einfach nur verwirrend ist. Dazu kam, dass mir der Charakter Konrad Wolf nicht wirklich sympathisch wurde, ich ihn eher als vollkommenen Sonderling empfand und mir sowohl seine Gedanken, als auch viele seiner Handlungen extrem komisch, bis sogar mehr als unsinnig, vorkamen.

Des Weiteren war es so, dass das Buch mir an manchen Stellen einfach zu seltsam abgehoben war, so dass ich vieles weniger als z.B. lustig oder amüsant abgedreht, eher einfach nur schlecht oder affig fand. Zumal mir an einigen Stellen eindeutig der rote Faden in der Geschichte fehlte, denn vieles wirkte sehr sprunghaft und ungeplant. Wobei mir auch einfach der Kriminalfall zu wenig wirklich durchdachte Beachtung fand.

Außerdem habe ich jetzt irgendwie den Eindruck, dass das Buch dem Leser hauptsächlich vermitteln sollte, dass diese Gegend in Bayern, in welcher der Roman spielt, zwar landschaftlich sehr schön ist, aber die Niederbayern selbst äußerst komisch, eigenartig und wenig sympathisch wären, denn das wird im Roman nur allzu häufig erwähnt. Und ehrlich gesagt, ging mir das relativ schnell auf die Nerven, denn die meisten Charaktere neben Wolf wirkten nicht halb so verrückt, wie von ihm dargestellt.

Insgesamt war der Roman mehr als eindeutig nicht meins, da mein Humor und meine Vorlieben bei Romanen zu weit weg von dieser Geschichte und denen des Autoren zu liegen scheinen. Viele Sprünge und Gedankengänge fand ich einfach nur grausam, unsinnig und auch unverständlich und die Szene mit der Kuh, auf die ich hier nicht noch näher eingehen will, hätte man nicht halb so detailliert beschreiben müssen, wie es gemacht wurde. Ich bin trotzdem aber noch überzeugt, dass der Roman seine Freunde finden kann, wenn man dem Humor und der Art des Autor im allgemeinen einfach näher ist, als ich es bin.

Fazit

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