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Montag, 4. Juni 2012

Rezension ~ Blutiger Winter

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Blutiger Winter: Ein Oger-Roman - Stephan Russbült
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
Ersterscheinungsdatum:14. November 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404285379
ISBN-13: 978-3404285372 
Band der Reihe: 3
Genre: Science-Fiction & Fantasy


Inhaltsangabe

Fantasy mit augenzwinkerndem Humor Im Lande Nelbor kommt kein Kind mehr zur Welt. Menschen, Oger und Orks ═ alle drohen auszusterben. Um das Rätsel zu ergründen, bräuchte man vor allem eines: einen prachtvollen Helden mit blitzender Rüstung und überragender Intelligenz. Stattdessen zieht der dicke Oger Mogda los. Man sagt zwar, Oger seien hässlich wie die Nacht und dumm wie Stroh. Mogda jedoch ist nur hässlich wie die Nacht ...



Rezension

Nach den Erlebnissen in »Die Oger« und »Der Rubin der Oger« hat der einzige intelligente Oger Mogda keine Lust mehr auf Abenteuer oder ähnliches und hat daher beschlossen sich in die Einsamkeit der Berge zurückzuziehen. Da sein Schicksal damit aber so gar nicht einverstanden ist, währen Ruhe und Einsamkeit nicht lange und Mogda versucht nun sein Schicksal endgültig zu erfüllen, damit er endlich wieder in Ruhe leben kann und nicht ständige Unvorhergesehenes passiert.

Bei dem Versuch sein Schicksal zu erfüllen trifft Mogda auch wieder auf die üblichen Verdächtigen, die einen schon durch die ersten Bände begleitet haben, wie Cindiel oder auch Gnunt. Zusammen mit ihnen kann es Mogda, so will einem der Autor Glauben machen, gelingen sein Schicksal zu erfüllen. Oder halt auch nicht, denn wie Mogda lernen musste, kommt selten und leider nicht immer alles wie gewünscht, besonders, wenn die Götter oder das Schicksal ihre Hände im Spiel haben und das ist bei Stephan Russbülts Romanen öfters der Fall.

Gerade Mogdas anfänglich ganz besonders starke Abneigung zu tun, was sein Schicksal von ihm verlangt, ist extrem gut dargestellt und man merkt es auch richtig in der Atmosphäre des Romans, wie genervt und geladen Mogda ist, da in vielen Szenen die Nerven geradezu gespannt und kurz vor dem zerreisen wirken. Besonders gut scheint dieser Zustand immer dadurch durch, dass Mogda sehr sarkastisch auf alles reagiert.

Wobei es in diesem Roman ebenfalls so ist, dass Stephan Russbülts typischer Humor und Sarkasmus in gehäuftem Maß in einigen Szenen und auch von unterschiedlichsten Charakteren ausgebreitet auftreten und daher natürlich der Geschichte die ganz besondere Russbült-Note gibt. Dabei sind die Geschichten nie zu ernst, aber auch nie wirklich so, dass sie einem schon albern vorkommen.

Zudem ist es echt gut gelöst, dass man vor dem Ende noch so viele bekannte Gesichter wiedertrifft und bei keinem der Charaktere am Ende bei dessen Geschichte mit einem losen Ende in der Hand dasitzt und sich fragt, was eigentlich mit demjenigen passiert ist. Trotzdem tauchen aber noch vollkommen unbekannte neue Charakter auf und spannend ist das Buch auf jeden Fall, allein schon wegen der Unberechenbarkeit des Schicksals.

Insgesamt auf jeden Fall ein sehr passendes und würdiges Ende für Mogdas Geschichte, auch wenn ich manche Wendungen sehr bedauert habe, manches auch immer noch nicht hundertprozentig verstanden habe und ich daher nur ein glitzerkleines Bisschen mehr hätte wissen wollen, auch wenn schon extrem wenig an Fragen überhaupt noch gestellt werden könnten nach diesem Ende.



Fazit


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