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Mittwoch, 6. Juni 2012

Rezension ~ Marterpfahl

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Marterpfahl - Stefan Melneczuk
Broschiert 256 Seiten
Verlag: Blitz
Ersterscheinung: 01.11.2007 bei VirPriV
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3898400115
ISBN-13: 978-3898400114
Genre: Krimi/Thiller/Horror


Über den Autor

Stefan Melneczuk, am 31. Oktober 1970 - zu Halloween - in Hattingen geboren, schreibt seit mehr als zwanzig Jahren dunkle Kurzgeschichten und Romane. 1987 sorgte er erstmals für Aufsehen, als er aus 750 Bewerbern gemeinsam mit 24 anderen Nachwuchsliteraten zum Treffen Junger Autoren nach Berlin eingeladen wurde.
Weitere Etappen waren der Hattinger Literaturpreis 1993 und die Auszeichnung beim Ruhr-Futur-Wettbewerb der Ruhruniversität in Bochum 1997.
In den Jahren 1998 und 1999 erschienen mit den beiden unheimlichen Storybänden SCHATTENLAND und ELAINE beim Klaus Bielefeld Verlag seine ersten Bücher, gefolgt von der schwarzen Storysammlung ABSURD im Jahr 2002 beim Virpriv Verlag.
Nach seinem Magister-Studium der Geschichte in Bochum wurde Melneczuk Journalist aus Überzeugung - zunächst bei der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), dann bei der Westdeutschen Zeitung (WZ) in Wuppertal, wo er nach wie vor als Redakteur arbeitet. Melneczuk ist Mitglied im Bundesverband Junger Autoren und schreibt bevorzugt nachts



Inhaltsangabe

Roland, David und Thomas verbindet seit mehr als zwanzig Jahren ein dunkles Geheimnis. Nach einer verheerenden Mutprobe und unheimlichen Ereignissen stellen sie sich ihrer Schuld. Um Frieden zu finden, müssen die Männer ihre Angst bezwingen und noch einmal an den Ort ihrer schlimmsten Alpträume zurückkommen.



Rezension

Das Buch hat auf seinem Buchrücken versprochen, dass es sich um einen Gruselroman handelt, der mit denen von Stephen King mithalten kann. Da ich nur wenig Werke von Stephen King kenne, kann ich zu diesem Vergleich nur wenig sagen, was ich aber ganz gewiss sagen kann, ist, dass ich den Roman zwar spannend fand, aber gruselig ist etwas anderes.

Besonders der Anfang hat mir ziemlich zu schaffen gemacht, da ich irgendwie nicht wirklich in das Buch reingekommen bin. Zumindest nicht wirklich gleich zu Beginn, wodurch für mich die ersten Kapitel noch sehr verwirrend waren und ich erst langsam angefangen habe etwas zu verstehen, als die Rückblenden in die Vergangenheit der Protagonisten dazu kamen.

Von dem ganzen Buch fand ich diese Rückblenden eh mit am interessantesten, da sie einen einfach extrem neugierig gemacht haben, was die Protagonisten als Kinder angestellt haben, das sich bis in die Gegenwart auswirkt und ihnen immer noch zu schaffen macht.

Das Szenario, was sich der Autor jedoch als Ausgang der ganzen Geschichte ausgedacht hat, ist extrem schlimm und grausam und man kann ehrlich nur sagen »Kinder können extrem grausam sein!«. Sowohl aus Gruppenzwang, als auch aus Unwissen und anderen Gründen. Schlimmer jedoch, als die Taten der Protagonisten als Kind, ist ihr Umgehen damit als Erwachsene, denn wirklich Reue über ihre Taten und eine tiefe Reflektion, finden so gar nicht statt.

Recht gut herausgestellt sind jedoch die Persönlichkeiten der einzelnen Protagonisten und man kann sie sich ziemlich gut vorstellen und auch ihre Handlungen waren dadurch sehr plausibel. Einzig die eher übersinnlichen Erlebnisse der einzelnen Charaktere konnte ich nur schwer einordnen und mit ihren Persönlichkeiten und ihren Reaktionen in Einklang bringen.

Am meisten verwirrt hat mich an dem Roman neben dem Start aber das Ende, da dieses in meinen Augen sehr undurchsichtig erschien und ich bin bisher noch nicht wirklich sicher, ob ich es wirklich verstanden habe oder auch nicht, wodurch ich nach dem Roman etwas unbefriedigt zurückgeblieben bin.

Insgesamt ist das Buch daher zwar ganz gut, aber auch nicht wirklich der Reißer, denn dazu fehlt einfach zu viel und andere Dinge sind zu überzogen bzw. wirken unpassend.

 

Fazit


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