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Dienstag, 5. Juni 2012

Rezension ~ Teufelsfrucht

Allgemeine Daten zum Roman

Titel/Autor: Teufelsfrucht - Tom Hillenbrand
Broschiert: 303 Seiten
Verlag: Kiepenheuer & Witsch;
Ersterscheinung: 18. April 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3462042874
ISBN-13: 978-3462042870
Genre: Krimi/Thiller/Horror



Über den Autor

Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und ist heute Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum. Er lebt in Hamburg. "Teufelsfrucht" ist sein erster Roman. 


Inhaltsangabe

Ein Krimi zum Genießen!

Der ehemalige Sternekoch Xavier Kieffer hat der Haute Cuisine abgeschworen und betreibt in der Luxemburger Unterstadt ein kleines Restaurant, wo er seinen Gästen Huesenziwwi, Bouneschlupp und Rieslingpaschtéit serviert. Doch dann bricht eines Tages ein renommierter Pariser Gastro-Kritiker tot in seinem Restaurant zusammen - und plötzlich steht Kieffer unter Mordverdacht. Als dann noch sein alter Lehrmeister spurlos verschwindet, beschließt der Luxemburger, die Ermittlungen selbst in die Hand zu nehmen; sie führen ihn bis nach Paris und Genf. Dabei stößt er auf eine mysteriöse, außergewöhnlich schmackhafte Frucht, auf gewissenlose Lebensmittelkonzerne und egomanische Fernsehköche. Immer tiefer taucht Kieffer in die von Konkurrenzkampf und Qualitätsdruck beherrschte Gourmetszene ein - und erkennt, was auf dem Spiel steht.


Rezension

Das Buch hat bei mir während des Lesens so einige Gefühle ausgelöst. Zunächst einmal natürlich die Spannung, die man ja bei einem Krimi erwartet und auch der Ekel, den ich an man einer Stelle empfunden habe, ist bei einem solchen Roman nicht unbedingt abwegig. Jedoch war eine meiner stärksten Empfindungen während des Lesens war weder Spannung noch Ekel, sondern ganz eindeutig Hunger gepaart mit Appetit.

In dem Roman wird über so viel gutes Essen gesprochen, dass man dabei einfach Hunger bekommen muss, auch wenn die haute cuisine nicht wirklich meine Welt ist, wodurch mir Xavier Kieffer mit seiner Einstellung gleich ein wenig sympathischer wurde. Denn Kieffer hat in diese Küchenrichtung auch keine großen Ambitionen. Ich würde von daher jedoch davon abraten den Roman zu lesen, wenn man gerade eine Diät machen will, da das für diese Pläne ansonsten gefährlich enden könnte.

Xavier Kieffer als Protagonist war mir von Anfang an extrem sympathisch und vor allem auch seine Einstellung zum Essen, da er auch dafür einsteht, dass man zum Kochen lieber nur natürliche Zutaten verwendet und keine Geschmacksverstärker oder ähnliches, einsetzen sollte, was ich nur zu gut nachvollziehen kann. Auch von seiner Art her mag ich Kieffer sehr gern, obwohl ich ehrlich ein Problem habe ihn mir körperlich vorzustellen, denn seine ganze äußere Beschreibung aus dem Buch passt nicht zu dem Bild in meinem Kopf, die durch seine Art und sein Verhalten entstanden ist.

Bei dem Kriminalfall fand ich es einfach grandios, dass Kieffer als Koch da eher hineinschlittert und aufgrund persönlicher Aspekte Nachforschungen anstellt. Daher ist der Krimi nicht so polizeilastig, was mal etwas anderes ist. Die Spannung ist auf jeden Fall auch garantiert, obwohl sie sich nicht allein nur in die Richtung des Mordfalls richtet, was ich ebenfalls sehr positiv empfinde.

Außerdem wird noch einiges interessantes in Richtung der Lebensmittelindustrie erzählt, das ich auch richtig spannend fand, wenn auch in vielen Fällen zudem sehr erschreckend und ekelig. Und ich hoffe, dass es real nicht ganz so schlimm ist.

Insgesamt aber ein extrem spannendes Werk, dass mir beim Lesen richtig Spaß gemacht hat, auch wenn mir danach der Magen ganz schön knurrte.

 

 

Fazit

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