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Freitag, 20. Juli 2012

Rezension ~ Der Augenjäger

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Der Augenjäger
Autor: Sebastian Fitzek
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Droemer
Ersterscheinung: 27. September 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426198819
ISBN-13: 978-3426198810
Genre:  Krimi & Thriller

 

Über den Autor

Sebastian Fitzek hat sich mit bislang sieben Bestsellern – zuletzt "Der Augensammler" und "Der Augenjäger" – längst seinen Ruf als DER deutsche Star des Psychothrillers erschrieben. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kommt noch in diesem Jahr in die Kinos. Schreiben Sie dem Autor unter fitzek@sebastianfitzek.de, besuchen Sie ihn im Internet: www.sebastianfitzek.de oder http://www.facebook.com/sebastianfitzek.de.


Inhaltsangabe/Klappentext

Dr. Suker ist einer der besten Augenchirurgen der Welt. Und Psychopath. Tagsüber führt er die kompliziertesten Operationen am menschlichen Auge durch. Nachts widmet er sich besonderen Patientinnen: Frauen, denen er im wahrsten Sinne des Wortes die Augen öffnet. Denn bevor er sie vergewaltigt, entfernt er ihnen sorgfältig die Augenlider. Bisher haben alle Opfer kurz danach Selbstmord begangen. Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Fall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste „Patientin“ geben. Zögernd lässt sich Alina darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen ...



Rezension

Nach dem Fall um den Augensammler, der nicht gerade für alle Beteiligten gut ausgegangen ist, vor allen Dingen nicht für Alexander Zorbach, dessen Frau ermordet und Sohn vom Täter entführt wurde, taucht nun ein anderer Psychopath auf. Dieser entfernt den Frauen zunächst die Augenlieder und vergewaltigt sie außerdem, bevor er sie lebendig, aber psychisch am Abgrund irgendwo aussetzt. Diese Vorgänge schließen ziemlich direkt an den Vorgänger an, so dass man, wenn man den ersten Teil kennt, direkt wieder in der Geschichte drin ist und eigentlich keine Zeit vergeht, was ich recht gut gelungen finde, denn auch ohne die Vorkenntnisse aus dem Vorgänger kann man die Situation verstehen und die kurzen Erklärungen dürften auch mit Vorkenntnissen nicht zu viel sein.

Den neuen Fall erlebt man sehr stark in Zusammenhang mit Alina Gregoriev, die man aus dem ersten Teil kennen kann und die schon beim ersten Fall durch ihre Fähigkeiten eine große Hilfe war. Und in diesen Fall wird sie noch tiefer involviert, als in den Ersten.

Fitzek und seine Romane stehen für mich selbst im Allgemeinen für große Spannung und auch in diesem Werk kann man sein Talent in diese Richtung merklich festmachen, denn an Spannung mangelt es dem Roman bei weitem nicht, denn sowohl Zorbachs, als auch Gregorievs Schicksal machen den Roman mehr als spannend. Wie schon erwähnt konnte ich den Roman auch ohne den »Augensammler« zu kennen sehr gut verstehen, denn nicht nur die Situation aus dem Vorgänger heraus wird gut erläutert, vor allen Dingen wird man nicht einfach so im Regen stehengelassen, was die Persönlichkeiten der Charaktere anbelangt, sondern auch diese lernt man ausgiebig kennen.

Je weiter die Geschichte jedoch voraus schritt, desto wunderlicher wurde sie für mich. Die Begebenheiten und Zusammenhänge wurden immer seltsamer. Manches kam mir dann auch ein wenig sehr unwahrscheinlich und unrealistisch vor und ganz besonders die Auflösung des gesamten Falls am Ende des Romans hat mir nicht wirklich gefallen. Sie kam mir ein wenig absurd vor und auch ein bisschen zu schnell, nachdem was vorher noch alles passiert war und irgendwie war es auch ein bisschen viel in manchen Belangen. Obwohl ich zugeben muss, dass es auch einen noch sehr interessanten Aspekt gab, der mich mit dem Ende etwas versöhnt hat, obwohl eine nähere Erwähnung eindeutig zu sehr in die Details gehen würde. Zudem mochte ich die Atmosphäre auch ganz gern, die etwas recht düsteres und gehetztes hatte, was sehr zu dem Roman und seinen Persönlichkeiten, Guten, wie Bösen, gepasst hat.

Insgesamt ein spannender Roman, aber durch die vielen Lobeshymnen auf den Autor und den Vorgängerband, hatte ich vielleicht doch eine ein wenig zu hohe Erwartung, die der Roman nicht so ganz erfüllen konnte.


Fazit

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