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Dienstag, 31. Juli 2012

Rezension ~ Karl Konrads heimliches Afrika

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Karl Konrads heimliches Afrika
Autor: Florian Beckerhoff
Gebundene Ausgabe: 304 Seiten
Verlag: List Hardcover
Ersterscheinung: 13. Juli 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3471350454
ISBN-13: 978-3471350454
Genre: Humor/Gegenwartsliteratur


Über den Autor

Florian Beckerhoff verbrachte seine Kindheit in Bonn. Nach seinem Studium an der FU Berlin in Literaturwissenschaften, promovierte Beckerhoff anschließend an der Universität Hamburg. Eine Zeit lang arbeitete dort als Dozent zu seiner parallelen Arbeit als Lektor im GötzundHack Verlag. Seid 2009 lebt er Florian Beckerhoff in Berlin.
2009 wurde sein erster Roman »Frau Ella« veröffentlicht.
 

Inhaltsangabe/Klappentext

Das ganze Dorf tratscht über Karl Konrad. Seit sein Vater und sein Bruder sich nach Afrika davongemacht haben, kümmert Karl sich um den Haushalt und seine Mutter. Bis der Bruder eine begeisterte Postkarte schickt. Da gerät Karl ins Grübeln: Ist Fortgehen denn wirklich der einzige Weg? Sämtliche junge Frauen haben das Dorf verlassen – bis auf Elke. Die Fleischfachverkäuferin arbeitet im einzigen Geschäft weit und breit. Auch wenn sie mit ihren anderthalb Metern gerade über die Auslage schaut, ist sie das Ziel allen männlichen Begehrens. Nur Karl hat andere Pläne. Seine Sehnsucht ist größer, und eines Tages erfüllt er sie sich. Gleich hinterm Wald gründet er sein eigenes Land, mit Zebras, Straußen und dem Flusspferd Esmeralda. Kein Wunder, dass auch Elke das nicht lange kalt lässt.


Rezension

Dieser Roman soll vom Genre her zu den humoristischen Romanen zählen und sowohl Cover, also auch Inhaltsangabe versprechen dies meiner Meinung nach. Wenn man eine bestimmte Art von Humor teilt, dann mag das bestimmt für einen auch passen und das Buch sehr amüsant sein, obwohl ich zugeben muss, dass ich es einfach nur verdammt seltsam fand, aber keinen Deut witzig.

Zunächst wären da die Charaktere, die ausnahmslos, das gesamte Dorf inbegriffen, extrem hinterweltlerisch wirken und zudem als einziges Hobby dem Trinken in der ortsansässigen Kneipe nachgehen und irgendwie auch alle, bis auf sehr wenige Ausnahmen, nicht zu arbeiten scheinen. Zudem gibt es auch scheinbar nur eine einzige Frau im gesamten Dorf, die Mutter von Protagonist Karl mal ausgenommen, und diese Frau nimmt sich gar nichts mit dem Rest des Dorfes, denn sie ist mindestens genau so seltsam, wie alle anderen auch.

Getoppt werden die Dorbewohner in ihrem komischen Verhalten nur noch von Karl Konrad selbst, der definitiv eine psychische Erkrankung haben muss, denn anders kann ich mir diesen Charakter und sein ganzes Verhalten einfach nicht erklären. Wirklich verstehen konnte ich diesen Menschen durchweg nicht und seine doch sehr eigenartigen Handlungen und Verhaltensmuster, sowie Ideen, fand ich auch in keiner Weise amüsant. Nichts was er tat war wirklich irgendwie nachvollziehbar oder so gestaltet, dass es irgendwie witzig wurde, sondern wenn dann nur so, dass man sich wundern musste.

Daneben ist es so, dass die Handlung von ihrem Verlauf her in ihrer Grundstruktur extrem simpel gehalten ist und man dort weder eine große Spannung, noch irgendwelche Überraschungen oder sonstiges erwarten kann. In einem Wort gesagt, war die Handlung für mich einfach nur langweilig! Abgesehen davon, dass man sich darüber wundert, wie die Charaktere gestaltet sind und wie seltsam alles ist, passiert nämlich eigentlich so gut wie nichts.

Ich muss dem Buch jedoch zu Gute halten, dass es sich halbwegs gut lesen ließ, denn obwohl es für mich gähnend langweilig war, hatte es eine recht lockere Sprache, die es einem wenigstens einfach machte der Tristesse des Romans relativ schnell zu entrinnen. Rausreißen konnte es die Geschichte für mich nur leider nicht, da sie so gar nicht meinen Humor traf und mir die Handlung einfach so eintönig und unverständlich blieb, d.h. ich mit dem für mich deutlich wichtigern Part, dem Inhalt und der Atmosphäre, einfach gar nichts anfangen konnte. Außerdem war ich die meiste Zeit der Meinung, dass man das gesamte Dorf mal gesammelt in die Psychiatrie einweisen sollte, denn das hätte eindeutig sehr gut gepasst.

Da der Roman so eindeutig von dem abweicht, was er verspricht und zudem auch für mich nichts anderweitig so positives zu bieten hatte, dass es mir egal wäre, was im Klappentext verzapft wurde, kann ich jetzt im Nachhinein nur sagen: Das war so was von gar nicht meins! Lesen würde ich das Buch freiwillig eindeutig nie wieder und empfehlen, kann ich es auch guten Gewissens niemandem!  




Fazit

Kommentare:

  1. Oh das Buch hat sich eigentlich ganz Interessant angehört.
    Naja werd es dann nicht lesen. (:

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    1. Das dachte ich als ich mich drauf beworben habe auch noch und der Anfang war auch noch, naja, ganz ok, aber irgendwie wurde es dann einfach nur immer seltsamer :D

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