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Montag, 16. Juli 2012

Rezension ~ Smaragdjungfer

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Smaragdjungfer
Autor: Mara Laue
Broschiert: 269 Seiten
Verlag: Sutton Verlag
Ersterscheinung: 1. Oktober 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3866808704
ISBN-13: 978-3866808706
Genre: Krimi & Thriller



Über den Autor

Mara Laue, 1958 in Braunschweig geboren, lebt heute als freie Schriftstellerin in Kleve. Seit ihrer Kindheit verbringt sie ihre Sommer mit Vorliebe an der Nordseeküste. Die begeisterte und fantasiereiche Geschichtenerzählerin hat ihre Leidenschaft im Jahre 2004 zur Profession gemacht. Die viel beschäftigte und erfolgreiche Autorin von Science-Fiction- und Mystery-Serien veröffentlichte im Frühjahr 2011 im Sutton Verlag den Krimi Schwarze Dame Tod. Mara Laue ist außerdem Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“, der Vereinigung deutschsprachiger Krimiautorinnen.



Inhaltsangabe/Klappentext

Kriminalkommissarin Paula Rauwolf hat einiges hinter sich. Und ihr neuer, strafversetzter Partner Lukas Rambacher ist auch kein Quell der Freude. Wenigstens ist ihr neuer Fall ziemlich eindeutig. Mit blutigen Händen neben der Leiche, da wird auch der trickreichste Rechtsverdreher diesem Jerome Kastor nicht helfen können.
Aber das ist gar nicht nötig. Mangel an Indizien, ermitteln Sie in eine andere Richtung! Ist der Staatsanwalt verrückt geworden? Wer hält seine schützende Hand über Kastor? Das wird Paula herausfinden, das muss sie herausfinden, ob es ihrem Chef und Lukas nun passt oder nicht.
Als sie eine Verbindung zwischen Kastor und dem mächtigen Reeder Witold Graf entdeckt, scheint alles klar. Über Graf gibt es ja schon lange Gerüchte, andererseits ist er mit den Spitzen von Politik und Gesellschaft auf Du und Du. Und als die Ermittler Graf und Kastor zu nahe kommen, gerät alles außer Kontrolle.



Rezension

Von der ersten Seite an hatte ich bei Smaragdjungfer das Gefühl in einem Kriminalspielfilm der ARD bzw. des ZDF versetzt worden zu sein und das meine ich durchaus in einem positiven Sinn. Es fiel mir dadurch nämlich von Beginn an sehr leicht mir die einzelnen Charaktere und Schauplätze sehr bildhaft, halt wie in einem Film, vorzustellen. Des Weiteren setzte auch die Spannung in diesem Roman schon sehr früh an und das, obwohl man teilweise durch manche Andeutung einiges was auf einen noch zukommen wird, oder was geschehen ist schon erahnen kann. Jedoch spielt einen dann der eigene Instinkt einem auch ab und an einen Streich, da doch manches anders liegt, als zunächst vermutet.

Insbesondere die Unterteilung des Buches in einzelne Tage hat mir hat mir enorm gefallen, da es einem einfach ein sehr gutes Zeitgefühl für den Kriminalfall, die einzelnen Abläufe etc. gegeben hat. Dadurch wirkte der ganze Ablauf einfach enorm real, da man selbst miterlebt hat, wie viel Zeit auch einfach Dinge in Anspruch genommen haben und wie lange für die einzelnen Ermittlungsschritte benötigt wurde. Der Fall, der für mich vom Ablauf her wirklich einen gewissen Tatort-Charakter hatte und mich immer wieder an diese Serie erinnerte und zudem sehr gut durchdacht war hat mir ehrlich viel Spaß gemacht. Das lag unter anderem auch sehr stark daran, dass der Fall sehr logisch aufgebaut war und die Ermittlerin, auch trotz vieler logisch sehr passender Erkenntnisse, trotzdem mit diesen manchmal zu Fehlvermutungen verleitet wurde. Neben dem Fall waren es nämlich vor allen Dingen die Charaktere, die daran die Schuld trugen, dass mir das Buch so gut gefallen hat.

Sowohl die sehr eigenständige und durch ältere Fälle auch schon gezeichnete Polizistin und Protagonistin, wie auch ihr Kollege, der mit ehrlich allen Mitteln und vor allem starker Regeleinhaltung versucht gegen sie und ihren eher aggressiven Stil zu bestehen und auch der Stripclubbesitzer, der genau den schmierigen Eindruck erweckt, den man von ihm bei seinem Beruf erwartet, bereichern den Roman auf ihre Weise. Und das tolle ist, dass man einige von ihnen aufgrund ihres doch eher stereotypischen Charakters vollkommen falsch einschätzt und sie daher unberechenbar werden.

Insgesamt ehrlich ein Fall mit sehr vielen spannenden Wendungen, die einem immer wieder einen neuen Blick auf den Fall gönnen und ihn nicht nur spannend halten, sondern einen selbst auch eindeutig zum Mitgrübeln und Mitfiebern anregen. Wodurch in meinen Augen der Autorin mit »Smaragdjungfer« ein echt guter Kriminalroman gelungen ist.



Fazit

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