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Dienstag, 17. Juli 2012

Rezension ~ Zwitschernde Fische

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Zwitschernde Fische
Autor: Andreas Séché
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: ars vivendi verlag GmbH & Co. KG
Ersterscheinung: 1. Februar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3869131063
ISBN-13: 978-3869131061
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

Andreas Séché, geboren 1968, studierte Politikwissenschaft mit Jura und Medienwissenschaft und arbeitete als Reporter für Tageszeitungen. Zwölf Jahre lang war er in der Redaktion einer großen Zeitschrift in München tätig, bevor er in seine Heimat, das Rheinland, zurückkehrte. Heute lebt er als freier Redakteur und Autor am Niederrhein. Sein erster Roman, Namiko und das Flüstern, ist im Frühjahr 2011 bei ars vivendi erschienen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Als Yannis in der Altstadt Athens einen alten Buchladen betritt, zieht ihn die geheimnisvolle Buchhändlerin Lio sofort in ihren Bann. Durch die Begegnung mit ihr scheint sein Alltag auf einmal viel poetischer und voll von Geschichten. Sie zeigt Yannis, wie Literatur und Leben aufeinander wirken, wie sie ineinanderfließen. Doch wer ist sie wirklich? Und was hat es mit ihrem wundersamen Geschenk auf sich, das er noch nicht öffnen darf?


Rezension

Die Welt der Bücher ist eine ganz besondere, denn in ihr sind weder Zeit, noch Ort, noch die Begleitung, die man sich aussucht begrenzt, denn mit jedem Buch kann man alles wechseln und sich in ein anderes, neues Abenteuer stürzen.

Bücher ermöglichen uns einfach die Welt ganz anders zu erleben, nämlich durch die Augen eines anderen und die eigenen, geführt von den Worten, die uns der Autor mit seinem Werk darlegt, wie es auch Yannis in diesem Roman geschieht, denn durch Lio und ihren Buchladen erfährt er zum einen enorm viele neue Dinge über etwaige Bücher und zum andern entflammt dieses Erlebnis in ihm eine ganz besondere Leidenschaft.

Was mir ganz besonders gefallen hat, waren die vielen kleinen Anekdoten in Bezug auf Bücher, Geschichten und Autoren, die in den Roman eingebaut waren und wie man diese auf vielfältige Weise interpretieren und über sie philosophieren kann. Ebenso die Gedankenspiele, die Yannis anstellt, wie es wohl wäre, wenn seine Geschichte in einem Buch stünde und wenn auf einer Seite etwas bestimmtes passieren könnte, waren einfach nur genial gemacht, so das man von eine sehr träumerische Atmosphäre während des Lesens dieses Romans gefangen wird, anfängt sehr viel nachzudenken, zu reflektieren und vor allen Dingen zu träumen.

Außerdem schafft es das Buch durch seine Sprachgewalt zu verzaubern, denn es tauchen immer wieder kleinere Metaphern auf, die einen zum Nachdenken bringen, wie allein schon der Titel des Romans oder auch kleinere Nebencharaktere und Nebenschauplätze, die einen zum Träumen verleiten und das Philosophieren noch stärker anregen, was mir einfach sehr gefallen hat, denn auch wenn man sich fallen lassen konnte beim Lesen, war der Geist auf eine sehr angenehme Weise angeregt.

Des Weitern ist die Aussage des Romans eine ganz besondere, denn welche Rolle die Personen spielen, die Yannis kennenlernt, ist oftmals spannend und interessant, denn mit vielem hätte man wohl eher nicht gerechnet und man sieht zum einen, dass man nicht bei allem eine Lösung weiß und vor allen Dingen die Theorien, die der Roman aufstellt, besonders einige Autoren betreffend, auch wenn sie teilweise recht gewagt sind, sind grandios und ich frage mich immer noch, ob nicht manch eine dieser Theorien, so gewagt sie auch sein mag, einen wahren Kern hat und wie groß dieser dann wohl ist.

Ein Buch das schwer zu beschrieben ist, da man es, wie schon den ersten Roman des Autors einfach selbst erleben muss, da man das Gefühl beim Lesen kaum in Worte kleiden kann.


Fazit

1 Kommentar:

  1. Tolle Rezi, klingt nach eine wirklich guten Buch.

    Und weil sie so schön ist und du noch keine 200 Leser hast bekommst du von mir den "Liebster Blog-Award" verliehen:
    http://manjasbuchregal.blogspot.de/2012/07/liebster-blog-award-erhalten.html

    LG Manja

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