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Freitag, 3. August 2012

Rezension ~ Cut

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Cut
Autor: Amanda Kyle Williams
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 16. September 2011 
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250061
ISBN-13: 978-3805250061
Originaltitel: The Stranger You Seek
Genre: Krimi/Thiller/Horror


Über den Autor

© Privat
 Die US-amerikanische Autorin Amanda Kyle Williams wurde 1957 geboren und hat vor ihrer Tätigkeit als Schriftstellerin als Privatdetektivin und Gerichtbotin gearbeitet.
Bei ihren Tätigkeiten hat sie sich zu ihren späteren Werken inspirieren lassen und zusätzlich bei dem bekannten Kriminologen und Profiler Brent Kurvey Kurse besucht, ehe sie zu schreiben begann.
Mit "Cut" erscheint 2011 ihr Romandebüt, das gleichzeitig den Auftakt zu einer Reihe um die ehemalige FBI-Profilerin und nun Privatdetektivin Keye Street bildet.




Inhaltsangabe/Klappentext

«Mein Name ist Keye Street. Der Vorname stammt von meinem asiatischen Großvater, den Nachnamen haben mir meine Adoptiveltern verpasst. Von Beruf bin ich Detektivin, genauer gesagt Privatdetektivin. Ansonsten bin ich trockene Alkoholikerin und Fan von Cheeseburgern und Donuts. Früher wurde ich mit Special Agent Street angesprochen. Klingt nicht übel, oder?


Ich hatte einige praktische Erfahrung, bevor ich als Profilerin in das NCAVC, das Nationale Zentrum für die Analyse von Gewaltverbrechen in Quantico, versetzt wurde. Ein paar Jahre später nahm mir das FBI meinen Dienstausweis und meine Waffe ab und überreichte mir die Entlassungspapiere.‹Sie haben die Fähigkeiten und das Talent, Dr. Street. Es fehlt Ihnen lediglich an Konzentration.› Ich weiß noch, wie ich in dem Moment dachte, dass mir nur eines fehlte. Und zwar ein Drink, was natürlich Teil des Problems war.»
Inzwischen ist Keye Street trocken. Als ein Serientäter in Atlanta vollkommen wahllos Menschen umbringt, wird sie von ihrem alten Freund Lieutenant Rauser in die Ermittlungen hineingezogen. Bald steckt sie tief in einem der gruseligsten Fälle, die sie je erlebt hat. Denn die Leute öffnen immer die Tür, wenn der Mörder klingelt. Dann sticht er zu – immer und immer wieder ...




Rezension

Es treibt in den USA, präziser, in Atlanta, mal wieder ein Serienkiller sein Unwesen. Das Besondere an diesem Täter, er wählt seine Opfer scheinbar wahllos aus. Ihm auf der Spur ist unter anderem die ehemalige FBI-Profilerin Keye, die aufgrund ihrer Alkoholsucht ihren Job beim FBI verloren hat und nun als Privatermittlerin tätig ist.

Genau diese Konstellation von Täter und Verfolger scheint mir extrem beliebt in letzter Zeit, denn der psychisch ziemlich mitgenommene Cop oder Detektiv, der mindestens so viele Probleme in diesem Bereich, wie der Täter hat, taucht immer wieder auf und auch Keye macht da eindeutig keine Ausnahme. Insgesamt hält es sich bei ihr Gott sei Dank noch in Grenzen, denn außer, dass sie ständig an Alkohol denkt, wenn die Dinge mal komplizierter werden, was ich schon sehr komisch fand, ist sie außer manchen doch sehr männlich wirkenden Verhaltensweisen, noch recht normal. Ich konnte sie mir nur nicht so wirklich bildlich vorstellen, da für mich Aussehen und Charakter so wenig harmonisierten und selbst sie mir asiatisch vorzustellen, obwohl mehrfach erwähnt, dass sie Asiatin ist, war mir nicht wirklich möglich.

Insgesamt sind die Charakterbeschreibungen jedoch nicht unbedingt negativ, da man sich die anderen Charaktere deutlich besser vorstellen kann und bei Keye wirklich einfach für mich nur das Problem bestand, dass sie mir zu widersprüchlich war.

Den Serientäter betreffen, kann ich nur sagen, dass ich lange Zeit sehr im Dunklen getappt bin und ebenso wenig wie die Ermittler eine Idee hatte, wer denn nun dahinter steckt, jedoch war es bei mir auch so, dass ich die Motive hinter der Auflösung ganz am Ende nicht nachvollziehen konnte, da ich den Täter so nie vermutet hätte und einem auch nur eine sehr knappe Erläuterung zu dem Warum gegeben wird. Und das alles, nachdem der Täter, meinem Empfinden nach, sehr plötzlich enttarnt wird und das auch alles irgendwie ohne weitere Erläuterung, was ich als sehr störend empfand, weil einen das doch sehr rausgerissen hat und dem Verständnis nicht wirklich zuträglich war.

Nicht leichter für das Verständnis machte es auch, dass Keye ständig noch anderen kleineren Fällen hinterher jagt und man nur noch am Rand etwas von dem Ermittlungen rund um den eigentlichen Fall mitbekommt, den man daher eigentlich auch aus dem Blick verliert, was mich auch irritiert hat, da er dadurch so unwichtig schien. Obwohl ich schon sagen muss, dass die kleinen Fälle, was die Auflockerung des ganzen anbelangte und auch den Spaßfaktor betreffend, nicht schlecht waren.

Die Handlung des Romans war aber insgesamt einfach schon zu sehr abgegriffen, so dass sie auch nicht wirklich das schwache Ende und auch, dass der Fall so unwichtig schien und man immer wieder davon abgelenkt wurde, so dass man ihn fast vergisst, hätte wieder herausreißen können. Jedoch war das Buch noch irgendwie in Ordnung, auch wenn ich schon sagen muss, dass ihm ein bisschen mehr Gradlinigkeit nicht geschadet hätte. 



Fazit

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