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Montag, 6. August 2012

Rezension ~ Das Affenhaus

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Das Affenhaus
Autor: Sara Gruen
Gebundene Ausgabe: 416 Seiten
Verlag: Kindler
Ersterscheinung: 11. März 2011
Sprache: Deutsch
Originaltitel: Ape House
ISBN-10: 3463406020
ISBN-13: 978-3463406022
Genre: Zeitgenössische Literatur



Über den Autor

© Lynne Harty Photography
Sara Gruen ist eine kanadisch-amerikanische Autorin. Ihren Debütroman »Alles Glück dieser Erde« veröffentlichte sie 2005.
Gruen wurde unter anderem mit dem »Book Sense Book of the Year Award« und dem »Cosmo Fun Fearless Fiction Award« ausgezeichnet. Ihr drittes Buch »Wasser für die Elefanten« entwickelte sich nach und nach zu einem Bestseller und ist 2011 mit Reese Witherspoon, Christoph Waltz, und Robert Pattinson verfilmt worden. Sie liebt mit ihrem Mann, drei Kindern und vielen Tieren in einer Naturschutzgemeinde in der Nähe von Chicago.



Inhaltsangabe/Klappentext

Der neue «New York Times»-Bestseller von Sara Gruen Isabel Duncan ist Wissenschaftlerin an einem Institut für Menschenaffen. Sie arbeitet mit Bonobos, einer Schimpansenart, die eine große Begabung für Sprache besitzt. Menschen bleiben Isabel oft ein Rätsel. Wohler als unter ihresgleichen fühlt sie sich bei den ihr anvertrauten Affen. Als eines Tages im Institut eine Bombe explodiert, wird Isabel schwer verletzt. Die Affen flüchten in Panik. Eine dramatische Suche beginnt ...

Mit «Wasser für die Elefanten» hat sich Sara Gruen in die Herzen vieler Leser geschrieben. Auch ihr neuer Roman erzählt eine großartige Geschichte – spannend, bewegend, komisch und traurig zugleich.

«Sara Gruen weiß Dinge – sie weiß sie mit dem Kopf und mit dem Herzen. Und aus diesem Wissen heraus hat sie einen wahrhaften Thriller geschrieben, der vom ersten Satz an süchtig macht. Nur sehr wenige Bücher verändern den Blick des Lesers auf unsere Welt. Dieses Buch gehört dazu.» Robert Goolrick



Rezension

Eine der bisher unbekannteren Affenarten ist die Menschenaffenart Bonobo, die aufgrund ihrer großen Ähnlichkeit mit den Schimpansen zunächst als eine Unterart dieser klassifiziert und bezeichnet wurden, als Zwergschimpansen. Irgendwann erkannte die Wissenschaft jedoch, dass es sich bei den Bonobos um eine eigene Rasse handelt. Bewundernswert ist, dass se mit dem Menschen genetisch zu 98,7% übereinstimmen.

Genau aus diesem Grund finde ich die Idee mit dem Sprachlabor und den Bonobos, die in diesem Roman aufgegriffen wird, einfach nur irre interessant, besonders, da ich mir auch sehr gut vorstellen kann, dass diese Affenart es schaffen kann, eine menschliche Zeichensprache zu erlernen. Dieser Vorgang und der ganze Umgang der Bonobos mit den unterschiedlichen Kommunikationsmöglichkeiten waren auch einfach nur klasse dargestellt, so dass man sich das ganze geradezu bildlich vorstellen konnte.

Spannend wurde es dann spätestens ab dem Angriff auf das Sprachlabor, auch wenn mich das Buch schon vorher gefangen genommen hat. Nach diesem Angriff konnte man einfach extrem gut nachvollziehen, welche Gedanken und Sorgen sich Isabel wegen der Affen machte, da schon vorher klar wurde, wie sehr sie sich mit ihnen verbunden fühlt und das, obwohl sie auch selbst extreme Verletzungen erlitten hat. Besonders gestiegen ist die Spannung, da man selbst einfach auch als Leser vollkommen im Unklaren gelassen wurde, was mit den Affen geschehen ist, wodurch für mich das Buch auf jeden Fall noch ein Stück besser geworden ist.

In dem nachfolgenden Teil, in dem man weiß, was den Affen wiederfahren ist, wird dann gekonnt dem menschlichen Fehlverhalten ein Spiegel vorgehalten und man erkennt nur zu gut, wie verdorben die Menschheit in vielen Bereichen ist und wie grausam sie sein können. Denn in meinen Augen ist das was mit den Affen geschieht und vor allen Dingen aus welchen Beweggründen, einfach extrem unschön und vor allem unmenschlich, auch wenn es sich um Tiere handelt, da einfach alle Handlungen sich auf der Basis Profit aufbauen. Es geht einfach nur noch darum, womit am meisten Geld gescheffelt werden kann und nicht mehr darum, wie man das Leben dieser Wesen sinnvoll und gut gestalten kann. In genau diesem Punkt war das Buch für mich einfach extrem gelungen, da die Menschen es einfach nicht verstehen wollen, dass die Welt so geworden ist und immer schlimmer wird in diesen Punkten und das Buch trifft diesen Punkt einfach genau.

Es ist schwer wirklich näher auf das Buch und seine Wirkung einzugehen, ohne viel zu viel über den Roman zu verraten, was ehrlich schade wäre, denn es ist auf jeden Fall ein verdammt gutes Buch, aus dem man noch so einiges lernen kann und das beim Lesen Spaß macht, auch wenn man erkennen muss, dass die Menschheit schon echt verdorben sein kann, denn viel anders, als in dem Roman verhalten wir uns eindeutig nicht. Ich kann daher aber besten Gewissens raten das Buch einfach zu lesen, da mal etwas vollkommen anderes ist, aber einen zum Nachdenken anregt, über einige Dinge, die der Mensch macht und wie der Mensch sich verhält.


Fazit

Kommentare:

  1. Huhu ;-)
    Die Rezension ist super geworden.
    Ich hatte schon sehr viel Freude an "Wasser für die Elefanten" und bin inzwischen auch schon sehr gespannt auf "Das Affenhaus"
    Das was du schreibst ist genau das, was ich von diesem Buch erwarte ;-)

    Liebe Grüße
    Chrissy

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    1. Huhu =),

      das Buch war auch einfach nur klasse! Obwohl ich selbst »Wasser für die Elfanten« noch mal irgendwann lesen muss. Am Anfang war mir nämlich gar nicht so bewusst, dass das die gleiche Autorin ist :D Ist mir erst nach dem Lesen dann bewusst geworden!

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

      Achja, danke für das Loben der Rezi :o)

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  2. Ich habe das Buch auch vor einiger Zeit gelesen und war sehr beeindruckt. Am faszinierensten finde ich, dass die Dialoge zwischen den Bonobos und den Forschern auf wahren Gesprächen beruhen.

    LG Rinchen
    kleines-schmuckstueck.blogspot.de

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