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Freitag, 24. August 2012

Rezension ~ Der Himmel über der Heide

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Der Himmel über der Heide
Autor: Sofie Cramer
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499257742
ISBN-13: 978-3499257742
Genre: Gegenwartsliteratur 


Über den Autor:

© by Sabine Felber
Sofie Cramer wurde 1974 in Soltau geboren und in der Lüneburger Heide aufgewachsen. Sie studierte Germanistik und Politik in Bonn und Hannover. Im Anschluss an ihr Studium absolvierte sie ein Volontariat. Inzwischen lebt und arbeitet sie als freiberufliche Journalistin, Drehbuchautorin und Trainerin in Lüneburg und Hamburg.
Sophie Cramer ist ein Pseudonym, unter ihrem echten Namen Heidi Goch hat sie bereits Romane veröffentlicht.
Sofie Cramers "SMS für dich", war ihr erster Roman, welchen sie unter Pseudonym veröffentlicht hat.
Als Sofie Cramer veröffentlicht sie sogenannt "blaue Bücher". Sie zeigen alle ein blaues Cover, das häufig einen Himmel beinhaltet. Es werden tiefsinnige Themen wie Liebe und Tod behandelt, gleichzeitig schwingt aber auch eine gewisse Leichtigkeit mit.
Durch Cecilia Ahern hat sich diese Art von Büchern etabliert.



Inhaltsangabe/Klappentext

Nur ungern kehrt Kati zurück in die Lüneburger Heide. Zu schmerzhaft sind die Erinnerungen an den Tod ihrer Zwillingsschwester. Was genau damals geschah, weiß niemand. Nun muss sich Kati um den familieneigenen Gasthof kümmern. Der Vater liegt im Krankenhaus, die Großmutter wird alleine mit Küche und Gästen nicht fertig. Gemeinsam hauchen sie dem Heidehof neues Leben ein. Dann begegnet Kati dem attaktiven Andi wieder, und alte Wunden reißen auf. Denn Andi war der Freund ihrer Schwester und der Letzte, der sie lebend sah ...


Rezension/Meinung

Bei diesem Roman war es ehrlich so, dass fast genau das auf mich zugekommen ist, was ich durch das Cover und den Klappentext erwartet hatte.

Denn irgendwie entspricht das ganze einer Lektüre mit einer sommerlichen Atmosphäre, die jedoch ein wenig von Schatten der Vergangenheit geprägt ist und leicht überdeckt wird. Zusammen mit den tollen Beschreibungen der Landschaft der Lüneburger Heide macht das Buch damit und in diesem Rahmen gesehen schon einen sehr lesenswerten Eindruck, da beides ehrlich gelungen ist, sowohl die Atmosphäre, als auch die Landschaftsbeschreibungen, die mir geradezu Lust auf einen Spaziergang gemacht haben.

Von der weiteren Handlung her ist der Roman jedoch eine typische Familientragödie mit dem irgendwie immer dazugehörenden romantischen Anteil in sich. Viel Neues und in diesem Bereich Unbekanntes liefert der Roman allerdings damit nicht und vieles ist halt auch einfach sehr vorhersehbar. Vor allen Dingen, da mich der Roman doch sehr, allein schon durch Setting und Handlung, an die Romanzen und Familiendramen aus dem ZDF erinnerte, für welche er bestimmt auch sehr gut als Vorlage dienen würde. Jedoch fand ich ihn trotz diesem schon sehr bekannten Ablauf einfach von seiner gesamten Zusammensetzung sehr stimmig, da diese ihn einfach locker, leicht und gut zu lesen machte.

Auch die Charaktere fand ich im allgemeinen schon sehr gut, auch wenn sie in vielem recht stereotypisch für diese Art von Romanen und Filmen waren und daher einige Kleinigkeiten in ihrem Verhalten sehr vorhersehbar waren, da sie einfach immer so handeln, wenn sie diese Rolle spielen. Das hängt jedoch wohl auch einfach wieder mit dieser Art von Roman zusammen und ich muss zugeben, dass ich es mir schwer anders vorstellen könnte, was ja aber auch alles wieder Prägung ist.
Vor allen Dingen Kathrin war jedoch in ihren Reaktionen für mich manches Mal weniger vorhersehbar, da sie ab und an sehr heftig reagierte, was ich selbst schon etwas zu sehr überzogen fand, auch wenn es in ihrer Situation vom Typus der Reaktion sehr passte, nur wäre vielleicht ein bisschen weniger intensiv besser gewesen. Abgesehen davon fand ich sie vom Charakter her aber dann doch noch recht sympathisch.

Von einer Sache war ich dann doch auch noch sehr überrascht, denn auch wenn es sich nicht um eine Romanze handelte, war ich doch verwundert, wie gering doch entgegengesetzt zu meiner Erwartung der romantische Anteil dieses Buches war. Er trat oft sehr versteckt auf und war daher gar nicht so extrem präsent, auch wenn ich zugeben muss, dass mich das eher weniger gestört hat, obwohl ich dieses Thema raumgreifender erwartet hätte.

Toll finde ich übrigens die Idee, dass die ortstypischen Speisen, die im Roman erwähnt werden im Anschluss an den Roman als Rezepte noch im Buch aufgeführt sind. Ausprobieren werde ich wohl noch manches dieser Rezepte, vor allen Dingen die Süßspeisen und ich bin schon echt gespannt, wie die Ergebnisse wohl schmecken werden.

Von daher ein echt schöner Roman zum Entspannen und für Zwischendurch, da man einfach sofort schon weiß, wie die Geschichte vermutlich laufen wird, der aber eine echt tolle Atmosphäre hat, durch welche das Lesen ehrlich Spaß macht.


Fazit

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