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Donnerstag, 30. August 2012

Rezension ~ Die Nitribitt und das Ende im Backpackerhotel

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Die Nitribitt und das Ende im Backpackerhotel
Autor: Beate Baum
Broschiert: 148 Seiten
Verlag: Fhl Verlag Leipzig
Ersterscheinung: 17. April 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3942829290
ISBN-13: 978-3942829298
Genre: Krimi & Thriller


Über den Autor

Beate Baum 1963 in Dortmund geboren. Während sie in Bochum Literaturwissenschaften studierte, arbeitete sie außerdem als Putzfrau, Behindertenpflegerin und Werbestexterin. Später machte sie eine Ausbildung als Tageszeitungsjournalistin in Thüringen und lebte einige Zeit im nordenglischen Liverpool. 1998 schlug sie der Liebe halber ihre Zelte in Dresden auf, wo sie seitdem als freie Kultur- und Reisejournalistin sowie Krimiautorin lebt. Ihre Reportagen über Großbritannien, Irland und die USA erscheinen in Zeitungen und Zeitschriften in ganz Deutschland; ihre in Dresden spielende Krimireihe umfasst bislang sechs Bände.


Inhaltsangabe/Klappentext

Kirsten Bertram kann es nicht lassen. Ob es um die verschwundene Tochter der Edelhure Rosemarie Nitribitt geht oder den Tod eines Gastrokritikers bei einer Eierscheckenverkostung, ein entwendetes Autogramm von Chick Corea oder einen Mordfall auf Dresdens Alternativ-Stadtfest, der Bunten Republik Neustadt - Beate Baums bekannte Ermittlerin findet heraus, was dahintersteckt.

Spannende Lektüre bieten auch drei Storys mit anderem Personal. Auch hier geht es um spannende Charaktere, nicht um blutige Metzeleien. Da werden lange verdrängte Eitelkeiten an die Oberfläche gespült, wenn vier Köche nach Jahren wieder zusammentreffen, da erhält ein unverschämter Vermieter in Radebeul seine verdiente Quittung und ein wankelmütiger Liebhaber findet in der Dominikanischen Republik sein Ende. Beate Baums Kurzgeschichten erstmals in einem Band: Ein intelligenter Lesespaß mit vielen gastronomischen Einsprengseln für wahre Krimigenießer.


Rezension/Meinung

Ich habe extrem lange keine Kurzgeschichten mehr gelesen und kannte bisher bei den Krimikurzgeschichten auch nur die von Arthur Conan Doyle mit seinem berühmten Detektiv Sherlock Holmes. Von daher war ich schon sehr gespannt, wie diese doch eher modernen Kurzgeschichten wohl sein würden.

Dabei war eine Sache zunächst sehr schnell zu erkennen, nämlich, dass die Geschichten doch recht große Qualitätsunterschiede aufweisen, was deren Handlung an sich anbelangt. Da ich da doch schon sehr unterschiedlicher Meinung war, was die einzelnen Geschichten anbelangte. Denn von ihrem Grad an Logik waren all auf einem sehr guten Niveau und sowohl Motiv, als auch Lösung des Tathergangs waren immer logisch verständlich und vollkommen nachvollziehbar. Jedoch gab es halt bei manchen der Geschichten als Mankos in meinen Augen manches Mal vollkommen fehlende Spannung, eine Handlung bei der einfach der Kriminalanteil verschwindend gering erschien, sowie auch, dass bei einer Geschichte das Motiv hinter der gesamten Geschichte, nicht nur hinter dem Kriminalfall selbst, einfach nur seltsam war und auch, dass mir bei einem der Fälle eine vollständige Aufklärung vorenthalten wurde, die ich dann doch noch gern erfahren hätte.

In den meisten Fällen ist es aber sehr gelungen, wie die Autorin es schafft einem auf so wenigen Seiten in die Geschichte mitzunehmen und auch sehr sympathische Protagonisten zu kreieren. Und obwohl jede Geschichte nur wenige Seiten fasst und für die Charakterentwicklung daher einfach nicht ganz so viel Platz ist, hat man schnell den Eindruck vor allem die Protagonisten sehr schnell sehr gut zu kennen.

Woran man sich jedoch auch erst gewöhnen muss, zumindest war das bei mir der Fall, sind die plötzlichen Enden der einzelnen Geschichten, denn häufig enden diese dann letztendlich gefühlt sehr abrupt, so dass ich bei den ersten Malen noch extrem verwundert war. Wirklich einem Stil, der mir gefällt, entspricht dieses Vorgehen leider nicht, aber es war auch nicht so, dass es die Geschichten vollkommen schlecht wirken lassen hat.

Insgesamt auf jeden Fall ein nettes kleines Buch mit einigen echt guten Geschichten und auch ein paar weniger guten, die man durch ihre Länge auch echt super zwischendurch lesen kann. Jedoch muss man sich schon an den Stil der Autorin gewöhnen können, der manchen auch eventuell stören könnte, da er eine spezielle Note hat. 


Fazit

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