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Sonntag, 12. August 2012

Rezension ~ Kein Wort zu Papa

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Kein Wort zu Papa
Autor: Dora Heldt
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423213620
ISBN-13: 978-3423213622
Genre: Zeitgenössische Literatur


Über den Autor

© Regina Geisler
 Dora Heldt ist das Pseudonym der 1961 auf Sylt geborenen Autorin Bärbel Schmidt. Das Pseudonym wählte sie nach dem Namen ihrer verstorbenen Großmutter. Nach ihrer Ausbildung zur Buchhändlerin in Bad Godesberg war sie jahrelang als Verlagsvertreterin für den Deutschen Taschenbuch Verlag tätig. Ihren Debütroman »Ausgeliebt« veröffentlichte sie 2006 ebenso wie »Unzertrennlich« – Ihr eigentlicher Durchbruch als Bestsellerautorin gelang ihr dann aber mit ihrer dritten Veröffentlichung 2008, »Urlaub mit Papa«, die für das ZDF auch als Fernsehfilm mit Julia Stinshoff und Steffen Groth adaptiert wurde. Neben ihren Veröffentlichungen für Erwachsene, schrieb Heldt mit »Siebenmeter für die Liebe« ihren ersten Jugendroman. Im Oktober 2011 erscheint voraussichtlich ihr nächstes Buch mit dem Titel »Bei Hitze ist es wenigstens nicht kalt«. Dora Heldt lebt heute in Hamburg.


Inhaltsangabe/Klappentext

»Das schaffen wir doch mit links!« Wie gut, dass Ines nichts schrecken kann. Ohne ihre patente Schwester wäre Christine sonst nämlich ziemlich mulmig zumute. Sie soll für einige Tage die Pension ihrer Freundin Marleen auf Norderney übernehmen – ein Job, von dem die 47-Jährige nicht die leiseste Ahnung hat. Kein Wunder, dass die beiden Schwestern schnell an ihre Grenzen stoßen. Und das nicht nur, weil sie nicht kochen können. Ihre Anwesenheit spricht sich auf der Insel schnell herum. Zu schnell. Und so dauert es nicht lange, bis Papa Heinz und Mama Charlotte vor der Tür stehen, um ihre Töchter mit höchst eigenwilligen Ideen zu unterstützen ...


Rezension

»Kein Wort zu Papa« vermittelt nicht nur durch das Cover eine sommerliche Urlaubsatmosphäre, sondern auch die Geschichte trägt ganz eindeutig dazu bei. Jedoch eher auf eine sehr turbulente und leicht amüsante Weise, denn an Entspannung ist in der Pension auf Norderney während Ines und Christianes Übernahme weder für die Angestellten noch die Gäste wirklich zu denken.

Da mit Ines und Christiane gerade zwei Charakter gewählt wurden, die weder vom Gastgewerbe verstehen und trotz hauseigener, vom Betreiber geführten Küche, keinerlei Kochtalent besitzen, geht bei ihnen natürlich schnell alles drunter und drüber, was ganz eindeutig einen sehr amüsanten Charakter hat und ohne die weiteren Angestellten aus Marleens Pension wäre die Lage eindeutig vollkommen hoffnungslos.

An der ganzen Geschichte extrem gut gelungen ist, dass die vielen Missgeschicke und Probleme nicht vollkommen überzogen und denkbar unrealistisch wirken, aber doch auch oftmals wieder etwas verrückter sind, dass sie verdammt amüsant, aber irgendwie auch glaubhaft wirken.

Auch die Entwicklung der beiden Schwestern während sie in der Pension ihren Aufgaben nachgehen, die sie oftmals vor bisher unbekannte Probleme führen, ist richtig passend zum Geschehen und man merkt als Leser richtig, wie sie sich durch ihren Aufenthalt und die neuen Aufgaben langsam verändern. Ebenso wird deutlich, wie sie an den Aufgaben wachsen, auch wenn sich ihnen immer mehr Probleme in den Weg stellen, wie unter anderem ihre Eltern.

Ich muss jedoch auch sagen, dass ich den Titel ehr unpassend finden, denn »Papa« ist in der Geschichte gar nicht mal so relevant, wie der Titel einen vermuten lässt und viele andere Charaktere verursachen mindestens genau so viele Turbulenzen, wenn nicht gar mehr, als »Papa«.

Auf jeden Fall lebt der Roman sehr durch seine, doch eher etwas verrückten Charaktere, da sich unter ihnen viele sehr unterschiedliche und teils auch sehr verrückte Persönlichkeiten befinden, die einfach Spaß in die Geschichte bringen und auch an romantischen Einlagen fehlt es ganz eindeutig nicht. Und auch die beiden Schwestern haben einfach eine Persönlichkeit, dass man sie gern haben muss, auch wenn sie beide erfrischend unterschiedlich sind, aber sie passen einfach zusammen!

Insgesamt ein schön turbulenter, sommerlicher Roman, der sich vortrefflich als leichte und lockere Sommerlektüre eignet, da er schon locker flockig geschrieben ist und man nicht viel nachgrübeln muss über das Geschehen, sondern sich einfach mitnehmen lassen kann.


Fazit

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