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Dienstag, 7. August 2012

Rezension ~ Nur eine Ohrfeige

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Nur eine Ohrfeige
Autor: Christos Tsiolkas
Gebundene Ausgabe: 510 Seiten
Verlag: Klett-Cotta
Ersterscheinung: 22. Februar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3608939024
ISBN-13: 978-3608939026
Originaltitel: The Slap
Genre: Zeitgenössische Literatur


Über den Autor

Christos Tsiolkas, geboren 1965 im australischen Melbourne als Sohn griechischer Immigranten, arbeitet u. a. fürs Theater und Fernsehen. Mit »Nur eine Ohrfeige« legte er sein bislang erfolgreichstes Buch vor, das auch über Australien hinaus für Furore sorgte und mit dem »Commonwealth Writers‘ Prize« bedacht wurde sowie für den »Man Booker Prize« nominiert war. Tsiolkas lebt in Melbourne.


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein heißer Sommertag, ein Barbecue mit Freunden und Familie – es hatte ein perfektes Fest werden können, doch dann verliert Harry die Beherrschung. Er verpasst dem dreijährigen Hugo eine Ohrfeige. Dieser Vorfall hat ein folgenreiches Nachspiel für alle, die seine Zeugen wurden ...

Aus einer scheinbar banalen Begebenheit entwickelt sich eine packende Erzählung über Liebe, Sex und die verschiedenen Auffassungen von Ehe, Erziehung und Freundschaft. Die Ohrfeige zwingt alle Beteiligten dazu, ihr eigenes Familienleben, all ihre Erwartungen, Überzeugungen und Wünsche infrage zu stellen. Aus acht Perspektiven schildert Tsiolkas eindrücklich das innere Erleben der Gäste. Ein großer Gesellschaftsroman – ein Roman über die moderne Familie.



Rezension

 Das erste an dem Buch, was mir ins Auge gestochen ist, war der Titel, denn irgendwie fand ich ihn sehr absurd und seltsam und auch jetzt nach dem Lesen hat sich daran nicht viel geändert.

Es ist jedoch ehrlich interessant, was für eine Geschichte Tsiolkas aus dieser einen Ohrfeige entwickelt hat. Ich kann mir nur ehrlich nicht vorstellen, dass ein solches Ereignis, wie diese Ohrfeige an einem Kind solche enormen Kreise ziehen kann, wie sie es in diesem Roman macht.

Allerdings sei dazu gesagt, dass ich eh sagen wurde, dass der Autor dazu neigt die Dinge sehr übertrieben darzustellen, denn so extreme Ausschweifungen, wie bei seinen Charakteren kann ich mir real einfach nicht vorstellen. Drogen scheinen Gang und Gebe zu sein, ebenso wie sehr starker Alkoholkonsum und ein Sexualtrieb, der sich bei Männlein und Weiblein meist auch außerhalb der Ehe bzw. Partnerschaft befriedigen lässt. Damit gelingt es dem Autor zwar einiges sehr deutlich herauszustellen, aber trotzdem fand ich es irgendwie ein wenig zu überzogen.

Interessant sind seine Charakteren, die alle sehr eigene Persönlichkeiten haben, was man auch an der Erzählweise äußerst gut merkt, da Tsiolkas den Verlauf aus acht Perspektiven zeigt und jeder Erzähler eine ganze eigene und andere Art zu erzählen hat, alle mal, da sie alle ein doch recht bewegtes Leben hatten. Wobei ich Tsiolkas Auswahl bei den Erzählern ungewöhnlich fand, da auch einige Charaktere zu Worte kommen, die mit der Ohrfeige nur sehr wenig zu tun hatten und wenn dann entfernte Beobachter waren. Zudem sind ihm meiner Meinung nach die Männer auch deutlich besser gelungen von ihren Persönlichkeiten her, denn bei ihnen kommt man den Emotionen in ihrer Erzählung deutlich näher.

Ohne viel vorwegnehmen zu wollen, fand ich es übrigens interessant, dass die Ohrfeige an sich, im Lauf der Geschichte nur eine sehr untergeordnete Rolle spielt und wenn dann ein Trigger der folgenden Ereignisse war.

Ein ehrlich interessantes Buch, auch wenn ich schon ein wenig davon gestört war, dass alles so überzogen dargestellt wurde und vor allen Dingen der Umgang mit Alkohol und Drogen und das Bild was daher geliefert wurde, hat mir gar nicht gefallen!


Fazit

Kommentare:

  1. Ich weiß gar nicht mehr wie viele Sterne/Federn ich dem Buch verpasst habe, aber ich fand es ganz, ganz furchtbar!

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    1. Ich fand halt, dass es ging. Die Menschen in dem Roman fand ich durchweg seltsam und auch, dass irgendwie ständig besoffen, high oder sonst was zu sein, vollkommen normal wäre, fand ich eine ziemlich seltsame Auffassung. Besonders in dem Zusammenhang, dass sie dann diese Ohrfeige so hochschaukeln.
      Also seltsam war das Buch schon irgendwie! :D

      Ganz liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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