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Sonntag, 5. August 2012

Rezension ~ Vom Liebesleben der Mondvögel

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Vom Liebesleben der Mondvögel
Autor: Elias Wagner
Gebundene Ausgabe: 239 Seiten
Verlag: Hoffmann und Campe
Ersterschienung: 9. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3455403565
ISBN-13: 978-3455403565
Genre: Gegenwartsliteratur


Über den Autor 

Elias Wagner wurde 1987 in München geboren und wuchs am Starnberger See auf. Er studiert in München Medizin. Vom Liebes leben der Mondvögel ist sein Romandebüt.





Inhaltsangabe/Klappentext

Max ist fünfzehn, wohnt mit seinem Vater am Starnberger See und interessiert sich weit mehr für Falter und Käfer als für Mädchen. Zu Beginn der Sommerferien wächst ihm sein Leben über den Kopf, was nicht nur daran liegt, dass sich sein Vater immer seltsamer aufführt und sein bester Freund Hilfe bei der Eroberung eines Mädchens braucht.

Seit seine Mutter verschwunden ist, ist bei Max nichts mehr so wie früher. Der Heranwachsende vertieft sich nur noch in sein Lieblingsbuch »Wunderbare Insekten« oder zieht sich zur »Insel der Seligen« auf dem See zurück. Doch zu Beginn der Sommerferien zwingen ihn drängende Probleme, der Wirklichkeit wieder ins Auge zu blicken. Sein bester und einziger Kumpel will die Gunst der Klassenschönheit gewinnen und macht Max zum Erfüllungsgehilfen eines wahnwitzigen Plans. Vor allem sein Vater bereitet Max Sorgen. Der Architekt übermalt seit kurzem in rätselhaften Schüben die Gemälde seiner Frau. Es hilft alles nichts: Um wieder Frieden zu finden, muss Max an ein sorgsam gehütetes Tabu seiner Familie rühren

In seinem bezaubernd skurrilen Debüt erzählt Elias Wagner vom Erwachsenwerden, beschwört die romantisch-morbide Landschaft des bayerischen Voralpenlands und entführt in die Insektenwelt der Gletscherbären, der Tabakschwärmer und Mondvögel.



Rezension

Bei diesem Roman war ich ehrlich negativ beeindruckt. Nicht nur, dass er für mich in vielen Punkten seiner Handlung sehr irritierte, es war auch so, dass er vom Sprachlichen her äußerst seltsam war.

Irgendwie kann ich mir einfach nicht wirklich vorstellen, dass ein Jugendlicher, und mag er noch so sehr auf seltsame Dinge stehen, sich so weltfremd ausdrückt, wie Max. Denn allein schon den Begriff »Leuchtorgan« für Handys fand ich sehr befremdlich.

Auch in vielen anderen Punkten war die Sprache des Romans nicht wirklich mein Ding, da einfach zu sehr mit Fremdwörtern gespielt wurde und mir schien, dass die Sätze möglichst komplex, kompliziert und verschachtelt sein mussten. Allein dadurch hat mir das Lesen schon keinen so großen Spaß mehr gemacht.

Allein wäre dieser Zustand des Romans schon unschön genug für mich, jedoch kam es leider noch so, dass ich die Handlung nicht wirklich verstanden habe. In meinen Augen dümpelte alles eher nur so vor sich hin und Max schien nur darin interessiert in der Ecke zu sitzen oder sich über seinen Vater aufzuregen, dem er scheinbar einen recht großen Ekel entgegenbringt, der in meinen Augen irgendwie unverständlich und unangemessen groß war.

Die anderen Personen im Roman wirken auch eher eigenartig und sind entweder ebenso weltfremd wie Max, vollkommen versnobt oder einfach irgendwie angeberisch. Insbesondere da es sich um ein Buch über das Erwachsenwerden bzw. Aspekte davon, handelt, finde ich es nur wenig gelungen, da ich nicht glaube, dass es einem Jugendlichen vom Stil her überhaupt zusagen würde und gleichzeitig auch so kompliziert ist, dass es nicht wirklich jeder verstehen wird, allein durch die Sprache, die der Autor verwendet.

In meinen Augen ein ehrlich einfach nur seltsames Buch, mit dem ich nur wenig anfangen kann, sowohl von der Sprache, als auch des Inhalts her, bei dem ich mir aber auch irgendwie vorstellen kann, dass es Menschen gibt, die es gerade deswegen ganz besonders toll finden könnten, da es vom Stil her ein Roman ist, der von meinem Gefühl her sehr polarisierend ist. Entweder man findet ihn genial oder man versteht ihn so gar nicht und kann ihm nichts abgewinnen.


Fazit

1 Kommentar:

  1. Schade, dass dich das Buch so enttäuscht hat. Aber ich kann das anhand deiner Rezi gut nachvollziehen. Klingt wirklich alles etwas seltsam.

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