Seiten

Montag, 24. September 2012

Rezension ~ Auf Heineken könn wir uns eineken

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Auf Heineken könn wir uns eineken
Autor: Kerstin Schweighöfer
Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 1. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492272924
ISBN-13: 978-3492272926
Genre: Biografie


Über den Autor



Inhaltsangabe/Klappentext

Nach ihrem Romanistikstudium träumt Kerstin Schweighöfer von Champagner und einem romantischen Tête-à-Tête mit einem Jean-Irgendwas. Doch wie immer hat das Leben einen anderen Plan, und Kerstin trifft Jan-Kees, bei dem einfach alles stimmt – außer der Nationalität. Jan-Kees kommt aus Holland. Kiffer, Kühe, Tulpen und Tomaten.  Soll das ihr großes Los gewesen sein? Oder können Holländer doch mehr als deutsche Autobahnen verstopfen? Ein Buch für alle, die bereit sind, unser oft belächeltes Nachbarland neu zu entdecken – und für eine Dose Heineken den Champagner schon mal stehen lassen.


Rezension/Meinung

Dieses Buch konnte mir neben viel Spaß beim Lesen, auch noch so einiges über unser Nachbarland, die Niederlande, und vor allen Dingen auch seine Bewohner beibringen.

Vor allem konnte ich verpackt in die Lebensgeschichte von Kerstin Schweighöfer erkennen, dass so manches Klischee der Niederländer viel zu weit hergeholt ist, andere aber mehr als gut zutreffen und man doch noch glatt so manche Eigenart bei diesem lustigen Völkchen finden kann, die sich super für Klischees eignen würde.

Ganz besonders die Art der Holländer zu leben, wäre nicht meine. So vollkommen von allen auf der Straße beobachtbar mit riesigen Fenstern ihnen Gardinen, samt starker Vorurteile, wenn man Gardinen besitzt, kann ich mir einfach so gar nicht vorstellen, wodurch die Niederlande wohl nie meine Wahlheimat werden könnten. Aber ich muss schon sagen, dass es mir richtig Spaß gemacht die vielen kleinen Eigenheiten der Niederländer nach und nach kennenzulernen und zwar auf genau die Weise, wie die Autorin mit ihnen konfrontiert wurde. Man konnte sich dadurch fast schon vorstellen, dass man selbst mit in der Situation war, wäre da genau so hineingeschlittert wie sie, einfach aus purer Unwissenheit, weil bei uns vieles doch so ganz anders ist und vielleicht auch prüder.

Erstaunlich fand ich vor allen Dingen auch ehrlich, welche Meinung die Niederländer doch wirklich noch lange Zeit von den Deutschen hatten, denn diese hat mich ehrlich erschreckt. Denn der Krieg hatte in diesem Land in den Köpfen noch sehr lange eine extrem negative Meinung zurückgelassen, die auch noch extrem stark ausgeprägt war, wie man merken muss, wenn man das Buch liest und ich gebe ehrlich zu, dass ich ganz froh bin, dass sich diese Ansicht doch noch wieder gewandelt hat.

Was ich natürlich nachvollziehen konnte, dass den Niederländern die Deutschen auf die Nerven gehen, wenn sie ständig meinen Witze über die Sprache der Niederländer etc. zu machen. Wobei ich dahingehend feststellen konnte, dass man diese Witze auch besser bleiben lassen sollte, denn geschrieben wirkt das Niederländische schon sehr kompliziert und man kann kaum noch eine Verbindung zu Deutschen herstellen. Zumal man, wenn man glaubt, dass die Sprachen sich sehr ähnlich sind, in so manches Fettnäpfchen treten kann, was sich ganz heimlich am Wegesrand befindet, denn einige Worte, klingen zwar gleich, haben aber eine vollkommen andere Bedeutung und da kann man dann doch schon sehr daneben liegen.

Auf jeden Fall bietet das Buch neben den vielen neuen Erkenntnissen über die Niederländer, die mich teilweise echt beeindruckt und mir ehrlich Spaß gemacht haben, auch viele lustige und emotionale Augenblicke in dieser Geschichte, die ihr noch eine Tiefe gegeben haben, die man zunächst vermutlich gar nicht erwartet, die das Buch aber richtig rund macht.


Fazit

Kommentare:

  1. Tja, als meine Großeltern in den späten 60ern in den Niederlanden Urlaub machten, wurden sie offenbar in mehreren Hotels abgewiesen, bis sie sich angewöhnten, den Schweizer Pass bereits in der Hand zu halten, damit man sie nicht für Deutsche hielt. Dann war überall ein Zimmer frei... Eigentlich schon krass, wenn man bedenkt, dass damals seit Kriegsende mehr als 20 Jahre vergangen waren!

    LG, Julia

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Autorin hier von dem Buch ist in den 80er in die Niederlande gekommen.
      Da war es glaube ich, zumindest hatte ich es so verstanden, schon ein bisschen besser, aber auch immer noch ziemlich extrem mit den Vorurteilen. Z.B. auch, dass alle Deutschen einen Befehlston hätten und nicht nett sein könnten etc.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

      Löschen