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Mittwoch, 26. September 2012

Rezension ~ Blutsommer


Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Blutsommer
Autor: Rainer Löffler
Taschenbuch: 496 Seiten
Verlag: rororo
Ersterscheinung: 1. Juni 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3499257270
ISBN-13: 978-3499257278 
Genre: Krimi/Thriller


Über den Autor

Im Juni 2012 erschien der erste Psychothriller mit dem Titel "Blutsommer" von Rainer Löffler im Rowohlt Verlag.

Er machte Ausbildungen zum Fachkaufmann für Einkauf und Materialwirtschaft, Industriemechaniker und Industriekaufmann. Hauptberuflich arbeitet er als technischer Einkäufer beim größten Lackieranlagenhersteller der Welt.

In seiner Freizeit macht Rainer Löffler gern Sport, schreibt und liest. Auch die Gitarre, Rockkonzerte und italienisches Essen haben es ihm angetan. Der Autor lebt mit seinen 3 Kindern und seiner Frau in Hemmingen bei Stuttgart.


Inhaltsangabe/Klappentext

Das 1x1 des Grauens 

Eine Dunstglocke liegt über der Stadt. Die Hitze ist unerträglich. Und dann der Geruch, dieser furchtbare Geruch! Der Picknickausflug von Familie Lerch nimmt ein grausiges Ende, als sie im Wald auf einen dunklen Haufen stößt, von Fliegen und Maden bedeckt: Der «Metzger» hat wieder zugeschlagen. Martin Abel, bester Fallanalytiker des Stuttgarter LKA, wird zur Unterstützung der Polizei nach Köln beordert. Keiner kann sich so gut in die Gedankenwelt von Serienmördern hineinversetzen wie er: eine Gabe, die einsam macht. Abel glaubt, an Schrecklichem schon alles gesehen zu haben. Doch das hier – das ist eine neue Dimension.



Rezension/Meinung

Ganz eindeutig hat Rainer Löffler hier einen Roman geschaffen, der es geschafft hat mich ein paar Mal auf die falsche Fährte geführt hat und gerade auch wegen seiner Charaktere so genial auf mich gewirkt und mir so viel Spaß beim Lesen beschert hat.

Mit Martin Abel hat Rainer Löffler nämlich eine sehr interessante Persönlichkeit entworfen, da dieser doch einen sehr speziellen Charakter hat. Nicht unbedingt leicht im Umgang und etwas eigen ist Abel ein mal wieder anderer Charakter, besonders, da sein Verhalten nicht aus großen psychischen Problemen entstanden ist, wie bei vielen modernen Ermittlern. Und trotz seiner vielen kleinen Macken und Eigenarten war er mir irgendwie trotzdem sympathisch, auch wenn er irgendwie ein ganz schöner Rüpel und selten von genießbarer Laune ist.

Gerade durch den Charakter des Martin Abel wird der Roman und der Fall um den Metzger so interessant, da Abel mit seinen Theorien und seiner starrköpfigen Haltung, sowie vor allen Dingen auch seinen nicht unbedingt ganz alltäglichen und gängigen Ermittlungsmethoden bzw. Profilingmethoden einfach auffällt. Ganz besonders halt auch, da Abel insgesamt ein ziemlicher Querkopf ist und in vielen Belangen nicht dem durchschnitt entspricht, aber seine Persönlichkeit insgesamt richtig schön stimmig erschien. Das hat ihn für mich auch einfach zu einem richtig guten Protagonisten gemacht und mir hat es auch einfach tierisch gefallen über ihn zu lesen, da er mir auch wirklich nur sympathischer wurde durch seine Macken.

Spannend wurde das Buch vor allen Dingen aber nicht durch Abel, der es eher bereichert hat, als vor allen Dingen durch die Tatsache, dass man immer mehr Informationen zum Täter erhält und ihn immer besser kennenlernt, so dass man ihn irgendwann ganz genau kennt und trotzdem immer noch nicht weiß wer er eigentlich ist. Gleichzeitig hat man einige Personen, irgendwann zwar deutlich fokussierter, die in Frage kämen der betreffende Täter zu sein, aber trotzdem tappt man immer noch ein wenig im Dunklen, da man ihm trotz dem ganzen Wissen, das man über ihn besitzt nicht genau darauf kommt, hinter welcher Person sich die Persönlichkeit, die man sogar mit Namen kennt, verbirgt. Für mich ehrlich eine sehr geniale Umsetzung, da ich grübeln, rätseln und vermuten konnte, noch ein kleines bisschen aber auch überrascht wurde gegen Ende, aber alles logisch und schlüssig war. Einfach genau die Dinge, die mir in solchen Fällen einfach extrem wichtig sind. Denn ich persönlich finde es, außer bei Columbo, immer ganz grausig, wenn ich schon von Anfang an ganz genau weiß wer der Täter ist, weil das für mich irgendwie die Spannung aus dem Roman nimmt. Löffler hat aber mit seiner Variante auf jeden Fall eine Lösung gefunden, die klasse passt und die Spannung eher unterstreicht, als untergräbt.

Ehrlich ein Roman, der mir vor allen Dingen durch seinen Aufbau und den Charakter Martin Abel glänzen kann, da zum einen Abel und der Aufbau gut zusammen passten, als auch beides für sich schon ein sehr guter Plan war. Ich freue mich ehrlich schon auf einen weiteren Fall mit Abel, den es hoffentlich irgendwann geben wird, denn gerade seine besondere Art und seine etwas anderen Methoden haben den Roman ehrlich aufgepeppt.  


Fazit

1 Kommentar:

  1. Oh das klingt ja nach einem super Buch! ich war gerade auf der Suche nach einem neuen Buch und glaube, nun habe ich es gefunden:) Besten Dank für die Rezi!lg Janina

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