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Dienstag, 25. September 2012

Rezension ~ Dunkler Schnee

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Dunkler Schnee
Autor: Barbara Klein
Broschiert: 203 Seiten
Verlag: Edition Oberkassel
Ersterscheinung: 15. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3943121119
ISBN-13: 978-3943121117
Genre: Krimi
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Über den Autor 

Die in Köln geborene Autorin und diplomierte Pädagogin veröffentlicht seit einem Jahrzehnt Gedichte, Kurzgeschichten und Krimis.

Zu ihren erfolgreichsten Büchern gehören ein Wanderführer für den Niederrhein (Droste Verlag, 2007/ 2011), der Kinderroman „Josefus von Speckstein – Mäusefürst? Lügenbaron?“ (Peter Gallus Verlag, 2008) und der Erfahrungsbericht „Halifax And More“ (Dortmunder Buchverlag, 2009), in welchem sie ihre Beobachtungen während eines einjährigen Aufenthaltes in Kanada schildert. Bis 2010 betreute sie u.a. als Redakteurin in der Literaturzeitschrift „Der Federkiel“ die Rubriken Prosa und Glosse.

Sie ist in verschiedenen Autorengruppen in Köln und Düsseldorf aktiv.


Inhaltsangabe/Klappentext

Merkwürdige und beängstigende Dinge geschehen um Marisa, die eigentlich nur ihre Hochzeit vorbereiten will. Da gibt es einen Seitensprung, einen Ehevertrag und eine dubiose Verzögerungstaktik ihres Verlobten, die jede Menge Fragen aufwerfen.

Marisa zweifelt und kommt nach und nach einem bösartigen Komplott auf die Spur. Auf ihrem Weg zur Wahrheit scheitert sie fast an sich selbst und findet Trost im waldreichen Osten Kanadas. Doch auch hier ist sie nicht sicher...

Die prächtige Kulisse des kanadischen Ostens als Gegensatz zum deutschen Westen bietet dem Leser dieses psychologischen Thrillers ein literarisches Vergnügen mit zahlreichen Spannungsmomenten und bunten Bildern.Die 30jährige Marisa steht kurz vor der Hochzeit mit Laurens, den sie als Kollegen kennenlernte. Doch je mehr sie planen möchte und je konkreter es wird, desto merkwürdiger benimmt sich ihr attraktiver Verlobter. Welches Geheimnis verbirgt er? Als dann noch Volker auf der Bildfläche erscheint, und Marisa nicht mehr ihren eigenen Gefühlen trauen kann, geschehen Dinge, die sie in Angst und Schrecken versetzen.
Die junge Frau beginnt auf eigene Faust zu recherchieren, und findet in ihren Eltern und ihrer besten Freundin Yvonne rege Unterstützung. Ein böses Komplott tritt zutage, dessen Hintermänner vor Erpressung, Einbruch und Körperverletzung nicht Halt machen. Nicht nur Marisa gerät in größte Gefahr, sondern auch die Menschen, die ihr zur Seite stehen. Doch trotz aller Unterstützung gerät sie in einen Strudel der Hilflosigkeit, der sie fast zum Aufgeben zwingt.

Sie flüchtet schließlich nach Kanada, dorthin, wo sie einst einen wunderbaren Urlaub verlebte, und stellt schnell fest, dass sie auch hier nicht sicher ist. Nicht nur Eis, Schnee, Dunkelheit scheinen sich gegen sie und ihre kanadischen Freunde verschworen zu haben. Doch nichts ist, wie es scheint...


Rezension/Meinung

Irgendwie muss ich sagen, war ich ein wenig enttäuscht von der Auflösung dieses Falls, der im Allgemeinen zwar nicht schlecht war, aber gegen Ende dann doch ein wenig unübersichtlich und so leider auch nicht erahnen wirkte, was einfach bei einem solchen Krimi echt schade ist.

Ich hätte insgesamt auch gern ein wenig mehr Handlung in der Gegenwart in Kanada gehabt, denn auch wenn es mir gefallen hat und den Krimi auch in gewissem Maß spannender gemacht hat, nach und nach den Anfang der Geschehnisse kennenzulernen, war es so, dass dieser Teil der Vergangenheitserzählung zwischendrin die Handlung ein wenig zu stark eingenommen hat und die Gegenwart vollkommen in den Hintergrund rückte. Dadurch kam mir die aktuelle Situation und alles drum herum von meinem Gefühl her einfach zu stark ins Hintertreffen und wirkte so unwichtig.

Trotzdem reizte einem der Krimi zum mit ermitteln, da man immer weitere Details zu den einzelnen Charakteren bekam und sich immer fragte wer sind wohl die Täter, da einer nicht ganz wahrscheinlich wirkte und seine eigenen Vermutungen anstellen konnte. Wobei ich da das schon erwähnte Ende noch mal ansprechen will, dass mir im Nachhinein ein wenig den Spaß verdorben hat, da man selbst mit seinem Wissen nie auf die tatsächlich Beteiligten gekommen wäre, da es leider dahingehend weder Andeutungen noch Hinweise gab. Die Erklärung für die Taten am Ende war zwar in sich logisch, aber einfach nur dann, wenn man sie vollständig hörte, zum Ermitteln fehlten einfach viel zu viele kleine Details, um auf die Lösung zu kommen.

Wiederum recht gut gefallen, hat mir die Darstellung der Empfindungen Marisas, die trotz einer recht knappen und kurzen, wie auch eher kalten und tatsachen-nahen Schreibweise, bei mir ankamen und auch sehr logisch wirkten, wenn auch sie vielleicht nicht immer richtig gehandelt hat, wenn sie ihren Gefühlen gefolgt ist. Besonders gut zeigt das ganze auch einfach, wie sehr einen eine solche Situation mitnimmt, denn das war eine der für mich stärksten Aussagen, die ihre Gefühle übermittelten. Und auch, wenn das ganze eher immer sehr schnell abgehandelt wird, passt es zu dem Roman, da es an allen Stellen und bei allen Themen so der Fall war, auch wenn ich mir da manches Mal im Allgemeinen mehr gewünscht hätte.

Was der Roman bei mir jedoch geschafft hat, war eine sehr düstere und beklemmende Atmosphäre zu erzeugen, die fast schon ein bisschen zu beklemmend war, denn an manchen Stellen hatte ich irgendwie schon keine rechte Lust mehr weiter zu lesen, da mir die Atmosphäre irgendwie unangenehm war und auch stärker wirkte, als die Neugier herauszufinden, wer der Täter ist. Jedoch schon allein die ganze winterlich-düstere Atmosphäre Kanadas hat einen großen Teil zu dem beklemmenden Gefühl, neben der Situation, in der Marisa sich befindet, beigetragen.

Es handelt sich bei dem Roman zwar um einen Krimi, den man gut mal zwischendurch lesen kann, wenn einen die Atmosphäre nicht davon abhält, der recht schnell abläuft, da er mit recht wenigen Seiten auskommen muss, jedoch eher ruhigere Tathergänge hat, der mich aber nicht wirklich fesseln konnte und bei dem ich es echt schade fand, dass es keine Möglichkeit gab selbst auf die Täter zu schließen, da einfach zu wenig Anspielungen vorlagen.


Fazit


Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »edition oberkassel«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.


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