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Dienstag, 16. Oktober 2012

Rezension - Feennacht

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Feennacht
Autor: Nina Hansemann
Broschiert: 208 Seiten
Verlag: Sieben-Verlag
Ersterscheinung: Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3864430577
ISBN-13: 978-3864430572
Genre: Fantasy


 

Über den Autor

Nina Hansemann wurde 1983 in Alfeld an der Leine geboren. Ihre Ausbildung zur Assistentin für Hotelmanagement schloss sie erfolgreich ab. Anschließend verbrachte sie einige Zeit in Schottland und arbeitete in Edinburgh. Nebenbei veröffentlichte sie Beiträge in verschiedenen Printmedien. Seit 2010 lebt sie in Puchheim. 



Inhaltsangabe/Klappentext

Schlafen, trainieren, Kreaturen töten – Leilas Leben ist perfekt.

Bis zu dem Tag, an dem sich die Fee Vanora aus ihrem Kristallkäfig und somit aus dem ihr auferlegten Bann befreit. Auf Rache sinnend, wird Vanora zu einer Bedrohung für die Welt der Menschen. Der Einzige, der Leila im Kampf gegen Venora helfen kann, ist ausgerechnet ebenfalls vom Volk der Feen. Der unwiderstehliche Luthias. Ihm hat Leila ihre seltenen Niederlagen zu verdanken. Luthias lässt keine Gelegenheit aus, Frauen zu erobern, und lebt auch sonst die hinterlistige Art seines Volkes mit Genuss aus. Obwohl sich Leila nicht in die Schlange seiner Verehrerinnen einreihen will, und ihm keinesfalls zu trauen ist, fällt es ihr zunehmend schwerer, sich seinem Charme zu entziehen. Nicht ahnend, dass Luthias in der Tat seine eigenen Pläne verfolgt, lässt sie immer mehr Nähe zu ..



Rezension/Meinung

Bei diesem Roman war ich ehrlich überrascht. Vor allen Dingen zunächst von dem Format, das der Verlag hier nutzt. Hingegen den meisten anderen Romanen, die ich kenne und die eine normierte Seite nutzen, befinden sich in diesem Roman deutlich mehr Zeilen pro Seite, was beim Lesen zunächst echt ungewohnt war, kam ich mir doch sehr langsam vor und wunderte mich immer, wie wenig ich an Seiten erst geschafft hatte.

Geschadet hat das dem Roman an sich nicht, auch wenn ich mir ähnlich langsam vorkam, wie bei einem langweiligen Roman, obwohl dieser das ganz eindeutig nicht war, denn die Geschichte hat mir doch überraschend gut gefallen.

Insgesamt stand die Handlung des Romans für mich beim Lesen ein wenig hinten an, da ich einfach den Eindruck bekommen hatte, dass auch der Autorin die Handlung nicht wirklich wichtig war, sondern vor allen Dingen die Beziehung zwischen Luthias und Leila. Allein schon dadurch, dass die eigentliche Handlung oft sehr wenig Raum einnahm und manches Mal auch vielleicht etwas zu schnell verlaufen ist. An manchen Stellen hätte ich mir dahingehend auch ein wenig mehr gewünscht, da mir die Handlung doch ab und an sehr vernachlässigt vorkam und ein bisschen mehr Tiefe in diesem Bereich auch schön gewesen wäre.

Richtig gut gelungen und eindeutig auch mit mehr Aufmerksamkeit seitens der Autorin bedacht, waren aber auf jeden Fall die Szenen zwischen Leila und Luthias, in denen man die aufgeladene Atmosphäre, das Knistern und sie Spannung zwischen ihnen einfach extrem gespürt hat. Und das für mich auch einfach tolle an der Sache war auch, das man viele Szenen aus der Sicht von beiden Charakteren erleben durfte und damit den jeweiligen Gefühlen beider Parteien nahe kommt. Und gerade durch dieses erleben der Gefühlswelten der beiden, muss ich ehrlich gestehen, ist mir Luthias immer sympathischer geworden und er ist auch ganz eindeutig ein sehr anziehender Charakter. Insgesamt waren dadurch auch einfach die Persönlichkeiten der beiden herausgearbeitet und auch die der anderen, so dass man die Charakter immer mehr zu lieben oder auch zu verabscheuen begann.

Was mir auch richtig gut gefallen hat, waren die intimeren Szenen, die ehrlich richtig schön beschrieben wurden und sich richtig schön stimmig in die gesamte Geschichte eingefügt haben und nicht so herausgerissen wirkten.

Einzig noch sehr seltsam, war das aufgreifen mancher Themen, die angeschnitten wurden, zu denen aber im späteren Verlauf der Geschichte keinerlei Informationen mehr kamen, wo ich mich doch etwas gewundert habe, was der Anschnitt dieses Themas überhaupt sollte. Irgendwie fühlte ich mich dadurch nämlich doch ein wenig in die Irre geführt.

Trotz den kleinen Mankos war das Buch allein wegen des interessanten Feenkonzepts und der tollen Atmosphäre zwischen Leila und Luthias, sowie auch wegen Luthias an sich, ein großer Lesespaß.


Fazit

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