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Mittwoch, 31. Oktober 2012

Rezension ~ Talisker Blues

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Talisker Blues
Autor: Mara Laue
Broschiert: 357 Seiten
Verlag: Goldfinch Verlag
Ersterscheinung: 2. April 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940258164
ISBN-13: 978-3940258168
Genre: Krimi
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Über den Autor

Mara Laue lebt als freie Schriftstellerin und Künstlerin am Niederrhein. Ihre Hauptgenres sind Krimis, Science-Fiction-, Fantasy- und Gruselromane sowie Lyrik. Einer ihrer Lieblingswhiskys, der 18-jährige Talisker, gab ihr die Inspiration für diesen Krimi. 



Inhaltsangabe

Kieran MacKinnon saß zwanzig Jahre im Gefängnis wegen Mordes an seiner Freundin. Völlig betrunken soll er sie eines Nachts am Strand erstochen haben, die Beweise sprechen dafür, er kann sich an nichts erinnern. Jetzt kehrt er zurück in seine Heimat auf die Insel Skye und versucht, sich ein neues Leben aufzubauen. Doch bald darauf wird wieder eine Frauenleiche gefunden. Und wie damals liegt eine Whiskyflasche mit Kierans Fingerabdrücken neben ihr ...



Rezension/Meinung

Bisher kannte ich von der Autorin schon einen deutschen Krimi, der echt gelungen war und mich vom Stil her ein wenig an einen Tatort erinnerte. Mit diesem Krimi zeigt sie jedoch ganz eindeutig eine andere Seite ihres Talents, die mir aber mindestens genau so gut gefällt.

Man spürt in dem Roman nämlich einfach die Liebe zu den Schotten, der Isle of Skye und vor allen Dingen auch für den Talisker, die zudem eine sehr schöne Grundlage für den Krimi bilden und ein schönes stimmiges Konzept erzeugen. Allein die Atmosphäre, die durch das Setting auf Skye entstanden ist, hat das Buch für mich besonders gemacht. Denn neben Schottland kam noch der interessante Aspekt, der bekannten, aber doch recht einsamen Insel zum Tragen.

Auch wenn es sich nicht um einen ganz klassischen Krimi handelt, in dem zunächst eine Tat begangen und man dann den Kommissar bei den Ermittlungen begleitet, vollkommen spannend. Vielleicht hat er mir aber auch gerade genau daher so gut gefallen, weil er einfach mal anders war, als die ganzen anderen Krimis.

Was den Roman nämlich für mich für mich auf jeden Fall so gut gemacht hat, war die Intensität der Emotionen, die man in der Handlung gespürt hat. Allein schon die Feindseligkeit der Skyeman Kieran gegenüber war geradezu greifbar. Ebenso auch wie Kierans eigenen Bedenken, seine Vorsicht und auch der Schatten der Vergangenheit, der auf Kieran liegt. Insgesamt macht ihn das so angenehm menschlich und ließ es auch zu, dass ich Kieran auf der emotionalen Ebene doch sehr nah kommen konnte, was für mich das Lesen viel interessanter gemacht hat.

Allgemein waren die Charaktere einfach gelungen, da ich auch einfach mit ihnen fühlen musste, nicht nur mit Kieran, auch wenn dieser eindeutig den größten Raum eingenommen hat und ein genialer Protagonist ist. Und auch die anderen Charaktere wirkten sehr gelungen, besonders auch, weil man selbst den Nebencharakteren angemerkt hat, dass über sie nachgedacht wurde. Genau diese Charaktere machen auch viel der Spannung aus, da man sehr lange nicht weiß, was auf der Insel genau gespielt wird, ist dich jeder der Charaktere sehr facettenreich. Die Autorin schafft es dadurch auch sehr gut unterschiedlichste Fährten zu legen, denen man beim Lesen versucht nachzugehen, um zu ergründen, was damals und diesmal wohl wirklich auf der Insel geschehen ist und wer bloß der Täter ist.

Ein Krimi, den ich einfach richtig gut fand und der einem nebenbei auch noch so einiges über die Schotten beibringen und den ich nur empfehlen kann!

 

Fazit

Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »goldfinch«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Kommentare:

  1. Klingt gut, das muss ich mir merken als Weihnachtsgeschenk für meinen Mann. Da er Whisky-Fan ist, könnte man das Buch mit der passenden Flasche kombinieren...
    Danke für die Idee!

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    1. Freut mich =)

      Und der Whisky hat auf jeden Fall auch eine nicht unwichtige Rolle in dem Roman.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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