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Montag, 15. Oktober 2012

Rezension ~ Weiblich, jung, flexibel

Allgemeine Infromationen zum Roman

Titel: Weiblich, jung, flexibel: Von den wichtigen Momenten im Leben und wie man sie am besten verpasst
Autor: Felicitas Pommerening
Gebundene Ausgabe: 180 Seiten
Verlag: Verlag Herder
Ersterscheinung: 12. Januar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451305321
ISBN-13: 978-3451305320
Genre:  Gegenwartsliteratur, Sach- & Fachbuch


Über den Autor

Felicitas Pommerening ist 1982 geboren und im Ausland aufgeweachsen. Nach dem Studium der Filmwissenschaft, Publizistik und Psychologie hat sie fast jährlich den Job und den Wohnort gewechselt, bis sie keine Lust mehr dazu hatte... In Mainz hat sie schließlich Wurzeln geschlagen, ist heute promoviert, Mutter von zwei Kindern und Autorin.

Hompage des Autors


Inhaltsangabe/Klappentext

Felicitas Pommerening erzählt, was junge Frauen heute bewegt: Wie viel beruflichen Ehrgeiz haben wir? Wollen wir Kinder? Funktioniert die Liebe im Alltag? Und wie sind wir eigentlich in das Leben geraten, das wir gerade führen? Sie schreibt darüber nicht abstrakt und trocken, sondern erzählt die Geschichte zweier Freundinnnen, typische Vertreterinnen dieser Generation junger Frauen, auf der Suche nach sich selbst und den wichtigen Momenten im Leben.


Rezension/Meinung

In manchen Fällen ist es schon vorgekommen, dass mich vor allen Dingen das Cover in eine vollkommen falsche Richtung gedanklich getrieben hat, als es eigentlich in dem Buch gehen wird. Auch bei diesem Roman war das der Fall, denn das Cover scheint mir irgendwie sagen zu wollen, dass es sich hier um ein Sachbuch handelt. Damit liegt man aber eindeutig ziemlich daneben, denn im Grunde handelt es sich bei dem Buch doch eher um einen Roman. Wer also hier nach dem Cover geht, wird nicht unbedingt das Vorfinden, was man zunächst erwarten würde. Zumindest ging es mir da so.

Jedoch sollte einen das nicht vom Kauf abhalten, denn der Roman schafft es auf eine richtig schön gemachte Art und Weise, da in einer Geschichte verpackt, die vielen kleinen und großen Schwierigkeiten und Probleme, denen sich junge Frauen in ihrem Leben, vor allen Dingen auch was ihre Arbeitsperspektiven angehen, gegenüber sehen und auf welche Weise man damit versuchen kann, umzugehen. Von daher wird ein Thema, dass sich wunderbar für ein Sachbuch eignen könnte, auf eine andere, von mir selbst sogar glatt als verständlichere und bessere Art, verarbeitet.

Gerade für mich, da ich selbst noch ungefähr in dem Alter der Protagonistinnen bin, hatte der Roman in vielen Szenen einen gewissen Wiedererkennungswert von Dingen, die man bei sich oder auch Bekannten und Freunden schon erlebt hat. Vor allem auch die Unsicherheit im Job. Die Frage, was man bloß machen soll, kommt mir einfach extrem bekannt vor, denn es gibt einfach viel zu viele Möglichkeiten beim Studium oder auch der Jobwahl. Und bei diesen hat man mindestens bei der Hälfte der Bezeichnungen keine Ahnung, was man in diesem Studium oder Beruf überhaupt macht. Klar irgendwie, dass da die Entscheidung schwer fällt. Ebenso, wie die Arbeitgeber es einem beim Einstieg oft nicht leicht machen, erhält man doch meist nur befristete Verträge, oftmals zu schlechten Konditionen und gleichzeitig wird aber von einem alles was auch nur irgend möglich und unmöglich ist erwartet.

Genau dieses Dilemma ist in dem Buch so extrem treffend dargestellt und auch, wie die die beiden Protagonistinnen versuchen mit diesem Problem umzugehen und welche Probleme sich daraus dann wieder ergeben können, ist einfach richtig gut herausgearbeitet und wirkt auch doch ziemlich real, denn vorstellen, dass es so läuft, kann ich mir schon.

Ich finde es insgesamt einfach genial, wie gut diese Generation getroffen wurde und wie man durch das Buch dazu angeregt wird über sich, seine eigene Situation und vor allem aber auch die Gesamtsituation nachzudenken. Zudem gefällt mir der Gedanke, dass man bei allem sich selbst treu bleiben sollte und vor allen Dingen nicht immer nach den Erwartungen der Gemeinschaft lebt.

Ein ehrlich gelungenes kleines Buch, dass mir gerade wegen seiner Realitätsnähe gefallen hat und das beim Lesen nicht nur wegen des Wiedererkennungswertes Spaß macht, sondern weil auch die beiden Charaktere mir durchaus sympathisch waren.


Fazit

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