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Dienstag, 13. November 2012

Rezension ~ Das Leben ist kein Gurkensandwich

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Leben ist kein Gurkensandwich
Autor: Ceri Radford
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Wunderlich
Ersterscheinung: 15. Juli 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3805250150
ISBN-13: 978-3805250153
Originaltitel: Surrey State of Affairs 
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

Ceri Radford ist stellvertretende Chefredakteurin des Telegraph. „A Surrey State of Affairs“ ist ihr erster Roman. „Constance“ war ursprünglich eine Figur aus einer Website-Kolumne des Telegraph und wurde von Ceri Radford zur Hauptperson dieses Romans weiterentwickelt


Inhaltsangabe/Klappentext

Gurkensandwiches zum Five o’clock Tea - der perfekte Nachmittag für Constance Harding. Aber leider spielt die Familie nicht mit. Der Sohn will nicht heiraten, die Tochter zählt Stichlinge in Frankreich, die litauische Haushälterin trocknet ihre Polyesterunterwäsche im Arbeitszimmer des Gatten. Es ist ein Skandal! Aber Constance lässt sich nicht unterkriegen: Sie nimmt das Leben der an­deren selbst in die Hand. Mit völlig unerwarteten Folgen für ihr eigenes ...


 

Rezension/Meinung 

Bei diesem Buch muss ich zugeben, hatte ich eine vollkommen andere Erwartung, als das, was am Ende auf mich zukam.

In meinen Augen handelt es sich nach der Beschreibung nämlich um ein lustiges und leichtes Buch voller turbulenter und verrückter Geschehnisse. Nach den ersten paar Seiten hat mich das Buch aber schnell eines besseren belehrt, denn die Protagonistin Constance ist einfach nur eine unerträgliche und vollkommen versnobte Person, die es zum einen unter ihrer Würde hält zu putzen oder andere sinnvolle Dinge zu machen und daher einen anderen Weg einen anderen Weg aus ihrer Langeweile zu finden versucht und ihrem Leben ein wenig Abwechslung zu verschaffen, der mich beim Lesen ehrlich auf die Palme getrieben hat.

In ihrer Mission gegen die Langeweile und gegen den Leser, da ich mich von ihr ehrlich genervt fühlte, wird sie in manchen Punkten von einigen Personen entweder behindert oder gar schon wieder auch fast unterstützt. Sei es ihr ukrainisches Hausmädchen, das zwar das Putzen vernachlässigt, aber ihre Reizwäsche im Arbeitszimmer das Hausherren, laut Constance, trocknet, und worüber sich Constance auch kein bisschen wundert, sondern nur die Unordnung bemängelt. Ebenso versucht sie aber auch noch ihre Kinder, Sohn und Tochter, wie auch einen Mit-Glöckner beim Wechselläuten und viele diverse andere Leute, zu einem ihrer Meinung nach angemessenen Lebensstil bekehren will.

Durch ihre extrem arrogante, weltfremde, naive und überhebliche Art bringt sie dabei den geneigten Leser, der noch dachte, dass aus dem Buch eventuell noch etwas werden könnte, schier zur Verzweiflung, denn man kann sich einfach nur aufregen über diese Person, deren schlimmste Albträume darin bestehen, dass die Blumendekoration nicht farblich zu den Einladungskarten passt oder dass sie einen Lebensmitteldiscounter betreten soll. Ich selbst wurde daher beim Lesen irgendwie immer nur aggressiver und hab mich gefragt, wie man so ein Buch nur schreiben kann.

Insgesamt einfach nur gruselig, denn das ganze Buch war einfach nur abgehoben und unlogisch und dabei aber auch nur in ganz geringen Maßen komisch, wenn es das überhaupt geschafft hat. Ganz und gar nicht mein Buch! 


Fazit

Kommentare:

  1. Tolle Rezi! Verrisse haben doch ihren ganz eigenen Reiz ;) Ich frage mich nur, womit sich das Buch die 2. Feder verdient hat?

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    1. Irgendwie noch dadurch, dass es irgendwie lesbar war :D Ich hab auch schon Dinge gelesen, die gar nicht gingen ^^.

      Weder stilistisch noch inhaltlich :D Hier ging der Schreibstil wenigstesten noch ;o)

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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    2. Ach so. Raum nach unten lassen ist ja auch sehr vorausschauend ;) Ich musste nämlich letzthin mangels desselben noch eine "Null-Sterne-Kategorie" einführen. Aber man staunt manchmal, wie abgrundtief schlecht Bücher sein können...

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    3. Ja, ich bin auch immer mal wieder überrascht! Besonders wenn so einige das so sehen. Ich frag mich dann jedes Mal, was die Verlage wohl an dem Buch gesehen haben, dass sie es in ihr Programm aufnehmen wollten?!

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