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Freitag, 30. November 2012

Rezension ~ Der Himmel so fern

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Der Himmel so fern
Autor: Kasja Ingemarsson 
Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 23. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596194407
ISBN-13: 978-3596194407
Originaltitel: Nagonstans inom oss
Genre: Gegenwartsliteratur


Über den Autor

Die Schwedin, Kasja Ingemarsson, studierte nach ihrer Schulzeit Russisch, Polnisch und Politikwissenschaft an der Universität Stockholm.Bevor sie Autorin wurde arbeitete sie 6 Jahre lang in der Spionageabwehr der schwedischen Sicherheitspolizei. Seit 1997 arbeitet sie als Moderatorin, Schriftstellerin und Schauspielerin. Neben ihrer Radiosendung erscheint auch regelmäßig eine Kolumne in der Women's World. 2002 erschien ihr erster Roman. in ihren Büchern greift sie immer zeitgenössische und aktuelle Themen auf. Mit ihrem Mann und ihren zwei Töchtern lebt sie südlich von Stockholm.


Inhaltsangabe/Klappentext

»Wann war der Gedanke aufgetaucht? Doch genau in dem Moment, als alles auf dem Spiel stand. Als das Leben noch Fakt war, doch das Ende unausweichlich.«

Eine Frau steht allein am Rande eines Abgrunds. Hinter ihr liegen eine Ehe, Karriere, Erfolg und Geld. Vor ihr glitzern die Lichter der Großstadt. Das ist das Ende, doch im Fall zieht ihr Leben noch einmal an ihr vorbei. Rebecka erhält noch einmal die Chance, ihr Leben zu betrachten und zu erkennen, was falsch lief. Warum es für sie so schwer war, Liebe und Nähe zu ertragen, warum sie den Menschen, den sie am meisten liebte, auf Distanz halten musste. Kajsa Ingemarsson hat einen ungemein berührenden Roman über eine Liebe geschrieben, die über den Tod hinausgeht; er handelt von Reue und Vergebung und von der Aussöhnung mit der eigenen Vergangenheit.


Rezension/Meinung

Irgendwie kann ich nach diesem Buch gar nicht wirklich sagen, was ich von ihm halte, da es viele verschiedene Meinungen in mir wachgerufen hat. Zum einen muss ich gestehen, fand ich die Idee hinter dem Roman, dass man eine Person begleitet, die Selbstmord begangen hat und jetzt damit in ihrem Tod umgehen muss, wie die Welt weiterläuft, ohne sie und wie die Menschen aus ihrem ehemaligen Leben sich damit arrangieren, einfach nur interessant.

Ich konnte einige ihrer Gefühle in diesem Zusammenhang nur allzu gut verstehen und vor allen Dingen auch, der Schmerz, den ich anderen damit zufügen würde, würde mich in jedem Fall von einer solchen Tat abhalten, denn mein Leben könnte wohl noch so schlimm sein, ich würde nie das Leben eines anderen zerstören wollen, nur weil ich egoistisch bin. An diesem Punkt hätte ich zu viele Skrupel und ich finde es interessant zu sehen, wie sie nach ihrem Tod denkt. Was sich auch in ihr und ihrer Meinung ein wenig verändert.

Ansonsten muss ich aber auch sagen, waren mir Rebecka und ihre Meinung, ihr Grund zu tun was sie tat und einfach ihre Persönlichkeit ein Gräuel. Sie war einer dieser Menschen, die ich immer verabscheut habe. Karrieregeil, vollkommen auf sich selbst fixiert und hat nie an andere gedacht, denn es ging irgendwie immer nur um sie und ihre Meinung. Was die anderen denken etc. war ihr nur als Nebensache wichtig, wenn überhaupt. Und zwar dann, wenn die anderen nicht mehr taten, was sie von ihnen erwartete, was sie wollte, dass sie tun. In meinen Augen ein extrem mieser Charakter und irgendwie, tat es mir um Rebecka nie Leid. ich konnte nicht mit ihr fühlen, weil sie mir so unsympathisch und fremd war. Denn genau solche Menschen, wie sie es sind, will ich in meinem Leben nicht haben, denn sie können einem, auch wenn sie keinen Selbstmord begehen, wenn man sie zu nah an sich ran lässt, sehr weh tun, allein ihres Charakters wegen.

Auf jeden Fall konnte einem das Buch, aber trotz dem ich Rebecka wirklich nicht verstehen konnte, leicht zeigen, dass man nicht jeden Menschen einfach vorverurteilen sollte, wenn man seine genauen Gründe für seine Taten, seinen Hintergrund und vieles anderes über ihn nicht kennt, dann damit kann man manchmal verdammt viel kaputt machen.

Ein interessantes Buch, wenn auch wahrlich keins, bei dem ich den Hauptcharakter auch nur in Ansätzen sympathisch fand, was aber durchaus nichts mit der Qualität der Charakterdarstellung zu tun hatte. Wen diese Selbstmordthematik interessiert, der kann hier eindeutig ein Buch finden, dass das ganze mal auf eine andere Weise behandelt, wie man sie so noch nicht unbedingt gesehen hat.


Fazit

Kommentare:

  1. Uh, das wandert definitiv auf meine Wunschliste. Auch wenn oder beziehungsweise gerade weil die Protagonistin so unsympathisch erscheint... die Selbstmordthematik finde ich auch interessant. mal schauen :)

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    1. Ja, manchmal macht es das auch gerade interessant, dass die Protagonisten nicht wirklich sympathisch sind. Ich bin ehrlich mal gespannt, wie du das Buch am Ende siehst =)

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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