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Samstag, 3. November 2012

Rezension ~ Tödliche Gerechtigkeit

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Tödliche Gerechtigkeit
Autor: Thomas U. Tajsich
Broschiert: 351 Seiten
Verlag: Krimiwelt Verlag
Ersterscheinung: Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3941297155
ISBN-13: 978-3941297159
Genre: Krimi/Thriller



 

Über den Autor

“Tödliche Gerechtigkeit” ist der Debütroman von Thomas U. Tajsich (Jahrgang 1969).

Der gebürtige Regensburger, der mit Frau Sonja und Tochter Lisa in Eilsbrunn lebt, hat auch in seinem ersten Buch den Bezug zu seiner Heimatregion erhalten. Der Politthriller spielt länderübergreifend in Regensburg und Washington und weist alle Eigenschaften eines Bestsellers à la David Baldacci auf.

Thomas U. Tajsich ist im Hauptberuf Wirtschaftsinformatiker und in leitender Funktion bei mittleren bis großen internationalen Projekten im Bereich Logistik und IT tätig. Sein Studium absolvierte er in den USA, wo er acht Jahre lang lebte.
Seit 2008 begleitet er außerdem seine Frau Sonja Tajsich als Manager und Medienverantwortlicher in die Weltspitze des Triathlonsports.


Inhaltsangabe/Klappentext

In Washington herrscht Ausgangssperre, weil die Politiker einen Bürgeraufstand befürchten. Der Obdachlose Steve weiß nichts davon und entgeht nur knapp einer Verhaftung. Auf seiner Suche nach einem Versteck lernt er eine junge Journalistin kennen, deren Auto einen Motorschaden hat. Kurz nachdem sie vom FBI abgeholt wird, ist sie tot. Der deutsche Wirtschaftswissenschaftler Peter Mormerin findet eine Speicherkarte mit verschlüsselten Dateien. In dem Versuch, mehr über Herkunft und Besitzer der Chipkarte herauszufinden, wendet er sich an ein Hackerforum im Internet. Eine der Dateien ist offenbar eine Todesliste, denn einige der darin genannten Personen – allesamt hochrangige Manager internationaler Konzerne – wurden bereits grausam ermordet. Als sein Chatpartner ihm auch noch mitteilt, er sei in Gefahr und könne seinen Hals nur noch durch eine Flucht nach vorn aus der Schlinge ziehen, fliegt Peter widerstrebend nach Washington. Dort lernt er die Drahtzieher eines ominösen Bündnisses kennen, die ihn auf ihre Seite bringen wollen ... und um Unterstützung bitten, denn die ermordeten Manager standen allesamt auf ihrer Beobachtungsliste, was sie extrem verdächtig macht. Vorsitzender des Bündnisses ist der Vizepräsident der Vereinigten Staaten, und der bricht kurz darauf bei einer geheimen Pressekonferenz nach den ersten Worten zusammen. Geschickt werden die unterschiedlichen Handlungsstränge miteinander verwoben, und Peter taucht immer tiefer in die Jagd nach dem Mörder ein - bis er selbst zum Gejagten wird.


 

Rezension/Meinung

Seit langem mal wieder ein Politthriller und ich muss sagen, auch wenn mir ein paar Hintergrundinformationen gefehlt haben, die die ganze Sache vielleicht noch schöner untermalt hätten, war der Roman auf jeden Fall nicht schlecht.

Schon der Anfang ist sehr spannend, auch wenn ich gestehen muss, dass ich bis zum Ende des Romans nicht so ganz verstanden habe, wie es zu diesen ganzen Gegebenheiten genau gekommen ist, denn die politische Situation wird zwar irgendwie klar, aber wie genau es letztendlich aus der heutigen Situation so weit gekommen ist, wurde nicht geklärt. In meinen Augen ein wenig schade, besonders auch in der Anfangsszene, da ich zunächst die Zusammenhänge gar nicht erfassen konnte. Einige der Hintergründe hätten mich nämlich eindeutig schon interessiert und hätten dem Thriller aus politischer Sicht auch noch mehr Tiefe gegeben, die mir so fehlte und wodurch das ganze eher etwas oberflächlicher geblieben ist.

Was ich zugegebener Maßen auch sehr schade fand, ist der Wechsel der Protagonisten, da mir Steven, irgendwie sympathischer war als Robert und ich auch zunächst ehrlich etwas irritiert war, als Robert plötzlich wichtiger wurde, schien doch eindeutig Steven als sehr wichtiger Charakter. Und was ich auch gestehen muss, mir war Steven sehr sympathisch, wohingegen ich mich mit Robert eindeutig erst arrangieren musste und er mir erst im Lauf der Geschichte langsam sympathischer wurde. Obwohl auch gerade das sehr gelungen war, da man daran schon erkennen konnte, wie gut es dem Autor gelungen ist, den Charakteren Tiefe zu geben, da man Robert immer näher kennenlernt.

Nebenbei fand ich die Bezeichnung Thriller für diesen Roman eher unpassend, da ich ihn eher als Krimi gesehen habe, denn als Thriller, da mir sowohl ein psychologischer Aspekt im Sinn eines Psychothrillers, als auch der typische sehr blutige Aspekt der meisten anderen Thriller sehr gefällt hat und ich das ganze dann eher mit dem Genre Krimi assoziiere. Allgemein hatte der Roman eher eine ruhige Handlung, die jedoch auch zu dem Thema passt, aber daher auch eher eine ruhigere Art von Spannung entstehen lässt, die vielleicht nicht jedermanns Sache ist, besonders, wenn man Hochspannung erwartet. Jedoch sind die Vorkommnisse sehr rätselhaft, was mir nur zu Gute kam, da ich so was immer sehr ganz mag, was wohl auch von meinem Faible für Kriminal- und Detektivgeschichten kommt.

Auch wenn ich ehrlich noch tiefergehende politische Informationen erwartet hätte und der Fluss eher ein langsamer war, muss ich gestehen, dass ich Spaß mit dem Buch hatte und das Ende doch noch recht unverhofft auf mich zu kam, auch wenn man beim Rätseln zumindest in die Nähe der Lösung kommen konnte.


Fazit

Kommentare:

  1. Welche tiefer gehenden politischen Informationen hätten das denn sein sollen? Die Bürger sind für den Autor Narren, die sich von den Politiker belügen und ausbeuten lassen. Für mich ist das ein intelligenter und sehr spannender Thriller.

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    1. Hey, leider ist das Lesen dieses Buches bei mir jetzt schon so lange her, dass ich deine Frage leider nicht mehr wirklich beantworten kann :o( Sorry!
      Aber ich vermute mal, dass mir einfach ein Stück Entwicklungsgeschichte politischer Natur fehlte.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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