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Mittwoch, 19. Dezember 2012

Rezension ~ Was du nicht weißt


Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Was du nicht weißt
Autor: Claus Beling
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Verlag)
Ersterscheinung: 16. November 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404167473
ISBN-13: 978-3404167470
Genre: Krimi



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Über den Autor

© Olivier Favre
Claus Beling, geb. 1949, war fast zwei Jahrzehnte lang Unterhaltungschef des ZDF und hat in dieser Funktion zahlreiche Filme und Serien kreiert, von Ulrich Mühes "Der letzte Zeuge" über internationale Romanverfilmungen bis zur Rosamunde-Pilcher- und Inga-Lindström-Reihe. Als profunder England-Kenner hat der promovierte Literaturwissenschaftler mehrere Reisebücher veröffentlicht.  
Was du nicht weißt ist sein erster Jersey-Krimi um die eigenwillige Teehändlerin Emily Bloom, die parallel zur Polizei auch in zukünftigen Fällen - und Romanen - ermitteln wird.



Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei brutale Morde an jungen Frauen erschüttern die sonst so friedliche Kanalinsel Jersey und geben dem Chef de Police Rätsel auf. Dass dabei gefährliche und nie geklärte Ereignisse aus der Vergangenheit eine Rolle spielen, findet ausgerechnet die Zeugin Emily Bloom heraus. Denn die sympathische Teehändlerin mit dem "absoluten Gedächtnis" ist in der Lage, sich an alles in ihrem Leben genauestens zu erinnern. Doch schon bald muss Emily wegen dieser Fähigkeit um ihr eigenes Leben bangen...



Rezension/Meinung

Mal wieder ein Krimi und ehrlich gesagt, auch mal wieder einer von der etwas ruhigeren Sorte. Trotzdem fand ich persönlich ihn nicht schlecht, auch wenn er noch deutlich mehr Potential gehabt hätte, zumindest von den ganzen Ansätzen her, mit denen er arbeitet.

Allein schon die Idee eine Person mit einem absoluten Gedächtnis einzufügen fand ich sehr spannend, da man über diese Überfunktion des Gehirns und Gedächtnisapperats nur wenig weiß bisher und es auch nur wenig Menschen gibt, bei denen das Gedächtnis so ausgeprägt ist. Es ist dabei für mich sehr interessant auch festzustellen, wie diese Gabe bei den Menschen ankommt, die sie haben und was man in der Geschichte auf jeden Fall gut an Emily erkennen kann, ist die Tatsache, dass es schon irgendwie manchmal sehr praktisch ist, aber in vielen Fällen auch ein Fluch sein kann. Leider war das auch insgesamt einer der spannendsten Punkte in dieser Geschichte, da man bei dem Kriminalfall einfach zu schnell ahnen konnte was im Groben dahinter steckt.

Durch manche Dinge, die schon sehr früh in der Geschichte erwähnt wurden, war es einfach abzusehen, dass manche Personen noch eine wichtige Rolle spielen würden, auch wenn sie bisher eher nur am Rand erwähnt wurden, aber sie wirkten gleich für eine späteres Auftreten verdächtig. Zudem war es dann auch noch so, dass manch andere Charaktere irgendwie kurz vorkamen, den Fall oder auch sonstiges nicht wirklich vorantrieben und ich manchmal schon die Frage in meinem Kopf hatte, warum dieser Charakter jetzt erwähnt, bzw. so tief mit einbezogen wurde, da er scheinbar eh keine größere Funktion innerhalb der Geschichte hatte. Andere wenige Charaktere aber, wie Emily, sind mir aber schon ein wenig ans Herz gewachsen, da sie mir echt sympathisch war.

Außerdem habe ich mich an manchen Punkten dann doch ziemlich über die Polizei gewundert, die teilweise ihr Vorgehen etwas sehr stümperhaft durchgeführt hat und manche potentiellen Zeugen einfach ziemlich außer Acht gelassen hat, was mir auch ein bisschen suspekt war. Dadurch passierte es dann leider auch ein wenig, dass der Roman zur Mitte hin ein paar kleinere Längen hatte, da er nicht so recht vorankam und viel aus der Vergangenheit erwähnt wurde, wo der Bezug nicht 100% klar war. Zu der Polizei ist übrigens noch zu sagen, dass ich es aber ehrlich richtig klasse fand, wie der Autor einem die Gegebenheiten auf Jersey erläutert, da es dort eine ehrenamtliche Polizei gibt, was ja doch etwas ganz anderes ist. Auf jeden Fall war das aber auch echt interessant und spannend.

Letztendlich hat mir der Krimi zwar Spaß gemacht, aber manche Kleinigkeiten während des Lesens, als auch das Ende waren dann doch ein bisschen seltsam, so dass ich am Ende ein klein wenig enttäuscht war. Beim Ende vor allen Dingen, da manches einfach aus der Luft gegriffen wirkte und so extrem plötzlich kam, anderes aber halt auch einfach schon von der ersten Seite an zu erwarten war. Der Roman hatte eindeutig einen sehr starken Start, der am Ende ziemlich abgeschwächt wurde, aber trotzdem sehe ich das Buch noch als ganz ordentliche Lektüre, wenn man mal einen ruhigeren Krimi in einer interessanten Umgebung lesen will. 


Fazit


Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim »Lübbe-Verlag«, wie auch bei »Blogg dein Buch«
für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

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