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Montag, 17. Dezember 2012

Rezension ~ Zorn - Vom Lieben und Sterben

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Zorn - Vom Lieben und Sterben
Autor: Stephan Ludwig
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 4. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3596195071
ISBN-13: 978-3596195077
Genre: Krimi
Reihe: Claudius Zorn
Band: II

 

Über den Autor
© Claudia Kern

Stephan Ludwig, Jahrgang 1965, arbeitete als Theatertechniker, Musiker und Gaststättenbetreiber. Er lebt in Halle und hat sich als Rundfunkproduzent einen Namen gemacht. Beim Schreiben arbeitet er genau wie im Tonstudio: aus dem Bauch heraus. Krimis zu schreiben ist für ihn ein Glücksfall, dabei stellt er seine Ermittler Zorn und Schröder gerne vor echte Herausforderungen.





Inhaltsangabe/Klappentext

»das, was geschehen ist, war erst der anfang, es ist noch nicht vorbei – langsam beginnt es, spaß zu machen, ihr seid so lächerlich, so unglaublich dumm und ihr seid mir nicht gewachsen. ich bin noch nicht fertig. denkt das bloß nicht.«

Hauptkommissar Claudius Zorn und Hauptkommissar Schröder müssen sich mit einer Einbruchserie in der städtischen Kleingartenanlage herumschlagen. Der Fall ist schnell geklärt, eine Clique von Jugendlichen hat die Einbrüche aus Langeweile begangen. Doch dann ist ein Junge aus der Clique tot. Er war gerade einmal 18 und wurde kaltblütig ermordet. Als ein Freund des Opfers, auch er Teil der Clique, stirbt, ist Zorn genervt – ein Mord pro Woche hätte auch genügt! Aber genau wie Schröder ist ihm sofort klar, dass hier jemand gezielt und durchdacht vorgeht, seine Opfer ganz genau auswählt. Sie vielleicht sogar kennt. Als es endlich eine erste vage Spur gibt, ist die Zeit bis zum nächsten Mord bereits abgelaufen. Und Zorn kann sich einfach keinen Reim darauf machen, weshalb Schröder sich plötzlich so merkwürdig verhält …

Ein neuer Fall für das originellste Duo der deutschen Krimiszene: Hauptkommissar Claudius Zorn und den dicken Schröder



Rezension/Meinung

Als ich dieses Buch in die Hand genommen habe, muss ich ehrlich gestehen, freute ich mich schon tierisch Zorn und vor allen Dingen auch Schröder wieder zu treffen, da mir die beiden, zwar Schröder noch ein wenig mehr als Zorn, im ersten Band so verdammt gut gefallen haben.

Und was die beiden angeht, habe ich mich auch eindeutig nicht zu früh gefreut, denn ihre Sprüche waren teilweise ehrlich einfach nur genial, wobei ich ehrlich über Schröder ein wenig überrascht war, denn was der so alles von sich gegeben hat, hätte ich ihm manches Mal gar nicht zugetraut. Auf jeden Fall macht es einfach irre Spaß die beiden noch ein klein wenig besser kennen zu lernen und auch mitzuerleben, wie sie eigentlich wirklich sind. Besonders auch bei Zorn, der ja doch sehr mürrisch scheint.

Zwei Dinge finde ich an dieser Reihe übrigens ziemlich auffällig. Zum einen haben sie immer extremes Wetter, entweder regnet es tagelang oder sie haben über Wochen eine extreme Hitze und Trockenheit. Von daher würde ich ungern dort leben müssen. Zum anderen ist es so, dass die Leute dort doch oft sehr altmodische Namen haben, über Frieda, den Vornamen der Staatsanwältin, musste ich immer wieder schmunzeln.

Ansonsten dominierten für mich vor allen Dingen Schröder und Zorn den Roman, da der Kriminalfall, mir zwar besser gefallen hat, als der aus dem ersten Band, ich aber auch zugeben muss, dass ich ihn zu schnell durchschaut hatte. Schon nachdem wenige Dinge bekannt waren, saß ich da beim Lesen und mein Gedanke war nur: »Genau der Charakter ist der Täter«. Irgendwie war der ganze Fall in meinen Augen einfach zu klar und leicht durchschaubar und desto weiter ich gelesen habe umso klarer wurde mir mit jeder Seite, dass meine Vermutung goldrichtig war. Ein wenige schade, da der Fall ansonsten sehr interessant gemacht war, aber für mich waren die kleinen falschen Fährten, die der Autor gelegt hat, einfach zu klein, um mich, da schon am Anfang sehr überzeugt von meiner Theorie, noch in andere Bahnen zu lenken. Ich weiß von anderen, dass sie dieses Problem nicht hatten und die Fährten des Autors sie schon ein wenig mehr beschäftigten als mich, von daher ist das wohl ein bisschen auch vom eigenen kriminalistischen Spürsinn oder der Häufung des Lesens kriminalistischer Romane geschuldet.

Trotzdem hat mir das Buch auf jeden Fall richtig gut gefallen, da Zorn und Schröder wieder einfach nur einmalig waren, es einfach auch einen klasse Humor hatte und mit einem etwas kniffligeren Fall, wäre es in meinen Augen richtig gut geworden. Überholt hat es Band eins in meinem Ranking auf jeden Fall, jetzt, wo ich beide Bände kenne. 


Fazit

Kommentare:

  1. Ich finde es auch immer schade, wenn man den Täter zu früh kennt. Aber den richtigen Weg zu finden zwischen plausibler Lösung und Spannung bis zum Schluss, ist halt nicht immer einfach, denn haarsträubende Auflösungen am Ende mag ich eigentlich noch weniger ;)

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    1. Da hast du recht. Obwohl es hier wohl leider einfach so war, dass der Täter sich viel zu leicht entlarven lies.

      Einfach allein schon durch die Konzeption seiner Persönlichkeit war mir klar: Der ist es!

      Der Täter war halt einfach zu durchschaubar ohne, dass er einen Fehler begangen hätte, an dem man ihn hätte erkennen können.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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