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Freitag, 27. Dezember 2013

Rezension ~ Der Plotter

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Der Plotter
Autor: Hand Peter Roentgen
Broschiert: 232 Seiten
Verlag: Conte
Ersterschienung: Juli 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3941657704
ISBN-13: 978-3941657700
Genre: Krimi

 

Über den Autor

Hans Peter Roentgen wurde im Jahr 1949 geboren und ist Dimplom-Informatiker. Jahrelang arbeitete er in der Computerbranche. Währendessen schrieb er zwei Sachbücher in diesem Themenbereich. Seit über zwanzig Jahren beteiligt sich Roentgen schon an Schreibseminaren und Diskussionsforen. Für den größten Autorennewsletter "The Tempest" hat er zahlreiche Artikel geschrieben. Roengten lebt zusammen mit seiner Frau über den Dächern Freiburgs


Inhaltsangabe/Klappentext

Freiburg 2011, im Café Montparnass: Am Tresen schwadroniert die Alt-68er-Riege bei Bier und Cappuccino über den revoltierenden Geist der Vergangenheit, besinnt sich der Lebensträume einer Generation, träumt von bewaffnetem Kampf und Unabhängigkeit. Doch die Gegenwart kennt keine Nostalgie. Breiviks Amoklauf und die Sarrazin-Debatte geben den Takt vor. Und dann stirbt plötzlich der Plotter. Der manische Plot-Erfinder, der nie ein Buch fertig bekam, wurde vom eigenen Bücherregal erschlagen. Als sein Freund Martin im Nachlass ein brisantes Manuskript findet, eröffnen sich aber ganz andere Theorien. Nur müsste man dann mit einer Bullin zusammenarbeiten, Juli, einer offenbar karrieregeilen Nichtswisserin. Die Polizei ihrerseits würde die Geschichte gerne den Wagenburglern anhängen: zwei Fliegen mit einer Klappe. Doch Juli hat reichlich Grips und geht mit Martin auf Mördersuche im Freiburger Hier und Jetzt. Dabei geraten sie in einen undurchsichtigen Strudel von einseitigen Polizeiinteressen, „inkorrekter“ Fremdenfeindlichkeit und islamistischem Fundamentalismus. Doch irgendwann holt die Vergangenheit alle ein ...



Rezension/Meinung

Das besondere an diesem Buch sind wohl vor allen Dingen die Charaktere. Eine alte Freundestruppe, die damals noch durch die 1968 geprägt wurde und die 68er Generation auch heute noch wunderbar widerspiegelt und alle Vorurteile und Meinungen von damals verinnerlicht hat und dazu die junge Polizistin Juli, die sich mit dieser Truppe rumschlagen darf.

Was für den nicht 68er jedoch etwas schwierig ist, man versteht das Buch nicht an jeder Stelle so einfach, da oftmals sehr viel Wissen auch vorausgesetzt wird, das man in diesem Fall einfach nicht haben kann und auch wenn man merkt, wie gut das Buch recherchiert wurde und wie viel Wissen die ganze Zeit mit übermittelt wird, merkt man auch, dass es an manchen Stellen ausreichend Informationen sind, manchmal fast schon zu viele und an anderen Stellen wäre ein bisschen mehr toll gewesen. Trotzdem greift das Buch super die Atmosphäre unter Menschen auf, die noch in den Ansichten von damals stecken und überall Verschwörungen vermuten.

Dabei finde ich es zum Teil gelungen, wie die Erzählperspektiven aufgeteilt sind und zum Teil auch wieder nicht so ganz. Ich finde es klasse, dass Julis und Martins Erzählperspektiven, denn von denen hat der Roman so einige, in Ich-Perspektive sind, da man den beiden Charakteren so super näher kommt und trotzdem, manchmal muss man dann doch erst noch mal gucken, wer denn jetzt von den beiden aktuell wirklich berichtet. Dabei sticht dann die weitere Erzählperspektive in Er-Form deutlich heraus. Jedoch nimmt einen der Roman sehr schnell mit in die vielen Verstickungen und allen möglichen Themen, die damals die 68er Generation bewegt hat, wie auch noch aktuelle Themen. Dabei springt die Erzählung zwischen Vergangenheit und Gegenwart und man erfährt einfach verdammt viele Dinge.

An sich kann ich nicht behaupten, dass ich den Krimi nicht spannend fand, obwohl es auch an manchen Stellen so war, dass er sich für mich etwas gezogen hat, denn Martin ist manchmal ein bisschen zu sehr von den Plots des toten Plotters gefangen, was mich durchaus irgendwann doch gestört hat. Ansonsten ist es aber ein irgendwie anderer Krimi, der sich vor allen Dingen für die lohnen wird, die sich mit der 68er Generation auskennen und vor allen Dingen die schnoddrige Art mögen, in der das Buch verfasst ist.


Fazit

Freitag, 20. Dezember 2013

Rezension ~ Träum weiter, Mann

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Träum weiter, Mann
Autor: Volkmar Nebe und Ralf Pingel
Taschenbuch: 286 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 18. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629055
ISBN-13: 978-3746629056
Genre: Humor


 

Über die Autoren

Volkmar Nebe lebt in Hamburg. Er arbeitete als Krankenpfleger, Treckerfahrer und Traumschiffpianist. Seit 1990 ist er Roman-, Drehbuch- und Theaterautor.

Ralf Pingel lebt in Köln und arbeitet seit 1998 als Drehbuchautor.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei Männer, die unterschiedlicher nicht sein können, treffen in einer Pension an der Ostsee aufeinander: Gerald, 39, Immobilienmakler, und der feinsinnige, erfolgreiche Schriftsteller Heiner, 40. Beide verlieben sich in die Kellnerin Steff, 29, und drehen mächtig auf. Der eine mit schön vorgetragenen Texten und Strandspaziergängen, der andere versucht den Dichter zu toppen, in dem er Steff auf eine mondäne Geschäftsreise nach Kopenhagen mitnimmt. Beide Männer schenken sich nichts und versuchen sich zu schaden, wo es nur geht. Es kommt zu Autounfällen und bösen Intrigen. Jeder will Steff haben, um jeden Preis. Doch die spielt ihr ganze eigenes Spiel. Voller Komik und überraschender Wendungen: der Kampf zweier Männer um alles – eine Frau


Rezension/Meinung

Was diesen Roman auf jeden Fall auszeichnet, ist die Dualität in und an ihm, die man ehrlich an jeder Stelle merkt. Zwei Autoren, zwei Fische in dem Glas auf dem Cover und zwei Erzähler im Buch, die unterschiedlicher und sich gleichzeitig auch in manchem ähnlicher nicht sein könnten. Was dabei auf jeden Fall entstanden ist, ist eine Geschichte, die doch schon so einiges an Humor zu bieten hat, weil die beiden Erzähler einfach in Kombination doch durchaus sehr amüsant werden.

Dabei ist es den beiden Autor einfach super gelungen, dass sie jeweils jeder einen Part der Geschichte übernommen haben, jeder einen der Erzähler verkörpern und diese und die Geschehnisse in der Pension aufeinander treffen und auch noch über eine Frau aneinender geraten zu lassen. Es kommen dabei so extrem witzige Dialoge und vor allen Dingen auch Situationen zu Tage, dass es einfach Spaß macht das Buch zu lesen. Besonders auch, weil es teilweise so extrem verrückt ist, auf welche Ideen die beiden kommen, damit sie es irgendwie schaffen, Steff, die sie in der Pension kennenlernen, davon zu überzeugen, dass sie der richtige für sie sind. Ich musste dabei schon schmunzeln, als ich nur wusste, dass Steff so viel jünger ist, als die beiden Männer, die auch beide nicht so sonderlich attraktiv in der Darstellung wirkten, dass sie ehrlich vollkommen verrückt hätte sein müssen, auch nur einen der beiden zu wollen. Dazu kommt dann auch noch, dass Heiner, der mir etwas sympathischere der beiden Erzähler, verheiratet ist. Alles in allem auf jeden Fall eine Konstellation, bei der klar war, dass es zu heftigen Turbulenzen führen wird.

Auf jeden Fall hat mein eindeutig seinen Spaß an dem Buch und was mir einfach so gut gefallen hat, war, dass die beiden Protagonisten so super ausgearbeitet sind, man sie sich richtig vorstellen kann und auch, dass die Rolle der Steff ganz und gar nicht langweilig ist, denn man muss sich nebenbei immer wieder fragen, was für ein Spiel sie da eigentlich wirklich spielt, denn dass sie eigentlich im Hintergrund die Fäden zieht und sogar die beiden Männer manches Mal gegeneinander ausspielt, ist einfach klasse und es bleibt auch bis zum Ende die Frage: Wie geht das bloß aus?

Ein schöner Roman, wenn man mal lachen, sich entspannen und eine leicht skurrile Geschichte lesen will, die irgendwie doch auch ein bisschen Urlaubs- und Sommerstimmung aufkommen lässt. Natürlich sollte man dabei nicht unbedingt Tiefgang erwarten, sondern viel mehr, dass es manchmal doch auch ein wenig stärker von der Realität abhebt, aber manchmal braucht es einfach auch ein wenig von dieser Übertreibung.


Fazit

Donnerstag, 19. Dezember 2013

Rezension ~ Die Bestimmung

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Bestimmung
Autor: Veronica Roth
Genre: Kinder- & Jugendbuch
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: cbt
Ersterscheinung: 19. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570161315
ISBN-13: 978-3570161319
Originaltitel: Divergent
Reihe: Divergent
Band: I


© Nelson Fitch

Über die Autorin

Veronica Roth lebt in Chicago und studierte an der dortigen Northwestern University Creative Writing. Im Alter von nur 20 Jahren schrieb sie während ihres Studiums den Roman, der später “Die Bestimmung” (Originaltitel: Divergent) wurde, und mit dem sie in den USA auf Anhieb die Bestsellerlisten stürmte.



Inhaltsangabe/Klappentext

Der New York Times Bestseller: Ein aufwühlender, fesselnder Roman über die Welt von morgen

Altruan – die Selbstlosen.
Candor – die Freimütigen.
Ken – die Wissenden.
Amite – die Friedfertigen.
Und schließlich Ferox – die Furchtlosen … 

Fünf Fraktionen, fünf völlig verschiedene Lebensformen sind es, zwischen denen Beatrice, wie alle Sechzehnjährigen ihrer Welt, wählen muss. Ihre Entscheidung wird ihr gesamtes künftiges Leben bestimmen, denn die Fraktion, der sie sich anschließt, gilt fortan als ihre Familie. Doch der Eignungstest, der über Beatrices innere Bestimmung Auskunft geben soll, zeigt kein eindeutiges Ergebnis. Sie ist eine Unbestimmte, sie trägt mehrere widerstreitende Begabungen in sich. Damit gilt sie als Gefahr für die Gemeinschaft. Beatrice entscheidet sich, ihre bisherige Fraktion, die Altruan, zu verlassen, und schließt sich den wagemutigen Ferox an. Dort aber gerät sie ins Zentrum eines Konflikts, der nicht nur ihr Leben, sondern auch das all derer, die sie liebt, bedroht…



Rezension/Meinung

Mancher wird sich jetzt wundern, aber ich gehöre eindeutig zu den Menschen, die »Die Bestimmung« trotz des Hypes, der in der Buchwelt bei diesem Buch damals ausgebrochen ist, nicht so berauschend gut fanden, wie die meisten.

Ich fand das Buch eigentlich nämlich eher ziemlich durchschnittlich und manche Dinge haben mir auch einfach nicht so wirklich gefallen. Die Idee hinter dem Buch, mit den einzelnen Fraktionen fand ich an sich schon irgendwie interessant, auch wenn es dann wieder so war, dass ich sie mir irgendwie doch anders vorgestellt hätte. Unter anderem mag ich zum Beispiel die Art, wie die Ferox dargestellt werden, wie sie handeln etc. einfach gar nicht. Auch das ganze Miteinander zwischen den ganzen Leuten fand ich irgendwie eher gewöhnungsbedürftig. So ganz genau kann ich, zumindest nicht im Detail beschreiben, was mich eigentlich wirklich alles gestört hat, aber irgendwie waren es wohl vor allen Dingen die Art der Ferox, die mir schon sehr schnell ziemlich auf den Geist gegangen ist, als auch noch ein paar andere Kleinigkeiten.

Bei den Charakteren in diesem Buch ist es so, dass ich sie auf jeden Fall nicht schlecht umgesetzt finde, auch wenn Tris nicht unbedingt ein Charakter ist, den ich extrem sympathisch fand und auch einfach die Art, wie sie auf Four teilweise reagiert etc. war für mich manchmal etwas zu übertrieben dargestellt. Zudem fand ich was ihn anbelangt und das Mysterium, das die Autorin um ihn versucht hat aufzubauen, viel zu simpel zu durchschauen, was das Ganze auch ein wenig langweiliger gemacht hat. Es war mir wohl doch einfach viel zu offensichtlich. Dennoch fand ich zum Beispiel Eric als Charakter ziemlich gelungen, da er einfach eine Art hatte, bei der man sofort das Gefühl bekommt, dass er nicht gerade der sympathischste Mensch ist und vielleicht noch etwas verbergen könnte, so aalglatt, wie er wirkt. Aber ob es wirklich so ist, oder man sich täuscht, merkt man erst relativ spät.

Insgesamt von der ganzen Geschichte her eine relativ gute Idee, die ich auch nicht schlecht zu lesen fand, aber bei der die Geschichte einfach so war, dass ich den Hype nicht verstehen kann, denn sie ist in Ordnung, ja, aber ich finde sie einfach nichts Besonderes.  


Fazit

 

Mittwoch, 18. Dezember 2013

Rezension ~ Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Flavia de Luce - Mord im Gurkenbeet
Autor: Alan Bradley
Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 20. September 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442376246
ISBN-13: 978-3442376247
Originaltitel: The Sweetness at the Bottom of the Pie
Genre: Krimi
Reihe: Flavia de Luce
Band: I 

Über den Autor

© Jeff Bassett
Alan Bradley wurde 1938 in Toronto, Kanada geboren und wuchs in Cobourg, Ontario auf. Nach einer Ausbildung zum Elektro -und Fernsehtechniker arbeitete er für verschiedene Fernseh- und Radiostationen und wurde später Direktor für Fernsehtechnik am Zentrum für Neue Medien der Universität von Saskatchewan, Saskatoon. Er veröffentlichte mehrere Kurzgeschichten und Kriminalromane, darunter »Ms. Holmes of Baker Street« gemeinsam mit William A. S. Sarjeant. Seit 1994 widmet er sich ausschließlich dem Schreiben. Seinen Durchbruch erlangte 2009 er mit dem ersten Band seiner »Flavia de Luce«-Reihe um die außergewöhnliche Detektivin Flavia de Luce »Mord im Gurkenbeet« (Originaltitel »The Sweetness at the Bottom of the Pie«) dem ein Jahr später der zweite Band »Mord ist kein Kinderspiel« (Originaltitel »The Weed that strings the Hangman's Bag«) folgte. Im Oktober 2011 erschien der dritte Band »Halunken, Tod und Teufel« (Originaltitel »A red Herring without Mustard«) auf deutsch, wie schon die ersten beide Bände bei Penhaligon. 2012 folgte mit »Flavia de Luce 4. Vorhang auf für eine Leiche« Band 4. Er wurde unter anderem mit dem »Arthur Ellis Award«, dem »Agatha Award« sowie dem renommierten »Dagger Award« ausgezeichnet. Bradley lebt mit seiner Frau auf Malta.


Inhaltsangabe/Klappentext

Dieser außergewöhnliche All-Age-Krimi hat die Herzen von Lesern, Buchhändlern und Kritikern aus aller Welt im Sturm erobert! Die junge Flavia de Luce staunt nicht schlecht, als sie im ersten Morgenlicht das Opfer eines Giftmordes in ihrem Gurkenbeet entdeckt! Da jeder ihren Vater, den sanftmütigen Colonel de Luce, für den Mörder zu halten scheint, nimmt die naseweise Flavia persönlich die Ermittlungen auf. Hartnäckig folgt sie jeder noch so abwegigen Spur - bis sie einsehen muss, dass ihr Vater tatsächlich ein dunkles Geheimnis hütet. Und so befürchtet Flavia schließlich, dass sie vielleicht eine zu gute Detektivin ist ...


Rezension/Meinung

Ich gebe zu, dass ich selten einen so skurrilen Krimi, wie den um Flavia gelesen habe. Was nicht allein an dem Fall liegt, sondern wohl vor allen Dingen an Flavia selbst und dieser geniale Humor, mit dem das Buch geschrieben ist. Was dadurch aber, glaube ich, auch entsteht, ist, dass das Buch nicht jedem gefallen wird, denn man muss den Humor schon wirklich mögen können.

Mit Flavia hat der Autor nämlich eine Protagonistin geschaffen, wie ich sie vorher noch nie hatte. Irgendwie ein wenig angestaubt, wie das ganze Haus der de Luce, zudem aber irgendwie auch erfrischend anders, da Flavia mit ihrem Interesse für Gifte und Chemie nicht unbedingt dem Normaltyp eines Mädchens zu dieser Zeit entspricht, dann noch die Art, wie sie ansonsten ist, die ich gar nicht wirklich beschreiben kann, machen sie zu einem irgendwie sympathischen, aber skurrilen Charakter. Zumal Flavia dabei auch noch hochintelligent zu sein scheint und alles einfach auf eine extrem interessante Art wahrnimmt, die für mich das Lesen einfach spannend gemacht hat.

Dann war da ja aber auch noch der Fall, des Mords im Gurkenbeet. Ich finde es einfach toll gemacht, wie Flavia nebenbei versucht zu ermitteln, besonders, da sie zum einen noch ein Kind ist und zum anderen ja doch auch so eigen. Mir hat das einfach mächtig Spaß gemacht, besonders da der Humor des Autors, der relativ schwarz und sarkastisch ist, richtig gut durchkam und einfach auch sehr zu diesem Krimi passen wollte. Zumal ich dann doch auch durchaus überrascht war, was man noch so alles erfährt, durch die Ermittlungen Flavias, sowie auch, wie sich der Fall dann ganz am Ende aufklärt, denn auf die Idee, wäre ich ehrlich nicht unbedingt gekommen, auch wenn sie dann doch wieder vollkommen logisch war, wenn auch etwas skurril.

Was der Autor jedoch auch schafft, ist es, den Leser, zumindest mich, zu verwirren, durch die altkluge Art Flavias und vor allen Dingen auch die Begriffe, mit denen sie so um sich wirft. Wenn man sich aber davon nicht verwirren lässt, dann schafft er es einen sofort von der Atmosphäre her, in dieses Buch zu versetzen. Die leicht angestaubte Art, der ehemalig durch ihren Stand und ihr Geld deutlich besser gestellten, die durchaus manchmal sehr amüsante Etikette und vor allem einfach diese Zeit, werden einfach wach und man fühlt sich sehr gefangen in ihr.

Ein mal so ganz anderer Krimi, mit einer Protagonisten, die so skurril ist, dass man sie sowohl gern hat, als auch einfach nur seltsam und eher erschreckend findet, der mir sehr viel Spaß gemacht hat, aber das wohl nicht bei denen schafft, die diese Art Humor, die dem Buch zu eigen ist, einfach nicht mögen.


Fazit

Dienstag, 17. Dezember 2013

Rezension ~ Finding Sky - Die Macht der Seelen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Finding Sky - Die Macht der Seelen
Autor: Joss Stirling
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterschienung: 1. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423760478
ISBN-13: 978-3423760478
Originaltitel: Finding Sky
Genre: Fantasy / Jugendbuch
Reihe: Die Macht der Seelen
Band: I


Über die Autorin

Die Autorin Joss Stirling sudierte Anglistik in Cambridge. Schon immer war sie begeistert davon, dass es im Leben mehr gibt, als das, was man mit dem bloßen Auge sehen kann. Für ihren Roman "Finding Sky" recherchierte sie durch eine ausgedehnte USA Reise von den Rocky Mountains bis Las Vegas. Neben ihrer Serie um die Jugendlichen Zed und Sky ist die Autorin für ihre "Phoenix"-Reihe bekannt. Mit "Saving Phoenix. Die Macht der Seelen 2" erschien im November 2012 der zweite Band und Mai 2013 mit "Calling Crystal" ihr aktuelles Buch.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zed Benedict umgibt ein Geheimnis. Mit seiner Arroganz, seiner Unnahbarkeit, seinem Zorn schüchtert er alle ein: Lehrer, Mitschüler. Auch Sky, die sich, allerdings heimlich, stark zu dem unverschämt gut aussehenden Jungen hingezogen fühlt. Doch dann hört sie plötzlich seine Stimme in ihrem Kopf... und er versteht ihre gedachte Antwort! Als Zed daraufhin behauptet, Sky sei sein Seelenspiegel, sein ideales Gegenstück und ein Savant wie er, ein Mensch mit einer übernatürlichen Gabe, glaubt Sky ihm kein Wort. Und will ihm nicht glauben – denn tief in ihr drinnen rührt sich eine Fähigkeit, vor der sie eine Höllenangst hat..


Rezension/Meinung

Und leider habe ich hier wieder eins dieser Bücher, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie von vielen Leuten relativ gern gelesen werden und wurden, bei denen ich doch eher ein wenig zu meckern habe, bzw. das mir selbst einfach nicht so sonderlich gut gefallen hat.

Es lag wohl unter anderem daran, dass es mich zum einen ein wenig zu sehr, mal wieder leider, an die Reihe von Stephenie Meyer erinnert hat, was aber wohl leider damit zusammenhängt, dass den Grundplot, besonderes Wesen, meist aus höhergestellter Familie, die verborgen unter Menschen lebt, verliebt sich in ein Mädchen, das eigentlich mehr oder weniger normal ist und er ist zudem auch noch eigentlich eher der Badboy und allgemein himmeln ihn zwar alle an, aber er lässt niemanden in seine Nähe, einfach zu oft verwurstet wurde. Eigentlich sehr schade, weil die Idee, wie die Autorin ihre Geschöpfe aufbaut, fand ich nicht schlecht. Jedoch erinnern einfach viele Kleinigkeiten viel zu sehr an Bekanntes, was ich immer sehr schade finde, weil alles so ein Einheitsbrei ist.

Außerdem ist es einfach so, dass ich Sky zwar an sich ganz sympathisch fand, aber sie doch auch ein paar Situationen hat, in denen sie auf mich irgendwie aus der Rolle gefallen wirkt, in denen sie sich dann plötzlich gänzlich gegen ihr eigentliches Auftreten verhält und die mir dann etwas unglaubwürdig vorkamen. Ebenso ging es mir mit Zed, der mir einfach doch auch keinen ausreichend gefestigten Charakter zu haben schien, auch wenn die Charaktere an sich ganz sympathisch waren. Aber es war mir einfach auch wieder zu viel Gleichförmigkeit zu anderem vorhanden. Zumal mir auch manche Sachen dann einfach zu schnell gingen. Manchmal nahmen mir die Charaktere eher ungewöhnliches auch viel zu schnell als gegeben an, was mich auch immer sehr stört.

Allgemein war es einfach auch sehr kitschig und mir alles viel zu sehr auf die Liebesgeschichte reduziert, so dass eine weiter Handlung darunter irgendwie geradezu zu verschwinden drohte und ich bin ehrlich so ein Mensch, der eine Handlung braucht, ohne Handlung sind Bücher oft nichts Halbes und nichts Ganzes. Und ich habe schon das ein oder andere Buch gelesen, das vielleicht keine riesige Handlung hatte, aber trotzdem eine, die immer präsent war, so ging es mir hier irgendwie nicht.

Allgemein kein schlechter Roman, aber keiner, den ich in den Himmel loben könnte, weil mir einfach zu viel zu gleich zu anderem ist und mir ein wenig sinnvollere Handlung fehlt und einfach alles zu sehr auf die Geschichte zwischen Zed und Sky fokussiert ist, zumal ich Sky auch nicht wirklich ganz verstehe oft, was es nicht unbedingt besser macht.


Fazit

Freitag, 13. Dezember 2013

Rezension ~ Bèisha - Getötet

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Bèisha - Getötet
Autor: Mattihas Matting
Taschenbuch: 186 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform
Ersterscheinung: 30. Januar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1482308975
ISBN-13: 978-1482308976
Genre: Thriller


 

Über den Autor

Matthias Matting, geboren 1966. Journalist und Physiker. Erste Veröffentlichungen noch in der Schulzeit. Nach dem Studium dann der folgerichtige Schritt in den Journalismus. Seit 2001 beim Nachrichtenmagazin FOCUS. Freie Mitarbeit unter anderem bei Telepolis, CHIP, c't, Playboy, Tango Danza, Baumeister. Unter verschiedenen Pen-Names erfolgreiche Veröffentlichungen im Belletristik-Bereich. Für sein Reportage- und Foto-Buch "Reise nach Fukushima" erhielt Matting den 2011 erstmals ausgeschriebenen Buchpreis "derneuebuchpreis.de" in der Kategorie Sachbuch.



Inhaltsangabe/Klappentext

Als Pham Kim Dao von einer Reise in ihre Heimat Vietnam nach Shanghai zurückkehrt, findet sie ihre beste Freundin Thanh grausam ermordet vor. Die Polizei gibt sich bei der Aufklärung des Falles, der bald Seriencharakter zu entwickeln scheint, keine besondere Mühe, denn die Opfer arbeiten im Hinterhof der Metropole als illegale Prostituierte.

In einer Stadt, deren glanzvolle, moderne Fassade einen Untergrund von Gewalt, Korruption und den Exzessen einer reichen Oberschicht verbirgt, greift Dao deshalb zu ihren eigenen Mitteln. Sie muss lernen, echte von falschen Freunden zu unterscheiden, muss eine alte Schuld büßen und schließlich neue Schulden eingehen, um den Mörder vielleicht zu stoppen.


Rezension/Meinung

Einer der kennzeichnenden und für mich auch positivsten Aspekte an diesem Buch ist auf jeden Fall die Atmosphäre. Man merkt einfach sofort, dass man in Asien ist, erkennt sogar irgendwie auch China, vor allen Dingen Shanghai heraus und es ist auch einfach sehr spannend geschrieben. Zudem finde ich es sehr niedlich, dass es einen kleinen Gastauftritt aus einem anderen Buch des Autoren am Rand gibt, was den Leser, welcher das andere Buch nicht kennt, nicht stört und einen zu einem Schmunzeln verleitet, wenn man es kennt.

Was jedoch leider auch der Fall war, war eine gewisse Oberflächlichkeit bei den Charakteren, was wohl leider auch viel daraus resultierte, dass das Buch relativ dünn ist und einfach nicht wirklich der Platz dazu da war, sich noch auf die Charaktere so stark zu konzentrieren und eine spannende Story zu erzählen. Obwohl ich Dao wenigstens soweit gut ausgebaut fand, dass man ihre Handlungen durchaus nachvollziehen konnte, besonders, da auch ihre Vergangenheit dafür sehr gut beleuchtet wurde.

Ansonsten ist es ein sehr spannender Fall, bei dem man doch einige Wendungen erfährt, trotzdem man eigentlich dacht, dass man schon sehr viel weiß und der immer mal wieder überrascht hat, auch wenn ich manchmal auch über leichte Ungereimtheiten gestolpert bin, bei denen man leider gemerkt hat, dass das Buch nicht 100% gut überarbeitet worden ist. Trotzdem stören diese Fehler nicht so stark, dass einem der Lesespaß vollkommen vergeht und man kommt in dem Roman überraschend schnell voran.

Wobei ich da allgemein den Schriebstil loben kann, vor allen Dingen, weil er die Szenen die vom Täter erzählt werden, ganz anders darstellt, als die von Dao erzählten, wodurch eine ganz andere Atmosphäre erzeugt wird, was ich sehr stimmig fand. Ebenso, wie die Bilder im Roman, durch welche die Geschichte noch unterstützt wird, die aber leider nur im eBook farbig sind.

Ein mal doch durchaus anderer Krimi, der zumindest von der Spannung und der Atmosphäre Shanghais her gelungen ist, auch wenn er doch noch so ein paar Fehler hat und ich schon glaube, dass man Asien ein wenig etwas abgewinnen können muss, damit einem diese Buch irgendwie gefallen kann. Zumal die Taten auch sehr brutal geschildert werden, was sicher nicht für jeden etwas ist.


Fazit

Donnerstag, 12. Dezember 2013

Rezension ~ Unruhe

Allgemeine Informationen zum Hörbuch

Titel: Unruhe
Autor: Jesper Stein
Audio-CD: 4 CDs
Verlag: JUMBO Neue Medien & Verlag GmbH
Ersterscheinung: 22. November 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3833732059
ISBN-13: 978-3833732058
Originaltitel: Uro
Genre: Krimi
KAUFEN?!


Über den Autor

Jesper Stein ist Journalist und arbeitete als Kriminalreporter in Kopenhagen. 2008 erschien sein Bestseller über Bent Isager-Nielsen, den Leiter der Sektion 1, dem dänischen Pendant zum FBI. Das Buch erklärt unter anderem, warum Dänemark die weltweit höchste Aufklärungsrate bei Mordfällen aufweisen kann. Jesper Stein lebt seit 1992 in Norrebro, ist verheiratet und hat zwei Kinder. "Unruhe" ist sein Debüt als Krimiautor.


Über den Sprecher 

Hans Löw wurde 1976 in Bremen geboren und wuchs in Stuttgart auf. Er studierte Schauspiel an der Otto Falckenberg Schule in München. Während seines Studiums stand er bei den Münchner Kammerspielen auf der Bühne. Von 2001 bis 2009 gehörte Hans Löw zum Ensemble des Hamburger Thalia Theaters. Er spielt in Fernsehserien wie "Tatort" und in Kinofilmen wie "Rubbeldiekatz", "Chiko", "Knallhart" oder "Hände weg von Mississippi". 2004 wurde er mit dem Boy-Gobert-Preis ausgezeichnet.


Inhaltsangabe/Klappentext

Axel Steen, Ermittler im Kopenhagener Morddezernat, wird von einer inneren Unruhe getrieben. Die panische Angst, sein Herz könne plötzlich aufhören zu schlagen, hält ihn Nacht für Nacht wach. Von der Fensterbank seiner Altbauwohnung blickt er über die Straßen von Nørrebro, dem Künstler-, Drogen- und Rotlichtviertel Kopenhagens. Als während der Unruhen um die Zwangsräumung und den Abriss des Jugendzentrums eine Leiche gefunden wird, fällt der Verdacht zunächst auf die Einsatzkräfte der Polizei. Denn die "grüne Lunge" des Viertels war während des Räumungseinsatzes von den Ordnungskräften abgeriegelt worden. Hat die Polizei einen der jungen Leute aus dem Jugendzentrum einfach kaltgemacht? Steen gerät unter Druck. Bald jagt er nicht nur einen Mörder durch das von Rauchbomben vernebelte Nørrebro, sondern muss selbst um sein Leben kämpfen. Offenbar ist der Fall für einen von ständiger Todesangst geplagten Ermittler der Mordkommission eine Nummer zu groß...


Rezension/Meinung

Bei diesem Krimi ist es mir eindeutig so gegangen, dass ich mich anfänglich ehrlich erst mal einfinden musste. Irgendwie fiel es mir hier nicht ganz so einfach, wie es ansonsten oft der Fall ist, in das Buch hinein zu kommen. Das lag vielleicht ein wenig an der Art des Einstiegs, der mich ein wenig irritiert hat, aber viel wohl auch einfach daran, dass Steen auf den ersten Blick ein Charakter ist, an den ich mich doch erst mal gewöhnen musste. Zumindest war er für mich zu Beginn einfach etwas schwer greifbar, so dass ich erst später wirklich eine Verbindung zu ihm aufbauen konnte.

Allgemein aber, zeichnet sich im Lauf der Handlung ab, dass Axel Steen doch ein sehr interessanter Charakter ist und je mehr man ihn kennenlernt, desto eher konnte ich ihn auch verstehen, was mir am Anfang echt schwer fiel, anders als bei anderen Charakteren, die man auch erst noch kennenlernen muss. Steen ist einfach anders und ich kann mir gut vorstellen, dass nicht jeder mit ihm als Protagonist leicht klar kommen wird.

Davon abgesehen, wartet das Buch aber auf jeden Fall mit einem sehr interessanten Kriminalfall auf, bei dem ich zwar zugeben muss, dass man etwas bewusster aufpassen muss, der aber interessant ist und bei dem man nicht ganz so leicht durchschaut, wie sich alles abgespielt haben könnte. Zwischendrin fand ich es nämlich ehrlich doch etwas verwirrend, was aber zum einen daran ging, wer plötzlich alles in den Fall verwickelt war und wie die Dinge letztendlich zusammenspielten. Leider wurde es dadurch auch ein kleines bisschen langatmiger.

Sehr interessant war für mich bei der ganzen Geschichte aber einfach, wie sehr der politische Hintergrund mit in die Dinge hineinspielt, wie sehr es dann auch noch durch die Presse beeinflusst wurde etc. Es gibt dadurch einfach noch eine Ebene, die ich seltener in einem Krimi hatte, die den Fall auf jeden Fall auch noch interessanter gemacht hat, aber in einem gewissen Umfang auch wieder verwirrender.

Allgemein musste ich bei dem Hörbuch auf jeden Fall sehr gut aufpassen, denn wenn man was verpasst, dann kann das schon extrem relevant für das Verständnis des Falls werden. Auf jeden Fall aber hat mir der Sprecher sehr gut gefallen, da man ihm einfach sehr gut folgen konnte, die Stimme weder zu extrem übertrieben gelesen hat, noch so monoton, dass man eingeschläfert wurde. Von daher eindeutig ein Sprecher, von dem ich ein weiteres Hörbuch auf jeden Fall anhören würde.

Ein Krimi, der doch merkbar dänisch ist, sowie auch einfach recht umfangreich, aber irgendwie Spaß macht, auch wenn ich manchmal etwas verwirrt wurde und es nicht ganz einfach ist, auf den Täter zu kommen, dafür spielen einfach zu viele Faktoren mit in den Fall hinein, was mir ab und an ein wenig die Übersicht genommen hat.


Fazit


Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim »JUMBO Verlag (Goya LIT)«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.


Mittwoch, 11. Dezember 2013

November in Zahlen

Einen schönen Tag wünsche ich euch allen!

In den letzten Tage habe ich ja nicht ganz so regelmäßig gepostet und wenn dann, meistens eine Rezension. Das war vor allen Dingen dadurch bedingt, dass hingegen meiner ersten Annahme, ich mehr Zeit im Winter für den Blog und Bücher haben werde, ich dann doch auch an vielen anderen Stelle ziemlich eingespannt war.

Letzte Woche vor allen Dingen, da unsere gute Fee bei den Ponys auch mal Urlaub machen wollte und nicht da war. Die Folge war natürlich, dass wir uns um die Ponys kümmern musste und was passierte dann natürlich: einer von ihren wird krank. Also hieß es dann auch gleich noch an zwei Tagen, im fast dunklen bzw. dunklen, zur Arbeite muss man ja vorher auch noch, auf den Tierarzt warten, damit der kleine Kerl versorgt werden kann. Besonders schön war das übrigens am Donnerstag, an dem ja der kleine Xaver über Deutschland war und ich schön im Regen und Wind warten konnte, weil wie ihr euch vielleicht erinnert, einen richtigen Stall haben wir nicht, sondern eine Robusthaltung, wo die Pferde nur Unterstände haben.

Von daher hat es sich jetzt auch ergeben, dass ihr auf meine Novemberstatistik ganze 10 Tage warten musstet, was ja bisher noch nie vorgekommen ist :D Aber naja, für alles gibt es schließlich ein erstes Mal! ^^

Aber, lange Rede kurzer Sinn, hier erstmal meine Lesestatistik des letzten Monats!


Gelesene Bücher: 14

davon
 Wanderbücher: 0
  eigene Bücher: 14
  1. Teufelsbande (507 Seiten) ~ Andreas Franz / Daniel Holbe
  2. Schwarzlich (380 Seiten) ~ Horst Eckert
  3. Im Dunkel der Schuld (508 Seiten) ~ Rita Hampp (RE)
  4. Doctor Sleep (704 Seiten) ~ Stephen King
  5. Jagdhunde (321 Seiten) ~ Jørn Lier Horst
  6. Nightshifted - Diagnose zur Dämmerung (346 Seiten) ~ Cassie Alexander
  7. Das Geheimnis des Felskojoten (395 Seiten) ~ Sanna Seven Deers
  8. Schatten über Allerby (321 Seiten) ~ Rebecca Michéle
  9. Radieschen von unten (251 Seiten) ~ Lotte Minck
  10. Das Geheimnis der Schwestern (488 Seiten) ~ Kristin Hannah
  11. Die Zauberer - Die erste Schlacht (473 Seiten) ~ Michael Peinkofer
  12. Mit Tante Otti auf die Insel (395 Seiten) ~ Gabriele Breuer (RE)
  13. Der katholische Bulle (383 Seiten) ~Adrian McKinty
  14. Engelschatten (374 Seiten) ~Marcus Richmann


 Gehörte Bücher: 0

  

Gelesene Mangas: 0

 

Gelesene Seiten: 5.846

davon 
Wanderbücher: 0
Mangas: 0
 eigene Bücher: 5.846


Neue Bücher: 12

davon
Wanderbücher: 0
eigene Bücher: 12
WB = Wanderbuch ; RE = Rezensionsexemplar


Flop des Monats

Das Buch war eindeutig für mich das schlechteste Buch diesen Monat, weil es für mich besonders zum Ende hin viel zu abgedreht wurde. Irgendwie konnte ich zwar allgemein verstehen, was einem die Autorin vorrangig vermitteln wollte, nämlich den Glauben der indianischen Kultur, aber dafür hat sie Mittel gewählt, besonders zum Abschluss des Romans, die für mich einfach vollkommen unpassend waren.
Zudem haben mir auch ein paar andere Kleinigkeiten am Schreibstil gestört und auch die restliche Geschichte konnte das Ende einfach nicht ausreichend aufwerten.


Top des Monats

   
Bei meinem Top des Monats kann ich mich nicht wirklich zwischen diesen beiden Krimis entscheiden, denn sie waren einfach beide auf ihre Art und Weise einfach klasse. Beim zweiten "Schatten über Allerby" kam zudem auch noch dazu, dass ich mich mächtig gefreut habe Mable wieder zu treffen, da sie ehrlich ein Charakter ist, den ich richtig, gern gewonnen hatte, in den Vorgängern. Und "Radieschen von unten" war auch allein schon aufgrund der Charaktere klasse :D



Das ist also meine kleine, aber feine Lesestatistik. Ganz so viele Seiten, wie in meinen besten Monaten habe ich nicht geschafft, aber das ist ja nicht wirklich schlimm ^^ Ich freue mich einfach so, dass ich doch auch ein wenig meinen SuB abbauen konnte, da deutlich weniger Bücher hinzugekommen sind, als ich gelesen habe und das, obwohl auch ein paar deutlich dickere Bücher unter denen in diesem Monat waren.

Und jetzt wünsche ich euch allen noch einen sehr schönen Tag!
ich werde mich diesen Monat sicherlich noch wieder etwas öfter zu Wort melden!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v     

Dienstag, 10. Dezember 2013

Rezension ~ Sommer mit Nebenwirkungen

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Sommer mit Nebenwirkungen
Autor: Susanne Leinemann
Broschiert: 352 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 9. April 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345329128X
ISBN-13: 978-3453291287
Genre: Gegenwartsliteratur


 

Über die Autorin

© Steffen Jänicke
Susanne Leinemann wurde 1968 in Hamburg geboren und wuchs in verschiedenen Orten der Erde auf, u.a. Washington und Puerto Rico. Sie studierte in Jena Geschichte, danach ging sie nach München an die Deutsche Journalistenschule, arbeitete als Redakteurin beim Fernsehen, bei Tageszeitungen und Zeitschriften, unter anderem eine Kolumne in der Berliner Morgenpost. Ihr erster Roman "Aufgewacht. Mauer weg." erschien 2007. Heute lebt Leinemann in Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Worum es geht, wenn Frauen aufs Ganze gehen In einem Luxushotel in den Tiroler Bergen sitzen Frauen und trinken den lieben langen Tag Wasser aus einer geheimnisvollen Quelle. Auch Sophie, eine 35-jährige Psychologin aus Berlin, ist hier gestrandet. Eigentlich kann sich ihr Leben sehen lassen – top im Job, ein Freund, der sie liebt. Nur schwanger wird sie nicht. Das soll sich ändern. Sophie trinkt Wasser und beginnt, den Dingen auf den Grund zu gehen … Unerwartet sitzt Sophie im Flugzeug nach Wien. Ihre Chefin hat ihr Zwangsurlaub verordnet. Sophie arbeitet in einem Berliner Assessment-Center, wo sie Topmanager auf Herz und Nieren prüft. Doch bei der letzten Gruppe lief alles aus dem Ruder. Nun soll sie in der Freizeit über ihr »unprofessionelles Verhalten« nachdenken. Schnell wird klar: Etwas ganz anderes macht ihr zu schaffen. Sophie wird nicht schwanger. Was für ein Zufall, dass im Flugzeug neben ihr eine alte Dame sitzt, die ihr weiterhelfen kann. Sie bringt Sophie auf eine Spur, die hoch in die Tiroler Berge führt. Dort gibt es eine Sommerfrische, die ihr Wasser aus einer ganz besonderen Quelle bezieht. Schon Sigmund Freuds älteste Tochter Mathilde kam vor einhundert Jahren an diesen Ort, um hier ihr Glück zu versuchen. Denn das Quellwasser, heißt es, macht fruchtbar. Neugierig begibt sich Sophie auf eine Reise, die ihr ganzes Leben verändert.


Rezension/Meinung

Ich war bei dem Cover und dem Titel eigentlich sehr darauf eingestellt, dass sich mir hier mit diesem Buch eine eher lockere und lustige Geschichte bietet. Eine eindeutig recht falsche Vermutung, da das Buch in keiner Weise nur locker und lustig war, sondern auch viele eher ernstere und nachdenklich machende Stellen hatte.

Trotzdem hat mich der Roman damit eher positiv überrascht, als negativ, da er einfach eine wunderbare Kombination aus locker und leicht ist, was den Schriebstil ausmacht, so wie auch manche Szenen und auch doch einigen eher ernsteren Stellen, die dem ganzen Buch ein wenig mehr Tiefe gegeben haben. Vor allen Dingen war es bei mancher absurd amüsanten Szene auch immer wieder für mich so, dass ich mich ehrlich gefragt habe, ob die Menschen, auf die Sophie trifft, teilweise einfach nur einen leichten Spleen haben, total gaga sind oder was genau hinter manchem Verhalten steckt. Wobei ich vor allen Dingen die Schafe von der Nachbarwiese neben dem Hotel gern gewonnen habe.

Ansonsten weckt der Roman irgendwie auch ehrlich die Lust auf Urlaub, denn Südtirol ist so schön beschrieben und diese Alpenstimmung macht einfach Lust auf mehr. Zumal mir auch das kleine Wellness-Hotel in dem Sophie wohnt sympathisch geworden ist. Und allein die Frage, die sich natürlich bis zum Ende stellte, hat es was damit auf sich, dass Marienbrunn magische Eigenschaften hat bzw. sich positiv auf die Fertilität auswirkt, stand die ganze Zeit im Raum und machte mich immer neugieriger, da auch einfach die Menschen dort alle nicht ganz normal wirkten.

Dabei hat es die Autorin aber geschafft, sehr sympathische Figuren zu zeichnen, mit glaubhaften Ecken und Kanten, die manchmal auch ein bisschen verrückt wirken, aber meist auf eine noch irgendwie eher sympathisch seltsame Art und nicht auf eine gefährliche. Und auf Sophies Suche nach dem Geheimnis von Marienbrunn passiert auch noch so viel, dass man einfach Spaß beim Lesen hat und ich fand es einfach schön, wie man miterleben kann, wie Sophie sich langsam entwickelt und verändert, sowie die Erklärungen zu allem am Ende doch auch logisch sind und man nicht das Gefühl hat, dass manches an diesem Buch doch sehr makaber sei.

Eine tolle Geschichte, die ein wenig zum Träumen einlädt, manchmal von der Stimmung absolut amüsant ist, aber auch tiefgängige und teils etwas traurigere Szenen hat, die aber einfach Spaß macht beim Lesen, besonders, da sie mit Sophie eine extrem sympathische Protagonistin hat, die einem einfach ans Herz wachsen muss.

Für Freunde etwas tiefgängiger Frauenromane nur zu empfehlen!


Fazit

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Rezension ~ Die unendliche Geschichte

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die unendliche Geschichte
Autor: Michael Ende
Gebundene Ausgabe: 480 Seiten
Verlag: Thienemann Verlag
Ersterscheinung: 1979
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522176847
ISBN-13: 978-3522176842
Genre: Kinderbuch / Fantasy

 

Über den Autor

Michael Ende wurde 1929 als Sohn des surrealistischen Malers Edgar Ende und dessen Frau Luise Bartholomä in Garmisch geboren und wuchs in München auf. Kriegsbedingt konnte er seinen Schulabschluss erst 1948 machen. Im Anschluss daran besuchte er die Falckenberg–Akademie für Darstellende Kunst in München. Nach seinem Abschluss im Jahre 1950 agierte er drei Jahre lang an verschiedenen Theatern. In dieser Zeit verfasste Ende erste Texte für verschiedene politische Kabaretts. Zudem war er ab 1954 acht Jahre lang als Filmkritiker für den Bayerischen Rundfunk tätig. Den von ihm verfassten Theaterstücken war jedoch kein Erfolg beschert. Sein Manuskript „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ wurde von zwölf Verlagen abgelehnt, bevor ihn der Thienemann Verlag 1960 veröffentlichte. Das Buch wurde ein großer Erfolg und unter anderem mit dem Deutschen Jugendbuchpreis ausgezeichnet. Große Bekanntheit erreichte „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ auch durch die Marionetten-Stücke der „Augsburger Puppenkiste“, welche im Fernsehen ausgestrahlt wurden. Im Jahre 1962 erschien der Nachfolgeroman „Jim Knopf und die Wilde 13“. 1964 heiratet Ende seine erste Frau Ingeborg Hoffmann, mit der er 1970 nach Italien zieht. Dort entsteht 1973 sein Roman „Momo“, zu dem er in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Mark Lothar das Libretto zur Oper „Momo und die Zeitdiebe“ erschafft. An der 1985 realisierten Verfilmung von „Momo“ war Michael Ende als Drehbuchautor beteiligt, zudem spielte er im Film eine kleine Nebenrolle. Sein wohl bekanntestes Werk veröffentlichte er aber im Jahr 1979: „Die unendliche Geschichte“. Auch die Verfilmung des Werkes durch Regisseur Wolfgang Petersen wird ein großer Erfolg, obwohl Michael Ende aufgrund von künstlerischen Differenzen die Nennung seines Namens im Zusammenhang mit dem Film untersagt. Der Film zieht zwei Fortsetzungen nach sich, die jedoch bis auf den Titel und einiger Figuren keinen Zusammenhang mit der literarischen Vorlage aufweisen. Nach dem Tod seiner ersten Frau im Jahre 1985 heiratet Ende 1989 Mariko Satō, die einige seiner Werke ins Japanische übersetzt hat. Im selben Jahr erscheint „Der satanarchäolügenialkohöllische Wunschpunsch“. Michael Ende erlag 1995 im Alter von 65 Jahren einem Krebsleiden. Sein Grab auf dem Münchener Waldfriedhof schmückt ein überdimensionales Buch aus Bronze, aus dem die von ihm erschaffenen Figuren hervortreten. Das Grabmal wurde von Ludwig Valentin Angerer gefertigt. Michael Endes Werke wurden in 45 Sprachen übersetzt und erreichen eine Gesamtauflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren.


Inhaltsangabe/Klappentext

Der kleine Bastian ist regelmäßig das Opfer für die Schikanen seiner Klassenkameraden. Als er eines Tages wieder auf der Flucht vor ihnen ist, rettet er sich in ein Antiquariat, wo er einem Buchhändler begegnet. Dieser liest gerade in einem Buch namens „Die unendliche Geschichte“, welches Bastian unglaublich fasziniert. In einem geeigneten Moment stiehlt er das Buch und flieht auf den Dachboden der Schule, um dort zu lesen. Das Buch handelt von Atréju, welcher das Leben der Kindlichen Kaiserin und somit Phantásien retten will. Denn Phantásien wird von dem geheimnisvollen Nichts aufgelöst. Bastian verfolgt die Abenteuer Atréjus und fühlt sich mehr und mehr in die Geschichte miteinbezogen. Als fast alles verloren scheint, begreift Bastian, dass er selbst der Retter Phantásiens ist. Er gibt der Kindlichen Kaiserin, den so verzweifelt gesuchten neuen Namen. Und hilft ihr Phantásien neu auferstehen zu lassen. Doch mehr und mehr vergisst Bastian wer er selbst ist. Mit der Hilfe von Atréjus gelingt es ihm, wieder zu sich selbst zu finden und zu seinem Vater in seine eigene Welt zurückzukehren.


Rezension/Meinung

Ich habe es endlich geschafft, eins der bekanntesten deutschen Kinderbücher zu lesen, denn ich gebe es ehrlich zu, dass ich »Die unendliche Geschichte« vorher nur aus dem alten deutschen Film kannte, der ja aber, wie ich es herausgefunden habe, auch nicht wirklich die ganze Geschichte erzählt, wenn auch ehrlich den schönsten Teil.

Zunächst aber möchte ich mit etwas einsteigen, das ich an diesem Buch gleichzeitig klasse und total schlecht finde, nämlich der unterschiedlichen Schriftfarben für die reale Welt und Phantasien. Ich finde es von der Idee her einfach total toll, dass man allein schon an der Schriftfarbe unterscheiden kann, ob man sich gerade in Phantasien befindet oder nicht. Was mich daran aber unglaublich stört, ist die Farbwahl, die dafür getroffen wurde, da das doch einen Teil der Menschheit ziemlich benachteilig, denn die bekannteste Farbsehschwäche ist bekanntlich eine Rot-Grün-Schwäche und alle diese Leute haben diese tolle Erfahrung mit den unterschiedlichen Farben nicht, weil es bei denen genau gleich aussieht. Ich hätte es daher echt toll gefunden, wenn eine der beiden Schriften schwarz gewesen wäre oder auch blau, aber so ist es eigentlich doof gemach. Von daher, tolle Idee, ungünstige Umsetzung.

Ansonsten aber ist die Geschichte ehrlich traumhaft, auch wenn ich zugeben muss, dass ich den Teil, der es auch in den Film geschafft hat, am schönsten fand. Alles was danach folgte, war fast schon ein bisschen zu viel und zwischendrin fand ich es auch glatt ein wenig langweilig bzw. das Buch hat sich ein bisschen gezogen. Auch wenn es einem viele Dinge aufzeigt nebenbei, ein paar Appelle anbringt und durchweg einfach auch sehr phantastisch bleibt, nur irgendwie verliert das Buch einfach ein bisschen an Schwung und damit auch an Spannung.

Trotzdem kann ich sehr gut verstehen, warum so viele Leute schon als Kinder »Die unendliche Geschichte« geliebt haben, denn sie ist einfach phantastisch und schön und regt zum Träumen an, wobei vor allen Dingen Atréju und Fuchur ganz tolle Charaktere sind und mir auch noch deutlich lieber waren, als Bastian selbst.

Ein wirklich tolles Kinderbuch, das einfach wunderbar phantastisch ist und eine tolle Aussage hat, nur über die Gestaltung sollte noch einmal nachgedacht werden.


Fazit

Dienstag, 3. Dezember 2013

Rezension ~ Das Mädchen mit den gläsernen Füßen

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
Autor: Ali Shaw
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Script5
Ersterscheinung: 9. Januar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001315
ISBN-13: 978-3839001318
Genre: Fantasy

 

Über den Autor

© Ali Shaw
Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt Das Mädchen mit den gläsernen Füßen war ein großer Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt. Ali Shaw veröffentlichte acuh schon seinen zweiten Roman, der im Januar 2013 unter dem Titel "Der Mann, der den Regen träumte" in Deutschland erschien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Seltsame Dinge gehen auf St. Hauda´s Land vor: Eigentümliche geflügelte Kreaturen schwirren umher, in schneebedeckten Wäldern versteckt sich ein Tier, das mit seinem Blick alles in Weiß verwandelt, im Meer sind wundersame Feuerwerke zu beobachten … und Ida Maclaird verwandelt sich langsam, von den Füßen aufwärts, zu Glas. Nun kehrt sie an den Ort zurück, wo alles begann, in der Hoffnung, hier Hilfe zu finden. Doch stattdessen findet sie die große Liebe: Mit ihrer traurigen und trotzigen Art schafft Ida es, die Knoten in Midas’ Herzen zu lösen. Gemeinsam versuchen sie nun, das Glas aufzuhalten.



Rezension/Meinung

Das Schönste an dem ganzen Buch ist, in meinen Augen, das Cover. Ansonsten muss ich ehrlich gestehen, fand ich die Geschichte eher ein wenig seltsam und habe sie auch nicht wirklich verstanden. Weder, was es mit dem Glas wirklich auf sich hat, noch was der Autor überhaupt mit seiner Geschichte aussagen wollte.

Irgendwie kamen immer mal wieder Sprünge in der Geschichte, zeitlicher, wie erzählerischer Natur, die für mich einfach oft keinen wirklichen Sinn ergeben, da ich nicht verstanden habe, was mir das für den Fortlauf des Buches bringen sollte, zumal oft später dazu kein großer Bezug mehr gebracht wurde oder es mit dem Mädchen, den gläsernen Füßen und allem, was mir zunächst für das Buch wichtig schien, einfach nichts weiter wirklich zu tun zu haben schien. Ebenso gab es so manche Dinge, die immer mal wieder erwähnt wurden, wie eine Art ernsthafter Running Gag, die am Ende keine Bewandtnis für das Buch hatten, aber irgendwie erwähnt wurden, was mich zutiefst irritiert hat, denn wenn etwas so oft, immer mal wieder erwähnt wird, dann erscheint es mir wichtig und wenn es dann nicht mehr vorkommt, das ist einfach ganz grausam und so gar nicht mein Fall.

Davon abgesehen finde ich die Idee des Buches aber nicht unbedingt schlecht, auch wenn ich mir den restlichen Inhalt vollkommen anders vorgestellt hätte und ebenso ein ganz andere Ende erwartete, allein schon von seiner Art her, denn das Ende wie es jetzt war, war vollkommen seltsam. Ebenso, wie mir die gesamte Atmosphäre in diesem Buch so eigenartig vorkam, irgendwie als hätte jemand einen Nebelschleier über alles gelegt, der sowohl mein Denken, als auch diese Welt irgendwie wabern lässt, in Watte packt und alles dumpfer wirkt. Irgendwie irreal und ein wenig abweisend. Gleichzeitig hatte das Buch auf jeden Fall auch seine phantastischen Seiten, die ich mir bei einer anderen Wirkung des Ganzen wunderschön vorstellen würde, aber die so auch einfach zwar da, aber auch nicht mehr wirkten.

Zudem kam ich mir Midas und Ida einfach auch emotional so gar nicht nah, wirkten auch, wie in einer ganz eigenen, anderen Sphäre verschlossen und abweisend. Insgesamt waren die Charaktere eh alle wieder so eigenartig und anders, und irgendwie auch einfach schwer zu fassen.

Allgemein einfach wohl nicht mein Buch, vielleicht, weil ich etwas anderes erwartet hatte, vor allen Dingen aber, weil ich die Stimmung sehr depressiv fand und solche Bücher einfach nicht meins sind.


Fazit


Freitag, 29. November 2013

Rezension ~ Ludwig will es wissen!

Allgemeine Informationen zum Buch

 
Titel: Ludwig will es wissen!
Autor: Barbara Rose
Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
Verlag: Kerle in Herder
Ersterscheinung: 19. September 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3451711737
ISBN-13: 978-3451711732
Empfohlenes Alter: 5 - 7 Jahre
Genre: Kinderbuch
Reihe: Ludwig
Band: II



 

Über die Autorin

Barbara Rose, geboren 1965, ist Schriftstellerin und Journalistin. Sie schreibt für verschiedene Zeitschriften, hat lange für Fernsehen und Radio gearbeitet und Sendungen im Kinderfunk moderiert. Hier entstanden auch ihre ersten Geschichten für Kinder und Jugendliche. Und weil ihr das so viel Spaß macht, denkt sie sich ständig neue aus. Inzwischen sind einige ihrer Geschichten als Bücher erschienen. Barbara Rose lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern in der Nähe von Stuttgart.


Inhaltsangabe/Klappentext

Schule ist gar nicht so schlecht, findet Ludwig. Vorbei die Zeiten, als er ein pupswinziger Schulanfänger war! Damit es nicht langweilig wird, bringt Ludwig so einiges ins Rollen: Er findet eine Froschfrau für Luis, startet ein Pausenbrot-Tauschgeschäft und beweist mehr als einmal, dass man auf ihn zählen kann. Da kann es schon passieren, dass Ludwig alles ein bisschen zu viel wird. Aber mit Oma Lottis »Paxern« ist auch dieses Problem schnell gelöst ...


Rezension/Meinung

Ich habe mal wieder ein Kinderbuch gelesen, bei dem ich sowohl ein paar sehr schöne Punkte gefunden habe, aber doch auch so einige, bei denen ich sagen würde, dass das nicht sonderlich gelungen ist.

Gleich zu Anfang will ich erwähnen, was mich am meisten an diesem Buch gestört hat, dass laut einer Aufschrift auf dem Buchrücken "Zum Vorlesen und ersten Selbstlesen" sein soll, war die Tatsache, dass in ihm Wörter falsch geschrieben sind und das sichtlich absichtlich. Ich würde einem Leseanfänger nie ein Buch in die Hand geben wollen, bei dem ich ganz sicher weiß, dass es sehr grobe Rechtschreibfehler, wie »Ähliän« und »Läserschwert« enthält. Es gibt zwar Situationen, in denen mit Wörtern auch gern in Kinderbüchern gespielt werden darf, aber hier fand ich es einfach nur schlecht und unpassend.  

Davon abgesehen finde ich es sehr schön, wie einfach die Sätze in diesem Buch aufgebaut sind, so dass sie auch sehr leicht von Leseanfängern erlesen werden können. Der Aufbau der Sätze ist leicht, es gibt wenige sehr komplizierte Wörter oder Ausdrücke, die auch sehr schön erklärt werden und die kleinen Episoden aus Ludwigs Leben sind auch schön mit Bildern untermalt. Manchmal finde ich die Wortwahl zwar nicht ganz so gelungen, unter anderem gibt es häufiger auch mal Wortwiederholungen in den doch sehr kurzen Sätzen, aber ansonsten sind sie sehr kindgerecht. Auch die Kapitellängen und die Schriftgröße sind einfach für ein solches Buch sehr gut gewählt.

Wobei ich mir nicht ganz sicher bin, wie ich das finden soll, sind dann noch so Dingen, wie die Bezeichnung des einen Mädchens als »mopsdick«, da ich mir zum einen darunter nichts vorstellen kann und es zum anderen auch noch so wirkt, als würde sie sehr stark durch ihr wohl etwas beleibteres Aussehen definiert. Außerdem gibt es ein Kapitel, in dem sich Ludwig gefährlich tief etwas in die Ohren steckt, bei dem aber nicht wirklich gesagt wird, dass das ziemlich dumm von ihm war und er das nicht wieder machen soll, was ich auch nicht ganz so geeignet finde.

Allgemein auf jeden Fall ein sehr schön aufgebautes Kinderbuch, das vor allen Dingen auch einmal Jungen anspricht, das sehr viele gute Ideen hat, bei dem ich aber auch so manches an der Umsetzung nicht wirklich gelungen finde und es vor allem durch die beiden absichtlich falsch geschriebenen Wörter wohl höchstens zum Vorlesen nehmen würde.


Fazit

Mittwoch, 20. November 2013

Der Lovelybooks-Leserpreis 2013


Hallo alle zusammen!

Heute möchte ich nochmal ein wenig Werbung für eine Aktion machen, von der die meisten von euch sicherlich schon etwas gehört haben, entweder, weil sie selbst Mitglieder bei lovelybooks sind oder vielleicht auch, weil sie schon einen Beitrag zum Leserpreis auf einem anderen Blog gelesen haben.

http://www.lovelybooks.de/leserpreis/2013/

Ich selbst mache schon seit zwei Jahren immer wieder gern beim Leserpreis mit und wähle fröhlich mein Lieblingsbuch der einzelnen Kategorien aus denen, die nominiert wurden.

Apropos nominieren, das kann man bei diesem Leserpreis auch selbst machen und auch, wenn ich jetzt etwas spät dran bin, noch heute hat man selbst die Möglichkeit sein Lieblingsbuch in jeder Kategorie zum Leserpreis zu nominieren.

Von den Nominierungen ziehen dann übrigens die besten 35 jeder Kategorie, d.h. die mit den meisten Nominierungen, in eine Finalrunde (21.-28.11.) ein, bei denen wir dann auch wieder alle abstimmen können, welches das beste Buch für uns war. Und ich muss sagen, dass ich es jedes Jahr wieder extrem spannend finde, welche Bücher es so aufs Treppchen schaffen, auch wenn ich diese Jahr darauf hoffe, dass die Liebes- und Erotikromane etwas weniger eintönig werden, wie letztes Jahr, wo dort auf den Plätzen 1-3 die "Shades of Gray"-Trilogie zu finden war ;o)

Also, wer Lust hat, sich an dieser Aktion zu beteiligen, muss nur auf das Badge klicken und schon kann er durch einen facebook- oder lovelybooks-Account mitmachen!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Dienstag, 19. November 2013

Rezension ~ Inselsommer

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Inselsommer
Autor: Heike Fröhling
Taschenbuch: 234 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 18. Februar 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746629160
ISBN-13: 978-3746629162
Genre: Liebesroman

 

Über die Autorin

Heike Fröhling wurde 1971 in Unna geboren. Sie studierte Schulmusik, Germanistik und Musikwissenschaft. Als Autorin und Musiklehrerin lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern in Wiesbaden und Koblenz.


Inhaltsangabe/Klappentext

Liebe und Meer - Karin Brahms, eine Journalistin aus Hamburg, will endlich ihren seit Jahren aufgeschobenen Traum verwirklichen: einen eigenen Roman schreiben. Mit ihrem verwitweten Vater und den beiden Söhnen Leon und Jonas fährt sie in den Sommerferien nach Borkum. Sie möchte Sonne und Strand genießen und endlich das Buch in Angriff nehmen, doch jedes Mal, wenn sie mit dem Roman beginnen will, kommt etwas dazwischen. Zuerst ist ihre Handtasche verschwunden dann ihr Sohn. Ihre Wege führen sie immer wieder auf die Polizeistation, und da sitzt der Kriminalhauptkommissar Andreas Wegner, ein ziemlich attraktiver Mann. Doch Männer, so hat Karin sich geschworen, werden in ihrem Leben keinen Platz mehr haben.
Die Nordsee als Kulisse für eine turbulente Liebesgeschichte.


Rezension/Meinung

Wer eine sehr lockere und leichte Sommerunterhaltung sucht, bei der man ruhig entspannen kann und nicht nachdenken muss, der ist bei diesem Roman gut bedient. Was man nur nicht erwarten sollte, ist irgendeine Art von Tiefgang, denn dieser fehlt dem Buch einfach gänzlich, was ich aber bei einer solchen lockeren Unterhaltung nicht sonderlich schlimm finde, da ich ihn auch nicht erwarten würde.

Durch die vollkommen unterschiedlichen Arten von Karin und ihrem Hippie-Vater Walter sind von Beginn an Turbulenzen vorprogrammiert, da die beiden einfach nicht harmonisieren können, er sieht alles sehr lax und ruhig, sie liebt klare Abläufe, Ruhe und vor allen Dingen, dass alles geregelt verläuft und sicher ist. Bei der Kinderbetreuung laufen die Meinungen der beiden daher natürlich durcheinander und da ist es kein Wunder, dass Walter die Kinder verloren gehen, auf einer Insel ja nicht so schlimm, wo sollen sie schon hin und die Mutter vollkommen am Rad dreht, schließlich kann man im Meer ertrinken. Alles wirkt ein wenig überzogen, weil natürlich viel zu viele Dinge passieren, die die Urlaubsruhe stören und Karin ist auch ein bisschen zu dünnhäutig gezeichnet, aber man wird dadurch durchaus ganz gut unterhalten.

Was natürlich klar ist, man weiß eigentlich genau, wie der Ablauf dieses Romans sein wird. Viele verrückte Dinge, die passieren, immer wieder taucht dabei der gutaussehende Polizist auf etc. Wodurch natürlich Spannung in dem Sinn nicht zu erwarten ist, sondern einfach diese lockere Unterhaltung, die einen nicht fordert, sondern entspannen lässt. Es ist daher keiner dieser erinnerungswürdigen Romane, die einem bei jedem erneuten lesen wieder neue Facetten aufzeigen, sondern einfach ein seichter Unterhaltungsroman.

Von daher, nichts besonderes, aber für ein paar Stunden am Strand auf jeden Fall eine gute Lektüre mit der zu erwartenden Prise Romantik.


Fazit

Montag, 18. November 2013

Rezension ~ Tödliche Überwindung

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Tödliche Überwindung
Autor: Eva Sobotta
Gebundene Ausgabe: 288 Seiten
Verlag: hansanord
Ersterscheinung: 28. Mai 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3940873527
ISBN-13: 978-3940873521
Genre: Krimi

 

Über die Autorin

Eva Sobotta, Jahrgang 1962, Studium der Kunstgeschichte und Medizin an der J.W. Goethe-Universität in Frankfurt am Main, 1993 Promotion in Medizin, lebt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Bad Homburg, wo sie als Ärztin tätig ist. Sie bereiste und fotografierte nahezu alle hindu-buddhistischen Länder, ihre Fotografien wurden u.a. 2008 in Professor Christof Grafs Buch über den XIV. Dalai Lama veröffentlicht. Seit 1994 Publikation lyrischer Texte in zahlreichen Zeitschriften und Anthologien.


Inhaltsangabe/Klappentext

Hauptkommissar Axel Johnson von der Kripo Wiesbaden wird zu einem Tatort gerufen. In einer Jugendstilvilla findet er einen Doppelmord vor: eine junge Mutter und ihr Baby. Die Leichname sind wie überirdische Kunstfiguren auf dem Doppelbett drapiert: dramatisch, bühnenreif, publikumswirksam. Ihre nackte Haut ist mit Asche bestreut, ihre Stirn mit rätselhaften Farbenstrichen markiert. Die ganze Atmosphäre strahlt etwas Übersinnliches, Gespenstisches und beinahe Romantisches aus. Ein unheimliches Arrangement mit dem Tod. Ein schauriges Symbol der Vergänglichkeit. Unwillkürlich wird Johnson von dem morbiden Charme der Szenerie fasziniert. Die darauf folgende Obduktion der Leichen liefert grauenhafte Ergebnisse ans Licht. Handelt es sich um einen Ritualmord? Ist das ein makabres Werk eines einzelnen Psychopathen? Steckt etwa eine obskure Sekte im Hintergrund?
Da es keine richtungsweisenden Indizien, Spuren, Beweise, Zeugenaussagen, geschweige denn ein Mordmotiv gibt, steckt Johnson ermittlungstechnisch in einer Sackgasse.
Zwei Monate später wird Hauptkommissar Oliver Sander von der Kripo Frankfurt am Main zu einem Tatort gerufen. Er wird mit einem Doppelmord konfrontiert, der unverkennbar die Signatur des Killers aus Wiesbaden trägt.
Patrick Rosenthal, der obduzierende Professor für Forensische Medizin, ist fassungslos. Ebenfalls seine rechte Hand, der Sektionsassistent Damian Rix, eine ehemalige Größe aus dem Frankfurter Rotlichtmilieu.
Was keiner ahnt: Johnson, Sander, Rosenthal und Rix sind befreundet. Als leidenschaftliche Jazzliebhaber treffen sie sich regelmäßig im Blue Note Club, wo sie ihre Informationen austauschen.
Während der Zuständigkeitsstreit zwischen Wiesbaden und Frankfurt die polizeilichen Ermittlungen bremst, frischt Damian Rix seine Kontakte zur Unterwelt auf und stellt eine Truppe aus Ex-Kriminellen zusammen.
Welches Team klärt die Morde auf? Wer hat den Vorsprung?
Die Zeit läuft davon.
Der Killer hat bereits eine schöne Mutter und ihre süße kleine Tochter im Visier.


Rezension/Meinung

Bei diesem Buch frage ich mich auch nachträglich immer noch, wie die Autorin, um deren Debüt es sich hier handelt, eine solche Geschichte schreiben konnte, besonders, da sie es schafft auf eher wenigen Seiten extrem langatmig zu werden, was ich in gewissem Maße sogar beeindruckend finde, wenn auch eher negativ gesehen.

Was mich jedoch fast noch mehr gestört hat, als die Langatmigkeit, die dieses Buch eigentlich von Beginn an ausgezeichnet hat und die auch zum Ende nicht nachließ, war die Art, wie sie die wörtliche Rede der Charaktere aufgebaut hat. Denn so, wie in diesem Roman gesprochen wird, würde kein Mensch reden. Sie haben eine zum einen extrem sachliche Art beim Sprechen, führen dann alles ewig lange aus, meistens gespickt mit etlichen Fremdwörtern, Adjektiven und das Alles eher in einem Stil, den man vielleicht bei einem Professor oder ähnlichem im 19. Jahrhundert erwartet hätte. Als Beispiel hier mal ein Satz, den zudem auch noch wirklich ein Mann sagt:

"Dieser Anblick hatte mich auf emotionaler Ebene auf eine sehr intime, seltsame Art berührt und etwas in meinem Inneren hervorgerufen: Unruhe, Unsicherheit, Urängste..."

Ich finde das klingt einfach allgemein zu hochgestochen, zu pathetisch, als dass jemand wirklich solche Sätze genutzt hätte. Auf Dauer, muss ich gestehen, hat mich das auch ein wenig aggressiv gemacht, da ich einfach sehr genervt davon war, wie die Leute miteinander gesprochen haben. Zudem ist die Art, wie hier die Mitglieder des Ermittlungsstabes mit den Details des Falls umgehen auch einfach gruselig umgesetzt, denn so, wären sie vermutlich schon lange nicht mehr im Besitz ihres Jobs.

Davon abgesehen, zieht sich der Roman einfach elendig, da nicht wirklich etwas passieren will, man mit langen Absätzen, die wie aus Sachbüchern kopiert wirken, bombardiert wird und einfach keinerlei Spannung aufkommen mag. Zudem sind die Charaktere, denen man in diesem Buch begegnet alle sehr flach und zudem auch noch in dem Bisschen, das man zu ihnen erfährt, auch extrem seltsam und eigenartig. Wodurch auch keinerlei Identifikation zu einem dieser Charaktere mir auch nur im Ansatz möglich war.

Und selbst die Auflösung des Falls, war in meinen Augen eher mau und auch nicht wirklich so richtig logisch, ebenso, wie ich das ganze Buch nicht so wirklich verstehen konnte, da es für meine Begriffe einfach nur langweilig und zudem auch noch seltsam war, gespickt mit einem Schreibstil, der irgendwann immer zu leichten Aggressionen bei mir führte, wodurch ich auch immer wieder Pausen machen musste, um das Buch überhaupt beenden zu können.

Von daher eindeutig ein Krimi, den ich niemandem mit gutem Gewissen weiter empfehlen kann.


Fazit

Sonntag, 17. November 2013

Rezension ~ Anna und Anna

Allgemeine Informationen zum Roman

 
Titel: Anna und Anna
Autor: Charlotte Inden
Gebundene Ausgabe: 176 Seiten
Verlag: Carl Hanser Verlag GmbH & Co. KG
Ersterscheinung: 29. Juli 2013
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3446241728
ISBN-13: 978-3446241725
Empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre
Genre: Jugendbuch

 

Über die Autorin

Charlotte Inden, geboren 1979, studierte Germanistik, Kunstgeschichte und Film- und Fernsehwissenschaften in Marburg, London und Straßburg. Sie lebt mit ihrem Mann in Karlsruhe und arbeitet als Redakteurin bei einer Tageszeitung.


Inhaltsangabe/Klappentext

Anna und Jan verbindet eine tiefe Freundschaft. Doch dann verliebt sich Anna in Jan, und der zieht auch noch ganz weit weg. Zum Glück gibt es Großmutter Anna, die nicht nur genauso heißt, sondern auch genau weiß, wie es sich anfühlt, wenn einem plötzlich etwas fehlt. Als endlich der ersehnte Brief von Jan eintrifft, ist Oma Anna die Erste, die davon erfährt. Und Enkelin Anna ist die Einzige, mit der ihre Großmutter über Henri spricht, den mysteriösen Unbekannten, dem sie die ganze Zeit Briefe schreibt, die sie aber nie abschickt. Kann es Zufall sein, dass Jan und Henri beide in Amsterdam wohnen? Ein wunderschönes Jugendbuch, das von der Liebe und dem Erwachsenwerden erzählt


Rezension/Meinung

Mir wurde mit diesem Buch nicht umsonst ein besonderes Jugendbuch angekündigt, denn besonders ist es auf jeden Fall. Sowohl durch seine Aufmachung, seinen Stil, als auch seinen Inhalt. Ob jedoch besonders immer auch gut heißen sollte, ist eine andere Frage, denn ich sehe viele schöne und gute Punkte an diesem Buch, aber auch den ein oder anderen, den ich eher als weniger gelungen empfinde.

Was mich allein schon sehr gewundert hat, war die Oma. An sich ein Charakter, der einem glaube ich eher sympathisch werden sollte, der mir eher etwas suspekt war. Eine alte Dame, die ständig ihrer verlorenen Schönheit nachtrauert, vor allen Dingen ihre Beine betreffend, von denen sie zu Beginn der Geschichte gerade eins verloren hat. Dabei fand ich es durchaus schon schlimm, wie oft sie sich jetzt als hässlich bezeichnet, wo sie eine Prothese hat und wie sehr sie auch immer wieder darauf bedacht ist, zu erwähnen, dass ihr ein Bein fehlt. Gestört hat mich da, dass nie ganz klar wurde, warum Oma Anna ihr Bein verloren hat und zum anderen mochte ich es einfach nicht, dass die Oma Anna immer wieder Briefe an ihr Bein schreibt, die man keinem echten Briefpartner zuordnen konnte und eine Art Tagebuchersatz bilden. Irgendwann ging mir die Beinthematik einfach nur auf die Nerven.

Dafür ist es so, dass ich bei der jungen Anna, vor allen Dingen ihre Emotionen sehr schön dargestellt finde. Denn auch wenn oftmals die Szenen nicht lange an einer Stelle verweilen, wird das sehr schön und ich glaube auch für ein Jugendbuch passend erklärt. Die erste Liebe als eine verdammt schöne, aber manchmal auch schmerzhafte Erfahrung und mit allem, was beim Erwachsenwerden so dazu gehört. Und Anna lebt dieses Erwachsen werden richtig. Zumal ich es sehr schön finde, dass das Alles in dieser Briefform dargestellt ist, man oftmals auch nur den Brief der einen Seite liest und sich die anderen denken muss. Auch die Wahl einer blauen Schrift, die ein wenig an Tinte aus einem Füller erinnert, finde ich in diesem Zusammenhang sehr passend, wie auch die schön abwechslungsreich gewählten Kapitelanfänge, welche einfach diesen Charakter des Buches, von handgeschriebenen Briefen toll unterstützt.

Dabei fand ich es fast schon ein wenig störend, dass Oma Anna zu oft in den Fokus rückte und noch irgendwelche alten Familiengeschichten eingeflochten wurden etc. Allgemein hat das für mich den Roman einfach ein wenig überladen, da Anna, die für mich zunächst der wichtigste Charakter wirkte, immer wieder doch sehr ins Hintertreffen geriet, weil vielleicht ein bisschen zu viele Themen in das Buch eingebaut werden sollten.

Aber an sich finde ich es ein recht schönes Jugendbuch, auch wenn ich zugeben muss, dass mir das Ende nicht so ganz klar geworden ist, da es an sehr vielen Stellen sehr offen bleibt und ich mir da doch gerne noch ein bisschen mehr Erklärung erhofft hätte, aber vielleicht will die Autorin es auch einfach erreichen, dass die Leser sich am Ende noch ihre Lieblingsversion aus den Geschehnissen herausinterpretieren können.


Fazit

Freitag, 15. November 2013

Rezension ~ Sternensturm

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Sternensturm
Autor: Kim Winter
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: Planet Girl
Ersterscheinung: 18. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3522503090
ISBN-13: 978-3522503099
Genre: Jugendbuch / Sience-Fiction / Dystopie
Reihe: Sternen-Trilogie
Band: II


 

Über die Autorin

© Claudia Geipel
Kim Winter, geboren 1973 in Wiesbaden, lebt mit ihrer Familie im Taunus. Nach einer Ausbildung zur Sozialarbeiterin, arbeitete sie im Pflegekinderdienst und in einem Waldkindergarten. Dann widmete sie sich voll und ganz ihrer Leidenschaft, die sie selbst als „Schreibsucht“ bezeichnet. Dem Wald ist Kim Winter übrigens noch immer sehr verbunden, weil sie dort neben einem Café in Wiesbaden am liebsten schreibt, und das immer mit Musik im Ohr. Außerdem spielt sie Theater, engagiert sich umweltpolitisch und kann es nicht lassen, Dinge zu hinterfragen. „Bei Ungerechtigkeiten weggucken, geht gar nicht.“


Inhaltsangabe/Klappentext

Iason hat sich entschieden: für die Liebe, für ein Leben mit Mia. Eigentlich perfekt. Aber plötzlich verschwinden Menschen spurlos aus der Stadt. Und ein unheimliches Flüstern spricht in der Nacht zu Mia. Sie fühlt sich gezogen und weiß nicht wohin. Stimmt es, dass die Entführer in Wirklichkeit hinter ihr her sind? Zweifel keimen auf, ob es Mia wirklich bestimmt ist, den Frieden nach Loduun zu bringen. Und bald schon nährt sich der Verdacht, dass sie vielmehr von einer dunklen und gefährlichen Macht gelenkt wird. Als Wächter seines Planeten muss Iason eine folgenschwere Entscheidung treffen und Mia gerät in ein Netz aus Intrigen, in dem sie niemandem trauen kann, am wenigsten sich selbst.


Rezension/Meinung

Der zweite Band der Sternen Trilogie von Kim Winter und ich muss ehrlich zugeben, zu Beginn hatte ich doch glatt ein wenig Probleme mich wieder in die Geschichte einzufinden, auch wenn ich nicht wirklich sagen kann, woran das lag. Es war nämlich weder ein großer Sprung zum ersten Band vorhanden, als zeitlich gesehen, auch wenn ein leichter da war, noch war irgendetwas vom Stil oder ähnlichem her, so vollkommen anders, als im ersten Band.

Trotzdem fiel mir der Einstieg seltsam schwer. Letztendlich wurde es aber deutlich besser, nachdem ich es geschafft hatte, mich endlich durch die ersten paar Seiten bzw. Kapitel zu schlagen. Jedoch muss ich gestehen, fand ich diesen Band doch auch noch ein kleines bisschen weniger gut, als noch seinen Vorgänger, was wohl auch daran lag, dass trotzdem jetzt einiges neues an Handlung in die Geschichte einfloss, diese mir etwas zu stark auf der Liebesbeziehung von Mia und Iason lag und es mir einfach im Zusammenhang mit dem restlichen Inhalt ein wenig zu übermächtig wichtig wurde. Auch wenn es alles sehr schön beschrieben ist. Man die Gefühle auch wirklich spüren kann, welche die Charakter im Roman durchleben.

Allgemein ist es mir aber eh einfach wichtig, dass eine Geschichte auch eine sinnvolle Handlung aufweist, die ich hier auf jeden Fall auch finden kann, obwohl ich zugeben muss, dass mir manche Dinge einfach nicht ganz so logisch erschienen, wie ich es gern gehabt hätte, vor allem, die Gegner, d.h. Lokondras Leute betreffen.

Insgesamt fand ich es auch fast ein wenig zu leicht durchschaubar, worauf es am Ende dieses Bandes hinauslaufen wird, wie die Dinge liegen, vor allen Dingen, aus welcher Richtung die Gefahr ganz eindeutig kommt, weil es für mich einfach die einzig logische Schlussfolgerung war. Das hat mir zwar die Spannung nicht wirklich genommen, war aber durch das irgendwie offensichtliche ein wenig schade.

Davon abgesehen, hat mir dieses Buch aber wieder viel Spaß gemacht beim Lesen, auch wenn ich ein paar Abstriche gebe im Verhältnis zu dem, was ich zum ersten Band gedacht habe. Gespannt, wie es weitergehen wird, bin ich aber auf jeden Fall! 


Fazit