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Mittwoch, 23. Januar 2013

Rezension ~ Die Henkerstochter und der König der Bettler

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Henkerstochter und der König der Bettler
Autor: Oliver Pötzsch
Taschenbuch: 592 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 12. August 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548281141
ISBN-13: 978-3548281148
Genre: Historisch/Krimi
Reihe: Henkerstochter-Saga
Band: III

 

Über den Autor

© Parzinger Dominik
Oliver Pötzsch wurde als erster von drei Söhnen 1970 in München geboren.
Nach dem Abitur 1990 begann er bereits während des Zivildienstes mit dem Schreiben von Fantasy-Kurzgeschichten. Danach besuchte er von 1992-1997 die Deutsche Journalistenschule in München. Im Anschluss daran arbeitete er für den Bayerischen Rundfunk. Zunächst war er hier im Bereich des Hörfunks tätig; später für die Fernsehsendungen „quer“ und das Magazin „freizeit“, für das er bei der Produktion von Reisefilmen mitwirkte.
Schriftstellerisch gelang ihm 2008 mit seinem Debüt „Die Henkerstochter“ der Durchbruch. In diesem Historischen Roman verarbeitete er unter anderem die Geschichte des Schongauer Scharfrichters Jakob Kuisl, dessen Dynastie er selbst entspringt. Mit der Fortsetzung „Die Henkerstochter und der schwarze Mönch“ knüpfte er 2009 nahtlos an den großen Erfolg des Vorgängerwerkes an.
Zwei weitere Historische Romane rund um den Schongauer Henker Jakob Kuisl sind für Mai 2010 und Mai 2011 geplant.
Oliver Pötzsch lebt zusammen mit seiner Frau und seinen beiden Töchtern in München.



Inhaltsangabe/Klappentext

Der Schongauer Henker Jakob Kuisl ist in eine Falle getappt: Bei einem Besuch in Regensburg findet er seine Schwester und den Schwager tot in der Badestube. Die Stadtwache verhaftet ihn als Verdächtigen und wirft ihn in den Kerker. Nun drohen ihm, dem Henker, selbst Folter und Hinrichtung. Fieberhaft suchen seine Tochter Magdalena und der Medicus Simon Fronwieser nach dem wahren Täter und stoßen dabei auf ein Komplott, bei dem die Zukunft des Kaiserreichs auf dem Spiel steht.



Rezension/Meinung

Mein zweiter Roman des Autors und mein erster von ihn in einem rein historischen Setting und ich muss sagen, ich bin ehrlich begeistert.

Auch wenn ich mich während des Lesens sehr lange Zeit gefragt habe, was der Titel eigentlich genau mit dem Inhalt zu tun hat, war die Geschichte an sich einfach nur klasse. Allein das historische Flair, das die Geschichte hatte, war einfach nur gelungen und es war wirklich faszinierend, wie gut es einfach vom Autor beschrieben wurde, so dass man sich richtig in diese Zeit einfühlen konnte und noch so einiges spannendes über das Leben zu dieser Zeit erfahren konnte. Vor allen Dingen über die Stellung der Henker in der Gesellschaft, denn über diese wusste ich vorher nicht halb so viel, wie ich es jetzt weiß.

Dabei ist es extrem interessant, wie Pötzsch die Persönlichkeiten der Henker zeichnet, da man sich diese ja allgemein eher als etwas grausamere und grobschlächtige Personen vorstellt, wobei sie hier gänzlich anders auftreten und einfach typisch menschlich sind, nicht mehr und nicht weniger. Und trotzdem sie such ihrem blutigen handwerk nachgehen, sind sie mir sympathisch geworden, einfach weil sie ansonsten ganz normale Menschen sind, und es unter ihnen nette und weniger nette geben kann, unabhängig von ihrem Handwerk. Von daher hatte ich auch irgendwie den Eindruck, dass Pötzsch den Blick der Menschen, auf die Henker von damals, ein wenig gerade rücken wollte, denn seine Sichtweise wird am ehesten der Realität entsprechen.

Abgesehen davon handelt es sich bei diesem Roman aber auch um einen richtig guten Krimi, der einen vor Rätsel stellt, einem Indizien und Verdachtsmomente liefert, der aber auch von so einigen Wendungen geprägt ist, die die Geschichte und den Fall extrem spannend machen. Es gab eindeutig noch so einige Wendungen im Verlauf der Geschichte, mit denen ich so nie im Leben gerechnet hätte, die aber meinem Spaß beim Lesen eher noch gesteigert haben. Vor allen Dingen auch, da es einfach sehr stimmig mit dem Setting im Mittelalter war und man nicht den Eindruck bekam, das manches einfach nicht stimmig war mit dieser Zeit. Und das verwinkelte Regensburg bietet auch einfach einen genialen Schauplatz für einen solchen Roman, wobei man auch über diese Stadt zu jener Zeit daher einiges erfahren hat.

Ein historischer Krimi, der einfach toll war und mir beim lesen irre Spaß gemacht hat. Ich kann ihn ehrlich nur allen empfehlen, die gern Krimis lesen und auch nicht vor einem historischen, aber tierisch interessanten, Setting zurückschrecken. Allein die Idee mit der Henkersfamilie ist einfach nur genial, auch wenn ich sehr lange in diesem Roman darum rätseln musste, wie er sich genau seinen Titel verdient, denn der schien mir lange nicht ganz treffend.


Fazit

Kommentare:

  1. Ich lese den Autor auch echt gerne :) Ich hoffe es kommt bald noch viel mehr von ihm.

    LG
    Seramona

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    1. Das will ich auch mal hoffen ^^
      Irgendwie mag ich die Kombination von Kriminalroman und irgendwie noch historischem Roman sehr gern bei ihm, da er es, egal wie er das ganze genau aufbaut, immer sehr spannend hinbekommt, denn auch den Roman, der in der Jetztzeit spielt, aber historische Zusammenhänge um Ludwig II. beleuchtet, fand ich grandios!

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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