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Sonntag, 20. Januar 2013

Rezension ~ Die Stadt der verschwundenen Kinder

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Stadt der verschwundenen Kinder
Autor: Caragh O’Brien
Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Esrterscheinung: 24. Januar 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345352800X
ISBN-13: 978-3453528000
Originaltitel: Birthmarked
Genre: Dystopie/Jugendbuch
Reihe: Birthmarked - Trilogie
Band: I


Über den Autor

© Tomy O'Brien
Caragh O’Brien wuchs in Minnesota auf und studierte Literatur und Kreatives Schreiben. Nach dem Studium begann sie als Highschool-Lehrerin zu arbeiten und entdeckte nebenbei die Freude am Schreiben. »Die Stadt der verschwundenen Kinder« ist ihr erstes Jugendbuch und hat in den Vereinigten Staaten und in Großbritannien viel Aufsehen erregt. Caragh O’Brien ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt mit ihrer Familie und zwei Wüstenrennmäusen in Connecticut.



Inhaltsangabe/Klappentext

Varainte 1:
Eine junge Heldin, ein furchtbares Geheimnis, eine Welt zwischen Licht und Dunkel Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen in ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat es jemand gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

Variante 2:
Sag mir, wo die Kinder sind

Die junge Gaia gehört mit ihrer Mutter zu den wichtigsten Menschen ihrer Gemeinschaft: Als Hebamme muss sie jeden Monat die ersten drei Neugeborenen an der Mauer der Stadt abgeben – so lautet das Gesetz. Noch nie hat jemand es gewagt, gegen dieses Gesetz und die Herrscher jenseits der Mauer aufzubegehren. Doch dann werden Gaias Eltern verhaftet, und das Mädchen begibt sich auf die Suche nach dem Geheimnis der Stadt jenseits der Mauer – und nach dem Schicksal der verschwundenen Kinder …

Es ist eine unbarmherzige Welt, in der die sechzehnjährige Gaia aufwächst. Alles ist streng rationiert und jeder träumt von einem besseren Leben. Das ist jedoch nur wenigen Auserwählten vorbehalten, die in einer geheimnisvollen Stadt leben, der Enklave, hinter einer unüberwindlichen Mauer. Alle anderen müssen sich mit dem zufriedengeben, was die Enklave ihnen zuteilt. Der Preis dafür ist hoch: Jeden Monat müssen die ersten drei Neugeborenen an der Mauer abgegeben werden. Wer sich weigert, wird mit dem Tod bestraft, besonders Hebammen wie Gaia und ihre Mutter. Doch dann werden eines Tages Gaias Eltern verhaftet. Für das junge Mädchen zerbricht eine Welt, und sie beginnt Fragen zu stellen: Was geschieht mit den verlorenen Kindern? Als Gaia auf der Suche nach Antworten heimlich die verbotene Stadt betritt, beginnt für sie ein Abenteuer voller Gefahren, und sie macht eine Entdeckung, die das Schicksal der Kinder und die Zukunft der Menschen für immer verändern wird …



Rezension/Meinung

Zunächst will ich erstmal dazu kommen, wie unpassend ich den deutschen Titel bei diesem Roman finde, da er mit der Geschichte so gar nichts zu tun hat und eventuell sogar beim geneigten Leser einen vollkommen falschen Inhalt vermuten lässt. Von daher sollte man auf diesen nicht unbedingt zu sehr achten.

Auch wenn ich mit dem Einstieg in diesen Roman so meine kleinen Probleme hatte, war ich am Anfang, so plötzlich in die Geschichte geworfen doch sehr irritiert und verwirrt, hat sich das Buch noch sehr gut entwickelt. Allein die Lebensumstände dieser dystopischen Gesellschaft kennenzulernen war schon sehr interessant und spannend, besonders dadurch, wie groß die Unterschiede zwischen den Menschen in dieser Welt teilweise sind.

Gaia ist dabei eine Person, die mir recht schnell ans Herz gewachsen ist, da ich ihre Gedanken, bedingt durch ihre Herkunft in dieser Welt und auch das, was sie versucht zu erreichen, einfach nachvollziehen und nachempfinden kann. In ihrer Situation hätte ich wohl in vielen Fällen ebenso wie sie gehandelt. Von daher finde ich es auch gerade gut gewählt, dass sie aus einer der ärmeren Schichte kommt und nicht zu denen gehört, die die Geschicke der Gesellschaft leiten.

Was mir auch sehr gefallen hat, ist die Tatsache, dass im Mittelpunkt der Geschichte die Handlung steht und die enthaltene Liebesgeschichte eher ein Nebenschauplatz ist, obwohl man da vom Cover her anderes erwarten könnte. In den meisten aktuellen Jugendromanen ist es ja doch leider eher genau umgekehrt, was aber auf die Dauer dann doch ein bisschen langweilig und eintönig wird und daher war ich sehr froh mal wieder ein Buch zu haben, dass zwar Jugendbuch ist, aber mit einer richtig guten Handlung aufwarten kann.

Die Geschichte hat jedoch, wie oben schon erwähnt, nichts mit verschwundenen Kindern zu tun, wodurch ich den Titel halt vollkommen unsinnig finde, wobei ich sagen muss, der Originaltitel passt perfekt, da er auf etwas anspielt, was in der Geschichte eine tragende Rolle hat, aber nicht zu viel verrät. Einfach nur super, denn solche Titel liebe ich einfach. Von daher erst recht ein wenig schade, dass sich da nicht mehr Mühe gegeben wurde, beim Auswählen des deutschen Titels, da das restliche Buch so schön stimmig ist und alles vereint. Spannung. Intrigen. Emotionen. Schlimme Machenschaften. Unterdrückung. Ein wenig Romantik und vor allen Dingen eine sehr interessante Idee.

Eine auf jeden Fall sehr emotionale, aber auch sehr spannende Geschichte, die mir extrem Spaß gemacht hat nachdem ich in sie hineingefunden hatte und bei der ich schon sehr gespannt auf die Fortsetzung war. 


Fazit

Kommentare:

  1. Mhhh, ich hätte aus dem Buchtitel auch geschlossen, dass es um verschwundene Kinder geht. Gut das du das richtig gestellt hast ;) Das Buch will ich auch noch lesen.
    LG Jane

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    1. Ich finde das immer irgendwie sehr schade, wenn einen Titel so sehr in die Irre führen, dass man sich am Ende wundern muss, wie die Verlage auf diesen deutschen Titel gekommen sind.
      Hatte das gleiche auch jetzt wieder mit einem anderen Roman, da passt der englische Originaltitel super und das Deutsche hat damit gar nichts mehr zu tun -.-

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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