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Samstag, 12. Januar 2013

Rezension ~ Ewig Dein

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ewig Dein
Autor: Daniel Glattauer
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Deuticke Verlag
Ersterscheinung: 6. Februar 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3552061819
ISBN-13: 978-3552061811
Genre: Zeitgenössische Literatur

 


Über den Autor

© Daniel Glattauer c/o Franz Deuticke Verlag
Daniel Glattauer wurde am 19 Mai 1960 in Wien geboren. Nach seinem Abitur studierte er Pädagogik und schrieb seine Diplomarbeit über »Das Böse in der Erziehung«. Bereits in seiner Freizeit war Glattauer sehr von Literatur angetan und verbrachte viel Zeit mit dem Schreiben von Liedtexten. Eine Zeitlang arbeitete er als Kellner und wurde schließlich Journalist in Österreich. Zu Beginn war er als Redakteur bei der »Presse« tätig und wurde dann für zwanzig Jahre Autor beim »Standard«. Glattauer verfasste diverse Gerichts-Reportagen, Feuilletons, Essays, Kolumnen und hat dag-Glossen auf den Titelseiten verfasst.
Schon immer hat Daniel Glattauer seine Zeit zum Schreiben genutzt. Mittlerweile schreibt Glattauer Vollzeit und zusammen mit seiner Familie und fünf indischen Laufenten in einem Landhaus im neiderösterreichischen Waldviertel.2006 erscheint sein erfolgreicher Roman "Gut gegen Nordwind" mit welchem er im selben Jahr noch für den deutschen Buchpreis nominiert wird. Mit seinem Roman "Alle sieben Wellen" gewann er beim "Leserpreis - Die besten Bücher 2009" die Bronzemedaille in der Kategorie Allgemeine Literatur und die Silbermedaille in der Kategorie Romantik. Sein Roman "Der Weihnachtshund" wurde 2004 für das Fernsehen verfilmt. Anfang 2012 erscheint ein neuer Liebesroman von Glattauer - "Ewig Dein".



Inhaltsangabe/Klappentext

Im Supermarkt lernt Judith, Mitte dreißig und Single, Hannes kennen. Kurz darauf taucht er in dem edlen kleinen Lampengeschäft auf, das Judith, unterstützt von ihrem Lehrmädchen Bianca, führt. Hannes, Architekt, ledig und in den besten Jahren, ist nicht nur der Traum aller Schwiegermütter - auch Judiths Freunde sind restlos begeistert. Am Anfang empfindet Judith die Liebe, die er ihr entgegenbringt, als Genuss. Doch schon bald fühlt sie sich durch seine intensive Zuwendung erdrückt und eingesperrt. All ihre Versuche, ihn wieder aus ihrem Leben zu kriegen, scheitern - er verfolgt sie sogar bis in ihre Träume ...


Rezension/Meinung

Bei diesem Roman bin ich extrem gespaltener Meinung, da er inhaltlich richtig gelungen war und man auch genau spüren konnte, was einem das Buch vermitteln sollte, aber gleichzeitig fand ich den Schriebstil des Romans an vielen Stellen extrem grauenhaft.

Es begann schon damit, dass die wörtliche Rede so einen seltsamen Stil hatte, der mich irgendwie an ein Theaterstück erinnerte. Vor jedem Part wörtlicher Rede stand nämlich der Name des Sprechers und Doppelpunkte, aber sonst nichts, wie in einem Theaterskript. Diese Darstellung hat mich jedes Mal vollkommen raus gebracht aus dem Lesefluss, da dadurch einfach alles so abgehackt wirkte.

Außerdem haben mich die Protagonistin und einige andere Charaktere auch, allein durch ihre Art, ein wenig aufgeregt. Alle wirken so extrem naiv und als zähle die Vergangenheit und was man mit jemandem erlebt hat, wie lange man ihn kennt etc., gar nichts. besonders jedoch war es die Protagonistin, bei der ich mich verdammt oft gefragt habe, wie man nur so dumm sein kann. Nicht von ihrem Verhalten ihm gegenüber, sondern, wie sie sich ihren Verwandten und Bekannten gegenüber verhält, ist einfach seltsam. Von daher konnte ich ihre Handlungen zwar nicht wirklich verstehen und mich in sie einfühlen, aber ich habe schon ihren Charakter klar erkennen können.

Was aber ehrlich gut dargestellt ist, ist diese Situation, in der sich Judith wiederfindet, da man ihre Emotionen und ihre Verwirrung einfach spüren kann und ich vollkommen verstehe, wie sie letztendlich reagiert. Wie sie Hannes immer mehr einnimmt und irgendwann ihr ganzes Leben beeinflusst. Besonders auch der letztendliche Abschluss der Geschichte ist dahingehend extrem interessant.

Jedoch, und das muss ich auch ehrlich gestehen, habe ich mich durch das Buch gequält, da der Schriebstil einfach für mich extrem seltsam und fürchterlich war, auch neben den schon erwähnten, für mich fast schlimmsten stilistischen Eigenarten. Daher kann ich das Buch auch beim besten Willen nicht sonderlich gut bewerten, auch wenn der Inhalt gut war und ich wette, es auch Liebhaber dieses Schreibstils geben wird, die das Buch dann wirklich richtig genial finden.


Fazit

Kommentare:

  1. Na da bin ich doch froh, dass ich mit meiner Abneigung gegen Glattauers Schreibstil nicht alleine bin! Ich musste "Gut gegen Nordwind" nach der Hälfte des Buchs beiseite legen, weil ich micht einfach nicht an den Stil gewöhnen konnte, obwohl das Buch inhaltlich eigentlich ganz nett gewesen wäre...

    LG, Julia

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    1. Ich hatte ja irgendwie gehofft, dass seine anderen Bücher einen anderen Schreibstil haben, weil einfach so viele die Bücher von ihm so toll finden, aber das war wohl eine unbegründete Hoffnung :D :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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  2. Ich liebe den Autor und seine Bücher ☺ Aber es ist gut, wenn wir alle unterschiedliche Geschmäcker haben, sonst wäre das leben saulangweilig!
    GLG

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    1. Ist mir auch schon aufgefallen, dass du den Autor ganz anders siehst ^^

      Aber irgendwie kam ich mit seinem Stil nicht wirklich klar und wenn der in allen Romanen ist, dann können sie inhaltlich noch so gut sein, denn das war es wirklich, ich würde sie nicht gern lesen wollen und überlasse sie dann lieber anderen, die beides mögen :o)

      Und es stimmt schon, gut, dass wir alle einen etwas anderen Geschmack haben ^^

      Ganz liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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