Seiten

Sonntag, 6. Januar 2013

Rezension ~ Frettsack

Allgemeine Daten zum Roman

Titel: Frettsack
Autor: Murmel Clausen
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Heyne Verlag
Ersterscheinung: 9. Mai 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 345343613X
ISBN-13: 978-3453436138
Genre: Gegenwartsliteratur



Über den Autor

Murmel Clausen wurde im Schwabinger Krankenhaus geboren und wuchs im Herzen Münchens an der Münchner Freiheit auf. Nach seinem Abitur am Oskar-von-Miller-Gymnasium begann er mit Max Witzigmann die Radioshow “Klub Ma:d“ für Radio Energy zu schreiben und zu moderieren. Dort lernte er auch Michael Bully Herbig, Rick Kavanian und Christian Tramitz kennen, mit denen er später „die bullyparade“ und „Der Schuh des Manitu“ schrieb. Nach vier Jahren in Berlin, wo er unter anderem die „ProSieben Morningshow“ und für Erkan & Stefan “headnut tv” als Headwriter vom Konzept an mitverfasste, besketchte er mit Max Witzigmann und Christian Tramitz drei Staffeln “Tramitz & friends“. Seit der fünften Staffel ist er Autor für Anke Engelkes Show „Ladykracher“. 2009 lieferte er die Drehbücher für die zehnteilige ORF-Echtzeitsitcom „Die Gipfelzipfler“ – ein Jahr später wurde die vom ihm, Christian Tramitz und Hermann Bräuer entwickelte Kinokomödie „3faltig“ verfilmt. Im Moment arbeitet er an zwei neuen Kinostoffen, einer Krimiserie und freut sich auf die Veröffentlichung seines ersten Romans „Frettsack” beim Wilhelm Heyne Verlag im Frühjahr 2012. Murmel Clausen findet witzig geschriebene Lebensläufe nicht witzig.


 

Inhaltsangabe/Klappentext

Ich will ein Kind von mir Jens Fischer hat keinen Schlag bei den Frauen. Die Hoffnung, jemals eine Familie gründen zu können, hat er längst verloren. Verbittert wird er Samenspender, um sein Erbgut wenigstens anonym weiterzugeben. Als er jedoch vom Frettchen seines Mitbewohners Sven in den Sack gebissen und kastriert wird, setzt er alles daran, die Frau zu finden, die durch seine letzte Spende indirekt von ihm geschwängert wurde. Mithilfe von Sven und dem Balkanhünen Hondo bricht er in die Samenbank ein und gelangt so an die Adresse der bezaubernden, aber verheirateten Maren Heinze. Und endlich hat Jens ein Ziel in seinem Leben: Er muss diese Frau für sich gewinnen.


 

Rezenison/Meinung

Allein das Cover sieht einfach nur stark aus mit diesem Frettchen und dem Schild, dass es hält. Insbesondere auch durch den Titel, der bei mir sofort den Gedanken »Was?« ausgelöst hat. Für mich auch einer der Hauptgründe, warum ich das Buch lesen wollte.

Für mich war der Eindruck, den der Titel hinterlassen hat, auch vollkommen zutreffend für das gesamte Buch, denn was ich nun von ihm erwartete, was, das es verrückt werden würde, und der Begriff beschreibt das Buch eindeutig ziemlich zutreffend.

Und verrückt ist nicht nur die Geschichte an sich, sondern vor allen Dingen sind es die Charaktere. Wobei Protagonist Jens nicht einem der verrückteste von allen ist, denn sein WG-Mitbewohner Sven, der nicht nur Student und Samenspender ist, sondern auch unter die Frettchenzüchter gehen will oder auch dessen alter Bekannter Hondo, dessen Deutsch ehrlich der Hammer ist, toppen ihn noch um Längen.

Von daher ist eine Sache bei dem Roman auf jeden Fall garantiert, nämlich häufiges Schmunzeln und Lachen, da man verdammt häufig gar nicht anders kann, wobei meine Lieblingsstellen ganz eindeutig die waren, an denen Hondo seine Auftritte hatte.

Während des Lesens hatte ich ziemlich oft den Eindruck in einem typischen Film aus Sat1-Produktionen gelandet zu sein, denn an die Liebeskomödien dieses Senders erinnerte der Roman einfach enorm. Besonders was seine Absurdität anbelangte und trotzdem hat es mir als Buch irgendwie gefallen. Vielleicht auch gerade deswegen, denn ich hatte irgendwie den Eindruck, dass der Roman genau diese Wirkung haben sollte.

Klasse gemacht waren auch ehrlich die Kapitelüberschriften, die mir immer sehr gefallen haben. Das Besondere an ihnen war, dass sie immer der Name eines Tieres waren, inklusive einem kleinen Text zu einer Eigenart dieses Tieres bzw. etwas sonderbarem im Zusammenhang mit diesem Tier. Genau diese Eigenart hatte dann immer einen Bezug zu Handlungen oder Personen in dem betreffenden Kapitel, was einfach klasse gemacht war.

Ansonsten war der Roman, wenn auch sehr abgedreht, auf eine gewisse Weise auch irgendwie niedlich und hat mir beim Lesen auf jeden Fall Spaß gemacht. Vor allen Dingen auch, weil der Roman einfach irgendwie meine Erwartungen erfüllt hat und nicht vollkommen anders war, als er es einen assoziieren lässt. Wenn man nichts gegen verrückte Charaktere und eine verrückte Handlung hat und mal einen ehrlich lustigen Roman lesen will, dann kann ich Frettsack nur empfehlen. 


Fazit

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen