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Samstag, 26. Januar 2013

Rezension ~ Hannes

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Hannes
Autor: Rita Falk
Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 19. März 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423280018
ISBN-13: 978-3423280013
Genre: Gegenwartsliteratur 



Über den Autor

© Michael Hackl
Rita Falk, Jahrgang 1964, hat sich 2010 mit ihrem ersten Provinzkrimi um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer, "Winterkartoffelknödel", in die Herzen der Leser geschrieben.

Ihre Kindheit verbringt Rita Falk in Oberbayern, wo sie bei ihrer Großmutter aufwächst. Auch als Erwachsene ist sie ihrer Heimat treu geblieben und lebt heute mit ihrem Mann und drei Kindern in Landshut.

Vor allem ihre Kindheitserfahrungen lassen die Geschichten um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer so authentisch wirken. Rita Falk gelingt es, Orte, Handlung und Protagonisten detailgetreu und mit einer gehörigen Portion Humor zum Leben zu erwecken. Dabei beweist sie natürlich gleichzeitig Sachkenntnis und Zuneigung zu ihrer Heimat.

Mit ›Hannes‹ zeigt sie sich von einer neuen, überraschenden Seite, indem sie eine wahrhaftige, universelle Geschichte erzählt, die niemanden ungerührt lässt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Zwei junge Männer, Freunde seit frühester Kindheit, rasen dahin auf dem Weg ins Leben. Bis zu diesem Unfall.
Hannes liegt im Koma, und niemand glaubt an sein Erwachen – außer sein bester Freund Uli. Mit allen Kräften versucht Uli, Hannes zurück ins Leben zu holen. Täglich besucht er ihn und schreibt ihm Briefe, um ihn weiter an seinem Leben teilhaben zu lassen. Doch bald entwickelt Uli einen unbändigen Zorn: auf die seelenlose Apparatemedizin und hilflose Ärzte, auf Hannes’ Eltern, die in Selbstmitleid versinken, und auch auf Hannes, der einfach nicht aufwachen will.



Rezension/Meinung

Bei »Hannes« war ich am Anfang extrem gespannt darauf, wie es wohl ist einen Roman der Autorin, die ja bisher nur für ihre lustigen Bayernkrimis bekannt war, zu lesen, der doch ein sehr ernstes Thema behandelt. Vor allem, da mir ihr Schreibstil in den Krimis auch nicht ganz so gut gefallen hat.

Und ich muss jetzt ehrlich sagen, dass die Autorin es geschafft hat mich mit diesem Roman zu fesseln und zu begeistern, denn sie schafft es auf eine ganz wunderbare Weise diese bewegende Geschichte mit einem lachenden und einem weinenden Auge zu erzählen. Es gab einfach unglaublich viele Stellen, die einen emotional angesprochen haben. manche davon waren einfach nur schön oder sogar witzig, aber es gab auch andere, die einfach nur extrem traurig waren.

Für mich war es auch einfach ein grandioses Erlebnis mitzuverfolgen, wie Uli mit diesem Schicksalsschlag, dass sein bester Freund Hannes im Krankenhaus im Koma liegt, umzugehen. Vor allem, wie sehr er sich auch um ihn bemüht, ihn im Krankenhaus immer wieder besucht, wie liebevoll er auch mit ihm umgeht und wie er versucht ihn durch seine Erzählungen an seinem Leben irgendwie teilhaben zu lassen.

Uli ist für mich eh ein ganz besonderer Charakter, nicht nur, da er sich so aufopfernd um seinen Freund Hannes bemüht, sondern auch durch seine Art den Patienten in dem psychiatrischen Heim gegenüber, in dem er arbeitet. Denn auch an dieser Stelle zeigt er einfach einen ziemlich tollen Charakterzug, da er auch zu diesen Menschen richtig liebevoll und hilfsbereit ist und auch keinerlei Berührungsängste zeigt.

Zudem habe ich auch einige der anderen Charaktere sehr ins Herz geschlossen, die Uli im Heim begegnen, wie unter anderem Frau Stemmerle, eine ganz sympathische alte Dame, mit der Uli des Öfteren nächtliche Gespräche führt und die einfach eine niedliche Art hat. Ganz besonders mag ich aber auch Schwester Walrika, die hauseigene Nonne und Geistliche des Heims, die einfach eine erfrischende Art hat, die vielleicht nicht 100% zu einer Nonne passen mag, die mir aber auch einige Momente beschert hat, an denen ich doch sehr schmunzeln musste.

Schön fand ich auch, dass man Ulis bayrische Herkunft bei seinen Tagebucheinträgen an manchen Kleinigkeiten einfach erkennt, da der Satzbau oder auch manche Wortverwendungen einfach darauf schließen lassen und das in einer angenehmen Weise, die nicht so überzogen Bayrisch war, dass man es als Nicht-Bayer fast schon wieder lächerlich finden müsste.

Ich kann einfach nur noch mal wiederholen, dass mich der Roman ehrlich tief bewegt hat, besonders auch zu sehen, wie unterschiedlich mit einem solchen Schicksalsschlag umgegangen werden kann. Eindeutig ein Roman, den ich nur empfehlen kann, vor allem auch denen, die sich nicht trauen sollten, da Rita Falk bisher nicht so ihr Fall war, denn dieses Buch ist ganz anders als ihre Krimis und einfach gut.


Fazit

Kommentare:

  1. Klingt gut. "Hannes" ist mir in der Bibliothek schon mal begegnet, aber aus irgendeinem Grund habe ich das Buch damals liegenlassen. Scheint, als müsste ich nochmals danach suchen!

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    1. Also ich war von dem Buch echt extrem überrascht. Ich muss nämlich zugeben, dass ich eher was schlimmes erwartet hatte, da ich den Schreibstil aus den Krimis irgendwie sehr gewöhnungsbedürftig finde und nicht erwartet hätte, dass Rita Falk auch so ganz anders schreiben kann.

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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