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Donnerstag, 3. Januar 2013

Rezension ~ Kinder des Bösen

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Kinder des Bösen
Autor: Jan Hellstern
Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
Verlag: Kein & Aber
Ersterscheinung: 1. August 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3036956557
ISBN-13: 978-3036956558
Genre: Krimi & Thriller/Zeitgenössiche Literatur

 

Über den Autor

Jan Hellstern, geboren 1968, schreibt Drehbücher für Fernsehen und Kino und ist Regisseur verschiedener Kurzspiel- und Werbefilme und   lebt in Berlin. »Kinder des Bösen« ist sein erster Roman. 





Inhaltsangabe/Klappentext

Jan Hellsterns Familien- und Kriminalgeschichte lebt von ihrer dichten Atmosphäre, von ihrem Sog und von Figuren, die man nie vergessen wird

Der junge Deutsch-Tscheche Honsa Kralik wird in den Wirren des letzten Kriegswinters 1945 gezwungen, seinem Elternhaus den Rücken zu kehren und in seine Geburtsstadt Prag zu fliehen. Und Honsa scheint zunächst Glück zu haben: Er entkommt an die Ostgrenze, noch im Zug begegnet er der schönen Lenka, die ihn bei sich aufnimmt. Kaum in Prag angekommen, trifft er auf einen alten Arzt und Forensiker, der ihm Arbeit gibt. Doch der seltsame Doktor weiß offenbar mehr über Honsa, als er preisgibt und Honsa wird wider Willen immer tiefer in eine düstere Geschichte gezogen, an deren Ende er nicht nur ein dunkles Familiengeheimnis aufdeckt, sondern selbst Teil einer schrecklichen Wahrheit wird.


Rezension/Meinung

Dieser Roman war für mich eine der großen Überraschungen der letzten zeit. Ich kann zwar gar nicht mehr genau sagen, was ich von dem Roman eigentlich erwartet hatte, aber auf keinen Fall das, was am Ende auf mich zugekommen ist.

Allein schon die Zuordnung dieses Romans in irgendein Genre fällt mir schwer, denn trotz einiger Krimi- oder auch Mystery-Elemente machen den Roman noch so verdammt viele andere Dinge aus. Vor allen Dingen war es aber auch die Spannung, die durch so viele unterschiedliche Faktoren ausgelöst wurde, die das Buch so grandios gemacht hat. Allein schon die vielen Fragen, die schnell aufkommen, denn: Was war bloß in Honsas Vergangenheit, die einem so undurchsichtig erscheint? Wer ist der Junge, der Honsa immer begegnet, ist er wirklich real? Und was hat es bloß mit den Morden auf sich und haben diese mit Honsa etwas zu tun oder in welcher Verbindung steht alles zueinander? machen so viele Elemente in diesem Roman aus, steigern die Spannung, bringen einen zum Miträtseln und sind dabei auch noch einfach gut geschrieben.

Gleichzeitig ist es so, dass einem aber auch viel zu dem Leben in dieser Zeit und auch über Prag während des Kriegs nahegebracht wird. Einfach Dinge, die damals ganz normal waren und an denen man erkennen kann, wie unterschiedlich diese Zeit so ganz eindeutig zu der unseren war.

Zudem ist Honsa ein sehr interessanter Charakter, da er eine sehr starke Entwicklung zeigt. Von dem jungen, naiven Mann, als der er seine Reise antritt, bis hin zu dem Zeitpunkt am Ende des Romans, wo man zumindest von seiner ehemaligen Naivität gar nichts mehr spürt und etwas viel reiferes diesen Platz eingenommen hat und ihn auch um so vieles älter wirken lässt und das, obwohl wirklich nur wenig Zeit vergeht. Selbst so manche Weisheit kann man in diesem Roman noch lernen, der eine sehr traurige und ernste Geschichte erzählt, aus der man, trotz der Zeit, in der sie angesiedelt ist, auch heute noch lernen kann.

Eine sehr facettenreiche Geschichte, die man gar nicht so genau definieren kann, die man aber einfach lesen muss, da sie einen sehr bewegen kann und die ich daher nur jedem empfehlen kann. Sie ist einfach etwas Besonderes.


Fazit

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