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Freitag, 4. Januar 2013

Rezension ~ Manchmal muss es eben Mord sein

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Manchmal muss es eben Mord sein
Autor: Frida Mey
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: Aufbau Taschenbuch
Ersterscheinung: 5. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3746628687
ISBN-13: 978-3746628684
Genre: Krimi



 

Über den Autor


Inhaltsangabe/Klappentext

Elfriede Ruhland bringt selbst die schlimmste Ablage auf Vordermann. Sie hat für alles eine Lösung – auch wenn sie dazu die schikanösen Chefs aus dem Weg räumen muss, die ihren Angestellten das Leben zur Hölle machen. Plötzlich verläuft eines ihrer »Projekte« anders als geplant, und Kommissarin Alex droht ihr auf die Schliche zu kommen. Aber die hat mit der herrischen Tante Lydia selbst eine echte Tyrannin am Hals, die sie nur zu gern loswerden würde …

Rezension/Meinung

Bei dieser Geschichte kann man ehrlich lernen, dass Mörder extrem sympathisch sein könne, zumindest im Roman, denn Elfie Ruhland ist einfach nur genial und wirkt verdammt nett. Eine kleine, ältere Dame, die ihren Job mit sehr viel Präzision, Liebe und Freude macht, verdammt liebt ist und wirkt, als könnte sie kein Wässerchen trüben.

Hinter Elfie steckt jedoch ganz eindeutig mehr, als man zunächst vermutet und es ist ganz eindeutig so, dass man Elfie immer mehr ins Herz schließen muss und auch irgendwie versteht, warum sie mordet. Denn ohne einen guten Grund gibt es bei Elfie keine Leichen. Zudem hat Elfie so einige kleine Eigenarten, die sie einfach sympathisch machen, wie ihr Notizbuch, in dem sie abwägt, ob sie tätig werden sollte oder auch ihre Gespräche mit Ludwig an dessen Grab, sowie einfach ihre ruhige und verständnisvolle Art und dass sie sich um das Wohlergehen der anderen so sorgt.

Neben Elfie gibt es aber noch so einige geniale Charaktere, wie unter anderem den Hausmeister der Versicherung bei der Elfie aktuell tätig ist. Auf echte Männer und Actionfilme stehend, arbeitet er nämlich in seinem rosa T-Shirt und mit viel Freude an Klatsch und Tratsch und ist immer wieder für einen Witz und verdammt viele grandiose Sprüche gut, bei denen man mindestens Schmunzeln, wenn nicht sogar richtig Lachen muss. Ehrlich ein Charakter, den ich beim Lesen ins Herz geschlossen habe, ebenso wie Elfie.

Dass sich bei den Charakteren richtig viel Mühe gegeben wurde, merkt man sehr schnell, da sich sogar bei ihren Namen die Mühe gemacht wurde, dass ihre Namen immer einen vortrefflichen Ausblick auf die Persönlichkeit ihres Trägers ermöglichen. Insgesamt sind alle Namen so gewählt worden, dass man sie einfach schnell mit bestimmten Dingen, Charaktereigenschaften oder ähnlichem assoziiert. Wie man zum Beispiel auch direkt Elfies etwas ruhigere Art aus ihrem Namen ableiten kann.

Insgesamt war der Roman in meinen Augen einfach nur genial, mit viel Witz auf einer tollen Ebene, da niemals lächerlich, affig oder zu trocken war, einigem an Spannung und auch einfach nur tollen Charakteren, auch wenn die Kommissarin Alex gern ein bisschen unnahbarer und näher am Leser hätte sein können.

Ein Krimi, den ich jedem empfehlen kann, der nicht unbedingt alles immer nur bierernst haben muss, sondern auch eine gute Portion Humor zu schätzen weiß.


Fazit

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