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Donnerstag, 10. Januar 2013

Rezension ~ Sterbenswort

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Sterbenswort
Autor: Siegfried Langer
Taschenbuch: 336 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 13. Juli 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548610919
ISBN-13: 978-3548610917
Genre: Psychothriller



Über den Autor


Siegfried Langer, geboren 1966, stand unter anderem als Schauspieler auf der Bühne und vor der Kamera. Sterbenswort ist nach dem Erfolg von Vater, Mutter, Tod sein zweiterThriller bei List.



Inhaltsangabe/Klappentext

Als ihr klar wird, dass in ihrer Abwesenheit regelmäßig jemand in ihre Wohnung eindringt, klettert Panik in der jungen Mutter Kathrin hoch. Als dann noch ihre Tochter im Kindergarten von Kathrins totgeglaubtem ehemaligen Mitbewohner angesprochen wird, weiß sie, dass etwas Schreckliches bevorsteht. Wird die tragische Entscheidung, die sie und ihre Freunde damals in der WG getroffen haben, sie nun einholen? Getrieben von Schuld und Rache beginnt ein dramatischer Wettlauf mit der Zeit, und zum ersten Mal in ihrem Leben muss sie die Kontrolle abgeben…



Rezension/Meinung

Dieser Thriller hat mir ehrlich recht gut gefallen. Vor allem auch, da er als Psychothriller nicht nur durch einen möglichst wahnsinnigen Killer und irre Morde glänzt, sondern viel mehr durch seine psychischen Kleinigkeiten, die häufig eine viel größere Spannung erzeugen.

Was mir verdammt gut in diesem Zusammenhang gefallen hat, war die Verschachtelung zwischen Gegenwart und Vergangenheit, so dass man im Fortlauf der Geschichte in der Gegenwart immer weitere Bröckchen der Vergangenheit kennenlernt. Man hat dadurch einfach das Gefühl, dass man dem Täter näher kommt, ohne ihn direkt zu kennen, und man fängt einfach langsam an zu entschlüsseln, wer der Täter sein könnte und warum. Und das aus zwei Perspektiven nämlich der, wie es dazu gekommen sein könnte und der, wie die Dinge aktuell liegen. Insgesamt machte das die Geschichte für mich richtig spannend und auch zu einem gewissen Grad interaktiv, da ich mich selbst zum Nachdenken und Tätersuchen animiert fühlte.

Zudem lernt man dadurch die Charaktere sehr gut kennen, wobei ich es sehr gut finde, dass es nur sehr wenige von diesen gibt und sich die ganze Geschichte auf eine kleine Gruppe fokussiert. Einfach, da man durch dieses Vorgehen die einzelnen Charaktere weitaus besser einschätzen kann, da einfach mehr Zeit ist, die Persönlichkeiten zu erläutern, sowohl im Gestern als auch im Heute. Daher macht das rätseln auch einfach viel mehr Spaß und vor allen Dingen passt dieser Fokus auf die Figuren sehr schön zu einem Psychothriller.

Ich habe zwar schon härte Psychothriller gelesen, die die eigene Angst deutlich mehr angesprochen haben und bei denen man sich schon ziemlich erschrocken hat, trotzdem war dieser Roman spannend, auch wenn er doch deutlich ruhiger war und mich teilweise etwas stärker an einen Krimi, als an einen Thriller erinnert hat. Insgesamt fand ich auch, dass das Ende sehr stimmig zur restlichen Handlung des Romans war und nicht aus der Luft gegriffen wirkte, sondern einfach einmal ein logisches Ende war. Genau das hat mir an dem Roman auch so gefallen, dass ich bei dem ganzen Roman einfach ein stimmiges Gefühl hatte.

Ein seichter, aber sehr gelungener Psychothriller, der sich super eignet, wenn man es zwar spannend mag, aber auch nicht zu sehr und die Welt der Psychothriller mal kennenlernen möchte.


Fazit

1 Kommentar:

  1. Sehr gute Rezi!
    Werde das Buch dann mal im Hinterkopf behalten, falls ich mal einen seichteren Thriller brauche.
    Liebe Grüße
    Kathi

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