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Montag, 7. Januar 2013

Rezenson ~ Ruht das Licht


Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ruht das Licht
Autor: Maggie Stiefvater
Gebundene Ausgabe: 400 Seiten
Verlag: Script5
Ersterscheinung: 1. September 2011
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3839001188
ISBN-13: 978-3839001189
Empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren
Originaltitel: Linger
Genre: Fantasy/Jugendbuch
Reihe: Mercy-Falls-Reihe
Band: II



Über den Autor


Maggie Stiefvater, geboren im November 1981 in Virginia, verlebte eine nach eigenen Worten sehr chaotische aber sehr kreative und musisch geprägte Kindheit und Jugend. Nach dem College versuchte sie u.a. als Kellnerin, Zeichenlehrerin beruflich Fuß zu fassen. Doch sehr bald schon meldeten sich ihre kreativen Talente und verlangten, ausgelebt zu werden - zunächst als Musikerin und Songwriterin, dann zunehmend als bildende Künstlerin. Für ihre künstlerischen Arbeiten wurde sie inzwischen mit einigen wichtigen Preisen ausgezeichnet. Seit 2007 hat sich Stiefvater aufs Schreiben konzentriert und zählt inzwischen zu den erfolgreichsten Autorinnen der Dark-Fantasy. Zu ihren bekanntesten Werken zählt die Fantasy-Trilogie um das Mädchen Mercy. Auf Band 1 "Nach dem Sommer" folgte mit "Ruht das Licht" die Fortsetzung der Reihe, ehe mit dem dritten Band "In deinen Augen" die Trilogie 2012 beendet wurde. Im November erscheint ihr aktueller Roman "Rot wie das Meer".


Inhaltsangabe/Klappentext

Obwohl alles verloren schien, ist Sam zu Grace zurückgekehrt. Er hat den Wolf in sich besiegt und jetzt liegt ein ganzes Leben in seiner Menschengestalt vor ihm. Doch nun ist es Grace, deren Zukunft ungewiss erscheint. Sie, die sich ihrer menschlichen Haut immer so sicher war, hört nachts die Stimmen der Wölfe und weiß: Sie rufen nach ihr. Wogegen Grace sich mit aller Macht wehrt, wäre Cole hochwillkommen. Cole wünscht sich nur eines: Vergessen. Vergessen, wer er ist. Vergessen, was er getan hat. Die Wolfshaut ist seine Zuflucht. Doch trotz der eisigen Kälte gelingt es ihm nicht, die Wolfsgestalt dauerhaft anzunehmen. Als Coles Vergangenheit ihn einholt und sich immer mehr neugierige Augen auf die Wölfe richten, muss Sam zusehen, wie seine Welt zerbricht: Das Rudel schwebt in größter Gefahr und Grace hält nur noch die Liebe zu ihm in ihrem menschlichen Leben. Sam ahnt, dass der Wolf in ihr eines Tages siegen wird …



 

Rezension/Meinung

Ich muss ehrlich gestehen, dass mich der zweite Band der Mercy-Falls-Reihe ehrlich überrascht hat, da ich Band eins weniger genial bzw. gelungen fand. Jedoch mag ich es nicht sonderlich eine Reihe nicht abzuschließen und habe mich daher an diesen Roman gewagt, in der Hoffnung, dass die Geschichte doch noch ein wenig besser wird.

Was mir besonders gefallen hat, war die andere Gestaltung der Erzählperspektive, wie auch des Kapitelaufbaus. Sowohl das Wegfallen der Temperaturangaben bei den Kapiteln, als auch die neuen Erzählperspektiven von zum Beispiel Isabel, fand ich bedeutend besser. Vor allen Dingen, da man dadurch andere Charaktere noch ein ganzes Stück besser und näher kennenlernen konnte und nicht mehr so auf Grace und Sam fixiert war, wie auch die andere Ebene, auf die die Geschichte dadurch gehoben wurde. Aus einer Liebesgeschichte von zwei Personen wurde nämlich doch noch etwas deutlich weiter reichendes.

Vor allen Dingen hat mir daran auch einfach gefallen, dass die Geschichte weniger schnulzig wirkte, als im ersten Band, in dem ich noch glaubte, dass es über alle Bände rein um die Liebesgeschichte zwischen Sam und Grace gehen würde und wirklich nur darum. Irgendwie kam mir die ganze Handlung einfach ein wenig tiefgängiger vor als noch beim Vorgänger, was zwar auch viel an neu auftretenden Charakteren lag, die man unter anderem auch erst kennenlernen musste, aber die Geschichte deutlich verbessert hat.

Auch wenn der Roman trotz seiner Seitenzahl für mich irgendwie sehr wenig Handlung zu haben schien, hat mich das eher weniger gestört, da diesmal eher das Zwischenmenschliche und die Gefühle im Mittelpunkt zu stehen schienen. Und genau diese waren auch richtig klasse ausgearbeitet, so dass man mitfühlen und auch die Gefühle sehr gut nachvollziehen konnte. Vor allen Dingen hatten sie aber auch ein sehr breites Spektrum und beschränkten sich nicht nur auf die Liebe.

Besonders gut war auch die Situation von Sam dargestellt, der eingeklemmt zwischen seiner neuen Verantwortung und der Sorge um Grace, sowie seiner gerade erst neugewonnenen Freiheit vollkommen verwirrt ist und daher von den unterschiedlichsten Gefühlen heimgesucht wird. Genau durch dieses Gefühlschaos, das einfach nichts mit der Liebe allein zu tun hatte, fand ich das Buch schon sehr gelungen, besonders, da er nicht der einzige Charakter in diesem Zustand der verwirrten Gefühle ist.

Man merkt der Handlung zwar sehr an, dass sie nur eine Brücke zwischen Band eins und drei ist, aber sie schafft es trotzdem auf jeden Fall, dass ich wissen will, wie es weiter  und zu Ende geht. Von daher macht dieser Band seine Sache ehrlich gut und vor allen Dingen Spaß. In meinen Augen deutlich besser als der erste Teil der Reihe.


Fazit

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