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Freitag, 1. Februar 2013

Rezension ~ Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil
Autor: Juli Rautenberg
Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 16. Oktober 2012
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442380227
ISBN-13: 978-3442380220
Genre: Unterhaltungsliteratur

 

Über den Autor

© Patrick Liste
Juli Rautenberg hat verschiedene Fächer studiert. Inzwischen arbeitet sie aber als freie Lektorin.
Sie suche den Mann ihrer Träume zwölf Monate lang und dokumentierte ihre Erfolge und Erlebnisse in einem Blog.
Weitere 12 Monate folgten mit dem Traummann zusammen, dieser bat Juli aber das Bloggen bitte sein zu lassen.
Die zwei sind heute noch ein glückliches Paar.



Inhaltsangabe/Klappentext

Von Exfreundinnen, In-spe-Schwiegermüttern und dem ersten gemeinsamen Liebesurlaub … Juli musste echt einiges durchstehen, um den Mann ihrer Träume zu finden. Bis zum Happy End hat sie gedatet, was das Zeug hielt. Aber halt! Happy? End? Es geht doch gerade erst los! Mit Konrad an ihrer Seite durchliebt und -lebt sie das nächste Jahr. Und sie erfährt den ganz normalen Wahnsinn einer frischen Beziehung: von »Wie werde ich seine zickige Exfreundin los?« bis zum Schwiegermutter-Härtetest. Nur gut, dass Juli über all dies ihren Humor nicht verliert. Denn wo gelacht wird, wird geliebt!



Rezension/Meinung

Irgendwie lässt mich diese Geschichte mit einer ganz leicht gespaltenen Meinung zurück, da ich gestehen muss, dass mir das Buch an sich, durch seine lockeren Stil zwar sehr gefallen hat, mir aber die Person Juli Rautenberg selbst, da ich davon ausgehe, dass sie sich wirklich selbst beschreibt, nicht wirklich sympathisch werden konnte in dem Roman, auch wenn sie, wie ich in der Leserunde herausfinden konnte, auch durchaus einen anderen Eindruck erwecken kann.

Im Fall dieses Romans war es so, dass es schon oft lustig war zu erleben, wie die beiden sich so langsam in ein gemeinsames Leben fügen und auch, auf was für seltsame Ideen man so kommen kann, um ein Symbol für die eigene Beziehung zu finden, auch wenn das aus eher mir unsympathischen Gründen entstanden ist, weil wieso muss man das gleiche machen, wie der Freund mit der Ex-Freundin gemacht hat, auch wenn natürlich, ein Tier noch ein wenig etwas anderes ist als eine Pflanze. Auch wenn Eberhard, der Beziehungsschnittlauch, auf gewisse Weise schon einen sehr amüsanten Part in dem Buch übernommen hat, auch wenn die gute Juli sich vielleicht vorher über das Wachstumsverhalten von Schnittlauch hätte informieren sollen, denn das hätte wohl manchen hysterischen Anfall ihrerseits vermieden.

Insgesamt ist das wohl auch einer der Punkte, wo ich sagen muss, zu lesen, war das Ganze zwar immer recht amüsant, aber wenn ich mir vorstelle, dass es in einer solchen Weise wirklich real abgelaufen ist, dann finde ich es bewundernswert, wie die ganzen Leute aus dem Buch mit ihr klarkommen können, denn diese doch leicht hysterischen Anfälle von Juli hätten mich wohl zum Weglaufen gebracht. Sympathisch konnte sie mir damit nämlich nicht wirklich werden, wie sie eifersüchtig auf so viele andere ist und was sie auch so für Gedanken über manche Leute hegt und vor allen Dingen ihr Verhalten gegenüber Konrads Ex-Freundin, wie auch das gezeichnete Verhalten von dieser, waren für mich irgendwie unverständlich. Beides Menschen, über die es lustig zu lesen ist, die ich aber nicht als Bekannte haben wollen würde.

Auf jeden Fall mochte ich aber ehrlich den kleinen Sydney äußerst gern, da mir dieser Garfieldkater doch irgendwie sehr schnell sympathisch geworden ist und jede Entscheidung in seinem Fall kann ich auch vollkommen nachvollziehen.

Es war auf jeden Fall mal interessant einen Einblick in dieses Leben, das für mich deutlich mehr nach verrückter und ausgedachter Geschichte wirkt, als nach ehrlich realem Leben, einzutauchen, da es wirklich so abgedreht war teilweise, dass ich doch öfter Schmunzeln musste, auch wenn ich mir vieles einfach real nicht vorstellen kann.

Obwohl ich mich, da es ja wirklich real gewesen sein soll, bei manchen Charakteren ehrlich frage, wie ihr reales Pendant von dem Buch denkt, denn mancher kommt ehrlich ziemlich mies bei der Geschichte weg, vor allen Dingen der Großteil der Familien der beiden tut mir in diesem Fall echt leid! Aber vermutlich nehmen sie es mit mehr Humor, als ihnen das Buch zugestehen will, denn ansonsten hätte es das Buch wohl kaum gegeben!

Für zwischendurch auf jeden Fall das Lesen wert, da es angenehm kurzweilig und amüsant ist und man um das Buch zu mögen auch nicht zwingend mit jedem der doch oftmals seltsamen Gedankengänge Julis einer Meinung sein muss! 


Fazit

Kommentare:

  1. "Eberhard der Beziehungsschnittlauch"??! Da muss wirklich die große Liebe im Spiel sein, dass man bei derart abgedrehten Ideen nicht sofort die Flucht ergreift! Aber auch wenn der Rest deiner Rezi jetzt nicht nach Empfehlung klingt, der Beziehungsschnittlauch hat mich jetzt schon neugierig gemacht...

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    1. Ja, die Idee war so schräg, dass ich den Schnittlauch irgendwie sympathisch fand. Das Buch kann man ansonsten zwar ganz gut lesen, aber es war halt auch nicht mehr und mir ging Juli einfach irgendwann mit ihrer Art auf die Nerven :D

      Liebe Grüße,
      Themis ^.^v

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