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Donnerstag, 31. Dezember 2015

Rezension ~ Schlamm oder die Katastrophe von Heath Cliff

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Schlamm oder die Katastrophe von Heath Cliff
Autor: Louis Sachar
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: Beltz & Gelberg
Ersterscheinung: 16. November 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3407811993
ISBN-13: 978-3407811998
Empfohlenes Lesealter: 12 - 15 Jahre
Originaltitel: Fuzzy Mud
Genre: Kinder- / Jugendbuch
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Über den Autor

Der US-amerikanische Kinder- und Jugendbuchautor Louis Sachar wurde in New York geboren und wohnte ab seinem 9. Lebensjahr mit seinen Eltern in Kalifornien, wo er auch heute noch mit seiner Frau und seiner Tochter lebt. Während seines Wirtschaftswissenschaftenstudiums unterrichtet er nachmittags an einer Schule, was ihm zu seinem ersten Kinderbuch "Sideways Stories From Wayside School" inspirierte. Später studierte er noch Jura und schrieb weitere Kinderbücher.


Inhaltsangabe/Klappentext

In seinem neuen Roman fesselt Louis Sachar die Leser mit der bizarren Geschichte über einen schlierigen Schlamm, der einen biologischen Super-GAU auslöst. Als Marshall und Tamaya auf dem Nachhauseweg eine Abkürzung durch den Wald einschlagen, geraten sie in ein Schlammloch mit giftigen Erregern. Die Jugendlichen stecken sich dabei lebensbedrohlich an und lösen eine rasante Infektionswelle in Heath Cliff aus. Um sie einzudämmen und ihren Ursprung zu finden, wird eilig ein Untersuchungsausschuss einberufen. In den Anhörungen, die Sachar geschickt in die Geschichte einbettet, zeigt sich das Ausmaß dieser Katastrophe und die Hilflosigkeit der Regierung. Was kann Heath Cliff retten?


Rezension/Meinnug

Bei diesem Buch tue ich mich ein wenig schwer es zu bewerten, was daran liegt, dass es einige ganz ordentliche Aspekte hat, aber in vielen Dingen einfach nur komisch ist.

Allen voran muss ich gestehen, dass mir die Dinge einfach zu schnell geschehen. Man hat ganz häufig den Eindruck, dass einfach alles ganz schnell erzählt werden muss, da vieles extrem abgehackt berichtet wird, schnell aufeinander folgt und einem dabei dann teils Zusammenhänge fehlen oder auch der rote Faden. Vor allen Dingen auch bei Verhaltensweisen der Charaktere. Es ist zwar so, dass Kinder- und Jugendbücher immer mal wieder etwas weniger detailliert erzählen, aber hier fehlt es einfach an Stellen der Handlung, die einem fehlen, die einfach eine klare Struktur erzeugen würden und nicht an zusätzlichen Details oder ähnlichem. Es gibt auch einfach zu viele Zeitsprünge, die einen dann vollkommen durcheinander bringen, denn plötzlich gibt es schon Todesfälle, wo ich sie nicht erwartet hätte, was aber daran liegt, dass schon Zeit vergangen ist, mit der man selbst ebenso nicht rechnete. Dadurch ist es wirklich etwas verwirrend.

Dazu kommt, dass ich mit den wichtigsten Charakteren, Tamaya und Mashall nicht warm werden konnte. Bei Tamaya als Protagonistin fehlen mir teilweise diverse Informationen. Liest man das Buch, denkt man, dass sie gar nicht mehr so jung sein kann, aber sie darf nicht allein nach Hause gehen und wirkt extrem naiv. Es sind einfach wieder so viele Kleinigkeiten, die nicht sauber wirken. Zumal Heath Cliff eine sehr seltsame Stadt zu sein scheint. Mit Marshall ist es so, dass ich bei ihm kaum verstehe, warum er sich Tamaya gegenüber verhält, wie er es tut, er wirkt einfach enorm unsympathisch und reagiert so über. Also allgemein nur Charaktere, die nicht so wirklich mein Fall sind.

Positiv hervorheben kann man aber, dass die Charaktere alle eine Entwicklung durch die Geschehnisse rund um den Schlamm durchmachen. Dabei geht das zwar auch alles wieder sehr schnell, aber sie sind wenigstens erkennbar. Den Schlamm betreffend, muss man sich entscheiden, ob die Beschreibungen seiner Auswirkungen als positiv oder negativ gesehen werden sollten, da sie schon gut, aber sehr eklig sind.

Alles in allem ein seltsames Buch.


Fazit

Zudem möchte ich mich ganz herzlich beim Verlag »Beltz und Gelberg«, wie auch bei »Blogg dein Buch« für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares bedanken.

Rezension ~ Die Tochter des letzten Königs

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Tochter des letzten Königs
Autor: Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 19. Mai 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479886
ISBN-13: 978-3442479887
Genre: Historischer Roman
Reihe:Wales
Band: I

 

Über die Autorin

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie ist vom Blute der alten Könige, und sie ist der Schlüssel zur Macht. Wales 1093: Als die Normannen in ihre Heimat einfallen, gerät die junge Fürstentochter Nesta in Gefangenschaft. Ihr königliches Blut macht sie zu einer wertvollen Geisel, und so bringt man sie an den Englischen Hof. Ihre unvergleichliche Schönheit bleibt auch Henry, dem zukünftigen König von England, nicht verborgen. Doch Nesta ist der Schlüssel zur Macht in Wales und wird schließlich gegen ihren Willen an den dortigen Kommandanten, einen Feind aus ihrer Kindheit, verheiratet. Was als Zwang beginnt, entwickelt sich langsam zu einer großen Liebe. Aber auch die walisischen Rebellen haben nicht vergessen, wer Nesta ist.


Rezension/Meinung

Nachdem ich den zweiten Band der Reihe “Das Blut der Rebellin” gelesen hatte, wurde ich einfach neugierig, wie der erste Band und Nestas Geschichte wohl vollständig aussehen, da der zweite Band auch immer wieder auf Nestas Abenteuer anspielt und was diese alles erlebt hat, so dass ich dieses Buch einfach noch lesen musste. Letztendlich wäre es zwer in der richtigen Reihenfolge besser gewesen, da man doch einfach schon zu viel weiß, wenn man den zweiten Band zuerst liest, aber trotzdem hat mir dieser historische Roman sehr viel Freude gemacht.

Allgemein umfasst dieser Roman, dadurch, dass er um die 30 Jahre aus Nestas Leben erzählt, einfach wieder eine sehr lange Zeitperiode, was teils dazu führt, dass einfach Jahre fehlen und man manchmal leichte Brüche in der Erzählung merkt, weil einem in Teilen wissen fehlt. Ebenso gibt es Abschnitte, die dann so schnell erzählt werden, vor allen Dingen gegen Ende, dass einem einfach das Gefühl für die Zeit verloren geht. Werden teils wenige Wochen über mehrere hundert Seiten abgehandelt und dann wieder zwei bis drei Jahre in wenigen Sätzen, kann einen die Realtion schon etwas verwirren. In diesem Band der Reihe kam das gegen Ende der Geschichte einfach etwas gehäuft vor, so dass mir ein Jahr in Nestas Leben eher vorkam, als dürfte es höchstens eine Woche gewesen sein.

Was dieser Roman jedoch richtig gut einfängt, sind zum einen die vielen Beziehungen der vielen personen in diesem Roman zueinander, sowie auch die politische Lage dieser Zeit. Dabei ist es einfach richtig spannend, wie gewisse Dinge damals gesehen wurden, welche Intrigen wo gesponnen werden und vor allen Dingen auch, wie sich das Leben auch in Adelskreisen von Ort zu Ort unterscheiden kann. Etwas, das ich sehr spannend finde. Ebenso, wie die Darstellung von Nestas Gefühlswelt, die sich mit ihren Erfahrungen und dem Alter natürlich wandelt, die aber richtig gut beschrieben ist und an so vielen Stellen kann man ihre Reaktionen einfach enorm gut nachempfinden. Manchmal hätte ich sie zwar auch gern gescholten für ihre unbedachten Taten, aber sie musste sich ja auch entwicklen. Ganz besonders stechen dort auch die Beziehungen zu Henry, Gerald de Windsor und ihrem Sohn Harri raus, wobei ich die Entwicklung ihrer Beziehung und ihrer Gefühle bezüglich den beiden Männern vor allem sehr spannend fand.

Auf jeden Fall ein sehr lesenswertes Buch, besonders auch, weil die historische Geschichte um Wales einfach spannend ist.


Fazit


Rezension ~ Zum Sterben schön

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Zum Sterben schön
Autor: Tessa Korber
Taschenbuch: 288 Seiten
Verlag: btb Verlag
Ersterscheinung: 14. April 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442747252
ISBN-13: 978-3442747252
Genre: Krimi
Reihe: Bestatter-Krimi
Band: II


Über die Autorin

Tessa Korber, geboren im Juni 1966, hatte während ihrer Studentenzeit in verschiedene Fachrichtungen hineingeschnuppert, unter anderem in den medizinischen Bereich, wo sie auch einen Pathologiekurs absolvierte. Die Erfahrungen und Einblicke, die sie dort gewinnen konnte, waren ihr vor allem für ihre Kriminalromane eine große Hilfe. Ihr großes Debüt feierte Korber mit ihrem historischen Roman "Die Karawanenkönigin", der 1998 im Pendo Verlag erschienen ist. Seitdem arbeitet sie als freie Autorin. Tessa Korber lebt heute mit ihrer Familie in der Nähe von Erlangen.


Inhaltsangabe/Klappentext

Tante Hedwig reicht es. Jahrelang hat sie sich um ihre Familie und das gemeinsame Bestattungsinstitut gekümmert. Nun will sie endlich Zeit für sich und flüchtet in eine Kur. Dabei bräuchte ihr Neffe Viktor dringend Unterstützung, denn Onkel Wolfgang jagt einem Urnendieb hinterher. Und auch Viktor selbst ist gerade mit einem brisanten Fall beschäftigt: In Nürnberg treibt ein Serienkiller sein Unwesen, der hübsche Floristinnen ermordet und ihre Leichen pietätvoll mit Blumen dekoriert. Zusammen mit seiner Freundin Miriam lässt Viktor es sich selbstverständlich nicht nehmen, auf eigene Faust zu ermitteln. Ahnungslos, dass der Mörder es bereits auf Miriam abgesehen hat … 


Rezension/Meinung

Ein Bestatter-Krimi, mein erster Krimi, der so einen Untertitel trägt und ich muss sagen, es hat sich durchaus gelohnt diesen zu lesen, denn er verspricht genau das, was man von diesem Untertitel und dem Cover irgendwie erwartet: Ein wenig wie ein Regionalkrimi, eine Assoziation, die irgendwie vom Cover ausging, und ein wenig mehr Humor, als in vielen anderen Krimis, denn sowohl der Untertitel, als auch der Klappentext haben das einfach versprochen.

Diese beiden Dinge erfüllt der Roman einfach auf ganzer Länge. Er ist allein vom Schreisbtil ähnlich dem der Regionalkrimis, läst sich verdammt leicht und locker lesen, hat angenehm kurze Kapitel und Charaktere, die meiner Meinung nach eine sehr bunte Mischung bilden.Vor allen Dingen, Victor und seine Familie bildet allein schon einen Haufen sehr verrückter Charaktere, wobei es interessant ist, welche unterschiedlichen Motive und Gründe allesamt hier in diesem Roman habe. Dabei kann ich selbst Victor noch am besten verstehen, die Handlungen seines Onkels waren mir teils ein wenig unverständlich, auch wenn seine Beziehung zwischen ihm und seiner Frau Hedwig sehr niedlich ist. Allgemein haben die Familienmitglieder und ihre Beziehungen zueinander aber durchaus ein wenig etwas skuriles, was aber auf jeden Fall für einige sehr amüsante Stellen sorgt. Die häufigsten Lacher erzeugt jedoch Viktor bei seinen eigenständigen Ermittlungen in dem Fall des Serienkillers, da er an sehr absurden Orten landet, sich in diverse Gefahren begibt etc.

Was ich ein bisschen irritierend fand, sind die Hinweise und Anekdoten, die auf den ersten Band hinweisen, denn wenn man diesen, wie ich, nicht gelesen hat, dann bleiben einem einige dieser Anspielungen sehr schleierhaft. Wären es nur ein oder zwei Stellen gewesen, hätte ich diesen Aspekt nicht so irritierend empfunden, jedoch gab es leider einige mehr davon, was irgendwann einfach zu viel wurde.

Allgemein ein gelungener Krimi, der für kurzweilige Unterhaltung und einige Schmunzler und Lacher sorgt. Möchte man also einen amüsanten Krimi, mit skurilen Charakteren und einigen verrückten Begebenheiten hören möchte, dem kann ich diesen Krimi auf jeden Fall empfehlen.


Fazit


Mittwoch, 30. Dezember 2015

Rezension ~ Die Seiten der Welt - Nachtland

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Seiten der Welt - Nachtland
Autor: Kai Meyer
Gebundene Ausgabe: 592 Seiten
Verlag: FISCHER FJB
Ersterscheinung: 25. Juni 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3841421660
ISBN-13: 978-3841421661
Genre: Fanatsy
Reihe: Die Seiten der Welt
Band: II


Über den Autor

Kai Meyer, 1969 in Lübeck geboren, ist als Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor tätig. Er gilt als ein Vertreter des magischen Realismus – in seinen Büchern verbinden sich historische Ereignisse und Personen mit Elementen aus dem Bereich der Sagen und Mythen. Nach seinem Abitur studierte er einige Semester Film, Theater und Philosophie, bevor er ein Volontariat bei einer Tageszeitung begann. Nach einigen Jahren als Journalist und Filmkritiker beschloss Meyer 1995, zukünftig als freier Autor tätig zu sein. Bereits 1993 hatte er mit „Der Kreuzworträtsel-Mörder“ seinen ersten Kriminalroman veröffentlicht, der auf einem Fall aus der ehemaligen DDR basierte. Ein Jahr später ließ er „Schweigenetz“ folgen. Mit „Geisterseher“, welches 1995 erschien, gelang ihm der Durchbruch als Schriftsteller. In den folgenden Jahren schrieb Meyer zahlreiche Romane, viele davon bilden ganze Serien. Beispiele hierfür sind etwa die „Doktor Faustus“-Triologie, „Die Nibelungen“, „Die Sieben Siegel“ sowie die Trilogien „Merle und die fließende Königin“, „Die Wellenläufer“, „Wolkenvolk“ und „Sturmkönige“. Zudem schrieb Kai Meyer Drehbücher und war als Co-Autor an der Kreation eines Fantasy-Rollenspiels beteiligt. Bis zum heutigen Tage hat Kai Meyer rund 50 Bücher veröffentlicht, welche in fast 30 Sprachen übersetzt wurden. Die weltweite Gesamtauflage seiner Bücher beträgt mehrere Millionen Exemplare. Im März 2012 erschien der dritte Band der Alchimistin-Saga, "Die Gebannte". Hintergrund: Einige Jahre nach "Die Alchimistin" und "Die Unsterbliche" beschlossen Kai Meyer und sein Verlag (Heyne), die beiden Bände neu aufzulegen. Dafür überarbeitete Kai Meyer die Werke und bekam dabei Lust auf einen dritten Band.


Inhaltsangabe/Klappentext

Das Abenteuer geht weiter: Das zweite Buch des Spiegel-Bestsellers DIE SEITEN DER WELT von Erfolgsautor Kai Meyer um die junge Bibliomantin Furia.
Die Reise ins Herz der Bücherwelt
Schon seit Wochen roch Furia nach Büchern: Sie war auf dem besten Weg, eine erstklassige Bibliomantin zu werden.
Immer tiefer dringt Furia in die magische Welt der Bücher vor.
Das phantastische Reich mit seinen uralten Bibliotheken und
Geschichten wird von den tyrannischen Drei Häusern regiert.
Von einem geheimen Ort aus, dem Sanktuarium, herrschen sie über
die Geschicke aller Bibliomanten und Exlibri. Doch Furia und ihre
Gefährten leisten Widerstand. Um ihre Welt von den Unterdrückern
zu befreien, begeben sie sich auf die gefährliche Suche durch die
verborgenen Refugien nach dem Zentrum der Macht – und stoßen
auf das größte Geheimnis der Bibliomantik.

Die Fortsetzung des Bestsellers ›Die Seiten der Welt‹



Rezension/Meinung

Nach dem ersten Band dieser Reihe, muss ich echt sagen, war ich noch davon überzeugt, dass es sich um einen reinen Einzelband handelt, denn iregndwie wirkte die Geschichte für mich so abgeschlossen. Von daher war ich durchaus überrascht, dass "Die Seiten der Welt" doch noch weiter geht, aber ich muss sagen, dass es durchaus eine gelungene Fortsetzung ist und ich mich schon auf den dritten Band der Reihe freue.

Was ich sehr auffällig fand, ist der Aspekt, dass diesmal mehrere Charaktere eine leichte Protagonistenrolle hatten. Nicht nur allein Furia hat in diesem Teil eine erzählende Rolle, es gibt auch viele Kapitel, die von Isis Nimmernis erzählt werden. Genau diese Kapitel, muss ich zugeben, finde ich auch extrem spannend, da Isis so ein gänzlich anderer Charakter ist, deutlich erfahrener oft wirkt, als viele der anderen und gleichzeitig so viele Aktionen startet, die nicht wirklich stimmig wirken zu ihrem restlichen Verhalten. Was ihre leichte Zwiegespaltenheit, die zwischen ihrer alten und neuen Existenz immer noch vorhanden ist. Wobei ich sagen muss, dass ich Isis einfach sehr gern mag. Ebenso sind ihre Abschnitte einfach extrem interessant, da hinter so vielen Dingen, die man dort erfährt noch einige Gehemnisse oder auch anderes steckt, die es einfach spannend machen. Ebenso ist es auffällig, dass Finnian in diesem Band eine deutlich kleinere Rolle spielt, als noch im ersten Teil, was ich persönlich aber nicht sonderlich schlimm finde, da ich mit Finnian immer noch nicht warm geworden bin. Anders, als mit anderen Charakteren, die ich deutlich sympathischer nach diesem Teil finde und denen man deutlich näher kommen konnte.

Ganz besonders spannend, finde ich in diesem Teil die Figur Pandora Himmel, die einfach genial ist, vor allen Dingen, da sie so viele Facetten hat und ich zwischendrin ehrlich neugierig war, was sich für Ideen hinter ihren Taten verbergen werden. Allgemein muss man aber sagen, dass dieser Band deutlich voller mit Charakteren und Ideen ist, als noch der erste und so ist er teilweise vielleicht ein bissche unübersichtlich, einem fehlt manchmal ein wenig der rote Faden der Haupthandlung und trotzdem muss ich sagen, dass ich den Band sehr mag.

Alles in allem auf jeden Fall eine würde Fortsetzung, bei der ich es in vielen Punkten sehr begrüßt habe, wie viele Charakter wichtiger oder unwichtiger in ihren Rollen wurden, ebenso, wie die genialen Ideen, die Kai Mayer teils hinter sehr einfachen Begriffen oder an diesen angelehnten versteckt. Ebenso, wie ich die Dinge, die sich hinter der Bibliomanthik verstecken, sehr genial finde, auch wenn ich ehrlich neugierig bin, was uns noch im dritten Band erwarten wird.


Fazit


Rezension ~ Hagen von Tronje

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Hagen von Tronje
Autor: Wolfgang Hohlbein
Taschenbuch: 509 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 1986
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453116542
ISBN-13: 978-3453116542
Genre: Fantasy



Über den Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte und damit den Durchbruch feierte, schrieb er mehr als 150 Romane. Teils schreibt er diese alleine, teils mit Unterstützung seiner Frau, seiner Tochter oder unter Pseudonymen. Er gilt als einer der produktivsten Autoren überhaupt. Mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Romanen aus den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction, Kinderbücher und historische Romane –  hat er sich eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Seine Werke verkauften sich über 40 Millionen Mal. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Düsseldorf.


Inhaltsangabe/Klappentext

Hagen von Tronje gilt als der einsame, finstere Verräter und Königsmörder, während Siegfried, der Drachentöter und Herrscher der Nibelungen, der strahlendste aller Helden ist. Im Spannungsfeld dieser beiden großen, schillernden Gestalten entwickelt sich das dramatische Geschehen des Nibelungenepos.


Rezension/Meinung

Eins der zwei Bücher Wolfgang Hohlbeins, die ich als Jugendliche schon gelesen hatte und dieses Jahr noch einmal wieder zur Hand genommen habe. im Gegnsatz jedoch zu dem anderen Werk Hohlbeins, muss ich bei diesem Buch sagen, dass mir die Geschichte, ebenso wie schon beim ersten Lesen, einfach gut gefallen hat.

Es liegt wohl zum einen daran, dass ich die Nibelungensage einfach sehr interessant finde und diese Adaption Hohlbeins, vor allen Dingen, da ich die Protagonistenrolle Hagen von Tronjes einfach genial finde, sehr mag. Auch, wenn vielleicht daher nicht alles vollkommen dicht am originalen Epos bleibt, ist es Hohlbein hier doch gelungen eine spannende und interessante Geschichte zu erzählen. Dabei finde ich es einfach klasse, dass die Rollen von Hagen und Siegfried hier durchaus ziemlich vertauscht sind, kommt einem Siegfried nicht wirklich als die Sagengestalt vor, die er im Original doch ist, sondern wirkt eher ein wenig naiv, arrogant und einfach nicht so wirklich sympathisch, sondern sehr auf sich und seine eigene Darstellung erpicht. Hagen, der in allen anderen Versionen eher einfach nur der böse Unsympath ist, wird hier zu einer Figur, die man einfach gern haben muss, da er sympathisch, einfühlsam, männlich, düster und so vieles anderes ist. Aber vor allen Dingen kommt man ihm deutlich näher, als in anderen Versionen und kann sein Handeln nachvollziehen.

Ansonsten wird in groben Zügen die bekannte Sage rund um Siegfried, Gunther, Brunhilde, Kriemhild, Hagen von Tronje und die Nibelungen erzählt, die viele schon in den unterschiedlichsten Ausführungen kennen werden. Alles nur aus einer leicht anderen Perspektive und mit wenigen kleinen Verschiebungen, da Hagens Rolle doch eine etwas andere ist. Dabei sind die Geschehnisse sehr spannend geschildert, ein wenig zusätzliche Mysthik mit eingestreut und Hagen fr mich ein genialer Protagonist, wobei ich insbesondere seine Beziehung zu Alberiech in diesem Roman sehr genial finde.

Ein Roman Hohlbeins, der mir nach wie vor richtig, richtig gut gefällt und den ich gern auch noch ein weiteres Mal lesen würde, da ich die Sage einfach super interessant umgesetzt finde und Hagen seit diesem Roman einer meiner Lieblingscharakere der Sage geworden ist.


Fazit

 

 

Challenge der Protagonisten - Monatsaufgabe Dezember... Ein Blick zurück!


 Die letzte Monatsaufgabe dieser Challenge! Wir sollen zurückblicken auf das letzte Lesejahr und ich muss ehrlich zugeben, es ist vieles nicht so ganz gelaufen, wie ich es eigentlich geplant hatte. Aufgrund eines Umzugs meiner Ponys im Sommer, bin ich zu dieser Zeit so wenig zum Lesen gekommen, dass ich bei mehreren Challenges in Verzug geraten bin und es jetzt noch versuche auf die letzten Meter zu schaffen. Es wird zwar knapp, aber ein bisschen besteht die Chance noch, dass ich es schaffen kann, wenn ich mich jetzt mit dem Lesen und Rezensieren ranhalte :D

Aber jetzt will ich mal auf die Bücher zurückblicken, die ich dieses Jahr gelesen habe. Bei einigen der Fragen wird es sicher etwas schwerer sie zu beantworten, aber mal gucken :D
  • Welches war dein liebster Held, dein Lieblingsprotagonist 2015?
Gleich die erste Frage zählt zu einer der komplizierteren :D Ich habe da doch so einige Lieblinge und es ist schwer sich wirklich für einen zu entscheiden. Als da ich Pfridolin schon in einem anderen Punkt nenne, will ich hier mal auf zwei weitere eingehen. Unter anderem Gonvalon aus der "Drachenelfen"-Reihe, was vor allen Dingen daran liegt, dass er mich einfach auch an Ollowein aus der "Elfen"-Reihe erinnert, da dieser seine Wiedergeburt ist und Ollowein einfach einer meiner Lieblingscharakter aller Zeiten bleiben wird. Ebenso mag ich Arthur Penhaligon aus der "Schlüssel zum Königreich"-Reihe extrem gern, weil er sich so treu bleibt die gesamte Reihe hindurch. Einfach menschlich bleiben will und nicht der typische Held ist.
  • Welches war deine liebste Heldin, deine Lieblingsprotagonistin 2015?
 Irgendwie mag ich ja oft die Protagonisten lieber, als die Protagonistinnen :D Von daher fällt mir diese Frage hier auch sehr schwer.
Uschi aus "Alleine war gestern" ist auf jeden Fall eine Protagonistin gewesen, die ich sehr gern mochte. Ebenso mag ich Furia aus "Die Seiten der Welt" sehr gern, auch wenn sie manchmal noch etwas kindisch sein kann. Ansonsten muss ich gestehen, zählten die Bücher rein mit Protagonistin eher zu denen, die ich nicht so sonderlich positiv in Erinnerung habe. Außer ich nenne die Protagonistin später noch bei den Paaren :D.
  • In welchen Charakter hast du dich in diesem Jahr sofort verliebt?
 Hm, wie interpretiere ich diese Frage denn mal, ich nehme sie mal als "Welchen Charakter ich von anfang an einfach nur richtig super fand" und nicht ganz wörtlich, denn so richtig verlieben, dass passiert mir mit Charakteren aus Bücher eher nicht :D
Billi aus "Schnucken gucken" war mir auf jeden Fall sofort sympathisch mit ihrer doch eher etwas individuellen und konfusen Art. Ebenso auch, wie viele andere Charaktere, die ich hier in anderen Punkten nenne. Aber da ich nicht alle doppelt erwähnen will, denke ich mal, dass es ausreichen dürfte, wenn ich sie heir nicht nocheinmal erwähne.
  • Mit wem aus der Buchwelt könntest du Pferde stehlen?
Eine der einfachen Fragen, denn Pferde stehlen könnte man sicher sehr super mit Pfridolin Pferd aus "Tod im Misthaufen". Das natürlich aus mehreren Gründen, zum einen ist er als fast Hengst ein ziemlicher Draufgänger, was ich mir zum Pferde stehlen durchaus als gute Eigenschaft vorstellen kann, denn mit so jemanden kann man sicher mächtig viel Spaß haben. Zum anderen kann man diesen Ausdruck hier aber auch noch sehr wörtlich nehmen, schließlich ist Pfridolin ja auch ein Pferd ;o)
  • Welches war dein liebstes Paar?
 Das ist auch wieder eine Frage, die ich noch relativ einfach beantworten kann, auch wenn mir da mehrere Paare einfallen würden :D Das erste jedoch, was mir sofort in den Kopf springt, sind Lena und Ben aus "Hummeln im Herzen". Die beiden haben einfach so gut zusammen gepasst und brauchten aber so unendlich lange und einen sehr amüsanten Taxifahrer, um das wirklich auch zu verstehen :D
  • Mit welchem Paar konntest du dich so gar nicht anfreunden? 
Mit Alberta und Hannes aus "Als der Himmel uns gehörte". Bei den beiden hatte ich einfach den Großteil der Zeit das Gefühl, dass sie nicht wirklich zusammen passen. Daher konnte ich mich mit ihnen als Paar auch nicht so wirklich anfreunden, ich wollte immer, dass Alberta endlich merkt, dass sie da den falschen ausgesucht hat.
  • Wer war dein liebster Nebencharakter?
Das ist auch wieder eine der fieseren Fragen, da ich mich hier gar nicht entscheiden kann. Wen ich irre gern mag, ist Susi Türkisblau aus der "Schlüssel zum Königreich"-Reihe, aber auch Volodi aus der "Drachenelfen"-Reihe ist klasse, auch wenn man den da nicht wirklich als Nebencharakter bezeichnen kann, nur die Reihe hat so viele Protagonisten :D da nenne ich ihn hier einfach mal mit, ansonsten kann man ihn auch oben hinzufügen.
Wer auch einfach nur super ist, der Taxifahre Knut aus "Hummeln im Herzen", den guten Mann habe ich auch sehr ins Herz geschlossen!
  • Wen kürst du zum fiesesten Antagonisten 2015?
Das ist auch ganz einfach. Bei dieser Frage gewinnt bei mir ganz klar Lucien Folter aus "Die stille Bestie". Einen so genialen Antagonisten, den man zunächst nicht klar durchschaut, der auf so eine perfide Weise mit den Menschen spielt, wie es Folter schafft, ist einfach nicht so oft zu finden und war auch einfach ein super Gegenpart zu Robert Hunter!
  • Wem würdest du gerne einmal gehörig deine Meinung sagen?
Einem Charakter mal wirklich meine Meinung sagen, klingt gut. Vor allem würde ich das gerne bei so einigen aus der "Das Lied von Eis und Feuer"-Reihe. Dort gibt es ja einige Charaktere, die ziemlich verblendet sind. Bei den Büchern von Petra Hülsmann hätte ich da auch sofort die beiden Protagonistinnen, denen ich gern mal sagen würde, dass sie doch einfach mal die Augen aufmachen solllen :D Und Dame Primus auf "Die Schlüssel zum Königreich" gehört auch zu denen, der ich gern mal gehörig die Meinung sagen würde, weil ihre Allüren sind häufig kaum zu ertragen! Wenn ich noch länger nachdenken würde, käme ich bei diesem Punkt sicher noch auf so einige Charaktere, aber ich will es mal bei dieser kleinen Auswahl belassen!


Ja, es ist schon gar nicht so leicht so ein Rückblick, vor allen Dingen, wenn man dann doch mal merkt, wie viel man zu lesen geschafft hat, auch wenn man eine Zeit kaum ein Buch zur Hand genommen hat, weil einfach so viel anderes anlag, um das man sich kümmern musste.

Alles in allem bin ich aber relativ zufrieden mit meinem Lesejahr, denn es waren einige sehr gute Bücher dabei, natürlich, wie immer, wenn man queer Beet liest, auch einige Nieten, aber so ist das nun einmal. Jetzt drücke ich mir auf jeden Fall noch selbst die Daumen und schlage mit die Nacht noch um die Ohren, damit ich es vielleicht noch schaffe auch bei meiner anderen Challenge das Ziel, wenigstens zu einem Teil, zu erreichen!

Liebe Grüße,
Themis ^.^v

Rezension ~ Das ferne Echo der Zeit

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das ferne Echo der Zeit
Autor: Pamela Hartshorne
Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 17. Februar 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479312
ISBN-13: 978-3442479313
Originaltitel: Time's Echo
Genre: Historischer Roman / Belletristik



Über die Autorin

Pamela Hartshorne hat als Redaktionsassistentin für den Observer gearbeitet, als Köchin auf einer Farm im australischen Outback und als Produktionsassistentin des Open Air Theatre in Regent's Park. Um ihre Promotion im Bereich Mediävistik zu finanzieren, wandte sie sich schließlich dem Schreiben zu. In den vergangenen fünfzehn Jahren gelang es Pamela Hartshorne, ihre historischen Forschungen mit einer Karriere als Schriftstellerin zu kombinieren, und sie wurde bereits mit zwei der renommiertesten Preise im Genre der romantischen Unterhaltung ausgezeichnet: dem RITA®, der Romance Writers of America sowie dem begehrten Romance Prize, der von der britischen Romantic Novelists' Association verliehen wird. Die Autorin lebt im englischen York. 


Inhaltsangabe/Klappentext

Ein fesselnder Roman, der das Schicksal zweier Frauen über die Jahrhunderte hinweg verbindet York 1577: Die junge Hawise Aske lächelt einem Fremden auf dem Marktplatz zu. Sie ahnt nicht, dass sie damit ihr Schicksal besiegelt. Denn der Mann wird sie nicht mehr vergessen, und eine Geschichte von Liebe, unversöhnlichem Hass, brennendem Begehren und tödlicher Eifersucht nimmt ihren Lauf. Viereinhalb Jahrhunderte später verschlägt es die Weltenbummlerin Grace Trewe ins englische York, wo sie den Hausstand ihrer verstorbenen Patentante auflösen soll. Doch irgendetwas scheint sie dort festzuhalten. In seltsamen Träumen taucht sie ab in die elisabethanische Zeit und das Leben von Hawise.


Rezension/Meinung

Trotzdem ich diesen Roman ehrlich gelungen finde, hatte ich extreme Probleme beim Lesen. Gefühlt, bin ich einfach nicht voran gekommen und konnte nicht einmal sagen, woran es liegt, denn es war nicht so, dass ich das Buch schlecht oder langweilig fand. Ganz im Gegenteil, es hat sogar eine sehr gelungene Geschichte erzählt.

Vor allen Dingen hat mir die Mischung in diesem Buch zwischen phantastischen Elementen und dem Realen sehr gefallen. Es war einfach so ineinander verpackt und verschachtelt, dass es gut gepasst hat und nicht zu übertrieben oder gekünstelt wirkte. Insbesondere die Sprüngen zwischen Grace und dem, was sie als Hawise in deren Zeit erlebt, sind einfach genial gemacht. Wie sich langsam die eine Zeit mit der anderen überblendet, finde ich toll beschrieben und vor allen Dingen auch als Idee richtig super. In manchen Augenblicken war man auch zunächst ebenso verwirrt, wie es Grace sicher war, wenn man in die Zeit von Hawise abgedriftet ist.

Dabei muss ich gestehen, finde ich die Erzählung rund um Hawise doch noch ein wenig spannender, als die Dinge, die Grace in ihrer Zeit erlebt, wenn sie nicht gerade Hawise Geschichte folgen muss. Allein weil auch die Charaktere sehr toll beschrieben sind, wie die Witwe Dent, die sicherlich eine weise, alte Kräuterfrau war und damit aber sehr gut in das Bild der Hexe passte und einfach viel Raum für Angriffe gegen sie bot. Wohl auch, weil sie eine sehr starke und selbstbewusste Frau ist. Hawise hingegen ist sehr naiv zu Beginn, man merkt aber, wie die Zeit und ihre Erlebnisse sie verändern. Eine Entwicklung, die sehr passend ist, auch wenn sie lange nicht vollständig ist, da sie sich doch aus einigen Richtungen noch etwas diktieren lässt. Ganz besonders das personifizierte Böse in Gestalt von Francis macht es ihr da aber auch nicht gerade leicht.

Spannend ist auch, wie Grace mit diesen Erlebnissen umgeht und was ihre Umwelt daher von ihr denkt. Vor allem auch, da es auch dort so viele unterschiedliche Charaktere gibt, die einen, deutlich mehr in der Realität verhaftet, die anderen, jedoch dem Übersinnlichen durchaus zugeneigt.

Ein spannender historisch-phantastischer Roman, der auch viele Elemente enthält, die sehr mystisch, spannend, unheimlich etc. sind und der wirklich gut erzählt ist. Von daher verstehe ich immer noch nicht, warum ich beim lesen so langsam war.


Fazit


Dienstag, 29. Dezember 2015

Rezension ~ Das Siegel

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Das Siegel
Autor: Wolfgang Hohlbein
Broschiert: 383 Seiten
Verlag: Heyne
Ersterscheinung: 1987
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453135814
ISBN-13: 978-3453135819
Genre: Historischer Fantasyroman



Über den Autor

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte und damit den Durchbruch feierte, schrieb er mehr als 150 Romane. Teils schreibt er diese alleine, teils mit Unterstützung seiner Frau, seiner Tochter oder unter Pseudonymen. Er gilt als einer der produktivsten Autoren überhaupt. Mit seinen in über 30 Sprachen übersetzten Romanen aus den verschiedensten Genres – Thriller, Horror, Science-Fiction, Kinderbücher und historische Romane – hat er sich eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Seine Werke verkauften sich über 40 Millionen Mal. Er lebt mit seiner Frau und seinen Kindern in der Nähe von Düsseldorf.


Inhaltsangabe/Klappentext

Am frühen Morgen landet ein Schiff im Hafen von Alexandria. Unter den Gefangenen ist der junge Ulrich von Wolfenstein, der als Kreuzfahrer ins Heilige Land ziehen wollte und es nun als Sklave betritt. Er wird zum Mittelpunkt einer Intrige der Tempelritter und Sarazenen, das Schicksal Jerusalems liegt in seiner Hand.


Rezension/Meinung

Das Buch habe ich zum ersten Mal vor Jahren gelesen. Erinnere ich mich an meine Empfindungen von damals, muss ich gestehen, dass ich das Buch damals zwar nicht als eins der besten Hohlbeins empfand, jedoch durchaus mochte.

Jetzt mit einigem Abstand zu meinem jugendlichen Ich, kann deutlich sagen, dass das Buch durchauslesbar, aber nicht wirklich gut ist. Vieles geschieht einfach zu schnell, bei einigem gibt es einfach zu wenig Informationen. Allgemein ist es einfach alles zu schnell erzählt, trotzdem die Geschichte fast vierhundert Seiten einnimmt. Vor allen Dingen ist es einfach so, dass mir, trotzdem man bei Büchern Hohlbeins mit phantastischen Elementen rechnen muss, in diesem Fall hier dieser Aspekt ein bisschen zu viel. Es will einfach nicht so recht zum Rest der Geschichte passen. Allgemein hätte man einfach Vieles viel besser mit normalen Erklärungen, ohne Übersinnliches, erklären können. Vor allen Dingen die Beschreibungen vom Alten vom Berge ect., waren für mich einfach etwas zu viel. Auch, welche Widerstandskraft Ulrich haben soll, wo alle anderen von ihm beeinflusst werden.

Jedoch lässt sich das Buch durchaus gut lesen und es ist auch nicht so, dass man es als vollkommen langweilig bezeichnen kann, es gab nur einfach einige Stellen, an denen ich mich durchaus gefragt habe, warum so viele Wiederholungen jetzt sein müssen, unter anderem als immer wieder darauf herumgeritten wurde, dass Ulrich sich aufgrund der Reise durch die Wüste ausgetrocknet fühlt. Einen Satz in diese Richtung, jeden zweiten Satz lesen zu müssen, war doch ein wenig anstrengend.

Von daher ist es leider so, dass ein geschichtlich eigentlich sehr interssanter Konflikt hier ein bisschen zu sehr in die Fantasy-Richtung gezogen und dabei auch noch so eingebettet wird, dass es nicht wirklich stimmig für mich sein wollte, auch wenn Hohlbein durchaus auch hier, wie in vielen Seiner Werke sein Talent zum Erzählen beweist, wenn auch nicht wirklich ausschöpfen kann und mir einiges nicht so wirklich gefallen mochte.

Auch Ulrich ist ein Charakter, mit dem ich nur bedingt warm werden konnte. Vielleicht auch, weil manches so abgehackt berichtet wird, dass er einfach zu viel zu schnell lernt. Zu viel zu schnell kann, obwohl eigentlich doch mehr Zeit vergeht, was einem beim Lesen aber nicht so richtig bewusst wird. Oder er ist doch ein Wunderknabe und ich hatte mit meiner Empfindung recht.

Alles in allem kein ganz schlechtes Buch, aber auch nicht wirklich gut, sondern manchmal etwas anstrengend, aber durchaus lesbar.


Fazit


Donnerstag, 19. November 2015

Rezension ~ Der Seelenbrecher

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Der Seelenbrecher
Autor: Sebastian Fitzek
Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag: Knaur
Ersterscheinung: 1. Oktober 2008
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3426637928
ISBN-13: 978-3426637920
Genre: Thriller



Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sie wurden nicht vergewaltigt. Nicht gefoltert. Nicht getötet. Ihnen geschah viel Schlimmeres ... Drei Frauen – alle jung, schön und lebenslustig – verschwinden spurlos. Nur eine Woche in den Fängen des Psychopathen, den die Presse den »Seelenbrecher« nennt, genügt: Als die Frauen wieder auftauchen, sind sie psychisch gebrochen – wie lebendig in ihrem Körper begraben. Kurz vor Weihnachten wird der Seelenbrecher wieder aktiv, ausgerechnet in einer psychiatrischen Luxusklinik. Ärzte und Patienten müssen entsetzt feststellen, dass man den Täter unerkannt eingeliefert hat, kurz bevor die Klinik durch einen Schneesturm völlig von der Außenwelt abgeschnitten wurde. In der Nacht des Grauens, die nun folgt, zeigt der Seelenbrecher, dass es kein Entkommen gibt …


Rezension/Meinung

Ein Thriller, der allein von seiner Form schon ein wenig von den mir bisher bekannten Thrillern abweicht, denn anstatt, dass einfach die Geschichte erzählt wird, ist es so, dass es damit beginnt, dass eine Gruppe von Studenten in einem abgelegenen, eigentlich verlassen wirkenden Haus von ihrem Professor dahingehend befragt wird, ob sie einen Versuch mit ihm machen würden. Dabei rät er ihnen sofort, dass es für sie schwere Folgen haben könnte, wenn sie an diesem Versuch teilnehmen und jeder gehen sollte, der dies nicht in Kauf nehmen wollen würde. Schlussendlich bleiben zwei Studenten übrig, die eine ehemalige Fallakte zu lesen bekommen, zu der sie sich nach deren Lektüre äußern sollen. Diese Fallakte ist der Roman der einem erzählt wird.

Das interessanteste an dieser Fallakte ist, dass man nie wirklich sicher sagen kann, was entspricht der Wahrheit, was ist wohl Phantasie. Dabei wird die Akte in Romanform erzählt und Casper, der sich nicht daran erinnern kann, wer er eigentlich wirklich ist und aus diesem Grund in der Teufelsbergklinik verweilt, wird zum Anführer der Gruppe in der Klinik, die versucht herauszufinden, was sich abspielt, nachdem sich vermutlich der als Seelenbrecher bekannte Psychopath mit ihm und den anderen Patienten in der Klinik aufhält. Das zusätzlich schlimme, die Patienten haben keine Möglichkeit mehr die Klinik zu verlassen und sind mit dem Täter zusammen eingesperrt.

Ein sehr großes Talent von Sebastian Fitzek liegt auf jeden Fall in seinem Schreibstil, dem Talent gewisse Dinge zu beschreiben, denn man fühlt sich wirklich sehr in den Thriller hineingezogen, kann nur schwer mit dem Lesen aufhören und ist einfach gefesselt von den Begebenheiten. Zudem machen die Rätsel, die der Täter bei seinen Opfern zurück lässt den Thriller nur noch ein wenig spannender.

Die Charaktere selbst sind, bis auf den Täter, von dem man zwar weiß, wer es ist, aber ansonsten eher wenig erfährt, durchaus sehr gut beschrieben und manche wunderliche Art der Patienten kann auch ehrlich sehr amüsant sein, was den Thriller hin und wieder dann auch ein wenig auflockert. Bei Caspar selbst habe ich mich nur immer wieder gefragt, wer er wohl in Wirklichkeit sein könnte, da er ja doch deutlich mehr Wissen besaß in Bereichen, als er eigentlich haben dürfte, wenn er nicht eine gewisse Ausbildung besitzt. Und vor allem auch das Ende ist wirklich gelungen.

Alles in allem ein durchaus sehr guter Thriller, den ich gern gelesen habe.


Fazit


Mittwoch, 18. November 2015

Rezension ~ Heimweh

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Heimweh
Broschiert: 432 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 8. Juni 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286909
ISBN-13: 978-3548286907
Autor: Marc Raabe
Genre: Thriller



Über den Autor

Marc Raabe wurde 1968 in Köln geboren. Mit 15 Jahren entdeckte er seine Leidenschaft fürs Geschichtenerzählen und begann mit einem Freund Filme zu drehen. Drei Jahre später entstand daraus eine Produktionsfirma für Industriefilme, Musikvideos und Fernsehen. Zusätzlich studierte er Theater-, Film- und Fernsehwissenschaften sowie Germanistik, beendete jedoch das Studium vorzeitig, um sich ganz seiner Firma zu widmen. Heute ist er Gesellschafter und Geschäftsführer einer Fernsehproduktion und lebt mit seiner Familie in Köln. Sein Thriller-Debüt »Schnitt« erschien 2012 im Ullstein Verlag und stand mehrere Wochen auf der Spiegel Online Bestsellerliste, ebenso wie sein zweiter Thriller »Der Schock«. Seine Bücher erscheinen in sechs Sprachen, »Schnitt« stand 2012 auf der Krimi Short-List des LovelyBooks Leserpreises und wurde zudem beim Krimi Blitz 2012 von Krimi-Couch.de zum drittbesten deutschen Krimi gekürt.


Inhaltsangabe/Klappentext

Jesse Berg ist ein erfolgreicher Kinderarzt. Frisch geschieden, kümmert er sich liebevoll um seine kleine Tochter Isa. Über seine Vergangenheit spricht er nicht. Bis plötzlich seine Exfrau ermordet und seine Tochter entführt wird. Der Täter hinterlässt für Berg eine Nachricht: Sie gehört dir nicht. Du musst sie vergessen. Berg ist klar, dass er selbst das Ziel des Anschlags ist. Eine langvergessene Schuld drängt ans Licht. Um Isa zu finden, muss er das tun, was er nie wollte: zurück in seine Vergangenheit. Zurück ins Heim. Dort hat er gelernt, sich zu wehren, und dort wäre er beinahe getötet worden. Berg nimmt die Kampfansage an. Denn für Isa würde er alles tun. Auch ein zweites Mal durch die Hölle gehen.


Rezension/Meinung

Der dritte Thriller aus der Feder von Marc Raabe und der in meinen Augen bisher Beste von ihm. Denn auch, wenn ich schon relativ früh eine Vermutung hatte, was hinter den Geschehnissen in diesem Thriller stecken könnte, war er einfach extrem gut gemacht, die Charaktere interessant, vor allen Dingen auch die Sequenzen, in denen man auf Jesses Leben im Heim zurück blickt, einfach sehr spannend, ebenso, wie die Geschehnisse, die sich rund um den Mord an seiner Exfrau und die Entführung seiner Tochter drehen.

Zunächst finde ich ja allein schon die Idee total spannend, die Handlung in ein ehemaliges Kinderheim zu legen, bei dem doch einige der ehemaligen Heimbewohner noch sehr nah dran leben und zudem das Heim selbst eher in einer extrem abgelegenen Ecke liegt. Allein durch die Aussagen der ehemaligen Mitbewohner von Jesse und dem Wissen, was man selbst aus den rückblickenden Sequenzen mitbekommt, geben für einen als Leser ein Bild, dass gerade dadurch spannend ist, dass es nicht richtig passen will und immer dann, wenn ein Charakter auftaucht, bei dem man die Hoffnung hegt, dass dieser etwas wissen könnte, was einem das Bild klarer macht, dann ist dieser plötzlich verschwunden oder ähnliches. Dazu kommt dann noch, dass Jesse als Charakter sehr spannend gestaltet ist, da er eine Amnesie betreffend seine jungen Jahre im Heim hat, so dass er seinen eigenen Charakter, seine Vergangenheit und viele andere Dinge gar nicht richtig einschätzen kann. Man selbst als Leser hat zwar die Vermutung, dass der Grund daran an der Szene aus dem Prolog liegt, aber trotzdem bleibt auch für einen selbst, solange es in den Rückblicken nicht erwähnt wird, so einges im Dunklen.

Aufgrund dieser Tatsachen weiß man selbst auch nie so recht, ob man Jesse wirklich trauen kann, auch wenn er einen von Grund auf sympathischen Eindruck bei mir hinterlässt. Trotzdem er nicht immer zu allen Menschen, denen er begegnet vollkommen nett bleibt, aber das ist, vor allem in seiner speziellen Situation, auch kein großes Wunder. Nebenbei wird einem auch das Heim und was damals alles dort passiert ist immer etwas suspekter, denn man merkt, dass einiges nicht mit rechten Dingen zugegangen sein kann und es wird einfach immer spannender, wie bloß alles zusammenhängt.

Dies und ein gewisser brutaler Aspekt, den es wohl in jedem Thriller irgendwo gibt, machen das Buch ehrlich richtig spannend und auch, wenn ich durch manchen kleinen Hinweis schon früh einen Verdacht gehegt habe, was Jesse und sein Verhalten damals so nachhaltig verändert hat, blieb das Buch und auch der Showdown spannend.

Ein Thriller, den ich wirklich nur empfehlen kann, ebenso wie den Autor dieses Buches.


Fazit


Rezension ~ Passagier 23

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Passagier 23
Autor: Sebastian Fitzek
Gebundene Ausgabe: 432 Seiten
Verlag: Droemer HC
Ersterscheinung: 30. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 342619919X
ISBN-13: 978-3426199190
Genre: Thriller



Über den Autor

Sebastian Fitzek wurde 1971 in Berlin geboren. Er studierte Jura, promovierte im Urheberrecht und arbeitete als Chefredakteur und Programmdirektor für verschiedene Radiostationen in Deutschland. Gleich sein erster Psychothriller "Die Therapie", der im Jahr 2006 erschien, eroberte die Taschenbuch-Bestsellerliste. Bald darauf erschienen die Titel "Amokspiel" sowie "Das Kind" und "Der Seelenbrecher", mit denen er seinen Ruf als "Star" des deutschen Psychothrillers festigte. Auch "Der Augensammler" und die Fortsetzung "Der Augenjäger" zeichnen sich durch gelungene, psychologische Spannung aus. Seine Bücher werden in vierundzwanzig Sprachen übersetzt; als einer der wenigen deutschen Thrillerautoren erscheint Sebastian Fitzek auch in den USA und England, der Heimat des Spannungsromans. Sein dritter Roman "Das Kind" wurde mit internationaler Besetzung verfilmt und kam im Herbst 2012 in die Kinos. Im September 2012 erschien sein Thriller "Abgeschnitten", den er zusammen mit dem Gerichtsmediziner Michael Tsokos geschrieben hat. Sebastian Fitzek lebt mit seiner Frau Sandra und den zwei Kindern in Berlin.


Inhaltsangabe/Klappentext

Jedes Jahr verschwinden auf hoher See rund 20 Menschen spurlos von Kreuzfahrtschiffen. Noch nie kam jemand zurück. Bis jetzt ... Martin Schwartz, Polizeipsychologe, hat vor fünf Jahren Frau und Sohn verloren. Es geschah während eines Urlaubs auf dem Kreuzfahrtschiff „Sultan of the Seas“ – niemand konnte ihm sagen, was genau geschah. Martin ist seither ein psychisches Wrack und betäubt sich mit Himmelfahrtskommandos als verdeckter Ermittler. Mitten in einem Einsatz bekommt er den Anruf einer seltsamen alten Dame, die sich als Thrillerautorin bezeichnet: Er müsse unbedingt an Bord der „Sultan“ kommen, es gebe Beweise dafür, was seiner Familie zugestoßen ist. Nie wieder wollte Martin den Fuß auf ein Schiff setzen – und doch folgt er dem Hinweis und erfährt, dass ein vor Wochen auf der „Sultan“ verschwundenes Mädchen wieder aufgetaucht ist. Mit dem Teddy seines Sohnes im Arm...


Rezension/Meinung

Durch den Autor Sebastian Fitzek habe ich bei diesem Thriller durchaus auch so einiges erwartet. Die meisten meiner Erwartungen konnte der Autor auch sehr gut erfüllen, auch wenn ich, wie bei vielen Werken aus diesem Genre, auch bei manchem etwas zu schnell auf die Lösung gekommen bin. Jedoch konnte er mich auch an vielen Stellen auf jeden Fall noch sehr überraschen.

Allein der Aspekt mit dem „Passagier 23“ auf Kreuzfahrtschiffen und wie sehr doch auch solche Unternehmungen für Selbstmorde, Morde und ähnliches genutzt werden, fand ich einen extrem spannenden Ansatz. Zumal man aus dieser Richtung auch super einen Krimi bzw. Thriller entwickeln kann, wie man an diesem hier sehr gut sehen kann. Es ist vor allen Dingen auch der Aspekt hier sehr interessant, dass man bei vielen Punkten lange nicht weiß, wer wohl der Täter ist oder auch, ob es überhaupt einen gegeben hat. Insbesondere der Fall rund um Martins Sohn und Frau finde ich dabei sehr spannend. Ebenso bei dem Mädchen Anouk, welches plötzlich auf dem Schiff wieder aufgetaucht ist oder auch dem Mutter-Tochter-Gespann Julia und Lisa, bei dem man sich wirklich fragen musste, was Lisa im Schilde führt und wer wohl diese ominöse Person Querkey sein könnte.

Insgesamt nahm der Thriller in vielen Punkten durchaus einen gänzlich anderen Verlauf, als ich ihn wirklich erwartet hätte. Manche sehr sympathische Person stellte sich doch in gewissen Punkten ganz anders dar, als ich je gedacht hätte, mancher zunächst wie ein Nebencharakter wirkender gewann deutlich mehr an Relevanz und vor allen Dingen das Motiv hat mich doch extrem überrascht.

Dabei gab es einige Charakter, die mir von Beginn an extrem unsympathisch waren, wie unter anderem Lisa, die enorm zickige Tochter Julias oder auch manchen Angestellten des Schiffs. Ganz anders war es da bei Elena, der Schiffsärztin, von der Martin Unterstützung erhält, die mir sehr sympathisch war oder Anouk, die ich eher ein wenig seltsam und schwer einzuschätzen empfand. Einer der genialsten Charaktere ist aber eindeutig Gerlinde Dobkowitz, die alte Dame durch deren Anruf Martin die »Sultan of the Seas« überhaupt wieder betritt. Ihre verrückte Art und ihre absurden Idee, unter anderem von einem „Bermuda Deck“ sind einfach nur genial und haben mich sehr zum Schmunzeln gebracht. Bei Martin ist es so, dass ich ihn zwar durchaus auch sehr sympathisch finde, er mir jedoch etwas zu überzogen dargestellt ist, mit seiner Art, wie er als Polizist agiert und was er da alles so für seinen Job scheinbar zu machen scheint. Dieser Fakt lässt ihn einfach etwas unglaubwürdig wirken.

Alles in allem ist es aber ein richtig gelungener Thriller, bei dem ich nie erwartet hätte, dass das Motiv aus dieser Richtung kommt und bei dem es doch auch noch die ein oder andere Überraschung und überraschende Wendung gibt.


Fazit


Rezension ~ Der eiserne Sommer

Allgemeine Informationen zum Roman


Titel: Der eiserne Sommer
Autor: Angelika Felenda
Taschenbuch: 435 Seiten
Verlag: Suhrkamp Verlag
Ersterscheinung: 18. August 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3518465422
ISBN-13: 978-3518465424
Genre: Krimi



Über die Autorin

Angelika Felenda hat Geschichte und Germanistik studiert und arbeitet als literarische Übersetzerin in München. Der eiserne Sommer ist ihr erster Roman.


Inhaltsangabe/Klappentext

Juni 1914: Zwei Schüsse fallen in Sarajewo, und die Welt rückt an den Abgrund. Franz Ferdinand, der Thronfolger Österreich-Ungarns, ist tot. Zur gleichen Zeit steht Kommissär Reitmeyer in München vor einer schwierigen Entscheidung. Er hat es satt, die Marionette des Polizeipräsidenten zu sein. Die Leiche eines jungen Mannes führt ihn von den Arbeitervierteln bis in die Villen der Großbürger. Und in das berüchtigte Café Neptun, Vergnügungsort der Offiziere. Der Polizeipräsident drängt ihn, nicht noch tiefer zu schürfen, und gegen das Militär darf er per Gesetz nicht ermitteln. Da macht Reitmeyer eine ungeheuerliche Entdeckung, die nicht nur ihn selbst zum Abschuss freigibt, sondern die das ganze Land in den Untergang stürzen könnte.


Rezension/Meinung

Mein erster Eindruck von diesem Roman war wirklich, oh hoffentlich geht das nicht so weiter, denn gewisse Abschnitte dieses Buches sind in der Form eines Protokolls geschrieben, welches sich sehr unangenehm lesen lässt, da teils die Zusammenhänge nicht deutlich sind, es einfach auch sehr stichpunkthaft wirkt. In diesem Augenblick und da auch direkt der erste Part des Buches so geschrieben ist, hatte ich ehrlich ein wenig Bedenken, was da noch auf mich zukommen würde. Jedoch gibt es deutlich mehr Stellen im Roman, die in einer normalen Form abgefasst sind, was ich doch dann nur sehr begrüßt habe.

Allgemein hat die Autorin es nämlich sehr gut geschafft vor allen Dingen die Zeit zu treffen, in welcher der Roman spielt. Zum einen die typische preußische Korrektheit, Strenge und Art, die man den deutschen teils heute noch zuschreibt, wie auch einfach die Sprache und das Leben zu dieser Zeit. Das wird allein schon dadurch sofort sichtbar, dass es nicht Kommissar Sebastian Reitmeyer ist, der die Hauptrolle inne hat, sondern Kommissär Sebastian Reitmeyer, ein Wort, das einem fast ein bisschen noch einem Schreibfehler aussieht. Zum anderen sind die Spannungen, die damals, so kurz vor dem ersten Weltkrieg in der Luft lagen einfach super getroffen, wie auch jedwede politische Sichtweise dieser Zeit.

Ich selbst musste mich jedoch zunächst in diesen Stil des Romans gewöhnen, der doch sehr auch von seiner Sprache und Art an diese Zeitepoche angelehnt ist. Jedoch ist es auch so, dass je mehr ich mich an die Art gewöhnt habe, desto besser wurde der Roman und desto höher wurde für mich auch die Spannung des Krimis, da man irgendwann mehr anfangen konnte auf die Handlung zu achten, da ich nicht mehr so vom Schreibstil abgelenkt wurde.

Des Weiteren muss ich auch einfach sagen, dass Sebastian Reitmeyer ein Charakter ist, den ich sehr sympathisch finde. Zwar gegängelt von seinem Vorgesetzten und der politischen Lage, bleibt er sich durch den gesamten Krimi hinweg treu und gibt die Ermittlungen nicht auf, die noch zu einem spannenden und interessanten Motiv und Ergebnis führen.

Für mich ein Krimi, der durchaus sehr lesenswert ist, wenn man sich einmal in ihn einlesen konnte, da er einfach von seiner Epoche und Handlung sehr gelungen ist, auch wenn ich zunächst Schwierigkeiten mit diesem sehr nah an der Handlungszeit liegenden Stils hatte.


Fazit


Dienstag, 17. November 2015

Rezension ~ Wetterleuchten im Roussillon

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Wetterleuchten im Roussillon
Autor: Philippe Georget
Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Ullstein Taschenbuch
Ersterscheinung: 8. Juni 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548286151
ISBN-13: 978-3548286150
Originaltitel: Les violents de l'automne
Genre: Krimi
Reihe: Gilles Sebag
Band: II


Über den Autor

Der französische Autor Philippe Georget wurde 1963 geboren. Nach dem Journalismus-Studium arbeitete er mehrere Jahre beim Radio und Regionalfernsehen, bevor er 2001 seine Frau und seine Kinder in den Campingbus packte und mit ihnen die Mittelmehrküste entlangfuhr - von Marseille aus durch Italien, Griechenland, Türkei, Syrien, Jordanien, Libyen und Tunesien. Er ließ sich schließlich mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Perpignan nieder, wo er noch heute schreibt, die Landschaft genießt und Marathon läuft. Sein Debüt "Dreimal schwarzer Kater" gewann in Frankreich mehrfach Auszeichnungen.


Inhaltsangaeb/Klappentext

Inspecteur Gilles Sebag ist gerade aus den Sommerferien zurück, als die Leiche eines Rentners gefunden wird. Offenbar wurde er vom Mitglied einer aus dem Algerienkrieg bekannten Geheimarmee ermordet. Es stellt sich schnell heraus, dass eine 50 Jahre alte Rechnung beglichen wurde. Dann gibt es einen weiteren Toten, der auch in den Algerienkrieg involviert war, und die Sache wird so politisch, dass Gilles aufpassen muss, mit wem er spricht. Als schließlich seine Tochter in den Fall verwickelt wird, muss Gilles sich entscheiden: Karriere oder der heißgeliebte Familienfrieden?


Rezension/Meinung

Der zweite Band um Kommissar Gilles Sebag, der sich in diesem Teil einem Fall gegenüber sieht, der allein schon aufgrund seiner politischen Hintergründe, geraten doch ehemalige Algerienfranzosen in den Fokus der Ermittlungen, durchaus auch sehr verwirrend für die Ermittler ist. Für mich als Leser jedoch war das Thema in jedem Fall interessant, auch wenn ich mich zuvor weder mit den Algerienfranzosen, noch dem Algerienkrieg ausgekannt habe. Es war eher so, dass dies eine historische Begebenheit ist, von der ich eher noch gar nichts mitbekommen hatte.

Man erfährt während der Ermittlungen extrem viel über den Algerienkrieg, die Algerienfranzosen, ihre Einstellung zu dem Leben damals und wie sie ihr Leben heute, wo sie in Frankreich leben, wahrnehmen. Vieles davon finde ich sehr spannend, auch wenn durchaus nicht alles davon für den Krimi relevant ist, aber es ist doch auch immer wieder interessant die größeren Zusammenhänge zu erfahren. Vor allen Dingen auch, da es in diesem Roman bei vielen Aspekten, vor allem den historischen, so gelöst wurde, dass man dies in Rückblicken in diese Zeit, von den Charakteren damals erzählt bekommt. Dadurch werden die Schrecken dieser Zeit einfach so viel deutlicher. Vor allen Dingen, was die OAS alles für Verbrechen begangen hat. Man kann daher auch ein wenig mit dem Täter mitfühlen, auch wenn es seine Taten nicht wirklich rechtfertigt. Jedoch fällt es mir als Außenstehendem sehr schwer die Algerienfranzosen, vor allen Dingen in der Idealisierung Algerien wirklich zu verstehen.

Neben diesem Fall ermittelt Gilles Sebag noch wegen des Unfalltodes eines Freundes seiner Tochter, wobei diese die Vermutung hegt, dass es kein reiner Unfall, sondern Fahrerflucht war. Dieser kleine Nebenfall ist durchaus auch sehr interessant und gut integriert, was ich zum Ende hin sagen muss, ist, dass er vielleicht sogar ein bisschen zu sehr in die restliche Geschichte integriert wurde, um nicht ein wenig zu konstruiert zu wirken.

Wen ich aber sehr sympathisch finde, sind Gilles Sebag und sein Team selbst, auch wenn sie manchmal ein kleines bisschen wunderlich wirken. Mag aber auch einfach an dem Schlag Mensch liegen, wie ihn diese Region hervorbringt, in welcher die Geschichte spielt. Der Titel des Buches, bis auf den Hinweis nach dem Roussillon, welcher ja der Handlungsort ist, blieb mir jedoch ein wenig schleierhaft.

Allgemein ein durchaus guter Krimi, wenn man sich damit abfinden kann, dass er sehr viele historische Informationen enthält, die manchem Leser vielleicht ein bisschen zu viel werden könnten, ich aber durchaus interessant finde. 


Fazit


Rezension ~ Helden des Olymp - Das Haus des Hades

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Helden des Olymp ~ Das Haus des Hades
Autor: Rick Riordan
Gebundene Ausgabe: 624 Seiten
Verlag: Carlsen
Ersterscheinung: 21. Oktober 2014
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3551556040
ISBN-13: 978-3551556042
Originaltitel:The House of Hades (Heroes of Olympus Book 4) 
Genre: Jugendbuch / Fantasy
Reihe: Helden des Olymp
Band: IV


Über den Autor

Rick Riordan wurde am 5. Juni 1964 in San Antonio, Texas geboren. Er studierte Englisch und Geschichte an der University of Texas und unterrichtete viele Jahre an Schulen in seiner Heimatstadt sowie in Kalifornien. Sein Debütroman veröffentlichte er 1997 mit »Big Red Tequila« – dem ersten Band seiner »Tres Navarre-Reihe« in der zuletzt 2007 »Rebel Island« erschien. Seinen internationalen Durchbruch erlangtre Riordan mit seine »Percy-Jackson«-Reihe deren erster Band 2005 mit »Diebe im Olymp« erschien, welche auch verfilmt wurde. Der fünfte Band »Die letzte Göttin« erschien Ende September 2011 auf deutsch. Der siebente Band »The Son of Neptune« erschien ebenfalls im Jahr 2011 in den USA. Parallel dazu veröffentlichte er 2010 den ersten Band einer weiteren Reihe, den »Kane Chronicles« mit dem Titel »The Red Pyramid«. 2011 erschien der zweite Teil der Chroniken "Der Feuerthron", ehe 2013 mit "Der Schatten der Schlange" der dritte Band folgt. Riordan wurde für seine Werke schon mit verschiedenen Preisen geehrt. Bereits 1998 erhielt er den Shamus Award und den Anthony Award für Big Red Tequila. 1999 folgte der Edgar Award für das beste Originaltaschenbuch für den Widower’s Two-Step. 2008 und 2009 konnte er sich den Mark Twain Award sichern. Und ebenfalls im Jahr 2009 wurde er mit dem Rebecca Claudill Award für "Percy Jackson - Diebe im Olymp" ausgzeichnet. 2012 wurde die neue Reihe um Percy Jackson unter dem Titel "Helden des Olymp" veröffentlicht. Mit "Der verschwundene Halbgott" kam im Oktober 2012 der erste Band auf den deutschen Buchmarkt. Mit seiner Frau und seinen zwei Kindern lebt er noch immer in seiner Heimatstadt in San Antonio, Texas.


Inhaltsangabe/Klappentext

Percy und Annabeth haben es mit ihren Freunden auf ihrem Schiff, der Argo II, bis nach Rom geschafft. Doch nun steht alles auf dem Spiel: Die Erdgöttin Gaia und ihre Armee aus Riesen können sie nur aufhalten, wenn sie die Tore des Todes von beiden Seiten gleichzeitig verschließen. Gut, dass Percy und Annabeth ohnehin durch einen Felsschlund in die Unterwelt gestürzt sind, da können sie gleich auf die Suche danach gehen. Werden sie es rechtzeitig schaffen und den Untergang des Olymps verhindern?


Rezension/Meinung

Nach dem Ende des letzten Bandes dieser Reihe war ich ja doch erstmal ziemlich baff, die das Ganze bloß weitergehen könnte. Nicht nur, dass Percy und Annabeth eventuell sonst wo gelandet sind, auch von vielen anderen Punkten aus betrachtet, sah die Sachlage nicht besonders rosig aus.

In diesem Band finde ich es dabei besonders spannend und auch interessant, dass man jetzt zwei so vollkommen unterschiedliche Handlungsstränge hat. Zum einen den der restlichen Truppe, die versucht zum Haus des Hades zu kommen, um die Tore zur Unterwelt von dieser Seite aus zu schließen, als auch die anderen beiden, die, wie man nun weiß, in der Unterwelt, dem Tartarus, gelandet sind. Dabei sind allein schon die Beschreibungen der Unterwelt richtig klasse. Jedoch muss ich sagen, dass ich mich diese ganzen Flüsse, die sie dort unten haben, doch durchaus verwirrt haben zwischendurch, aber genau dies ist wohl auch eine der Eigenschaften des Tartarus, dass man sich selbst nicht mehr ganz trauen kann immer. Auf jeden Fall extrem bildgewaltig beschrieben diese Gegend und manchen, auf den Percy und Annabeth dort unten treffen, mag ich richtig gern, vor allem einen alten Bekannten, bei dem man es zwar nicht unbedingt erwartet hätte, der ihnen noch zur Hilfe eilt, wenn vielleicht auch nicht zur Gänze freiwillig.

Aber auch bei der restlichen Truppe, die mit der Argo II weiterreist, bleibt es spannend, da sie immer noch auf etwaige Götter treffen, die aufgrund des hin-und-hers zwischen ihrer griechischen und römischen Ausprägung teils nicht ganz einfach sind, teils sogar dazu neigen mehr Probleme zu machen als wirklich hilfreich zu sein, zusätzlich zu weiteren Monstern, die ihnen begegnen und unterschwellig immer noch die Kämpfe, die sich mehr und mehr zwischen den griechischen und römischen Campbewohnern anbahnen. Es bleibt als auch in diesem Bereich einfach Spannung pur erhalten.

Dabei ist es einfach zu interessant zu sehen, wie sich die einzelnen Charaktere immer mehr auch von ihrer Persönlichkeit her verändern, an ihren Aufgaben wachsen und dass man zudem auch ein wenig mehr über Nico erfährt, der bisher immer eher etwas im Dunklen gestanden hat, wenn man das Wissen, was man bezüglich der anderen zu ihm hat, damit vergleicht.

Ich bin jetzt auf jeden Fall extrem gespannt, wie es im nächsten Band weitergehen wird, von dem ich gehört habe, dass es auch der letzte dieser Reihe werden dürfte. Leider.


Fazit

Rezension ~ Schneewittchen muss sterben

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Schneewittchen muss sterben
Autor: Nele Neuhaus
Taschenbuch: 537 Seiten
Verlag: List Taschenbuch
Ersterscheinung: 11. Juni 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3548609821
ISBN-13: 978-3548609829
Genre: Krimi
Reihe: Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein
Band: IV


Über die Autorin

Nele Neuhaus schreibt seit ihrer Kindheit und wollte auch schon immer Schriftstellerin werden. Schon als Kind hatte sie eine tiefe Verbundenheit zu Pferden, sogar ihr Fahrrad wurde durch ein Seil einfach zum Pferd umfunktioniert. Sie lernte dann auch reiten, traute sich jedoch nie ans Springreiten heran. Sie arbeitete in einer Werbeagentur und studierte Jura, Geschichte und Germanistik. Seit sie ihren Erstlingsroman und die ersten beiden Krimis mit den Ermittlern Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff im Selbstverlag veröffentlichte, wuchs ihre Fangemeinde rasant. Ihr viertes Buch "Tiefe Wunden" erschien im Ullstein-Verlag, mit "Schneewittchen muss sterben" gelang Nele Neuhaus 2010 der Durchbruch. Mittlerweile umfasst die Taunuskrimireihe sieben Bände, im Juni 2014 veröffentlichte die Autorin unter ihrem Mädchennamen Nele Löwenberg ihren ersten belletristischen Roman mit dem Titel "Sommer der Wahrheit". Bei Thienemann-Esslinger erscheinen ihre beiden Jugendbuchreihen "Charlottes Traumpferd" und "Elena - Ein Leben für Pferde", in denen die Autorin ihre beiden Leidenschaften Schreiben und Pferde kombiniert. Fünf der Taunuskrimis wurden bereits für das ZDF verfilmt, die Hauptrollen spielen Tim Bergmann und Felicitas Woll. Die Krimis von Nele Neuhaus erscheinen mittlerweile in 27 Sprachen. Die Autorin lebt mit ihrem Lebensgefährten und ihrem Hund im Vordertaunus.


Inhaltsangabe/Klappentext

Sulzbach im Taunus: An einem regnerischen Novemberabend wird eine Frau von einer Brücke auf die Straße gestoßen. Die Ermittlungen führen Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein in die Vergangenheit: Vor vielen Jahren verschwanden in dem kleinen Taunusort Altenhain zwei Mädchen. Ein Indizienprozess brachte den mutmaßlichen Täter hinter Gitter. Nun ist er in seinen Heimatort zurückgekehrt. Als erneut ein Mädchen vermisst wird, beginnt im Dorf eine Hexenjagd… 


Rezension/Meinung

Nachdem ich zunächst den fünften Band der Reihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein gelesen hatte, wollte ich nach und nach auch die Vorgänger lesen, um die gesamte Reihe von Grund auf zu verstehen. So kam es auch, dass ich die Verfilmung dieses Teils im Fernsehen gesehen hatte, bevor ich zum Buch kam. Ein wenig abweichend war diese schon, aber Gott sei Dank auch schon ein paar Tage her, bevor ich zum Buch kam, ansonsten hätte ich trotz der filmischen Freiheit schon zu viel gewusst.

Allgemein macht es wieder sehr viel Spaß zusammen mit Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff zu ermitteln, vor allen Dingen auch, da nicht nur Pia sehr im Mittelpunkt der privaten Themen steht, sondern in diesem Fall vor allen Dingen auch Oliver von Bodenstein. Denn auch gerade diesen Aspekt finde ich in diesem Teil der Reihe sehr interessant. Einfach, da man ihn auch immer noch mehr zu verstehen beginnt.

Vom Fall selbst her, muss ich gestehen, finde ich diesen Band bisher einen der besten der Reihe, da ich den Aspekt, wer verdächtigt wird einfach extrem spannend gelöst finde. Ein für ähnliche Taten ehemals verurteilter, der jetzt aus dem Gefängnis zurückkehrt, obwohl ihn scheinbar eigentlich keiner im Dorf zurück haben will und der dann auch noch, vor allem für den Leser, eigentlich so nett wirkt, dass man es ihm eigentlich weder zutraut, dass er die Tat vor Jahren begangen hat, für die er verurteilt wurde, noch, dass er dieses Mal an der Tat beteiligt sein kann. Trotzdem stellt sich der gesamte Ort so auf, dass nur er als Täter in Frage käme. Gerade die Hexenjagd gegen den vermeintlichen Täter, gegen den es aber eigentlich keine Beweise bisher gibt, außer der bekannten Verurteilung, die ihn in den Fokus rücken könnte, machen diesen Band besonders interessant. Das alles in Kombination damit, dass damals schon nicht alle Leichen gefunden wurden und auch diesmal noch ein Mädchen verschwindet, es einige auch eher sehr seltsame oder suspekte Dorfbewohner gibt, machen den Fall irre spannend.

Dazu wird alles noch sehr angenehm um die privaten Probleme bzw. Situationen der beiden Ermittler ergänzt, an die man sich im Lauf von einigen Teilen jetzt schon gewöhnen konnte, zu denen es aber doch auch immer noch etwas Neues zu entdecken gibt.

Ein richtig guter Krimi und für mich bisher, neben dem dritten Teil einer der besten Bände dieser Reihe!


Fazit


Montag, 16. November 2015

Rezension ~ Saving Phoenix

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Saving Phoenix
Autor: Joss Stirling
Taschenbuch: 384 Seiten
Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag
Ersterscheinung: 1. März 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423716096
ISBN-13: 978-3423716093
Empfohlenes Lesealter: 14 - 16 Jahre
Originaltitel: Stealing Phoenix
Genre: Jugendbuch /  Fantasy
Reihe: Die Macht der Seelen
Band: II


Über die Autorin

Joss Stirling studierte Anglistik in Cambridge und arbeitete als Diplomatin in Polen. Mittlerweile schreibt sie sehr erfolgreich Romane für Kinder und Jugendliche. Mit ›Finding Sky‹, dem ersten Band der ›Macht der Seelen‹-Trilogie, war sie 2013 von der Jugendjury für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert. Sie lebt mit ihrem Mann und drei Kindern in Oxford.


Inhaltsangabe/Klappentext

Die 17-jährige Phoenix wächst in der Gemeinschaft krimineller Savants, Menschen mit einer übersinnlichen Fähigkeit, auf. Für deren Anführer muss Phoenix ihre Gabe, das Zeitempfinden in fremden Gehirnen zu manipulieren, zu Diebstählen nutzen und das Gestohlene dann bei ihm abliefern. Als sie bei einer Gruppe amerikanischer Studenten iPads stehlen soll, trifft sie auf Yves Benedict. Doch der ist mehr als ihr nächstes Opfer – er ist ihr Seelenspiegel. Yves erkennt dies sofort und entwirft einen Schlachtplan, um Phoenix aus der Gemeinschaft zu befreien und den Anführer zu bezwingen. Doch dieser will die Macht der besonderen Verbindung zwischen Phoenix und Yves für seine eigenen Zwecke nutzen ...


Rezension/Meinung

Es ist schon verdammt lange her, dass ich den ersten Band dieser Reihe gelesen habe und das muss man diesem zweiten Band daher hoch anrechnen, ich war sofort wieder drin. Es ist zwar durchaus so, dass ich mich nicht mehr hätte erinnern können, welches die speziellen Fähigkeiten der einzelnen Mitglieder der Benedict Familie sind, aber bei allem anderen wusste ich trotzdem sofort wieder Bescheid.

Ansonsten merkt man dem Buch eindeutig an, dass es ein Jugendbuch ist, denn vor allem die Beziehung zwischen Yves und Phoenix steht ziemlich im Mittelpunkt des Buches und die restliche Geschichte rankt sich eher darum herum. Dabei ist es auch für dieses Genre sehr typisch, wie schnell die beiden Charaktere sich ineinander verlieben, auch wenn ich da hier schon loben muss, dass sich doch manchmal noch Bedenken bei den Charakteren einschleichen und Phoenix und Yves sich gegenseitig auch nicht vollkommen idealisieren.

Yves ist wirklich ein Charakter, den man sehr gern haben muss, auch wenn die Geschichte mehr aus Phoenix Sicht erzählt wird, die dann etwas dominiert, aber er wirkt einfach wie ein grundehrlicher Kerl, der auch wirklich nur das Beste will. Manchmal geht er Phoenix zwar auch auf die Nerven, in gewissem Maß, kann ich das sogar verstehen, aber ich glaube er wäre jemand, mit dem ich gern auch befreundet wäre. Bei Phoenix ist es eher so, dass sie mich manchmal doch ein wenig genervt hat mit ihren Idee, weil sie teils so unlogisch waren. Vor allem wann sie wem vertraut oder wohin zurück will. Allgemein passieren viele der Dinge einfach wirklich nur, da sie extreme Fehlentscheidungen trifft, bzw. eher nur eine einzige und damit dann alles auslöst. Ein wenig wird ihr seltsames Verhalten wohl durch ihr bisheriges Leben erklärt, aber dennoch fehlt ihr manches Mal ein wenig der gesunde Menschenverstand.

Jedoch ist die Geschichte auf jeden Fall spannend gestaltet, insbesondere, da man sich als Leser manche Dinge nur denken kann, da man immer nur so viel weiß, wie Phoenix, die an vielen Stelle einfach nicht sehr weit eingeweiht ist und man daher nie weiß, was wohl der Plan anderer sein könnte. Die Bösen muss ich gestehen, finde ich teils nicht sehr ernstzunehmend, auch wenn manche ihrer Savant-Fähigkeiten richtig böse ist, unter anderem die von Unicorn finde ich persönlich sehr bedrohlich.

Allgemein durchaus ein gutes Buch für Zwischendurch, auch wenn mir die Beschreibungen der Kussszenen etwas zu ausführlich bzw. als so besonders dargestellt waren. Jedoch hat es auch Spaß gemacht manchen Dialog vor allem zwischen den Benedicts bzw. wenn diese involviert waren zu lesen. 


Fazit


Rezension ~ Das Blut der Rebellin

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Das Blut der Rebellin
Autor: Sabrina Qunaj
Taschenbuch: 704 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag
Ersterscheinung: 16. März 2015
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442479894
ISBN-13: 978-3442479894
Genre: Historischer Roman
Reihe: Wales
Band: II


Über die Autorin

Sabrina Qunaj wurde im November 1986 geboren und wuchs in einer Kleinstadt der Steiermark auf. Nach der Matura an der Handelsakademie arbeitete sie als Studentenbetreuerin in einem internationalen College für Tourismus, ehe sie eine Familie gründete und das Schreiben zum Beruf machte. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in der Steiermark.


Inhaltsangabe/Klappentext

Wales im 12. Jahrhundert: Während in England ein Bürgerkrieg tobt, rebellieren die Waliser unermüdlich gegen die neuen Machthaber. Um die Position der Normannen zu stärken, soll die junge Isabel, Tochter des mächtigen walisischen Tudor-Geschlechts, den grausamen Sheriff von Pembroke heiraten. Doch am Vorabend der Hochzeit greifen die Rebellen an. Isabel kann fliehen und wird bald selbst zur Freiheitskämpferin. Der Sheriff hat seine Braut allerdings nicht vergessen und beauftragt den walisischen Prinzen Ralph le Walleys, sie zurückzuholen. Als die beiden sich ineinander verlieben, stehen sie plötzlich im Zentrum eines Krieges, in dem sie sich für eine Seite entscheiden müssen.


Rezension/Meinung

Die meisten historischen Romane spielen doch immer in den gleichen Zeiten und vor allen Dingen auch Ländern. Von daher fand ich es bei diesem Roman durchaus sehr spannend, dass man mal in eine Zeit versetzt wurde, vor allem aber auch in eine Gegend, die nicht so häufig Schauplatzt ist, nämlich nach Wales.

Ich habe mich dann zwar während des Lesens mit einigen der Namen der Charaktere oder auch Städte ein wenig schwer getan, was aber wohl bei den walisischen Zungenbrechern, die einem da doch öfter unter die Augen kommen, nicht sonderlich schwer ist. Jedoch muss ich sagen, dass einen diese Geschichte einfach gefangen nimmt, auch, wenn sie sich vor allem von ihrem Handlungsinhalt über einen extrem langen Zeitraum erstreckt. An diesen Stellen war es für mich manchmal etwas schwierig, insbesondere dann, wenn die Zeitsprünge doch etwas größer waren. Denn auch, obwohl sie immer so gut angekündigt wurden, man immer wusste, wie viel Zeit vergangen war und wo man sich befand, musste ich mich doch teils immer wieder deutlich neu einfinden, in die Begebenheiten, die nun vorlagen, was sich in der Zeit, die man nicht direkt präsentiert bekommen hat, alles geschehen ist, denn es geschieht verdammt viel in diesem Roman.

Dabei muss ich auch gestehen, dass mir vor allem die Rebellen aus Wales sehr ans Herz gewachsen sind und ich glaube auch, dass das eindeutig die Richtung ist, die das Buch vom Leser einfach erwartet, da die meisten Engländer bzw. Normannen, da sie ja eigentlich Eindringlinge aus Frankreich sind, wenn auch nicht alle vollkommen unsympathisch, auch nicht gerade die angenehmsten Sympathieträger sind. Vor allem die drei Rebellenbrüder mag ich einfach sehr gern. Allen voran den ältesten unter ihnen.

Isabel als Protagonistin ist eine sehr starke Persönlichkeit und auch, wenn sie deutlich ihre Rolle als Frau zu dieser Zeit zu spüren bekommt, was ich sehr stimmig fand, denn zu starke und zu individuelle Frauen, die einfach so ihren Mann stehen und eigentlich nie in des typische Frauenbild zu dieser Zeit gehören, passen für mich einfach nicht so richtig, auch wenn sie für historische Romane gern als Protagonisten genommen werden. Isabel hat zwar ihren eigenen Kopf, ist von der ihr zugewiesenen Rolle auch nicht begeistert, aber sie muss diese teilweise leben und genau das macht den Roman einfach sehr realitätsnah. Ebenso, wie die Charaktere, die einen leider über die lange Zeitstrecke des Romans verlassen.

Insgesamt ist dies einfach ein extrem gelungener historischer Roman, der einmal in einer Ecke spielt, von der ich bisher nicht so viel gelesen habe, die ich aber enorm interessant finde. Und da ich beim Lesen herausgefunden habe, dass es sich schon um den zweiten Band einer kleinen Reihe handelt, bin ich jetzt sehr neugierig auf den ersten Teil und muss diesen auch unbedingt noch lesen.


Fazit


Rezension ~ Die Gefährtin des Lichts

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Die Erbin der Welt
Autor: N.K. Jemisin
Broschiert: 446 Seiten
Verlag: Blanvalet
Ersterscheinung: 15. November 2010
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 344226670X
ISBN-13: 978-3442266708
Originaltitel: The Earth and the Sky 02. The Broken Kingdoms
Genre: Fantasy
Reihe: Inheritance-Trilogie
Band: II


Über die Autorin

N.K. Jemisin wurde in Iowa geboren und wuchs in New York City auf. Außerdem lebte sie mehr als 10 Jahre in Massachusetts um daraufhin wieder nach New York zu ziehen. Sie besuchte von 1990-94 die Tulane University und machte dort ihren Bachelor in Psychologie. Sie schreibt schon seit sie 10 Jahre alt ist. Sie würde aber alles dafür tuen, dass ihre früheren Arbeiten niemals öffentlich gemacht werden.


Inhaltsangabe/Klappentext

Spannende All-Age-Fantasy mit einer ebenso mutigen wie sympathischen jungen Heldin Die junge Straßenkünstlerin Oree ist blind, doch es ist ihr gegeben, Magie zu sehen. Daher ist auch sie es, die in einer Seitenstraße Elysiums die Leiche einer Göttin entdeckt. Dabei sind Götter doch unsterblich! Bevor sie sich versieht, steckt Oree mitten in einer Verschwörung von schrecklichem Ausmaß – einem Komplott mit keinem geringeren Ziel, als die Gemeinschaft der Götter zu stürzen. Und ausgerechnet Oree ist der Schlüssel zum Erfolg der Verschwörer …


Rezension/Meinung

Nachdem mit der erste Band der Inheritance-Trilogie noch vollkommen seltsam vorkam und ich vieles darin nicht richtig greifen konnte, bin ich froh, dass sich der Stil mit diesem Band ein wenig verändert hat, auch wenn ich die Reihe immer noch nicht richtig gut finde.

Allgemein ist es so, dass sich dieser Band schon bedeutend leichter lesen lässt, man die Dinge um die Haupthandlung herum, was die Welt anbelangt schon deutlich besser verstehen kann, vor allem, wenn man den Vorgänger gelesen hat. Allgemein fehlt es in diesem Teil deutlich mehr an den ganzen politischen Verstrickungen, die für mich den ersten Band unter anderem so undurchsichtig gemacht haben, da allein schon diese Welt nicht wirklich verständlich für mich war. Auch Oree ist eine Protagonistin, mit der ich mich durchaus anfreunden konnte, auch wenn ich sie in so manchem Verhalten auch ein wenig seltsam finde. Vor allen Dingen ist es aber hier eher schon verwirrend, wie viele Götter bzw. Gottkinder, die aber eigentlich auch Götter sind, es plötzlich gibt, da man bei diesen einfach irgendwann auch ein wenig durcheinander kommt. Es sind einfach zu viele Charaktere. Erschwert wird das Auseinanderhalten auch dadurch noch ein wenig, dass man wieder direkt alles nur aus Orees Sicht erlebt, die aufgrund ihrer Erblindung einfach die Personen in ihrer Umgebung etc. nicht klar erkennen und somit auch nicht so gut beschreiben kann.

Irgendwie bleibt für mich aber die Handlung dieses Bandes sogar noch hinter der des ersten zurück, da gefühlt wenig passiert, auch wenn doch wieder etwas geschieht, was wohl vor allem auch daran liegt, dass die Motive und eigentlichen Ideen hinter allem was geschieht so banal für mich wirkten und so wenig wirklich direkt verfolgt, dass ich mir zwischendrin etwas verloren vorkam und mich wirklich wundern musste, wie der Aufbau dieser Geschichte zu diesem Inhalt kam. Jedoch und das kann ich nur nochmal erwähnen, es ließ sich alles deutlich leichter und flüssiger lesen.

Ebenso wie beim ersten Band, muss ich jedoch auch bei diesem sagen, dass ich die romantischeren bzw. auch teils eher körperlichen Szenen irgendwie wieder nicht ganz so stimmig in dieser Geschichte fand, auch wenn es schon deutlich besser war, als noch im ersten Teil. Ich frage mich nun ehrlich, ob der dritte Band sich gegenüber seinen Vorgängern noch so weit zu steigern schafft, dass man ihn vielleicht wirklich als gut bezeichnen kann.


Fazit


Sonntag, 15. November 2015

Rezension ~ Grimmiger Dienstag

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Grimmiger Dienstag
Autor: Garth Nix
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch)
Ersterscheinung: 14. April 2009
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3404206010
ISBN-13: 978-3404206018
Originaltitel: Grim Tuesday
Genre: Fantasy
Reihe: Die Schlüssel zum Königreich
Band: II


Über den Autor

Garth Nix wurde 1963 in Melbourne geboren. Nach seinem Abschluss an der Universität arbeitete er zunächst in einer Buchhandlun, später als Verleger, Buchhandelsvertreter und Zeitungsredakteur. 1994 verließ er das Verlagsgeschäft und arbeitete in den folgenden drei Jahren als Berater in der Public-Relations- und Marketing-Branche. Im Januar 2002 konnte sich Nix dazu durchringen, sein Leben ausschließlich der Schriftstellerei zu widmen. Er lebt heute gemeinsam mit seiner Frau Anna, einer Verlegerin, und seinem Sohn Thomas in einem Vorort von Sidney, direkt am Meer.


Inhaltsangabe/Klappentext

Arthur Penhaligon war eigentlich dem Tod geweiht. Doch man ließ ihn nicht sterben, sondern erlegte ihm eine schier unlösbare Aufgabe auf: Er soll sieben Schlüssel besorgen ... für ein Königreich. Arthur hätte nicht gedacht, dass er noch einmal in das seltsame Haus zurückkehren müsste, dass ihn am Montag beinahe umgebracht hätte: Das Haus, das ein finsteres Reich birgt. Nun steht er vor einer neuen Herausforderung. Ein Unhold namens Grimmiger Dienstag bedroht Arthurs Familie und den Rest der Welt. Für Arthur beginnt ein Abenteuer, bei dem er an Bord eines Sonnenschiffs gehen, sich mit einem Sonnenbären anfreunden und finstere Nichtlinge bekämpfen muss.


Rezension/Meinung

Die Woche geht weiter und Arthur, der eigentlich erstmal erwachsen werden wollte, bevor er ins Haus zurück muss, wird leider von den morgigen Tagen zu sehr als Gefahr angesehen, sodass diese Idee leider nicht verwirklicht werden kann, da Grimmiger Dienstag alles daran setzt Arthur möglichst schnell zu besiegen.

Ich fand es schon ziemlich genial, auf welche Art und Weise Grimmiger Dienstag es geschafft hat Arthur zurück ins Haus zu holen. Vor allen Dingen auch allein schon aus dem Grund, dass wieder so viele neue, bisher noch nicht bekannte Arten von Bürgern, Nichtlingen und anderem aufgetaucht sind, die diese Welt einfach so bunt und spannend machen. Zudem sind die Fernen Weiten, über die Grimmiger Dienstag herrscht auch einfach richtig genial beschrieben, inklusive der Grube, welche schon sehr dicht ans Nichts heranreicht. Allgemein ist dieser Band ein wenig düsterer als sein Vorgänger, wenn auch nicht weniger amüsant, denn einen gewissen Humor haben eindeutig bisher alle Bände der Reihe und ich freue mich schon darauf, dass es so weiter geht. Es ist auch einfach so klasse, wie die Namen der Bürger häufig zu dem passen, was ihre Rolle im Haus ist, oder aber auch teils, einfach so seltsam sind, dass man sich fragen muss, wie es bloß zu einem solchen Namen kommen konnte. Dabei ist es diesmal schon allein dadurch sehr spannend, dass Arthur nicht mehr halb so viel Macht hat, wie noch im ersten Band, da er den ersten Schlüssel bei Dame Primus zurückgelassen hat.

Dabei ist es auch einfach spannend, wie die morgigen Tage, in diesem Fall Grimmiger Dienstag es dem Unteren Haus, Dame Primus und Arthur schwer machen wollen, unter anderem durch politische Intrigen, wie riesen Schuldenberge, die Grimmiger Dienstag nun anbringt. Zum einen muss man auf solche Ideen erstmal kommen, zum anderen ergeben sich dadurch auch wieder sehr amüsante Stelle in der Geschichte. Ergänzt durch die speziellen Fähigkeiten von Grimmiger Dienstag und was für verrückte Dinge Arthur und seine Gefährten, u.a. Susi wieder erleben, macht dies die Handlung wieder richtig gut. Dabei trifft Arthur ebenfalls auf neue Charaktere, die ich richtig sympathisch finde, wie den Marinier oder den Alten, die einfach auch die Kreativität hinter dieser Geschichte noch ein bisschen deutlicher machen.

Grimmiger Dienstag ist ein klasse Nachfolger von Schwarzer Montag und ich bin schon extrem neugierig auf Kalter Mittwoch und die restliche Woche!


Fazit