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Donnerstag, 17. März 2016

Rezension ~ Pferdefuß

Allgemeine Informationen zum Roman


Tiel: Pferdefuß
Autor: Jürgen Seibold
Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: Piper Taschenbuch
Ersterscheinung: 1. Februar 2016
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3492305431
ISBN-13: 978-3492305433
Gerne: Krimi
Reihe: Eike Hansen
Band: IV


Über den Autor

Jürgen Seibold, 1960 geboren, lebt mit seiner Familie in der Nähe von Stuttgart. Er ist gelernter Journalist und arbeitet als Schriftsteller. Unter anderem ist er der Autor einer erfolgreichen Regionalkrimireihe.


Inhaltsangabe/Klappentext

Außerhalb der Ferienzeit ist es ruhig auf dem Campingplatz am Oberrieder Weiher. Deshalb ist der Betreiber heilfroh, dass wenigstens dieser seltsame Schriftsteller eine der Trekkinghütten bezogen hat. An einem Roman soll er schreiben, aber man sieht ihn immer nur um das alte Kieswerk herumstreifen – bis er eines Nachts verschwindet. Als kurz darauf eine verkohlte Leiche in einem ausgebrannten Pferdestall gefunden wird, hat Kommissar Hansen einen schrecklichen Verdacht, und schon bald stößt er auf ein tödliches Geheimnis, das sich um das stillgelegte Kieswerk rankt.


Rezension/Meinung

Ich lese gern Krimis, sowohl Regionalkrimis, als auch andere. Ebenso finde ich die Abwechslung schön zwischen einem mal eher etwas ruhigeren und einem mal etwas turbulenteren Krimi. Das manche eher brutaler sind, andere realisitischer und mancher mit sehr viel Humor ausgestattet. Bei Pferdefuß ist es so, dass ich bei diesem Roman eindeutig finde, dass er eher in die Mischung aus realitätsnah und humoristisch geht, das ganze gapaart mit ein bisschen Lokalkolorit und einem sehr sympathischen Ermittler.

Für mich hat dieser Krimi so ein paar Besonderheiten, denn er spielt zwar weit weg von meiner Heimat, jedoch kommt der Kommissar aus meiner Nähe und ich musste doch einige Male schmunzeln, wenn nun Orte genannt wurden, die eigentlich nicht wirklich bekannt sind, ich aber kenne, da dieses Dörfchen nur wenige Kilometer von meinem Wohnort entfernt liegt. Solcherlei Kleinigkeiten machen ein Buch gleich noch ein bisschen besser, als es eh schon ist.

Dazu kam, dass ich die Charaktere sehr mocht. Sowohl Hansen, der mir allein schon durch seine Abneigung gegen den typischen Leibniz-Keks sypmatisch geworden ist, mag ich diesen nämlich auch nicht wirklich gern. Zudem ist er einfach auch ein Charakter, der so einige Facetten hat, die ich sehr interessant finde und die Beziehung zu seinem Kater ist auch einfach nur genial. Zumal der Kater Ignaz ja wirklich ein ganz besonderes Individuum ist. Das Gute dabei, man braucht die Vorgänger nicht kennen, um sehr schnell mit Hansen und den anderen Charakteren warm zu werden, die sicher schon in den anderen Teilen ihren Part hatten. Mein Liebling in diesem Buch ist aber eindeutig der alte Frieder, den ich mit seiner liebenswürdigen und kauzigen Art einfach so gern mochte. In einer Szene, als er ziemlich missverstanden wird, tat er mir so Leid, dass ich sogar am liebsten ins Buch gekrabbelt wäre, um ihn zu trösten.

Diese tollen Charaktere und Kleinigekeiten, die für mich so besonders waren, sind hier gepaart mit dem auf jeden Fall spannenden Kriminalfall, der durchaus ziemlich verworren wirkt zunächst, aber irgendwann kam mir schon der Verdacht, wer hier genau wohl der wahre Täter sein könnte. Ich freue mich ja immer wieder, wenn ich irgendwie am Ende sogar richtig gelegen habe. Auch wenn die Aufklärung hier vllt etwas spannender hätte gestaltet werden können.

Alles in allem ein super Regionalkrimi, in dem sich der Kriminalfall sehr gut in den Kontext der Charaktere, des leicht humoristischen und allem anderen einbettet. Mir hat er doch ziemlich gut gefallen!


Fazit

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