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Mittwoch, 22. März 2017

Rezension ~ Zapfig

Allgemeine Informationen zum Roman

Titel: Zapfig
Autor: Felicitas Gruber
Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: Diana Verlag
Ersterscheinung: 13. Februar 2017
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358511
ISBN-13: 978-3453358515
Genre: Krimi / Regionalkrimi
Reihe: Kalte Sofie
Band: IV


Über die Autorin

Felicitas Gruber ist das Pseudonym von Brigitte Riebe und Gesine Hirsch. Zusammen veröffentlichten sie die beiden Bücher "Die Kalte Sofie" und "Vogelfrei", in denen die Ermittlungen der Rechtsmedizinerin Sofie Rosenhuth im Zentrum der Handlung stehen. Während Brigitte Riebe ansonsten hauptsächlich historische Romane verfasst, ist Gesine Hirsch als Drehbuchautorin tätig und hat als solche bei der Fernsehserie "Dahoam ist Dahoam" mitgewirkt. Beide Autorinnen leben heute in München.


Inhaltsangabe/Klappentext

In der Giesinger Privatbrauerei Rößlbier führt Uschi Roßhaupter seit Jahrzehnten ein strenges Regiment. Und ihr Sohn Tobias macht immer noch brav, was die Mama sagt. Eigentlich – denn die Heirat mit Sekretärin Nathalie war nicht vorgesehen. Wen wundert’s, dass die junge Dame kurz vor der Trauung einer bedauerlichen Vergiftung zum Opfer fiel? Dr. Sofie Rosenhuth jedenfalls nicht. Sie hat die Roßhaupter Uschi gleich im Verdacht, doch ihr Kommissar Joe weiß sie zu bremsen. Also wird ordentlich ermittelt in der Münchner Schickeria. Ärgerlich nur, dass die grimmige Uschi kurz darauf ertrunken in einem ihrer Braukessel liegt … 


Rezension/Meinung



Cover und Klappentext:
Das Cover passt wirklich gut zu diesem Krimi, denn zum einen erkennt man sofort, dass es sich um einen Regionalkrimi handeln dürfte. Zum anderen hilft auch das Coverbild sofort, um sich selbst herleiten zu können, was der bayrische Begriff „zapfig“ wohl bedeuten mag, denn die Eiszapfen lassen einen schon erahnen, dass es doch ziemlich kalt sein Dürfte. Zudem ist der Titel natürlich auch sofort ein Hinweis, in welcher Region dieser Krimi spielen wird. Was man nicht direkt weiß, welcher Band der Reihe um Sofie es wohl ist, aber es ist klar, er gehört zu einer Reihe. Finde ich schön, dass man das sofort sieht. Den Klappentext muss ich ein wenig bemängeln, denn ich hätte teilweise damit gerechnet, dass gewisse Charaktere eine größere und andere Rolle bekommen, als sie in Wirklichkeit haben.

Inhalt/Idee:
Es ist der vierte Band rund um Sofie Rosenhuth, Pathologin, und Joe Lederer, Kommissar. Man merkt zwar, dass es sicherlich eine genauere Einführung zu den einzelnen Personen und Zusammenhängen zwischen ihnen in den anderen Bänden gegeben haben dürfte, aber trotzdem fühlt man sich nicht allein gelassen. Den Tod des ersten Opfers erlebt man auch sofort mit und danach geht es sofort ans Ermitteln. Dabei finde ich es sehr gut, dass man zwei Seiten, polizeiliche Ermittlung und auch die pathologische Untersuchung als Aspekte direkt vor Augen hat. Es ist auch einfach spannend, wie die Beziehung zwischen den Mitarbeitern der Brauerei etc. die Ermittlungen in diverse Richtungen führen. Die Lösung des Falls finde ich im Endergebnis vielleicht ein bisschen zu weit hergeholt, zumindest in Anteilen, auch wenn es trotzdem ein interessanter Krimi ist.

Aufbau und Schreibstil/Umsetzung:
Vom Aufbau her mag ich es sehr gern, dass das Buch eher von kürzeren Kapiteln dominiert wird. Auch finde ich es sehr gut, dass man einiges vom Privatleben der Charaktere erfährt, nebenher auch noch einiges an Inhalt hat, das nicht direkt mit dem Fall zu tun hat, da ich diese Dinge bei einem Regionalkrimi einfach erwarte, auch wenn es teilweise ein bisschen zu viel private Probleme von Sofie und Joe waren und ein bisschen wenig zum Kriminalfall selbst. Was mir sehr gefällt sind die typisch bayrischen Ausdrücke, welche von der Autorin aber auch eigentlich nur in der Wörtlichen Rede bzw. bei Gedankengängen genutzt wird, da man einfach der Region noch näher kommt. Auch wenn es mir immer etwas schwer fiel mir vorzustellen, dass man wirklich in München ist und nicht irgendwo in Bayern.

Charaktere:
Die Charaktere finde ich allgemein sehr gut gelungen. Vor allem auch die vielen Beziehungen zwischen den Charakteren. Sowohl bei den Protagonisten und ihrem Umfeld, als auch im Umfeld der Brauerei und der Morde. Vor allem die Mitarbeiterinnen, die zusammen auf dem Jungesellinenabschied waren, finde ich charakterlich sehr interessant dargestellt, ebenso, wie die Spannungen und Freundschaften untereinander. Bei den Protagonisten hätte es gern noch ein bisschen mehr sein können, liegt aber bei mir vermutlich daran, dass ich einfach das gesamte Wissen aus den ersten drei Bänden nicht habe. Mit diesem wäre manches sicher leichter gewesen.

 

Fazit


Ein sehr angenehm zu lesender Regionalkrimi, der einem wunderbar eine Atmosphäre kreiert, als sei man wirklich selbst in Bayern. Auch die Mischung aus privatem der Protagonisten und dem Fall finde ich durchaus stimmig, auch wenn ich Sofie sehr verstehen kann, wenn sie sich über Joe aufregt. Vor allem der kleine Mops Murmel hat mir sehr gefallen, auch wenn er nur eine Randfigur ist, aber er lockert einiges durchaus auf. Ich würde auf jeden Fall auch einen weiteren Krimi rund um die kalte Sofie lesen.

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